Ver.di-Warnstreiks: "Etwa 2,5 Prozent mehr Lohn wären finanzierbar"
Zu hohe Lohnabschlüsse könnten zu Entlassungen führen und helfen der Konjunktur nicht, sagt RWI-Ökonom Roland Döhrn. Er sieht für den öffentlichen Dienst wenig Spielraum.
© Bernd Settnik/dpa

Der Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, spricht vor dem Beginn der Tarifverhandlungen in Potsdam (Bild vom 1. März 2012).
ZEIT ONLINE: Herr Döhrn, die Gewerkschaft ver.di fordert ein Lohnplus von 6,5 Prozent für die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Ist das gerechtfertigt?
Roland Döhrn: Meist einigen sich die Tarifparteien ja auf eine Erhöhung unterhalb der gewerkschaftlichen Forderung – insofern muss man abwarten, welche Zahl am Ende der Verhandlungen herauskommt. Mich wundert aber der doch sehr scharfe Ton, den ver.di anschlägt. Offenbar will die Gewerkschaft eine Verteilungsdebatte anstoßen.
ZEIT ONLINE: Zu Recht, oder? Selbst die OECD bemängelt, dass die Unterschiede zwischen Arm und Reich in Deutschland zuletzt stark gewachsen sind.
Döhrn: Man kann diese Verteilungsdebatte führen. Sie müssen dann aber auch berücksichtigen, dass die Unterschiede in Deutschland zwar zunehmen, sie sind aber immer noch geringer als anderswo. Es mag sein, dass der Niedriglohnsektor gewachsen ist; aber dafür hat man die Zahl der Arbeitslosen deutlich reduziert.

ist Leiter des Kompetenzbereichs "Wachstum und Konjunktur" am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen.
ZEIT ONLINE: Besser ein schlecht bezahlter Job als gar keine Arbeit – ist das nicht zynisch?
Döhrn: In vielen Fällen ist die Qualifikation der Niedriglöhner so gering, dass man ihnen den Durchschnittslohn nicht zahlen kann. Die Frage ist doch: Ist es für eine Gesellschaft besser, wenn solche Leute einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen? Oder will man, dass sie von Sozialleistungen leben? Und wenn sie arbeiten: Soll das Gehaltsgefüge so sein, dass sie von ihrem Lohn leben können – oder müsste man nicht auch das Steuer- und Transfersystem umgestalten, etwa durch eine negative Einkommenssteuer für Geringverdiener?
ZEIT ONLINE: Wie relevant ist die Geringverdiener-Debatte überhaupt für den öffentlichen Dienst?
Döhrn: Sie ist gar nicht relevant. Im öffentlichen Dienst gibt es weder Auswüchse bei der Leiharbeit noch Probleme mit Minijobs oder Ähnlichem. Dort sind die leeren Kassen das Problem. Es fehlt das Geld, deshalb war der Staat schon in der Vergangenheit sehr zurückhaltend mit Lohnsteigerungen. Stellen wurden nicht neu besetzt, Einzelne mussten immer mehr Arbeit erledigen, der Druck ist gestiegen.
ZEIT ONLINE: Also wäre jetzt doch ein guter Zeitpunkt, die Gehälter stärker zu erhöhen als in den Tarifrunden davor.
"Die Bürger müssen bezahlen. Oder die Leistungen werden eingeschränkt."
Döhrn: In der freien Wirtschaft, wenn die Gewinne viel stärker steigen als die Löhne, hätte ich noch Verständnis für hohe Forderungen. Aber im öffentlichen Dienst müssen entweder die Bürger für die Lohnerhöhungen bezahlen, in Form von höheren Steuern und vor allem Gebühren, was übrigens in vielen Fällen ausgerechnet Geringverdiener besonders stark belastet. Oder öffentliche Leistungen werden eingeschränkt; oder die kommunalen Unternehmen können wegen der relativ hohen Löhne, die sie dann zahlen, nicht mehr mit Wettbewerbern konkurrieren und verlieren Ausschreibungen.
ZEIT ONLINE: Der Konjunktur täten höhere Löhne aber gut.
Döhrn: Höhere Löhne stärken die Kaufkraft – im Prinzip stimmt das. Aber das Argument funktioniert nicht, wenn die Lohnsteigerungen zu höheren Steuern und Gebühren, zu Entlassungen führen, oder dazu, was im öffentlichen Dienst wahrscheinlicher ist, dass frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden. Dann nimmt die private Kaufkraft wieder ab. Das hilft der Konjunktur gar nicht.




Ich hab's echt satt, dass die ZEIT wieder einen extrem arbeitgeberfreundlichen "Wirtschaftsforscher" als Experten zitiert.
Teilweise ist das, was der Mann von sich gibt, nur neoliberale Propaganda.
Beispiel 1: "In vielen Fällen ist die Qualifikation der Niedriglöhner so gering, dass man ihnen den Durchschnittslohn nicht zahlen kann."
Ich kenne studierte Ingenieure, die als Lageristen arbeiten, diplomierte Biologen, die im Kino Popcorn verkaufen, promovierte Geisteswissenschaftler, die im Call-Center sitzen. Zu sagen, die seien nicht qualifiziert, ist eine Frechheit.
Die Wahrheit ist doch, dass die Menschen ohne jede Qualifikation heute gar keinen Job mehr bekommen. Die Arbeitnehmer suchen sich dann unter den verbleibenden jungen Leuten mit Ausbildung oder Studium die für sie angenehmsten aus und zahlen ihnen dann 7 Euro die Stunde.
Beispiel 2: "Wir müssten dringend Lösungen finden, wie wir kommunale Verwaltungen auf eine solide Finanzbasis stellen."
Ja, Steuern erhöhen! Und zwar für die, die es sich leisten können! Die Lohnquote sinkt seit Jahren, die Quote aus Unternehmensgewinnen steigt. Wir haben kein Effizienzproblem, wir haben ein Verteilungsproblem. Die Menschen, die mit ihrer Hände Arbeit den Aufschwung erwirtschaften, werden am Ende um ihren gerechten Anteil am Wachstum geprellt.
Beispiel 3: " ...es sei denn, wir wollen, dass die Staatsquote steigt."
Ja, wollen wir! Keinen Sozialismus, auch keinen Raubtierkapitalismus! Es gibt was dazwischen.
Sehr guter Kommentar.
Man könnte noch ergänzen:
Zitat:
"ZEIT ONLINE: Wie relevant ist die Geringverdiener-Debatte überhaupt für den öffentlichen Dienst?
Döhrn: Sie ist gar nicht relevant. Im öffentlichen Dienst gibt es weder Auswüchse bei der Leiharbeit noch Probleme mit Minijobs oder Ähnlichem. "
UND WAS ist mit Ein Euro Jobbern????????????????????
Was da in den letzte Jahren passiert ist, ist unglaublich!
Sehr guter Kommentar.
Man könnte noch ergänzen:
Zitat:
"ZEIT ONLINE: Wie relevant ist die Geringverdiener-Debatte überhaupt für den öffentlichen Dienst?
Döhrn: Sie ist gar nicht relevant. Im öffentlichen Dienst gibt es weder Auswüchse bei der Leiharbeit noch Probleme mit Minijobs oder Ähnlichem. "
UND WAS ist mit Ein Euro Jobbern????????????????????
Was da in den letzte Jahren passiert ist, ist unglaublich!
Gewerkschaft fordert 6,5
Lobbyvertreter sagen 2,5 gehen (allerhöchstens...)
davon dann der Mittelwert sind 4,5 ... alles klar nun kann man sich das ganze Hin und Her sparen und den Abschluss klar machen ;-)
"Gewerkschaft fordert 6,5
Lobbyvertreter sagen 2,5 gehen (allerhöchstens...)
davon dann der Mittelwert sind 4,5 ... alles klar nun kann man sich das ganze Hin und Her sparen und den Abschluss klar machen ;-)"
Richtig! 4,5% aber mindestens 200€ wäre okay! ;-)
Wenn's so einfach wäre, dann müsste die Gewerkschaft nur 50% fordern. Der Mittelwert zu den arbeitgeberseits für vertretbar gehaltenen 2,5% wären dann 26,25%! Da müsste selbst Heinz Kluncker mit seinen legendären 11% damals vor Neid erblassen ;-).
"Gewerkschaft fordert 6,5
Lobbyvertreter sagen 2,5 gehen (allerhöchstens...)
davon dann der Mittelwert sind 4,5 ... alles klar nun kann man sich das ganze Hin und Her sparen und den Abschluss klar machen ;-)"
Richtig! 4,5% aber mindestens 200€ wäre okay! ;-)
Wenn's so einfach wäre, dann müsste die Gewerkschaft nur 50% fordern. Der Mittelwert zu den arbeitgeberseits für vertretbar gehaltenen 2,5% wären dann 26,25%! Da müsste selbst Heinz Kluncker mit seinen legendären 11% damals vor Neid erblassen ;-).
Ist es für eine Gesellschaft besser, wenn solche Leute einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen? Oder will man, dass sie von Sozialleistungen leben?"
Nein, das ist die Frage nicht.
"Die Frage" ist, wer "eine Gesellschaft" ermächtigt hat, eine solche Entscheidung über andere Menschen zu treffen und zu exekutiern.
Das Grundgesetz gibt meiner Ansicht nach niemanden das Recht, andere Menschen in ihrem Leben zu bevormunden und durch statliche Mittel dazu zu zwingen, so zu leben,
wie "man" es will. Wobei "man" wahrscheinlich durch Herrn Professor vorzugsweise gebildet wird.
...sowieso unsinnig, ja ich möchte schreiben, sie zeigt den äußerst engen Horizont oder die Agenda von Herrn Döhrn, da sie impliziert, es gäbe nur diese zwei Möglichkeiten. Das ist natürlich nicht der Fall. Es muss keine Niedriglöhne geben und auch keine Arbeitslosen. Dazu muss man nur das neoliberale Dogma über Bord werfen, dass Geld nur von privaten Investoren ausgeliehen werden darf und nicht auf anderem Wege geschöpft.
...sowieso unsinnig, ja ich möchte schreiben, sie zeigt den äußerst engen Horizont oder die Agenda von Herrn Döhrn, da sie impliziert, es gäbe nur diese zwei Möglichkeiten. Das ist natürlich nicht der Fall. Es muss keine Niedriglöhne geben und auch keine Arbeitslosen. Dazu muss man nur das neoliberale Dogma über Bord werfen, dass Geld nur von privaten Investoren ausgeliehen werden darf und nicht auf anderem Wege geschöpft.
...es der Wirtschaft schlecht geht: "Lohnplus unmöglich wegen schlechter Wirtschaftslage..."
...es der Wirtschaft gut geht: "Wir wollen doch nicht die Konjunktur abwürgen..."
Immer wieder schön zu hören mit welchen Begründungen Menschen mit sechsstelligem Jahreseinkommen + Bonuszahlung anderen ihre 6% mehr auf ihre €1.500,- versagen...
"Im öffentlichen Dienst gibt es weder Auswüchse bei der Leiharbeit noch Probleme mit Minijobs oder Ähnlichem." Nein, denn diese werden im öffentlichen Dienst ausgelagert, indem Leistungen, die eigentlich der öffentliche Dienst erbringen müsste, an Subunternehmer oder Ein-Euro Jobber abgegeben werden. Und was ist z.B. mit all den Sozialarbeitern, die mehrere Jahre lang nur befristete Verträge bekommen, die dann genau einen Monat bevor sie sich einklagen könnten, nicht mehr verlängert werden - oder mit all den Hochschulmitarbeitern, die nur noch halbe Stellen erhalten, auf denen Sie dann aber am Ende doch vollzeit arbeiten müssen?
Sehr guter Kommentar.
Man könnte noch ergänzen:
Zitat:
"ZEIT ONLINE: Wie relevant ist die Geringverdiener-Debatte überhaupt für den öffentlichen Dienst?
Döhrn: Sie ist gar nicht relevant. Im öffentlichen Dienst gibt es weder Auswüchse bei der Leiharbeit noch Probleme mit Minijobs oder Ähnlichem. "
UND WAS ist mit Ein Euro Jobbern????????????????????
Was da in den letzte Jahren passiert ist, ist unglaublich!
Bei allem Verständnis für ihren Zorn - 1€ Jobber sind nicht im öffentlichen Dienst. Allerdings werden auch im öffentlichen Dienst immer mehr Mitarbeiter in Gesellschaften ausgegliedert, die aber zu 100% der Kommune gehören. Z.B. hier in Wiesbaden die Busfahrer. Diese werden dann schlechter bezahlt und haben längere Arbeitszeiten.
aber wenn die mal streiken, dann wird es sicher wieder das Geschrei geben, dass die Busfahrer ihre Fahrgäste in Geiselhaft nehmen...
...schon diese Aussage des angeblich Experten ist falsch, so wie viele andere auch:
http://www.randzone-onlin...
Rund 10% aller "Aufstocker" waren Anfang 2010 im ÖD beschäftigt.
Bei allem Verständnis für ihren Zorn - 1€ Jobber sind nicht im öffentlichen Dienst. Allerdings werden auch im öffentlichen Dienst immer mehr Mitarbeiter in Gesellschaften ausgegliedert, die aber zu 100% der Kommune gehören. Z.B. hier in Wiesbaden die Busfahrer. Diese werden dann schlechter bezahlt und haben längere Arbeitszeiten.
aber wenn die mal streiken, dann wird es sicher wieder das Geschrei geben, dass die Busfahrer ihre Fahrgäste in Geiselhaft nehmen...
...schon diese Aussage des angeblich Experten ist falsch, so wie viele andere auch:
http://www.randzone-onlin...
Rund 10% aller "Aufstocker" waren Anfang 2010 im ÖD beschäftigt.
Bei allem Verständnis für ihren Zorn - 1€ Jobber sind nicht im öffentlichen Dienst. Allerdings werden auch im öffentlichen Dienst immer mehr Mitarbeiter in Gesellschaften ausgegliedert, die aber zu 100% der Kommune gehören. Z.B. hier in Wiesbaden die Busfahrer. Diese werden dann schlechter bezahlt und haben längere Arbeitszeiten.
aber wenn die mal streiken, dann wird es sicher wieder das Geschrei geben, dass die Busfahrer ihre Fahrgäste in Geiselhaft nehmen...
...sind sie:
"Rund 90 Prozent der 1-Euro-Jobs im öffentlichen Dienst in Berlin seien rechtswidrig, weil sie reguläre Arbeiten betreffen, schätzt Uwe Januszewski vom Hauptpersonalrat des Landes Berlin.
An Berlins Schulen betreuen 1-Euro-Jobber an Schulen die Bibliotheken, gestalten Internetseiten oder unterstützen die Lehrer bei der Betreuung verhaltensauffälliger Kinder."
Quelle: http://hartz.blogg.de/ind...
Ebenso wie Aufstocker, ausgelagerte Niedriglöhner, Leiharbeiter usw., zeitlich unbefristete Jobs sind gar fast schon die Ausnahme. Der ÖD ist beim Dumping ganz vorne dabei, wie soll es auch anders sein, in einem Land in dem sparen als oberste Tugend gepriesen wird. Und finanzpolitischer wie volkswirtschaftlicher Sachverstand in der Politik allenfalls noch in Randparteien vorkommt.
...sind sie:
"Rund 90 Prozent der 1-Euro-Jobs im öffentlichen Dienst in Berlin seien rechtswidrig, weil sie reguläre Arbeiten betreffen, schätzt Uwe Januszewski vom Hauptpersonalrat des Landes Berlin.
An Berlins Schulen betreuen 1-Euro-Jobber an Schulen die Bibliotheken, gestalten Internetseiten oder unterstützen die Lehrer bei der Betreuung verhaltensauffälliger Kinder."
Quelle: http://hartz.blogg.de/ind...
Ebenso wie Aufstocker, ausgelagerte Niedriglöhner, Leiharbeiter usw., zeitlich unbefristete Jobs sind gar fast schon die Ausnahme. Der ÖD ist beim Dumping ganz vorne dabei, wie soll es auch anders sein, in einem Land in dem sparen als oberste Tugend gepriesen wird. Und finanzpolitischer wie volkswirtschaftlicher Sachverstand in der Politik allenfalls noch in Randparteien vorkommt.
Die Quelle allen Übels war, daß man eine so große Lohnspreizung in der Arbeitswelt überhaupt zugelassen hat. Die einen verdienen sich dumm und dämlich und den anderen gönnt man nicht einmal das nötigste um in Würde am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Und wenn ich immer höre, zu niedrig qualifiziert; die Frage lautet doch immer ob eine Arbeit in der Gemeinschaft von jemanden erledigt werden muß.
Vor vielen Jahren, hat man zum Beispiel körperliche und/oder schmutzige Arbeit auch gut entlohnt. Diejenigen, welche nicht so schwer arbeiten mußten genoßen halt den Vorteil Ihrer nicht so gesundheitsschädlichen Arbeit.
Sicher rechtfertigt eine gute Ausbildung eine entsprechende Entlohnung. Nur die Frage lautet, muß es das 100fache sein.
...hinter der menschenverachtenden Ansicht bestimmte niedrig qualifizierte Jobs dürften nicht höher bezahlt werden, steckt reine Marktideologie. Ist die Not nur gross genug, fallen immer weitere Kreise dieser Logik anheim, denn letztlich ist jeder austauschbar, erst recht im globalen Dorf, wo hochqualifizierte Inder, Chinesen und Osteuropäer auf ihre Chance warten.
Die einzigen die nach dieser Logik selbstverständlich immer ausreichend knapp sind, sind "erfahrene Führungskräfte", denn die hieven sich natürlich gegenseitig in ihre Posten und setzen die Anforderungen...
...hinter der menschenverachtenden Ansicht bestimmte niedrig qualifizierte Jobs dürften nicht höher bezahlt werden, steckt reine Marktideologie. Ist die Not nur gross genug, fallen immer weitere Kreise dieser Logik anheim, denn letztlich ist jeder austauschbar, erst recht im globalen Dorf, wo hochqualifizierte Inder, Chinesen und Osteuropäer auf ihre Chance warten.
Die einzigen die nach dieser Logik selbstverständlich immer ausreichend knapp sind, sind "erfahrene Führungskräfte", denn die hieven sich natürlich gegenseitig in ihre Posten und setzen die Anforderungen...
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