Silvio GesellDer Erfinder des rostenden Geldes

Er ist eine der schillerndsten Figuren in der Ökonomie. Sein "Schwundgeld" spaltet die Volkswirtschaft bis heute. Vor 150 Jahren wurde Silvio Gesell geboren.

Der Mann ist eine der schillerndsten Figuren der Volkswirtschaftslehre: Ein Autodidakt, der nie eine Universität besuchte, aber eine eigene wissenschaftliche Denkschule etablierte. Ein Kaufmann, dessen ökonomische Theorien führende Volkswirte wie John Maynard Keynes, Irving Fisher und der Nobelpreisträger Maurice Allais in hohen Tönen lobten – der aber von den meisten modernen Ökonomen als Irrlicht betrachtet wird: Silvio Gesell (1862 – 1930). Der geldpolitische Querdenker wäre am Samstag 150 Jahre alt geworden.

Bis heute schart sich eine kleine, aber eingefleischte Fangemeinde um seine Ideen. Im Zuge der Finanzkrise haben auch Teile des wissenschaftlichen Establishments wieder angefangen, über Gesells Theorien zu diskutieren. Eine von Werner Onken zusammengestellte Werksauswahl mit dem Titel "Silvio Gesell: Reichtum und Armut gehören nicht in einen geordneten Staat" arbeitet jetzt die Ideen des Sozialreformers und Geldtheoretikers noch einmal auf. In der Krise wiederentdeckt.

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Der Kern von Gesells Geldidee ist so einfach wie befremdlich: Er propagierte ein neues Zahlungsmittel mit einer auf den ersten Blick unangenehmen Eigenschaft - dem eingebauten Wertverlust. Bargeld, das man nicht benutzt, sollte automatisch an Kaufkraft verlieren. Überall auf der Welt gibt es heute Initiativen, die diesen Gedanken umzusetzen versuchen - sie geben lokale Kunstwährungen heraus, die nur Kaufleute in der Region akzeptieren und die lokale Wirtschaft stärken sollen. 2006 beschäftigte sich sogar die Bundesbank in einem Arbeitspapier mit diesen Regionalwährungen.

Ausgangspunkt von Gesells Theorie ist der Befund, dass Geld zwei Funktionen gleichzeitig erfüllt: Einerseits ist es Tauschmittel, mit dem wirtschaftliche Transaktionen abgewickelt werden; andererseits ist es Wertaufbewahrungsmittel. Beide Funktionen stünden im Konflikt zueinander. Denn während praktisch alle Waren an Wert verlieren, wenn man sie nicht schnell verkauft, behält Geld seinen Wert. "Geld rostet nicht", so Gesell. Das ermögliche es den Menschen, dem Wirtschaftskreislauf nach Belieben das wichtige Tauschmittel zu entziehen – indem sie ihre Ersparnisse auf die hohe Kante legen.

Gesell war überzeugt: "Nur wenn dem Verkauf Zug um Zug ein neuer Kauf folgt", könne Geld seinen Zweck als Tauschmittel voll erfüllen - und nur dann glichen sich Angebot und Nachfrage aus. Wenn die Menschen Geld horten, gebe es zu wenig Nachfrage für das Warenangebot. Gesell: "Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der zur Barbarei zurückführt", so Gesell.

Die Geldhortung sollte später für Keynes ein zentrales Motiv in seiner Erklärung von Konjunkturschwankungen und Wirtschaftskrisen werden - er sprach von der "Liquiditätsfalle". Dann drohe eine Abwärtsspirale: Die Verkäufer kommen in die Defensive und müssen ihre Preise senken, um ihre Waren an den Mann zu bringen. Gesell wollte das Problem an der Wurzel packen - und Geld seine Eigenschaft als Wertaufbewahrungsmittel nehmen. Geldscheine würden quasi ein Verfallsdatum bekommen. Technisch ließe sich das zum Bespiel dadurch realisieren, indem die man Banknoten mit einem Ausgabedatum versieht und festlegt, dass sie alle drei Monate zwei Prozent weniger wert sind.

Als die Weltwirtschaft nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 vor einer zweiten Großen Depression stand, entdeckten auch Mainstream-Ökonomen wie der Harvard-Professor Greg Mankiw und der Berkeley-Ökonom Brad de Long Gesells Ideen wieder. Denn die Wirtschaftslage war 2009 so schlecht, dass die optimalen Leitzinsen eigentlich negativ hätten sein müssten. Vereinfacht gesprochen würde das bedeuten, dass Geld auf Bankkonten im Laufe der Zeit an Wert verliert. Solange das aber nicht auch für Bargeld gilt, hätten Sparer einen Anreiz, ihre Konten leer zu räumen und ihr Geld unter dem Kopfkissen zu lagern.

Gesell selbst war ebenfalls durch eine tiefe Wirtschaftskrise geprägt. 1887 war er nach einer kaufmännischen Lehre bei seinen Brüdern in Berlin nach Bueons Aires ausgewandert. Dort hatte er im Alter von 25 Jahren ein Importgeschäft für Medizinartikel gegründet. Wenige Jahre später fiel Argentinien in eine tiefe Depression - das Elend prägte Gesell und brachte ihn zum Nachdenken über die Ursachen. Er schrieb gegen die großen Schwankungen des Außenwerts des Pesos an. Seine Schriften beeinflussten die Reform des argentinischen Währungssystems von 1899, die zu einem Vierteljahrhundert wirtschaftlicher Blüte führte.

Der Zins war Gesell ein Gräuel. Er belohne die Menschen dafür, dass sie der Wirtschaft Nachfrage entzögen. Dass Zinsen nötig seien, um das Sparen attraktiv zu machen, glaubte er nicht. "Man spart, um über schlechte Zeiten hinwegzukommen. Die Bienen sparen, die Hamster sparen, aber von Zinsen ist in der Natur nirgendwo eine Spur zu sehen." Dem Sozialreformer war nicht nur das "Unnatürliche" am Zins zuwider. Er lehnte ihn auch ab, weil er zu einer Konzentration der Vermögen führe.

Der US-Ökonom Irving Fisher, einer der bedeutendsten Volkswirte der 1920er- und 30er-Jahre, bezeichnete sich als "bescheidener Schüler des Kaufmanns Gesell". Fisher übertrug dessen Ideen aus der Zeit des Goldstandards in die Papierwährungszeit, in der private Banken das meiste Geld per Kreditvergabe schaffen. Fisher leitete daraus den Vorschlag ab, den privaten Banken die Möglichkeit zur Geldschöpfung zu nehmen. Eine Währungsbehörde solle dafür sorgen, dass stets genug Zahlungsmittel verfügbar sind. Hätte sich dieser Vorschlag durchgesetzt, hätte es die Kreditexzesse, die der derzeitigen Finanzkrise vorausgingen, nicht gegeben.

Erschienen im Handelsblatt

 
Leserkommentare
    • LJA
    • 16.03.2012 um 16:00 Uhr

    noch so oft wiederholt. Die Ideen von Gesell & Co. sind für eine hoch entwickelte Volkswirtschaft absolut untauglich, zumal sie auf falschen Prämissen beruhen.
    Zunächst einmal verliert Geld natürlich an Wert. Nicht nominal - ein Euro ist immer ein Euro - aber durchaus real durch Inflation. Eine Ökonomie ohne Inflation wäre eine statische ohne Wachstum und technischen Fortschritt. Wollen wir so etwas ?
    Außerdem schöpfen Banken durch Kreditvergabe kein Geld, denn man kann nur das verleihen, was man hat oder sich selbst von anderen leiht. Erst wenn der Ausleiher das Geld so anlegt, dass es eine Rendite bringt, die über Zinsen und Tilgung hinaus geht, kann tatsächlich man von Geldschöpfung sprechen. Diese macht sich dann gesamtwirtschaftlich über Wachstum bemerkbar, welches die Notenbank zur Ausweitung der Geldmenge veranlasst.
    Abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, da man bei Gesells Geld nach kurzer Zeit dutzende von verschiedenen Geldscheinen mit unterschiedlichem Nominalwert hätte, sind seine Ideen höchstens für eine Subsistenzwirtschaft auf der Basis des 18. Jahrhunderts realistisch. Unsere Industrie braucht die Akkumulation von Kapital, ohne die wir heute keine größeren Produktionsanlagen hätten.
    Das dadurch die Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft verstärkt wird, ist richtig. Aber die hat es schon immer gegeben. In allen Zeitaltern und langfristig auch in allen Wirtschaftsformen. Die Menschen sind nun mal von Natur aus nicht gleich.

    2 Leserempfehlungen
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    und technischen Fortschritt. Wollen wir so etwas ?"

    Sie beschreiben die Notwendigkeit einer hohen Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes.
    Das Gesellsche Schwundgeld würde diese Umlaufsgeschwindigkeit noch wesentlich drastischer erfordern, als das bisherige Konzept.
    Bereits Ihre Präsumtion ist also entsprechend falsch, weshalb ich den Rest gar nicht erst lese.

    >>Eine Ökonomie ohne Inflation wäre eine statische ohne Wachstum und technischen Fortschritt.<<

    Da die irrsinnige Philosophie des ewigen Wachstums eindeutig Teil des Problems ist, wäre 'kein Wachstum' schonmal ein Schritt in die richtige Richtung.
    Und warum sollte eine steady-state-Ökonomie keinen Fortschritt hervorbringen können ?

    >>Außerdem schöpfen Banken durch Kreditvergabe kein Geld, denn man kann nur das verleihen, was man hat oder sich selbst von anderen leiht.<<

    Mit Verlaub, das ist Unsinn, da würde ihnen selbst eine Bank widersprechen. Glauben Sie ernsthaft, daß die 65 Billionen (10^12) Dollar, die allein als Derivate im Jahr durch die Gegend kreisen, als echtes Geld oder Gegenwert irgendwo in einem Tresor liegen ?
    Der Wert der Finanzindustrie-'Produkte' übersteigt das globale BSP um den Faktor 10, wenn ich mich nciht irre.
    Ich empfehle das kleine Handbuch 'Modern Money Mechanics'. Hier wird der Mechanismus der Geldschöpfung explizit erläutert und siehe da: es entsteht durch Kreditvergabe. Es heißt nicht umsonst FIAT Money.

    >>Das dadurch die Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft verstärkt wird, ist richtig. Aber die hat es schon immer gegeben. In allen Zeitaltern und langfristig auch in allen Wirtschaftsformen.<<

    Logisch. Da alle Wirtschaftsformen Geld benutzt haben in den letzten Jahrhunderten und es immer dieselben Menschen sind.

    >>Die Menschen sind nun mal von Natur aus nicht gleich.<<

    Das ist so falsch, daß ich es nicht weiter kommentieren möchte.

    "Zunächst einmal verliert Geld natürlich an Wert. Nicht nominal - ein Euro ist immer ein Euro - aber durchaus real durch Inflation."
    Was Sie hier beschreiben ist nicht der Wertverlust des Geldes, sondern des Geldsystems. Dieser hat die hässliche Nebenwirkung, dass er nicht nur die Kaufkraft des Geldes entwertet, sondern auch der Gehälter. (und, achja: wollen Sie behaupten, es gäbe so etwas wie Deflation nicht?)

    "Eine Ökonomie ohne Inflation wäre eine statische ohne Wachstum und technischen Fortschritt. Wollen wir so etwas ?"
    Wie muss ich mir das vorstellen? Freigeld wird eingeführt und am nächsten Morgen stellen die UNiversitäten ihren Forschungsbetrieb ein? Meinen Sie den Satz ernst oder plappern Sie nur jemandem nach?

    "Abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, da man bei Gesells Geld nach kurzer Zeit dutzende von verschiedenen Geldscheinen mit unterschiedlichem Nominalwert hätte, sind seine Ideen höchstens für eine Subsistenzwirtschaft auf der Basis des 18. Jahrhunderts realistisch. "
    Ganz offensichtlich plappern Sie nur jemanden nach, denn das, was Sie da schreiben, ist nachweislich falsch. Kein mir bekanntes Modell sieht dutzende Geldscheine mit unterscheidlichsten Werten vor. Und in keinem Modell, das ist kenne, kommt es dazu.

    • pvst
    • 21.03.2012 um 15:40 Uhr

    Ich stimme Achetero zu: Ich glaube sie plappern einfach etwas nach und haben keine Ahnung.
    Inflation ist der WErtverlust des gesammten Geldsystems. DIeser kommt zustande wenn mehr Geld in Ulauf kommt als Waren im Gegenwert vorhanden sind. Die Notenbanken machen das auch ganz bewußt, damit sie unter keinen Umständen in die Deflation kommen. Das Problem der Notenbaken ist das sie Angeot und Nachfrage von (Bar) Geld nicht gut steuern können. Geld rostet eben nicht und so werden bis heute diverse Milliarden DM im Ausland gehortet. Die übrigens ohne Abschlag in Euro umgetauscht werden können, auch 10 Jahre nach Euroeinführung. Zum Vergleich: Hätten SIe für den gleichen Betrag Äpfel gekauft, was wären die heute WErt? Oder Holz? Welche Lagerkosten hätten sie gehabt? (Bar)Geld hat einen Liquiditätsvorteil und eben keine relevanten Durchhaltekosten. Das hat Gesell versucht durch eine Gebühr zu kompensieren-wie ich finde ein sehr spannender Gedanke. Das sollte unbedingt mal im größeren Maßstanb als Feldversuch unter wissenschaftlicher Begleitung probiert werden, was haben wir zu verliern. Am besten ein einigermaßen überschaubares System, vielleicht eine größere Insel o.ä.
    Beste Grüße
    Kleiner Tipp: Lesen sie mal die einschlägige Literatur, großteils kostenlos unter www.geldreform.de

    und technischen Fortschritt. Wollen wir so etwas ?"

    Sie beschreiben die Notwendigkeit einer hohen Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes.
    Das Gesellsche Schwundgeld würde diese Umlaufsgeschwindigkeit noch wesentlich drastischer erfordern, als das bisherige Konzept.
    Bereits Ihre Präsumtion ist also entsprechend falsch, weshalb ich den Rest gar nicht erst lese.

    >>Eine Ökonomie ohne Inflation wäre eine statische ohne Wachstum und technischen Fortschritt.<<

    Da die irrsinnige Philosophie des ewigen Wachstums eindeutig Teil des Problems ist, wäre 'kein Wachstum' schonmal ein Schritt in die richtige Richtung.
    Und warum sollte eine steady-state-Ökonomie keinen Fortschritt hervorbringen können ?

    >>Außerdem schöpfen Banken durch Kreditvergabe kein Geld, denn man kann nur das verleihen, was man hat oder sich selbst von anderen leiht.<<

    Mit Verlaub, das ist Unsinn, da würde ihnen selbst eine Bank widersprechen. Glauben Sie ernsthaft, daß die 65 Billionen (10^12) Dollar, die allein als Derivate im Jahr durch die Gegend kreisen, als echtes Geld oder Gegenwert irgendwo in einem Tresor liegen ?
    Der Wert der Finanzindustrie-'Produkte' übersteigt das globale BSP um den Faktor 10, wenn ich mich nciht irre.
    Ich empfehle das kleine Handbuch 'Modern Money Mechanics'. Hier wird der Mechanismus der Geldschöpfung explizit erläutert und siehe da: es entsteht durch Kreditvergabe. Es heißt nicht umsonst FIAT Money.

    >>Das dadurch die Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft verstärkt wird, ist richtig. Aber die hat es schon immer gegeben. In allen Zeitaltern und langfristig auch in allen Wirtschaftsformen.<<

    Logisch. Da alle Wirtschaftsformen Geld benutzt haben in den letzten Jahrhunderten und es immer dieselben Menschen sind.

    >>Die Menschen sind nun mal von Natur aus nicht gleich.<<

    Das ist so falsch, daß ich es nicht weiter kommentieren möchte.

    "Zunächst einmal verliert Geld natürlich an Wert. Nicht nominal - ein Euro ist immer ein Euro - aber durchaus real durch Inflation."
    Was Sie hier beschreiben ist nicht der Wertverlust des Geldes, sondern des Geldsystems. Dieser hat die hässliche Nebenwirkung, dass er nicht nur die Kaufkraft des Geldes entwertet, sondern auch der Gehälter. (und, achja: wollen Sie behaupten, es gäbe so etwas wie Deflation nicht?)

    "Eine Ökonomie ohne Inflation wäre eine statische ohne Wachstum und technischen Fortschritt. Wollen wir so etwas ?"
    Wie muss ich mir das vorstellen? Freigeld wird eingeführt und am nächsten Morgen stellen die UNiversitäten ihren Forschungsbetrieb ein? Meinen Sie den Satz ernst oder plappern Sie nur jemandem nach?

    "Abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, da man bei Gesells Geld nach kurzer Zeit dutzende von verschiedenen Geldscheinen mit unterschiedlichem Nominalwert hätte, sind seine Ideen höchstens für eine Subsistenzwirtschaft auf der Basis des 18. Jahrhunderts realistisch. "
    Ganz offensichtlich plappern Sie nur jemanden nach, denn das, was Sie da schreiben, ist nachweislich falsch. Kein mir bekanntes Modell sieht dutzende Geldscheine mit unterscheidlichsten Werten vor. Und in keinem Modell, das ist kenne, kommt es dazu.

    • pvst
    • 21.03.2012 um 15:40 Uhr

    Ich stimme Achetero zu: Ich glaube sie plappern einfach etwas nach und haben keine Ahnung.
    Inflation ist der WErtverlust des gesammten Geldsystems. DIeser kommt zustande wenn mehr Geld in Ulauf kommt als Waren im Gegenwert vorhanden sind. Die Notenbanken machen das auch ganz bewußt, damit sie unter keinen Umständen in die Deflation kommen. Das Problem der Notenbaken ist das sie Angeot und Nachfrage von (Bar) Geld nicht gut steuern können. Geld rostet eben nicht und so werden bis heute diverse Milliarden DM im Ausland gehortet. Die übrigens ohne Abschlag in Euro umgetauscht werden können, auch 10 Jahre nach Euroeinführung. Zum Vergleich: Hätten SIe für den gleichen Betrag Äpfel gekauft, was wären die heute WErt? Oder Holz? Welche Lagerkosten hätten sie gehabt? (Bar)Geld hat einen Liquiditätsvorteil und eben keine relevanten Durchhaltekosten. Das hat Gesell versucht durch eine Gebühr zu kompensieren-wie ich finde ein sehr spannender Gedanke. Das sollte unbedingt mal im größeren Maßstanb als Feldversuch unter wissenschaftlicher Begleitung probiert werden, was haben wir zu verliern. Am besten ein einigermaßen überschaubares System, vielleicht eine größere Insel o.ä.
    Beste Grüße
    Kleiner Tipp: Lesen sie mal die einschlägige Literatur, großteils kostenlos unter www.geldreform.de

    • bugme
    • 16.03.2012 um 16:01 Uhr
    2. .....

    Nun haben wir ja aber sowieso Inflation. Ist damit Gesells Forderung nicht erfüllt?

    Eine Leserempfehlung
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    • Nero11
    • 20.08.2012 um 11:53 Uhr

    aber was ich mich immer frage ist: er scheint ja nicht grundsätzlich gegen das Sparen zu sein. Wie soll man aber effektiv sparen, wenn das Geld laufend an Wert verliert?

    • Nero11
    • 20.08.2012 um 11:53 Uhr

    aber was ich mich immer frage ist: er scheint ja nicht grundsätzlich gegen das Sparen zu sein. Wie soll man aber effektiv sparen, wenn das Geld laufend an Wert verliert?

  1. Die Frage die hiermit aufgerufen wird, ist ja im endschluß, oder wäre diese, daß es nach der Erziehung eines Menschen, sagen wir mit 18, sein Rang noch nicht fest steht in der Gesellschaft, die mit ihn ab dann ja ein Wertschöpfungsausgleich beginnt. Der teilnehmer einer Gesellschaft, und seine Deffinition im welchen Rang er sich befindet. Steht ein 18 Jähriger von Miliardärseltern im höheren Rang wie ein 18 Jährger mit null komma gar nichts auf tasche. Ich sage beide sind gleich, und sie müsssen beweisen in den ersten selbst zyklen ihres lebens, wo sie sich ihren Rang erarbeiten, also egal wie müssen. Nach 3 Jahre , also mit 21 würde dann die wahre Gesellschaftswertschöpfung beider gemessen. Der eine schafft e das der andere das. Es hätten nun auch 2 Frauen sein können, also nicht mit goldwaage bitte messen.Mit Dreißig dann, und ca.3 Zyklen, von 18-30. kann man sehr wohl feststellen, in wieweit wer die Geselllschaft mitgetragen hat, und dem entsprechend sollte er auch vergütet und bewohlstandet werden. Wer Trägt, sollte auch getragen werden, so das er sich dardurch regeneriert zum wohle der Gemeinschaft oder des Volkes.

  2. "Bienen sparen, Hamster sparen", ja, und wenn sie nicht aufpassen, wird das Angesparte geklaut oder schimmlig.
    Es gibt noch eine Frage: Wie viele Mäuse kann sich ein schlauer Fuchs auf die hohe Kante legen, um davon wie lange in Rente zu gehen?
    Und bei welcher Bank kann sich ein Eichbaum ein paar Kubikmeter Wasser leihen, wenn eine Dürre ist?
    Geld ist ein universelles Tauschmittel, mit dem sich Rindviecher mit Hühnereiern oder Autos mit geleisteter Arbeit verrechnen lassen. Der Ausdruck "make money" beschreibt den Fehler im System.

    Eine Leserempfehlung
  3. diesen inhaltlich sehr mächtigen Artikel des Handelsblattes übernimmt.
    Die Theorien des Gesell sind wahrhaft einer der interessantesten zu Unrecht hässlichen Stiefkinder der Volkswirtschaft und hätten ganz erheblich mehr Aufmerksamkeit, gerade in der heutigen Zeit, verdient.

    Der Mythos vom Wohlstand und Arbeit für alle, den die Inflation angeblich einmal garantieren sollte, hat sich inzwischen mehr als überholt und eben als plumper Mythos erwiesen.

  4. und technischen Fortschritt. Wollen wir so etwas ?"

    Sie beschreiben die Notwendigkeit einer hohen Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes.
    Das Gesellsche Schwundgeld würde diese Umlaufsgeschwindigkeit noch wesentlich drastischer erfordern, als das bisherige Konzept.
    Bereits Ihre Präsumtion ist also entsprechend falsch, weshalb ich den Rest gar nicht erst lese.

    Antwort auf "Auch wenn man es"
  5. gesell's Thesen sind schnell als fehlerhaft zu erkennen. Schon die Behauptung, der Mensch spare nur, um für schlechte Zeiten vorzusorgen, ist verkehrt. Der Mensch spart auch, um große Anschaffungen vorzunehmen, die er sich nicht sofort leisten kann.

    In einer modernen Ökonomie wird das Geld in der Regel sowieso nicht gehortet und entsprechend der Ökonomie auch nicht entzogen. Die anti-deflatorische Wirkung durch Inflation ist einer modernen Ökonomie durch die Geldpolitik auch sichergestellt.

    Abschließend ist festzustellen, dass "Zinsen" auch nicht zu verurteilen sind. Der Zins ist schlicht eine Leihgebühr auf Geld. Verleiht man Geld, so gibt man für eine gewisse Zeit die eigene Verfügungsgewalt über das Geld auf und unterliegt dem Risiko des Verlustes, wenn der Leihende es nicht zurückzahlt. Der Zins ist lediglich eine verdiente Entschädigung für diese Opportunitätskosten und dieses Risiko.

    Weil die Prämisse des Hortens falsch ist, die z.T. richtige Warnung vor Deflation bereits umgesetzt ist und seine Ablehnung des Zins nicht nachvollziehbar ist, ist Gesell zurecht in der modernen Ökonomie irrelevant.

    Für ökonomisch Interessierte ist die Literatur dennoch ganz spannend. Sie regt zum Denken an, auch wenn man die Gedanken letztlich überwiegend ablehnen muss. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn andere Leute mit so einer Währung Handel betreiben wollen. Ich will nur nicht mitmachen.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich halte Gesells Thesen nicht für irrelevant. Meiner Meinung nach verwerfen Sie den Gedanken den Hortens von Geld zur Vorsorge zu schnell. Denn welche Vermögensakkumulation (gerade im großen Bereich (Million aufwärts)) durch Privatpersonen findet wirklich statt, um ein einzelnes Projekt zu finanzieren? Im Endeffekt ist es doch eher so, dass dies wohl den geringsten Prozentsatz ausmachen dürfte. In einem sehr großen Teil der Fälle dürfte der von Gesell angeführte Grund doch sehr viel wahrscheinlicher sein. Aus diesem Grund halte ich es für zu kurz, seine Theorien aufgrund eines Spezialfalles abzulehnen.

    Zur Frage, ob es Zinsen geben muß: Auch hier könnte man einen anderen Weg wählen. In dem Moment, in dem das Geld im Geldbeutel dauerhaft weniger wird (Gesells Ansatz) könnte man mglw. immer noch durch geringere Schwundraten auf der Bank einen Art Zinseffekt erreichen, ohne das die negativen Eigenschaften der GEldvermehrung durch Zinsen zum Tragen kommen.

    Von daher halte ich Ihre Kritikpunkte für zu kurz gegriffen und wenn ich den Artikel richtig verstehe, dann wird auch der Ansatz immer mehr in Universitäten wieder gelehrt und findet dort neue Anhänger. Von daher schauen wir mal, was die Zukunft bringt...

    Wenn es um Zinsen und Gerechtigkeit geht, dann könnten die Banken ja einmal damit anfangen, das Geld, das ich Ihnen leihe, bei ihnen anlege und mit dem sie arbeiten, sobald ich ein wie auch immer geartetes Konto bei ihnen führe, mit den gleichen Zinssatz den ich bezahlen muss, wenn ich mir Geld bei der Bank leihe.

    Tatsächlich leiht mir die Bank das Geld aber nicht zu gleichen Konditionen wie ich es der Bank leihe obwohl die Finanzkrise zeigt, dass das durch den Privatanleger angelegte Geld genauso wenig frei vom Risiko des Verlustes ist wie das Geld, dass die Bank mir leiht - das versteckt sich letztlich hinter dem Begriff "systemrelevant", denn es geht um das Geld das die Menschen für Altersvorsorge etc. angespart und währenddessen der Bank geleiht haben.

    Nur wird der Verlust der Bank dann eben perverserweise vergesellschaftlicht, was dem Privatanleger die Möglichkeit nimmt, den durch die Refinanzierungsmaßnahmen des Staates entstehenden Verlust bzw. eben jenen von Ihnen gerechtfertigten Risikozins geltend zu machen und einzufordern!

    Das würde Zinsen dann nämlich ad absurdum führen.

    • Provo
    • 18.03.2012 um 18:19 Uhr

    "Irrelevant

    gesell's Thesen sind schnell als fehlerhaft zu erkennen." _ Mal eben schnell geht da meiner Meinung nach gar nichts.

    "Schon die Behauptung, der Mensch spare nur, um für schlechte Zeiten vorzusorgen, ist verkehrt. Der Mensch spart auch, um große Anschaffungen vorzunehmen, die er sich nicht sofort leisten kann." - Da spricht ja auch nichts dagegen, Gesell war ja nicht gegen Sparen. Er kritisierte das exponentielle Geldermögenswachstum durch Zins und Zinseszins, das selbst die Bundesbank einmal als "Selbstalimentation" der Geldvermögen bezeichnet hat.

    "In einer modernen Ökonomie wird das Geld in der Regel sowieso nicht gehortet und entsprechend der Ökonomie auch nicht entzogen." - Das glauben Sie! Warum wurde denn dann z.B. die Geldmenge seit der Euroeinführung allein bis 2006 um 77% (!) ausgeweitet, wo das BIP-Wachstum doch immer magerer ausfällt? Ganz zu schweigen davon, was die Europäische Zentraldruckerei ('tschuldigung, ich meinte Zentralbank ;-)) jetzt gerade betreibt. Sie weiß sich nicht mehr anders zu helfen. Die Lage ist hoch gefährlich. Tja, hätte man Gesell nicht so schnell überflogen...

    • Provo
    • 18.03.2012 um 18:38 Uhr

    "Die anti-deflatorische Wirkung durch Inflation ist einer modernen Ökonomie durch die Geldpolitik auch sichergestellt." - Frösche merken es auch zu spät, wenn das Wasser um sie herum erhitzt wird. Die Banker und Ökonomen haben seit den 30er Jahren nicht wirklich dazugelernt - oder glauben Sie tatsächlich noch, dass sie die Lage im Griff haben? Nee, sie sind so ziemlich am Ende ihres Lateins.

    Am besten, wir lassen sie auf ihren Euros und Dollars sitzen und handeln untereinander mit Regiogeld. Und ihre zwischenzeitlich mit ihren Vermögen erworbenen Eigentumstitel holen sich die Staaten durch eine andere Boden- und Ressourcenpolitik, Ökoabgaben und Luxussteuern zurück.

    • Provo
    • 18.03.2012 um 19:05 Uhr

    "Weil die Prämisse des Hortens falsch ist, die z.T. richtige Warnung vor Deflation bereits umgesetzt ist und seine Ablehnung des Zins nicht nachvollziehbar ist, ist Gesell zurecht in der modernen Ökonomie irrelevant."

    - Gesell wollte den Zins ja nicht abschaffen. Er wollte einen Zins möglichst nahe 0% - und einen TROTZDEM reibungslos funktionierenden Geldumlauf.

    - Wenn Gesell in der modernen Ökonomie so uninteressant wäre, wieso sind dann alle immer so gespannt, ob die Zentralbanken die Zinsen um 0,25% rauf- oder runtersetzen?
    Warum stellt dann jetzt auch die EZB so viel frisches Geld bereit, wenn in der modernen Ökonomie nicht gehortet wird? In der modernen Ökonomie gibt es sogar noch zusätzliche Hortungsmöglichkeiten!!! - Und überall, wo es dringend benötigt wird, fehlt das Geld.

    Und da meinen Sie, Gesell sei irrelevant. Wirklich sehr schade.

    Für ökonomisch Interessierte ist die Literatur dennoch ganz spannend. Sie regt zum Denken an, auch wenn man die Gedanken letztlich überwiegend ablehnen muss. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn andere Leute mit so einer Währung Handel betreiben wollen. Ich will nur nicht mitmachen.

    Ich halte Gesells Thesen nicht für irrelevant. Meiner Meinung nach verwerfen Sie den Gedanken den Hortens von Geld zur Vorsorge zu schnell. Denn welche Vermögensakkumulation (gerade im großen Bereich (Million aufwärts)) durch Privatpersonen findet wirklich statt, um ein einzelnes Projekt zu finanzieren? Im Endeffekt ist es doch eher so, dass dies wohl den geringsten Prozentsatz ausmachen dürfte. In einem sehr großen Teil der Fälle dürfte der von Gesell angeführte Grund doch sehr viel wahrscheinlicher sein. Aus diesem Grund halte ich es für zu kurz, seine Theorien aufgrund eines Spezialfalles abzulehnen.

    Zur Frage, ob es Zinsen geben muß: Auch hier könnte man einen anderen Weg wählen. In dem Moment, in dem das Geld im Geldbeutel dauerhaft weniger wird (Gesells Ansatz) könnte man mglw. immer noch durch geringere Schwundraten auf der Bank einen Art Zinseffekt erreichen, ohne das die negativen Eigenschaften der GEldvermehrung durch Zinsen zum Tragen kommen.

    Von daher halte ich Ihre Kritikpunkte für zu kurz gegriffen und wenn ich den Artikel richtig verstehe, dann wird auch der Ansatz immer mehr in Universitäten wieder gelehrt und findet dort neue Anhänger. Von daher schauen wir mal, was die Zukunft bringt...

    Wenn es um Zinsen und Gerechtigkeit geht, dann könnten die Banken ja einmal damit anfangen, das Geld, das ich Ihnen leihe, bei ihnen anlege und mit dem sie arbeiten, sobald ich ein wie auch immer geartetes Konto bei ihnen führe, mit den gleichen Zinssatz den ich bezahlen muss, wenn ich mir Geld bei der Bank leihe.

    Tatsächlich leiht mir die Bank das Geld aber nicht zu gleichen Konditionen wie ich es der Bank leihe obwohl die Finanzkrise zeigt, dass das durch den Privatanleger angelegte Geld genauso wenig frei vom Risiko des Verlustes ist wie das Geld, dass die Bank mir leiht - das versteckt sich letztlich hinter dem Begriff "systemrelevant", denn es geht um das Geld das die Menschen für Altersvorsorge etc. angespart und währenddessen der Bank geleiht haben.

    Nur wird der Verlust der Bank dann eben perverserweise vergesellschaftlicht, was dem Privatanleger die Möglichkeit nimmt, den durch die Refinanzierungsmaßnahmen des Staates entstehenden Verlust bzw. eben jenen von Ihnen gerechtfertigten Risikozins geltend zu machen und einzufordern!

    Das würde Zinsen dann nämlich ad absurdum führen.

    • Provo
    • 18.03.2012 um 18:19 Uhr

    "Irrelevant

    gesell's Thesen sind schnell als fehlerhaft zu erkennen." _ Mal eben schnell geht da meiner Meinung nach gar nichts.

    "Schon die Behauptung, der Mensch spare nur, um für schlechte Zeiten vorzusorgen, ist verkehrt. Der Mensch spart auch, um große Anschaffungen vorzunehmen, die er sich nicht sofort leisten kann." - Da spricht ja auch nichts dagegen, Gesell war ja nicht gegen Sparen. Er kritisierte das exponentielle Geldermögenswachstum durch Zins und Zinseszins, das selbst die Bundesbank einmal als "Selbstalimentation" der Geldvermögen bezeichnet hat.

    "In einer modernen Ökonomie wird das Geld in der Regel sowieso nicht gehortet und entsprechend der Ökonomie auch nicht entzogen." - Das glauben Sie! Warum wurde denn dann z.B. die Geldmenge seit der Euroeinführung allein bis 2006 um 77% (!) ausgeweitet, wo das BIP-Wachstum doch immer magerer ausfällt? Ganz zu schweigen davon, was die Europäische Zentraldruckerei ('tschuldigung, ich meinte Zentralbank ;-)) jetzt gerade betreibt. Sie weiß sich nicht mehr anders zu helfen. Die Lage ist hoch gefährlich. Tja, hätte man Gesell nicht so schnell überflogen...

    • Provo
    • 18.03.2012 um 18:38 Uhr

    "Die anti-deflatorische Wirkung durch Inflation ist einer modernen Ökonomie durch die Geldpolitik auch sichergestellt." - Frösche merken es auch zu spät, wenn das Wasser um sie herum erhitzt wird. Die Banker und Ökonomen haben seit den 30er Jahren nicht wirklich dazugelernt - oder glauben Sie tatsächlich noch, dass sie die Lage im Griff haben? Nee, sie sind so ziemlich am Ende ihres Lateins.

    Am besten, wir lassen sie auf ihren Euros und Dollars sitzen und handeln untereinander mit Regiogeld. Und ihre zwischenzeitlich mit ihren Vermögen erworbenen Eigentumstitel holen sich die Staaten durch eine andere Boden- und Ressourcenpolitik, Ökoabgaben und Luxussteuern zurück.

    • Provo
    • 18.03.2012 um 19:05 Uhr

    "Weil die Prämisse des Hortens falsch ist, die z.T. richtige Warnung vor Deflation bereits umgesetzt ist und seine Ablehnung des Zins nicht nachvollziehbar ist, ist Gesell zurecht in der modernen Ökonomie irrelevant."

    - Gesell wollte den Zins ja nicht abschaffen. Er wollte einen Zins möglichst nahe 0% - und einen TROTZDEM reibungslos funktionierenden Geldumlauf.

    - Wenn Gesell in der modernen Ökonomie so uninteressant wäre, wieso sind dann alle immer so gespannt, ob die Zentralbanken die Zinsen um 0,25% rauf- oder runtersetzen?
    Warum stellt dann jetzt auch die EZB so viel frisches Geld bereit, wenn in der modernen Ökonomie nicht gehortet wird? In der modernen Ökonomie gibt es sogar noch zusätzliche Hortungsmöglichkeiten!!! - Und überall, wo es dringend benötigt wird, fehlt das Geld.

    Und da meinen Sie, Gesell sei irrelevant. Wirklich sehr schade.

    Für ökonomisch Interessierte ist die Literatur dennoch ganz spannend. Sie regt zum Denken an, auch wenn man die Gedanken letztlich überwiegend ablehnen muss. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn andere Leute mit so einer Währung Handel betreiben wollen. Ich will nur nicht mitmachen.

  6. Der abschließende Satz des Autors ist m. E. sehr fragwürdig. Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass nicht auch eine "Währungsbehörde" eine exzessive Kreditpolitik führen könnte. Im Gegenteil, sie könnte sogar eher dazu geneigt sein.

    Und auch wenn die Geldschöpfung momentan über Privatbanken erfolgt, so wird sie doch von einer "Währungsbehörde" kontrolliert. Das hat nichts an der Situation geändert. Eine "Währungsbehörde" ist also keine sichere Rettung vor einer Finanzkrise.

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    Zentralbank dieses Planeten, bereits im Besitz der Privatbanken ist und dementsprechend leicht zu verdächtigen ist, was sich durch historische Beispiele auch noch schnell bestätigt, monetaristisch eher im Interesse seiner Besitzer, also in dem Falle vornehmlich der Wall Street zu handeln, anstatt im Interesse der jeweiligen Volkswirtschaft.

    Zentralbank dieses Planeten, bereits im Besitz der Privatbanken ist und dementsprechend leicht zu verdächtigen ist, was sich durch historische Beispiele auch noch schnell bestätigt, monetaristisch eher im Interesse seiner Besitzer, also in dem Falle vornehmlich der Wall Street zu handeln, anstatt im Interesse der jeweiligen Volkswirtschaft.

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