Öffentlicher Dienst: 70.000 Beschäftigte streiken in sechs Bundesländern
Kilometerlange Staus, geschlossene Kitas und keine Müllabfuhr: In sechs Bundesländern legten Zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes die Arbeit nieder.
Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst waren für Millionen Menschen zu spüren. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di beteiligten sich in sechs Bundesländern insgesamt 70.000 Beschäftigte an dem 24-stündigen Ausstand, davon allein 55.000 in Nordrhein-Westfalen.
Der öffentliche Nahverkehr fiel in vielen Städten an Rhein und Ruhr fast vollständig aus. Auf den Straßen stauten sich die Autos zeitweise auf 150 Kilometern Länge. Vielerorts machten sich Berufspendler zu Fuß oder mit Fahrrädern auf den Weg zu den Bahnhöfen. Der Zugverkehr war nicht vom Streik betroffen. S-Bahnen und Regionalzüge fuhren nach Fahrplan.
In Köln wurde nach Angaben der Stadt in 155 der 225 städtischen Kitas gestreikt. Nur 21 Kitas arbeiteten regulär. Im Sauerland konnten die Müllwagen nicht entleert werden, weil die Deponien von Streikenden blockiert waren.
Streiks in Krankenhäuser, Kitas und Verwaltungen
In Baden-Württemberg gab es Arbeitsniederlegungen auch in mehreren Krankenhäusern, Kindertagesstätten und Verwaltungen. Allein in Stuttgart blieben nach Angaben der Stadt 85 Prozent aller städtischen Tageseinrichtungen für Kinder geschlossen. Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg legten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes die Arbeit nieder.
Am Donnerstag soll in Bayern, Hessen, Niedersachsen und Brandenburg gestreikt werden, sagte eine Sprecherin des ver.di-Bundesvorstands in Berlin. In Hannover soll die Computermesse CeBIT durch einen Streik bei Bussen und Bahnen getroffen werden.
Die bundesweiten Warnstreiks sind auf eine Woche angelegt. Die Gewerkschaften fordern für die zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen 6,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 200 Euro im Monat.
Die Arbeitgeber kritisierten die Streiks als "Stimmungsmache auf dem Rücken der Bürger". Die Gewerkschaften hätten bislang nur vier Stunden verhandelt. Ver.di erklärte, mit der "heftigen Warnung" solle ein schnelles Ergebnis erreicht werden. Die Tarifverhandlungen sollen am Montag und Dienstag fortgesetzt werden. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt.





Die Löhne dürfen ruhig noch weiter steigen. Und es liegt an der Politik, auch den Geringqualifizierten solidarisch eine Teilhabe zu ermöglichen und sich hierbei an den Sozialprinzipien zu orientieren. Das "C" die der CDU steht ja immer noch für "Christlich".
Solange das Ausland noch Geld hat für Luxusgüter wie Porsche oder Panzer, sollten die deutschen Arbeitnehmer an den Erlösen partizipieren.
Daher volles Verständnis für die Streiks.
Es wurde auch allerhöchste Zeit.
Der Warnstreik ist mehr als ärgerlich. 6,5 % oder 200,-- Euro sind eine unverschämte Forderung. Jeder, der ein bisschen Verstand hat, weiß, dass die Kommunen sparen müssen. Der Warnstreik ist ein Schlag ins Gesicht aller Harz IV Empfänger. Er ist ein Schlag ins Gesicht aller arbeitslosen, dabei hochqualifizierten Akademiker, die sehr kleine Brötchen backen müssen. Harz IV Empfänger und arbeitslose Akademiker haben keine Lobby. Die Medien scheint das Schicksal dieses Personenkreises auch nicht wirklich zu interessieren.
Ver.di möchte die Muskeln spielen lassen. Nun gut. Das Ergebnis ist vorhersehbar. Der Steuerzahler wird stärker zur Kasse gebeten. Es wird weniger Leistung für die Bürger geben. Über kurz oder lang wird man im öffentlichen Dienst wohl noch einige Stellen abbauen müssen.
Natürlich stellt der Ehrensold für Wulff ein sehr großes Ärgernis dar. Daran kann es überhaupt keinen Zweifel geben. Gleiches gilt für die Säkularisierungsverträge. Aus ökonomischer Sicht alles pure Geldverschwendung. Überholt, aus einer anderen Welt.
Im Grunde genommen möchte man Heinrich Heine zitieren: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“
...ist ein Streik immer ein Zeichen, dass etwas nicht funktioniert, bzw. gescheitert ist. Die Schuld immer bei denen zu suchen, die streiken, ist aber reine Demagogie!
Als wenn sich die, die in diesem Land wirklich das Geld haben, etwas solidarischer zeigen würeden, würde es in einem Land wie Deutschland Hartz IV überhautp nicht geben.
"Aus Solidarität hat man sich von den Streikenden nicht angegriffen gefühlt. Von den Franzosen sollten wir uns eine Scheibe abschneiden!"
Jawoll ja.
Zumal die Gewerkschaften, vor allem die Kleineren, nicht ewig streiken können, da ihre Burdgets limitiert sind, um die Streikenden zu bezahlen.
Also Füße still halten und den Streikenden die Daumen drücken, sagt ein Bahn/ Busfahrender, der auch auf Flugzeuge angewiesen ist.
jede Stadt erpressbar? Wenn das Bauamt streikt, bemerkt das niemand.
Mit den aktuellen Lohnforderung der Gewerkschaften machen sich diese über alle Arbeitslosen lustig, die dann noch weniger Chancen auf eine Stelle haben.
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