Arbeitsmarkt : US-Wirtschaft schafft weitere Jobs

Die Arbeitsmarktzahlen der USA sind ein Zeichen für den Aufschwung: Während die Arbeitslosenquote unverändert blieb, ist das Jobangebot gestiegen.

Die US-Wirtschaft hat im Februar 227.000 neue Jobs geschaffen. Das teilte das Arbeitsministerium in Washington mit. Bereits im Januar hatte es nach revidierten Berechnungen 284.000 neue Arbeitsplätze gegeben. Insgesamt ist der Jobzuwachs in den vergangenen sechs Monaten der stärkste seit 2006.

Diese Daten sind gute Nachrichten für Präsident Barack Obama , der im November wiedergewählt werden will. Die Entwicklung am Jobmarkt gilt als wichtiges Kriterium für Obamas Wiederwahlchancen im Herbst. Die Arbeitslosenquote ist derzeit so niedrig wie im ersten Monat nach seinem Amtsantritt im Januar 2009. Sie liegt unverändert bei 8,3 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte sie noch bei mehr als 9 Prozent gelegen.

Mit milliardenschweren Konjunkturprogrammen hatten Obama und seine Demokraten im Kongress versucht, die Konjunktur während der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder in Schwung zu bringen. Die politischen Gegner auf Seiten der Republikaner halten hohe Staatsausgaben dagegen eher für hinderlich für die Privatwirtschaft und prangern die horrende Staatsverschuldung der USA an.

"Der Arbeitsmarkt liefert einen weiteren Hinweis dafür, dass der Aufschwung an Breite gewinnt", sagte Ryan Sweet von Moody's Analytics. Seit August entstanden etwa eine Million neue Jobs. Das Tempo ist aber nicht hoch genug, um das Heer der fast 24 Millionen Arbeitslosen oder nur geringfügig Beschäftigten merklich zu reduzieren. Der Arbeitsmarkt sei "von Normalität noch weit entfernt", sagte der Notenbankchef Ben Bernanke jüngst. Dazu sei mehr Wachstum notwendig.

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Kommentare

3 Kommentare Kommentieren

Mit weniger überleben

Man kann in den USA mit weniger Geld überleben, weil die Abgaben nicht so hoch sein müssen. Hierzulande muss einfach zu viel Staat unterhalten werden, dessen Leitungen dennoch stetig sinken. Die Messlatte des Vergleichs sind allerdings die gesetzliche Krankenkasse und die Sozialversorgung. Ohne die kann jedes Land die Lohnhöhen und die Lebenshaltungskosten billig halten.

Auf Pump sind wir alle

Mag sein dass Sie die amerikanischen Schuldenberge 'immens' finden. Aber anderswo sieht es nicht viel anders aus, und in vielen Faellen erheblich schlimmer. Z.B. sind die staatlichen Schulden der USA nicht viel hoeher als die der BRD (USA: 82.9% BIP, BRD 73%). Und die USA werden nicht ueber die naechsten zig Jahre die maroden Euro Laender mitversorgen muessen wo es z.T. ganz grauslich aussieht (Italien 116%, Griechenland 115% etc).

Quelle:
http://de.wikipedia.org/w...