FinanzmarktkriseDie Gier ist wieder da

Die Finanzmarktkrise ist kaum überwunden, da steigen die Boni. Und in Londons City macht ein mysteriöser Banker rekordverdächtige Geschäfte. von 

In einem Handelsraum an der Börse New York

In einem Handelsraum an der Börse New York  |  © Spencer Platt/Getty Images

Die Finanzkrise ist mehr als drei Jahre her. Doch noch immer sind 13 Millionen Amerikaner ohne Job. 600.000 Häuser wurden allein in den vergangenen drei Monaten zwangsversteigert. Aber es gibt auch Zeichen der Besserung, etwa bei den Vergütungen von Spitzen-Bankern der Wall Street.

Jamie Dimon, Chef bei JP Morgan Chase, erhielt für seine Dienste im vergangenen Jahr 23 Millionen Dollar. Wells Fargo zahlt CEO John Stumpf knapp 18 Millionen Dollar, da fällt der Zahltag von Lloyd Blankfein, an der Spitze von Goldman Sachs , mit 16 Millionen Dollar fast schon bescheiden aus.

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Das Comeback der Boni kommt allerdings nicht überall gut an. Als Citigroup – ein Institut, das sein Überleben staatlicher Stützung verdankt – ankündigte, Vorstandschef Vikram Pandit 15 Millionen Dollar zahlen zu wollen, rebellierten die Aktionäre . Selbst professionellen Geldverwaltern, an großzügige Entlohnung gewöhnt, war das zu viel. "Gute Bezahlung für Unternehmenschefs ist angemessen, aber es gibt einen Unterschied zwischen gut und obszön", sagte Brian Wenzinger, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Aronson Johnson Ortiz, der fünf Millionen Citi-Anteile hält. Bei einer Abstimmung lehnte die Mehrheit der Anteilseigner Pandits Bonanza ab.

Macht der Anleger ist beschränkt

Einen derartigen Aufstand gegen Vorstandsvergütungen hat es bisher in den USA nirgends gegeben. "Das ist ein Meilenstein für Corporate America. Endlich werden die Aktionäre aktiv in Sachen Vergütung", sagte Mike Mayo, ein bekannter Bankenanalyst, der die Finanzbranche seit Jahrzehnten beobachtet. Ob Pandits Bonus tatsächlich gekürzt wird, bleibt jedoch abzuwarten: Die Macht der Eigentümer ist dank des herrschenden Aktienrechts beschränkt, ihr Votum ist rein rechtlich nicht bindend für den Citi-Aufsichtsrat.

Doch die Rückkehr der Boni ist nur ein weiteres Anzeichen für die Frühlingsstimmung an der Wall Street. Die Krise hat die Denkweise der Banker kaum verändert. Nach wie vor pflegen die großen Häuser vor allem den Handel mit komplexen Wertpapieren wie Derivaten, um auf ihre Profite zu kommen. Die Bank of America etwa erzielte im ersten Quartal mehr als vier Milliarden Dollar mit dem Handel von festverzinslichen Papieren, Rohstoffen und Devisen – ein Plus von fast elf Prozent und ein neues Hoch für die Bank.

Zugleich fiel der Ertrag im Geschäft mit Privatkunden und kleinen Unternehmern um zwölf Prozent. Kein Wunder, dass sich die Banken mit aller Macht gegen die Reformen stemmen , die ihre Aktivitäten im Handel einschränken würden. Die Zeit des In-der-Ecke-Stehens-und-Schämens soll jetzt vorbei sein, finden ihre Führungsleute. Banken hätten ein Recht auf Profite, gab Brian Moynihan, Chef von Bank of America, in einem Interview trotzig zu Protokoll. Seine Bank ist für die meisten Wackelhypotheken zuständig und gehört zu den Instituten, die wegen der hohen Zahl missbräuchlicher Zwangsenteignungen von mehreren Generalstaatsanwälten an den Pranger gestellt wurde.

"Überdrehte" Regeln für den Markt

Besonders lautstark protestiert JP Morgans Chef Jamie Dimon. Die neuen Regeln strangulierten die Banken, bemängelte er. Politiker und Aufseher hätten die Erholung behindert. Die Banker klagen besonders über die Volcker Rule, eine Regel, benannt nach dem ehemaligen US-Notenbankchef Paul Volcker. Sie soll den Banken verbieten, mit ihrem Eigenkapital am Markt zu zocken und so die Steuerzahler vor erneuten teuren Rettungsaktionen schützen.

Die Volcker Rule ist das Kernstück der Reformpolitik von Präsident Barack Obama. "Überdreht" sei die neue Vorschrift, sagt JP-Chef Dimon, der nach eigenem Eingeständnis die 285 Seiten des Gesetzesvorschlag noch nicht einmal gelesen hat.

Dass die Regel komplex ausfällt, ist Mitschuld der Wall Street: Die Banken haben Hunderte von Lobbyisten nach Washington geschickt, um jedes Detail der Vorschrift zu beeinflussen – und möglichst viel Spielraum zu behalten. Ihr jüngster Erfolg: Die zuständigen Behörden und die Notenbank als Oberaufsicht haben das Inkrafttreten der Volcker Regel auf 2014 verschoben.

Schwierige Abgrenzung für die Banken

Die Bedenken der Banker lassen sich nicht komplett von der Hand weisen. Denn zu den Aufgaben der Banken in der modernen Finanzwelt gehört auch eine Mittlerfunktion zwischen Marktteilnehmern wie Unternehmen, Anlegern und Regierungen. Die Banken treten etwa bei Aktien, Anleihen oder Devisen als Handelspartner auf und sorgen dadurch mit dafür, dass kontinuierlich Angebot und Nachfrage im Markt sind. Gewinne, die dabei anfallen, sind die Belohnung für diese sogenannte Market-Maker-Tätigkeit.

Es ist deshalb extrem schwierig, so das Argument der Banken, eine klare Linie zwischen diesen legitimen Transaktionen und solchen auf eigene Rechnung und Risiko zu ziehen, die künftig unter der Volcker Rule verboten sein sollen.

Wie verworren die Angelegenheit ist, zeigt die Aufregung um den sogenannten "Wal von London ". Das ist der Spitzname, den die Wall Street dem Londoner Händler einer Großbank gegeben hat, der sich in den vergangenen Wochen auffällig massiv mit bestimmten Kreditderivaten eindeckte. Der Wal dominiert den Markt mit diesen Produkten, mit denen sich auf Zahlungsausfälle von Unternehmen wetten lässt, inzwischen.

Nun sickerte durch, der Wal sei Bruno Iksil . Der Mann, von dem kaum Näheres bekannt ist, arbeitet als einer von etwa 400 Händlern in der Abteilung Chief Investment Office bei JP Morgan Chase in London. Die Abteilung verwaltet rund 350 Milliarden Dollar und ist unter anderem für die Risikoabsicherung der Portfolios und die Verwaltung von Cash-Polstern der Bank verantwortlich.

Der Wal gewann, andere verloren

Gerüchte um den Wal kamen auf, nachdem der Handel in jenem Sektor allein in den vergangenen drei Monaten um 60 Prozent wuchs – ohne dass es sichtbare Gründe dafür gibt. Wer so viele Kontrakte wie der Wal halte, mache nichts anderes, als eine enorme Derivatewette zu plazieren . Die könne verheerende Verluste und Kettenreaktionen auslösen, warnen Insider. Oder aber satten Gewinn bescheren.

Iksil hat laut Berichten mit einer ähnlichen Aktion kräftig gewonnen, als er im vergangenen Jahr auf Kreditausfälle von Unternehmen setzte – und die US-Fluglinie American Airlines Insolvenz anmeldete. Hedge Funds, die dabei gegen Iksil gehalten hatten, verloren angeblich 25 Prozent.

JP Morgan sagt dazu offiziell nichts. Doch die Bank ließ durchsickern, die Transaktionen seien mit Wissen der Vorgesetzten getätigt worden. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg überprüfte allerdings die Vorgeschichte von Iksil und seinem Team: Viele Verantwortliche der Abteilung waren zuvor im Eigenhandel tätig. Das Chief Investment Office verwaltet inzwischen vier Mal mehr Kapital als noch vor der Krise. Wie auch immer die Volcker Rule in zwei Jahren aussieht: An der Wall Street werden Wale so schnell nicht aussterben.
 

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Leserkommentare
  1. kaum überwunden....?????????????

    15 Leserempfehlungen
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    • joG
    • 24. April 2012 8:23 Uhr

    ...bekommt der Bund auch eine höhe Dividende aus der Bundesbank oder Quant von BMW. Warum? Sollte nur der Kapitalist profitieren? Nicht jener, der die Gewinne machte? Wieso?

    ;)

    War sie je weg?

    Ich bin mit Ihrer Kritik einverstanden, aber aus anderen Gründen als den Ihrigen.
    Die so genante "Finanzkrise" hat es nie gegeben. Gegeben hat es (und gibt es leider immer noch) eine Staatsschuldenkrise, die durch die extremen Begehrlichkeiten der Leistungsempfänger vorwiegend gegenüber den Leistungserbringern, teilweise auch gegenüber den Banken und Finanzdienstleistern, verursacht war.
    Oder anders formuliert: Wir alle haben viel zu lange in einem "Tischlein, deck' dich"-Staat weit über unsere Verhältnisse gelebt. Dabei haben wir in Deutschland noch Glück gehabt, dass weit vor den anderen EU-Staaten die ersten Rückbaumaßnahmen des überbordenden Sozial(ismus)staates eingeleitet wurden. Natürlich wäre ein erheblich stärkerer und nachhaltigerer Rückschnitt des Wildwuchses wünschenswert gewesen.
    Aber immerhin: Es war ein Anfang. Gerade jetzt, in den Zeiten deutlich anziehender Konjunktur und sinkender Arbeitslosenraten, gilt es aber, den eingeschlagenen richtigen Werg mit aller Kraft fortzusetzen. Wann, wenn nicht in "guten Zeiten", sollte gespart werden?

  2. sogenannten Händler sollte mir seinem kompletten Privatvermögen haften.

    35 Leserempfehlungen
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    ...denn wenn die Derivate-Blase platzt, GIBT es auf der ganzen Welt nicht genug Geld oder Vermögenswerte, um irgeneine "Haftung" zu nutzen.

    Ich empfehle einen Blick auf diese Infographic zum Thema "Derivate" (WICHTIG: das amerikanische "billion" entspricht der deutschen Milliarde (1.000.000.000), "trillion" ist die deutsche Billion = 1000 Milliarden):

    http://demonocracy.info/i...

    Und das sind nur die GRÖSSTEN Zocker im Derivate-Universum - der Gesamtnennwert der umlaufenden Derivate auf der Welt hat inzwischen 700.000.000.000.000$ überschritten - das sind 700 Billionen $ bzw. ca. 500.000 MILLIARDEN EURO.

    Zum Vergleich: das ist 1000x soviel, wie der Europäische "Rettungsschirm", der mit Mühe und Not zusammengekratzt wurde - alles klar?

    • gorgo
    • 01. Mai 2012 12:33 Uhr

    Gehen wir mal von der einer montalichen Anlagesumme aus, die ein doppelverdienendes Steuerberaterpaar durchaus erreichen kann: 3000 Euro

    Wer 3000 Euro 1 Jahr lang zu 3 % Zinsen anlegt, erhält 3585 Euro,
    d.h. 585 Euro Zinsen

    Wer 3000 Euro 1 Jahr lang zu 7 % Zinsen anlegt erhält : 37.365,00
    d.h 1375 Zinsen

    „Betrachtet man dagegen die letzten fünfundzwanzig Jahre, so liegt die durchschnittliche Jahresrendite des DAX bei 10,4%,“

    Nehmen wir an, dass jemand in der Lage war, 25 Jahre lang 3000 Euro im Monat anzulegen und sich dabei im Durchschnitt auf DAX-Niveau bewegte: Endergebnis

    2.279.504,13 Euro,
    Einzahlungen von insgesamt
    720.000,00 Euro (240 monatliche Sparraten), die Zinsen wären läppische

    Allein die Zinsen betragen
    1.559.504,13 Euro

    falss man Ackermanns 25 % erreicht hätte - er hat ja immer so getan, als könne „man“ diese 25 % dauerhaft rausholen! – käme man auf einen
    Zinsgewinn von:

    20.577.285,73
    Zwanzig Millionen.
    Für ein Investment von 720000 – es gibt nicht wenige Leute, die 7 Millionen investieren können oder deutlich mehr – Es gibt nicht wenige Leute, die ein Interesse an der Erhaltung dieses Systems haben....
    Wenn es schiefläuft, werden die Kosten auf die Steuerzahler umgelegt - das sehen wir gerade.

    Wieviel Prozent der Steuerzahlerinnen können 3000 Euro im Monat zurücklegen?

  3. Und was die grenzenlose Gier angeht... Man hat ihnen keine Grenzen gesetzt, man hat sie auch noch, da sooo systemrelevant & alternativlos, dafür belohnt/gestützt. Also sollte das eigentlich nur Menschen verwundern, die sich im Morgengrauen über die aufgehende Sonne wundern...

    37 Leserempfehlungen
  4. Fangen wir an.

    Die Banken entmachten! Stellt euch vor, die Wale haben Geld und das ist nichts mehr wert!

    Die Regierungen sind nicht mehr in der Lage die Interessen ihrer Bevölkerungen zu vertreten. Entweder sind die zu dumm um gegen diese kriminellen Banker etwas auszurichten oder die sind korrupt.
    Ich denke es ist eine Melange aus beidem.

    In Spanien müssen für die Geldgier dieser Kriminellen Menschen Leistungen ihrer Versicherungen aufgeben, hier wurden Sklavenlöhne eingeführt.

    Wenn wir ehrlich sind, hat die Finanzkriese 2008 den Griechen das Genick gebrochen!
    Und wenn wir noch ehrlicher sind, wir sind mit 2,1 bill € offiziellen Schulden auch nicht weit von denen entfernt.

    Systemrelevante Banken verstaatlichen-sonst nichts!
    Wir werden nicht daran vorbeikommen unsere Armeen aufzurüsten. Wer an solchen kriminellen Verfahren beteiligt ist und von ihren Regierungen geschützt wird, will Krieg auf der Welt. Der will das Menschen hungern damit er Macht und Luxus erhält!

    Es riecht schwer nach Revolution!

    Fangen wir an, Schuldenschnitt in der gesamten Eurozone, 20 % Restwert!

    Ihr meint doch nicht ehrlich, dass ihr eure Maschmeier Rente wirklich im Alter noch habt!?

    48 Leserempfehlungen
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    Sie schreiben von der Maschmeyer-Rente (private Altersvorsorge) - was glauben Sie was für Rürup und Riester gilt...

    Ich sage den Betroffenen: Toi, toi, toi...

    Nur immer weiter in den Sumpf des Spekulantenwahns...

    Liebe Redaktion: Ihr macht es einem nicht leicht mit "non-polemik" und sachlich bleiben...

    Wollt ihr recht viele von uns vergraulen - dann weiter so - dass klappt schon...

    Lieber Guemines, dass kann gar nicht sein, dass es 95 % der Europäer schlecht geht - da machen die was falsch!

    Oder...

    Wenn ich denke, dass hierzulande schon wieder an die große Koalition gedacht wird...

    Ich glaub, ich brauch was zur Beruhigung...

    Was können Sie mir empfehlen...

    Sie haben doch ihr Geld bei den Banken, also sind Sie ebenfalls der Verbrecher! ;-)

    Wenn Sie wirklich eine Revolution möchten, dann organisieren Sie doch eine weltweiten Aktion, ein "Hebe dein Geld von der Bank ab!"-Tag.
    Thema altes System gegessen, dann müsste etwas Neues kommen.
    Die Folgen wären für viele Menschen fatal und wohin uns, im Verhältnis, eine kleine Unzufriedenheit führen kann, sehen wir am Beispiel Frankreich, 18% für Le Pen!

    Banken zerschlagen ist das einzige, was hilft!
    Allerdings sehe ich so wie es jetzt weitergeht, diie echte Gefahr, einer Krise 3.0, mit anschließendem Krieg in Europa oder der Welt, Krieg um von den Bankern unrechtmäßig angeeignetes Vermögen .

  5. bitte eine politische Kursänderung erzwingen!

    Die Reichen ersticken im Geld und 95% der Europäer schaffen es nicht bis Mitte des Monats!

    Unser Kultur besteht nur noch aus Finanzgier, abartig !!!

    46 Leserempfehlungen
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    auf was für einer Schmierseifenbahn schafft es denn der Begriff "Kultur" in Ihren Kommentar???
    Da ja immer wieder behauptet wird, die Gier gehöre zum Menschen, sollte man vielleicht mal abwägen,wie weit das Streben nach Besitz noch zur Kultur gehört und wo aus ethisch-moralischer Sicht eine Grenze zu ziehen ist.
    Was mich eigentlich am meisten umtreibt ist diese geistlose Mitmacherei der Vielen Speichellecker, die ja nichts davon haben - es ist zum Heulen - meint

    Wendelstein

    Waltet eurer Ämter ^^

    Man kann nicht von Politikern, die im goldenen Käfig sitzen, erwarten das sie freiwillig Vernunft walten lassen.

    Die Reaktion muss bei den nächsten Wahlen deutlich ausfallen! Dazu muss man auch wählen gehen. Als löbliches Vorbild können die Franzosen dienen (>80% Wahlbeteiligung).

    Parallel dazu wäre es toll, wenn die Leute endlich massenhaft ihren Hintern von der Couch bekommen.

    Beste Gelegenheit ist jetzt vom 17.05. - 19.05. in Frankfurt.
    Schaut euch die Glaspaläste live an. Lasst sie erzittern.

    Gegen die Verarmung und Entrechtung von Millionen und die faktische Abschaffung demokratischer Verfahren!
    http://www.attac.de/aktue...

  6. muss endlich bei ihrem rechtmäßigen Namen genannt werden.

    Systemkrise.

    Wir müssen endlich einsehen, dass diese sich ohne weitreichende ökonomische Reformen und radikale Um- bzw. Rückverteilungen nicht überwinden lässt.

    Vom 16-19. Mai haben wir in Frankfurt nochmal die Gelegenheit dieser alten Forderung neue Aufmerksamkeit zu verschaffen!

    28 Leserempfehlungen
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    in London und NYC Aufmerksamkeit erringen - und in Washington D.C.

  7. geschaffen werden, wird es immer Menschen geben, die diese "Freiheiten" für sich zu nutzen wissen.

    Der eigentliche Skandal ist,..das bei den "Reichen" aufgesattelt wird und die "Armen" das dann bezahlen dürfen.

    Es braucht daher einen "Ausgleich".

    15 Leserempfehlungen
  8. sie ist immer da und richtet sich im Ergebnis mehr nach den individuellen Möglichkeiten als nach so etwas wie Maßhalten.

    Man kann das sehr gut bei Kleinanlegern sehen, die mit viel Energie nach Anlagemöglichkeiten suchen, die möglichst viel Geld für ihr Geld bringen. Diesen Menschen ist völlig gleichgültig, was mit ihrem Geld währendessen passiert oder wer diese Rendite erbringen muss, die sie am Ende nach Hause tragen - Hauptsache, sie machen Kasse.

    Und einen anständigen Bonus und sei er noch so irrwitzig hoch, würden sie jederzeit entgegen nehmen und sich dabei freuen wie Lottokönige.

    Die Menschen im Artikel haben einen Beruf, der dieses Verhalten verlangt und sie haben Boni, die höher sind als die Gewinne der meisten Lottospieler.

    Die Gier ist allerdings die gleiche.

    17 Leserempfehlungen
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    "Man kann das sehr gut bei Kleinanlegern sehen, die mit viel Energie nach Anlagemöglichkeiten suchen, die möglichst viel Geld für ihr Geld bringen."

    Richtig.
    Es fängt bei Fonds doch schon an.
    Fragen Sie mal den Durchschnitts-Michel, was der Fonds mit Ihrem Geld genau macht; warum Gewinne zu Stande kommen ?

    Es ist ihm herzlichst sch*** egal, hauptsache eine dicke Dividende und Kursgewinne stehen zu Buche.

    Die Gier schlummert doch in allen Anlegern....
    Eine Gesellschaft ohne Interesse hinter die Fassaden zu gucken.

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  • Schlagworte Vikram Pandit | Goldman Sachs | JPMorgan Chase | Bloomberg | Dollar | Handel
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