Fiskalpakt: Merkel bereitet Wachstums-Agenda für Europa vor
Beim Fiskalpakt bleibt Kanzlerin Merkel hart – doch über eine Wachstumsinitiative für Europa will sie reden. Damit kommt sie Präsidentschaftskandidat Hollande entgegen.
© Odd Andersen/AFP/Getty Images

Kanzlerin Angela Merkel
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will bis zum EU-Gipfel im Juni den europäischen Fiskalpakt um eine "Wachstumsinitiative" ergänzen. Sie könne sich unter anderem vorstellen, "dass wir die Möglichkeiten der Europäischen Investitionsbank noch verstärken". Sie wies darauf hin, dass EU-Länder schon heute die Strukturfonds flexibler nutzen könnten, um mittelständischen Unternehmen zu helfen. Es dürfe aber nicht wieder ein Wachstum auf Pump geben, sagte sie der Leipziger Volkszeitung. Neue staatliche Konjunkturprogramme würden Europa nicht helfen.
Gleichzeitig lehnte Merkel neue Verhandlungen über den Fiskalpakt, der den EU-Staaten strenge Haushaltsdisziplin auferlegt, ab. "Es wird eine Neuverhandlung geben, und es wird einen Wachstumspakt geben", sagte dagegen der französische Präsidentschaftskandidat François Hollande dem Sender Radio J. Merkel könne nicht gleichzeitig Euro-Bonds ablehnen, zurückhaltend gegenüber einer Finanztransaktionssteuer sein und der Europäischen Zentralbank verbieten wollen, Geld direkt an die Staaten zu verleihen. Hollande wertet Merkels Äußerungen als Erfolg seines Wahlkampfes.
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte der Welt am Sonntag, der Pakt schaffe "Vertrauen in die langfristige Stabilität des Systems". Unterstützung bekam die Bundesregierung von Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker: "Die Vorstellung, dass man den Vertrag von Grund auf neu verhandelt und substanzielle Elemente aus dem Text herausnimmt, ist eine Wunschvorstellung." Er werde nötigenfalls mit Hollande reden, falls dieser die Präsidentenwahl am 6. Mai gewinnen sollte, sagte Juncker.
Merkels Spardiktat sei gescheitert
Auch Jörg Asmussen, Mitglied des EZB-Direktoriums, sagte der Welt, der Fiskalpakt müsse in seiner jetzigen Form erhalten bleiben. Denkbar sei, ihn um eine Wachstumskomponente zu ergänzen. Davon geht auch SPD-Chef Sigmar Gabriel aus: "Ich bin trotz aller rhetorischen Verrenkungen der Kanzlerin sicher: Der Fiskalpakt wird in kürzester Zeit durch einen Pakt für Wachstum und Beschäftigung ergänzt." Damit "gesteht Angela Merkel das Scheitern ihres reinen Spardiktats endlich selbst ein". Weder die SPD noch Hollande wollen den Fiskalpakt und die Schuldenbremsen verhindern, sagte Gabriel.
Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Finnland, die Niederlande und Schweden schlagen vor, bei der Vergabe von Strukturgeldern künftig zielgerichteter auf die länderspezifischen Probleme einzugehen. So sollte die Qualität der Ausgaben verbessert werden. Die Grünen wollen, dass bei der Neuausrichtung der Mittelvergabe die Parlamente eingebunden werden.
Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Link (FDP), sagte der Stuttgarter Zeitung, bei der Vergabe der Mittel solle stärker darauf geachtet werden, dass die Gelder nur in Wachstumsbereiche fließen: "Nicht eine weitere Autobahn in Südspanien, die von der EU mitfinanziert wird, bringt mehr Wachstum. Nachhaltiger sind Investitionen in duale Ausbildungssysteme."
Bundesregierung ist auf Opposition angewiesen
Nach Darstellung des FDP-Politikers sollen im nächsten EU-Haushalt Gelder umgeschichtet werden, um Ländern wie Spanien und Griechenland zu helfen. Der EU-Haushalt, der 2014 für sieben Jahre aufgestellt wird, belaufe sich auf eine Billion Euro. Davon stünden 40 bis 45 Prozent für Strukturfonds zur Verfügung. "Das gibt die Chance zu einem neuen Wachstumsprogramm." Nachgedacht werde auch darüber, die Europäische Investitionsbank (EIB) dafür zu nutzen, sagte Link ähnlich wie Merkel.
Grünen-Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin sagte dagegen, es sei mehr notwendig "als eine der üblichen Sonntagserklärungen für mehr Wachstum. Damit wird die Bundesregierung nicht weit kommen." Seine Partei fordere ein europäisches Investitionsprogramm, einen Schuldentilgungspakt und eine Finanztransaktionssteuer. Trittin erinnerte daran, dass die Bundesregierung bei der Abstimmung über den Fiskalpakt im Bundestag auf die Opposition angewiesen sei.






Warum sollte man Merkle noch trauen, nachdem alles, was sie bisher getan hat, in den Sand gesetzt wurde und die Krise nur verschleppt und dabei vergrößert?
Ein Wechsel wäre endlich angebracht, zumal die FDP sowieso weit über die Hälfte der Zustimmung verloren hat, selbst wenn sie es nochmal in den Bundestag schaffen sollte.
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Die Kanzlerin hat das Programm von Lafontaine bei der letzten Wahl kopiert. Mehr Wachstum durch staatliche Investitionen, die dann auch noch mehr Sozialausgaben kreieren. Leider hat das noch nie geklappt. Merkel verspielt jedwede Glaubwürdigkeit in den Standort Deutschland. Selten war ein Kanzler so fahrlässig, mit Ansage ! Nach der Glaubwürdigkeit der EZB sind jetzt die Investoren d`ran. Die Rezession steht um die Ecke. Danke Angie !
"Merkel hat Gabriel links überholt"
Was nicht weiter schwer sein kann.
"und vertritt jetzt DIE LINKE"
*lol* na klar
"Die Kanzlerin hat das Programm von Lafontaine bei der letzten Wahl kopiert."
Schön wäre es, ist aber leider nicht der Fall. Im Ggs. zu Merkel hat Lafontaine eine grundsätzliche Ahnung von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.
"Mehr Wachstum durch staatliche Investitionen"
Nenn doch mal dein Patentrezept. Mehr Wachstum durch neue Finanzprodukte ist irgendwie in die Hose gegangen, oder?
"die dann auch noch mehr Sozialausgaben kreieren."
So wirds sein. Mehr Investitionen führen zu mehr Sozialausgaben. Ist zwar nicht plausibel, bedient aber primitivste wirtschaftsliberale Ängste.
"Leider hat das noch nie geklappt."
Klar, zuletzt mit der Abwrackprämie, dank der D gut durch die Krise gekommen ist. Das Problem ist vielmehr, dass man das Ausbleiben von etwas schlecht empirisch belegen kann.
"Merkel verspielt jedwede Glaubwürdigkeit in den Standort Deutschland."
*lol* mir macht mehr Angst, wie die anderen Völker uns jetzt sehen: die sadistischen Deutschen sind zurück.
"Nach der Glaubwürdigkeit der EZB sind jetzt die Investoren d`ran."
Schön wärs.
"Die Rezession steht um die Ecke."
Ja, Dank Schuldenbremse und Fiskalpakt.
volkswirtschaftlichen Zusammenhängen, geht er diesbezüglich gründlich fehl. Lafontaine pervertiert abenteuerliche Thesen zu einer ideologischen Subkultur. Mit Ökonomie hat das nichts zu tun. Volkswirtschaftlicher Demagoge trifft Lafontaine am Besten. Sie habne ja nichteinmal dessen These begriffen, dass staatliche Investitionen mehr Sozialausgaben ermöglichen, weil das Wachstum durch Schuldenmacherei nur so brummt. Aus dem Pump entstehen zusätzlich Sozialeinnahmen, die man dann locker verbraten kann. Da der Rest in ähnlicher Manier kommentiert ist, brauche ich auf Sadismus nicht mehr eingehen.
"Merkel hat Gabriel links überholt"
Was nicht weiter schwer sein kann.
"und vertritt jetzt DIE LINKE"
*lol* na klar
"Die Kanzlerin hat das Programm von Lafontaine bei der letzten Wahl kopiert."
Schön wäre es, ist aber leider nicht der Fall. Im Ggs. zu Merkel hat Lafontaine eine grundsätzliche Ahnung von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.
"Mehr Wachstum durch staatliche Investitionen"
Nenn doch mal dein Patentrezept. Mehr Wachstum durch neue Finanzprodukte ist irgendwie in die Hose gegangen, oder?
"die dann auch noch mehr Sozialausgaben kreieren."
So wirds sein. Mehr Investitionen führen zu mehr Sozialausgaben. Ist zwar nicht plausibel, bedient aber primitivste wirtschaftsliberale Ängste.
"Leider hat das noch nie geklappt."
Klar, zuletzt mit der Abwrackprämie, dank der D gut durch die Krise gekommen ist. Das Problem ist vielmehr, dass man das Ausbleiben von etwas schlecht empirisch belegen kann.
"Merkel verspielt jedwede Glaubwürdigkeit in den Standort Deutschland."
*lol* mir macht mehr Angst, wie die anderen Völker uns jetzt sehen: die sadistischen Deutschen sind zurück.
"Nach der Glaubwürdigkeit der EZB sind jetzt die Investoren d`ran."
Schön wärs.
"Die Rezession steht um die Ecke."
Ja, Dank Schuldenbremse und Fiskalpakt.
volkswirtschaftlichen Zusammenhängen, geht er diesbezüglich gründlich fehl. Lafontaine pervertiert abenteuerliche Thesen zu einer ideologischen Subkultur. Mit Ökonomie hat das nichts zu tun. Volkswirtschaftlicher Demagoge trifft Lafontaine am Besten. Sie habne ja nichteinmal dessen These begriffen, dass staatliche Investitionen mehr Sozialausgaben ermöglichen, weil das Wachstum durch Schuldenmacherei nur so brummt. Aus dem Pump entstehen zusätzlich Sozialeinnahmen, die man dann locker verbraten kann. Da der Rest in ähnlicher Manier kommentiert ist, brauche ich auf Sadismus nicht mehr eingehen.
Unfassbar: Diesmal hat es nur 48 Stunden gedauert, bis die Kanzlerin umgekippt ist. Eine Getriebene ihrer eigenen Politik, erpressbar, kalkulierbar, abkassierbar.
Doch was will man, um Gottes Willen, mit neuen Investitionen in die Infrastruktur - etwa in Spanien - erreichen? Das ganze Land ist generalsaniert, jede Kleinstortschaft hat in den vergangenen 10 Jahren eine nagelneue Kongresshalle, einen Adventurepark, Fahrradwege, neue Schulen etc....erhalten. In den Hallen werden gerade einmal 1-2 Veranstaltungen im Jahr abgehalten, so eine spanische Journalistin vergangenen Sonntag im ARD-Presseclub. Die Unterhaltung der Gebäude verschlingen Unsummen und überfordern die spanischen Gemeinden. Ebenso sieht es mit funkelnagelneuen Autobahnen ins Nirgendwo aus (selbst Ibiza hat man eine solche errichtet, Hochgeschwindigkeits-Zugstrecken - in Europa beispielslos - durchziehen das Land, nagelneue Bahnhöfe, Flug- und Seehäfen lassen die zerfallene deutsche Infrastruktur blass aussehen. Ein beeindruckender Bericht vom 28. April findet sich zu diesem Thema auf dem US-Finanzblog "Zero Hedge".
Nun also erneut Strohfeuer - finanziert künftig über Eurobonds aka "Projektbonds" - sprich auf Kosten der deutschen Steuerzahler? Und im Anschluss auch noch einen Bankenrettungsfond für einen Subprime-Markt, der jenen in den USA zu Lehmann-Zeiten noch in den Schatten stellt? (Beeindruckende Grafik auf Zero Hedge, siehe: http://www.zerohedge.com/...)? Für all jene Kreditleichen, die in den vergangenen Wochen nicht der EZB und somit den deutschen Targetkreditgläubigern untergeschoben werden konnten für 1%-Kredite in Höhe von bald 300 Milliarden Euro - alleine nach Spanien?
Ich halte es mit den US-Medien: Deutschland wird der nächste Kugelfang sein. Längst ist das Land dabei, in den Fokus der Finanzmärkte zu rücken. Ob Garantien, Bürgschaften, Haircuts auf Kosten der Steuerzahler, Barüberweisungen in den EMS oder EFSM, Rettungsschirme - demnächst in einen Europäischen Bankenschulden-Vergemeinschaftungsfond und Eurobonds - diese Regierung gibt kein Ende, bevor dieses Land nicht pleite ist. Der Finanzierungswahn, eingeleutet durch die Regierung Merkel im Mai 2010, stellte ein "Dammbruch" (Zitat Ottmar Issing) dar, der uns seither von Tag zu Tag erpressbarer macht.
Aufgrund eines Doppelpostings entfernt. Danke, die Redaktion/kvk
Aufgrund eines Doppelpostings entfernt. Danke, die Redaktion/kvk
Der Euro endet in dem Moment, indem die lohn-, sozial- und rentengedumpten Bundesbürger nicht mehr bereit sind, mit Multimilliarden Defizite, Totenrenten und Steuerhinterziehung im ClubMed zu finanzieren, da diese Länder - so die einvernehmliche Meinung von Experten auf Zero-Hedge - augenblicklich den Euro und damit das Gro ihrer Schulden verlassen werden, da sie aufgrund ihrer Target-Verbindlichkeiten (...und nicht Forderungen) nichts zu befürchten haben. Die durch Merkel geleisteten Unterschriften haben eine komplett andere Qualität als jene von Madrid, Rom, Paris, Lissabon, Athen oder Dublin. Erst vor wenigen Tagen konnte man sich in der spanischen "El Pais" davon überzeugen: Mit dem Hinweis an seine Leser, in Deutschland arbeiten bereits 8 Millionen Menschen in 400-Euro-Jobs und 12 Jahre habe es nur Reallohnverluste gegeben, winkt das Blatt jede Forderung aus Berlin ab, es Deutschland gleich zu tun.
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