EntwicklungshilfeUS-Mediziner Kim wird neuer Weltbank-Präsident

Mit Jim Yong Kim wird erstmals ein Arzt die Finanzinstitution in Washington führen. Die Entwicklungsländer scheiterten mit ihrem Vorschlag für den Posten.

Neuer Präsident der Weltbank wird der US-Akademiker Jim Yong Kim. Das teilte das zuständige Gremium nach seiner Entscheidung in Washington mit. Da der Weltbank-Chef traditionell aus den USA kommt, war erwartet worden, dass sich der 52-Jährige gegen die nigerianische Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala durchsetzt.

Der Mediziner Kim leitet derzeit die Elite-Universität Dartmouth im Staat New Hampshire. Er ist Mitbegründer der humanitären Einrichtung Partners in Health, die sich seit 25 Jahren für die medizinische Behandlung von Armen in der Welt einsetzt. Zudem war der Arzt einst Direktor der Aids- und HIV-Abteilung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Er war vor gut drei Wochen überraschend von US-Präsident Barack Obama nominiert worden, obwohl er kein Finanzfachmann ist.

Bereits vor der Ernennung Kims hatte sich Kandidatin Okonjo-Iweala ihrem Konkurrenten aus den USA geschlagen gegeben. "Wissen Sie, diese Entscheidung beruht nicht wirklich auf Verdiensten", sagte sie. "Es ist eine Wahl mit politischen Gewichten, und daher werden die USA gewinnen."

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"Es wird niemals so sein wie vorher"

Der Verwaltungsrat der Weltbank entschied über die Nachfolge des scheidenden Präsidenten Robert Zoellick. Zur Wahl stand ursprünglich ein dritter Kandidat, Kolumbiens Ex-Finanzminister José Antonio Ocampo. Er hatte sich bereits am Wochenende aus dem Rennen zurückgezogen.

Nigerias Finanzministerin sagte, die Entwicklungsländer seien zwar damit gescheitert, einen Kandidaten an die Spitze der Weltbank zu bringen. Ihre Kandidatur habe aber geholfen, den seit Jahrzehnten gleich ablaufenden Prozess zu verändern. Erstmals in der Geschichte der Weltbank hatten sich Kandidaten aus Entwicklungsländern zur Wahl gestellt.

"Es wird niemals wieder so sein wie vorher", sagte Okonjo-Iweala. "Deshalb haben wir einen großen Sieg errungen." Man habe gezeigt, dass die Entwicklungsländer beim Rennen um den Posten mithalten könnten und dass Afrika Menschen habe, die fähig seien, diese Institution zu führen.

 
Leserkommentare
  1. Ein Arzt als Chef der Weltbank - es ist also schon so weit.

    4 Leserempfehlungen
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    wohltuend - zwei Seelen und dieser gleiche Gedanke...

    Danke

    Liebe Grüße

    wohltuend - zwei Seelen und dieser gleiche Gedanke...

    Danke

    Liebe Grüße

  2. Entfernt. Verzichten Sie bitte auf Unterstellungen. Die Redaktion/kvk

    3 Leserempfehlungen
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    • FahadA
    • 16.04.2012 um 20:11 Uhr

    Ein Japaner, kein Suedkoreaner.

    • FahadA
    • 16.04.2012 um 20:11 Uhr

    Ein Japaner, kein Suedkoreaner.

  3. 3. [...]

    Entfernt, da polemisch. Danke, die Redaktion/se

    • FahadA
    • 16.04.2012 um 20:11 Uhr

    Ein Japaner, kein Suedkoreaner.

    Antwort auf "Es reicht"
  4. So scxhlagen die USA 2 Fliegen mit einer Klappe
    sie sichern sich Finanzkontakte nach China
    und können Ihren Dollar weiter <überbewertet sehen.
    Nach der Finanzpfeife der Amerikaner zu Pfeifen kann ein Arzt auch

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    noch was nutzt "Finanzkontakte zu sichern"...

    Aber da wo die "Seltenen Erden" "sitzen" muss man sich schon gut stellen...

    Da beißt man auch gerne die Zähne zusammen, wenn künftig mehr Chinesen in den amerikanischen Aufsichtsräten sitzen werden (der amerikanische Angestellte weiß heute abend nicht, ob nicht morgen früh schon ein Chinese sein direkter Vorgesetzter ist - bei dem Tempo mit der die heutige Zeitrechnung vonstatten geht)...

    Ja - das "Weltenblatt" wandelt sich - der Arzt von heute sollte daher lieber aus rein ethischen Gründen auf den Eid des Hippokrates verzichten - er ist sowieso längst mehr ein Meineid...

    Ihnen einen schönen Abend!

    • dubie
    • 17.04.2012 um 15:38 Uhr

    Welcher Chinese?

    noch was nutzt "Finanzkontakte zu sichern"...

    Aber da wo die "Seltenen Erden" "sitzen" muss man sich schon gut stellen...

    Da beißt man auch gerne die Zähne zusammen, wenn künftig mehr Chinesen in den amerikanischen Aufsichtsräten sitzen werden (der amerikanische Angestellte weiß heute abend nicht, ob nicht morgen früh schon ein Chinese sein direkter Vorgesetzter ist - bei dem Tempo mit der die heutige Zeitrechnung vonstatten geht)...

    Ja - das "Weltenblatt" wandelt sich - der Arzt von heute sollte daher lieber aus rein ethischen Gründen auf den Eid des Hippokrates verzichten - er ist sowieso längst mehr ein Meineid...

    Ihnen einen schönen Abend!

    • dubie
    • 17.04.2012 um 15:38 Uhr

    Welcher Chinese?

  5. wohltuend - zwei Seelen und dieser gleiche Gedanke...

    Danke

    Liebe Grüße

    Antwort auf "Schon so weit?"
  6. noch was nutzt "Finanzkontakte zu sichern"...

    Aber da wo die "Seltenen Erden" "sitzen" muss man sich schon gut stellen...

    Da beißt man auch gerne die Zähne zusammen, wenn künftig mehr Chinesen in den amerikanischen Aufsichtsräten sitzen werden (der amerikanische Angestellte weiß heute abend nicht, ob nicht morgen früh schon ein Chinese sein direkter Vorgesetzter ist - bei dem Tempo mit der die heutige Zeitrechnung vonstatten geht)...

    Ja - das "Weltenblatt" wandelt sich - der Arzt von heute sollte daher lieber aus rein ethischen Gründen auf den Eid des Hippokrates verzichten - er ist sowieso längst mehr ein Meineid...

    Ihnen einen schönen Abend!

    Eine Leserempfehlung
    • anju
    • 16.04.2012 um 21:34 Uhr

    dann wird der herr mediziner geziehlt chirugisch die weltbank leiten, ausser hässlichen narben seh ich nichts.

    Eine Leserempfehlung

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