Monatliche Millionen-Kosten
Welche Folgen die Verschiebung für Passagiere hat, ist noch nicht abzusehen. Die Fluggesellschaften wollen sie möglichst gering halten. Betroffen sind alle Flüge deutscher und ausländischer Fluggesellschaften, die ab dem 3. Juni von und nach Berlin Brandenburg geplant waren. Täglich starten und landen an Berlins Flughäfen Tegel und Schönefeld bislang mehr als 700 Flugzeuge. Mit dem neuen Hauptstadtflughafen wollten viele Airlines ihr Angebot ausbauen.
Wie Lufthansa und airberlin bemühen sich die Unternehmen nun, die geplanten Flüge über die beiden anderen Flughäfen in Berlin abzuwickeln. So will die Lufthansa-Tochter Germanwings wie bisher nach Schönefeld fliegen und an ihrem Flugplan festhalten. EasyJet teilte mit, dass sie ebenfalls wie bislang Schönefeld als Flughafen nutzen wird und der Flugplan unverändert bleibe. Im Zweifel sollten sich Flugpassagiere über die Internetseiten der Gesellschaften oder telefonisch informieren.
Über etwaige Schadenersatzansprüche müsse mit den Fluggesellschaften gesprochen werden. Die Verzögerung wird laut Tagesspiegel pro Monat Kosten in Höhe von 15 Millionen Euro verursachen.
Die Fertigstellung des seit etwa 20 Jahren geplanten und 2,5 Milliarden Euro teuren Hauptstadtflughafens hatte sich schon mehrfach verzögert, ursprünglich war der 30. Oktober 2011 als Eröffnungstermin vorgesehen. Der neue Flughafen soll eine Startkapazität von 27 Millionen Passagieren haben.






wurde, dass die Genehmigung für Tegel noch für mindestens
ein halbes Jahr gehalten werden soll, habe ich mir schon
fast sowas gedacht.
Nun gut, natürlich geht die Sicherheit vor, aber derart
kurz vor der Eröffnung ist es eben doch eine einzige
Schlamperei.
Natürlich vermischt sich jetzt wieder alles und alle wissen
es besser, selbst der Standort wird wieder in Frage gestellt von Einigen in den Berlinforen.
Bloß wird dann vergessen, dass die CDU diesen Standort
unbedingt wollte und durchgesetzt hat, die SPD wollte lieber
Sperenberg.
Nun ja, irgendwann wird er eröffnet, Leidtragende sind
die Dienstleister und die Kunden, die nun ihren bereits
gebuchten Flügen hinterherhecheln, wo denn nun abgeflogen
wird- wenn sich überhaupt alle Flüge verteilen lassen.
Zumindest wurde kein endgültiger neuer Termin genannt, besser isses!
vor dem mutigen Sicherheitsverantwortlichen, der die Verschiebung durchgesetzt hat! Charles de Gaulle wurde damals termingerecht eröffnet, und als die Halle eingestürzt war war das geschrei gross
Das ist ein vorbereiteter und nun vorgeschobener Grund. Seit Monaten sehen die Fachleute die Planungsfehler, die dadurch entstanden sind, dass trotz einer veränderten Marktsituation die politische Rechthaberei schwerer wog als Expertenrat und Realitätssinn. Das ist ein weiterer folgenschwerer Beweis für die Begrenztheit und die rücksichtslose Rechthaberei in der politischen Welt.
Das ist ein vorbereiteter und nun vorgeschobener Grund. Seit Monaten sehen die Fachleute die Planungsfehler, die dadurch entstanden sind, dass trotz einer veränderten Marktsituation die politische Rechthaberei schwerer wog als Expertenrat und Realitätssinn. Das ist ein weiterer folgenschwerer Beweis für die Begrenztheit und die rücksichtslose Rechthaberei in der politischen Welt.
Ein lässiger und oberflächlicher Regierender Bürgermeister, den die SPD seit Jahren gewähren lässt, weil in diesem Verein Popularität schon immer vor Leistung steht und ein harmloser Ministerpräsident aus der gleichen Partei, der gern die Dinge laufen lässt und immer erklärende Worte findet. Eine Rumpeltruppe, die sehenden Auges in diese Katastrophe marschiert ist, weil sie den Geschäftsführer der Flughafengesellschaft frühzeitig die Wahrheit verboten haben und der dies Spiel gern mitgemacht hat. Mit anderen Worten: Eine Provinzposse, von der alle seit Jahren wussten und gegen die keiner ernsthaft etwas unternommen hat.
Und die Presse? Ein bisschen Kritik iin der Vergangenheit und in den letzten Monaten dann die Parole: Nur keine Nestbeschmutzung. Stattdessen Vorfreude und Hofberichterstattung.
Peinlich, peinlich ....
den konkreten Standort (der u.a. die Probleme mit den Flugrouten etc. auslöst) von Eberhard Diepgen (CDU) und Helmut Kohl (CDU) gegen Manfred Stolpe (SPD) durchgesetzt wurde.
Sie vergessen geflissentlich, dass eigentlich eine Privatisierung geplant war, diese aber aus Furcht der Unternehmen vor den Risiken nicht zustande kam und deshalb eine "klassische" öffentliche Finanzierung notwendig wurde.
Sie vergessen geflissentlich, dass am Flughafen mit 26 % der Bund beteiligt ist, der ebenfalls Sitz und Stimme im Aufsichtsrat hat (u.a. einer der Staatssekretäre aus dem Bundesverkehrsministerium). Warum beziehen Sie dann in Ihre Ausführungen zur Unfähigkeit Peter Ramsauer (CSU) nicht mit ein? Haben Sie vielleicht eine etwas spezifische Sichtweise?
Richtig ist: Das ganze ist blamabel für Berlin, Brandenburg und den Bund. V.a. aber für das Management und die Planer des Flughafens. Zu leiden haben die vielen Anwohner von Tegel, die länger auf die wohlverdiente Ruhe warten müssen.
Ich kann nur hoffen, dass die Millionverluste nicht durch neue Kürzungen beim Schallschutzprogramm für die Anwohner des BER "hereingeholt" werden sollen. Dieses ist erheblich im Verzug und war erst vor wenigen Tagen aufgestockt worden. Die Pause sollte genutzt werden, möglichst viele Häuser noch mit Schallschutz zu versehen. Dort zu sparen wäre eine echte Todsünde.
CHILLY
den konkreten Standort (der u.a. die Probleme mit den Flugrouten etc. auslöst) von Eberhard Diepgen (CDU) und Helmut Kohl (CDU) gegen Manfred Stolpe (SPD) durchgesetzt wurde.
Sie vergessen geflissentlich, dass eigentlich eine Privatisierung geplant war, diese aber aus Furcht der Unternehmen vor den Risiken nicht zustande kam und deshalb eine "klassische" öffentliche Finanzierung notwendig wurde.
Sie vergessen geflissentlich, dass am Flughafen mit 26 % der Bund beteiligt ist, der ebenfalls Sitz und Stimme im Aufsichtsrat hat (u.a. einer der Staatssekretäre aus dem Bundesverkehrsministerium). Warum beziehen Sie dann in Ihre Ausführungen zur Unfähigkeit Peter Ramsauer (CSU) nicht mit ein? Haben Sie vielleicht eine etwas spezifische Sichtweise?
Richtig ist: Das ganze ist blamabel für Berlin, Brandenburg und den Bund. V.a. aber für das Management und die Planer des Flughafens. Zu leiden haben die vielen Anwohner von Tegel, die länger auf die wohlverdiente Ruhe warten müssen.
Ich kann nur hoffen, dass die Millionverluste nicht durch neue Kürzungen beim Schallschutzprogramm für die Anwohner des BER "hereingeholt" werden sollen. Dieses ist erheblich im Verzug und war erst vor wenigen Tagen aufgestockt worden. Die Pause sollte genutzt werden, möglichst viele Häuser noch mit Schallschutz zu versehen. Dort zu sparen wäre eine echte Todsünde.
CHILLY
kann. Aber erst gestern war ein großer Termin in Schönefeld bei der Übergabe des neuen Hangars/Wartungshalle an Air Berlin. Da war auch der Flughafengeschäftsführer Schwarz vor Ort. Das wäre eine Gelegenheit gewesen, hier für Klarheit zu sorgen. Diese äußerst späte Informationspolitik ist fragwürdig, sollte sie auch gegenüber dem Aufsichtsrat so praktiziert worden sein, dann wäre dies eventuell auch gesellschaftsrechtlich relevant, weil die Geschäftsführung über solch wichtigen Vorkommnisse im Regelfall den Aufsichtsrat rechtzeitig hinweise muss (d.h., schon wenn nur die Möglichkeit in diese Richtung besteht).
Man kann nun in dieser sehr kritischen Phase kaum die Geschäftsführung auswechseln; dafür ist dort einfach zu viel persönliches Know-How verhanden, das man nun bis zur Eröffnung dringend braucht. Aber danach sollte man über Konsequenzen wie Abbrufung und ggf. Schadensersatzklage gegen die Geschäftsführer nachdenken. Dies umso mehr, als es Hinweise gibt, dass nicht nur der Brandschutz ein Problem war, sondern dass etwa auch die Check-in-Software bzw. das Boarding bei höherer Belastung nicht wirklich standfest war.
http://www.ftd.de/unterne...
Wenn es so wäre, dann gibt es auch Managementfehler jenseits der fragwürdigen Informationspolitik, die dazu noch die Politikverdrossenheit weiter erhöhen wird. Schade um einen eigentlich schönen Flughafen.
CHILLY
den konkreten Standort (der u.a. die Probleme mit den Flugrouten etc. auslöst) von Eberhard Diepgen (CDU) und Helmut Kohl (CDU) gegen Manfred Stolpe (SPD) durchgesetzt wurde.
Sie vergessen geflissentlich, dass eigentlich eine Privatisierung geplant war, diese aber aus Furcht der Unternehmen vor den Risiken nicht zustande kam und deshalb eine "klassische" öffentliche Finanzierung notwendig wurde.
Sie vergessen geflissentlich, dass am Flughafen mit 26 % der Bund beteiligt ist, der ebenfalls Sitz und Stimme im Aufsichtsrat hat (u.a. einer der Staatssekretäre aus dem Bundesverkehrsministerium). Warum beziehen Sie dann in Ihre Ausführungen zur Unfähigkeit Peter Ramsauer (CSU) nicht mit ein? Haben Sie vielleicht eine etwas spezifische Sichtweise?
Richtig ist: Das ganze ist blamabel für Berlin, Brandenburg und den Bund. V.a. aber für das Management und die Planer des Flughafens. Zu leiden haben die vielen Anwohner von Tegel, die länger auf die wohlverdiente Ruhe warten müssen.
Ich kann nur hoffen, dass die Millionverluste nicht durch neue Kürzungen beim Schallschutzprogramm für die Anwohner des BER "hereingeholt" werden sollen. Dieses ist erheblich im Verzug und war erst vor wenigen Tagen aufgestockt worden. Die Pause sollte genutzt werden, möglichst viele Häuser noch mit Schallschutz zu versehen. Dort zu sparen wäre eine echte Todsünde.
CHILLY
Sie bemühen sich redlich um eine faire Bewertung. Sicher hat Diepgen die ersten Fahler gemacht und sicher waren die Herren Politiker den schlauen Privatisierern von Hochtief nicht gewachsen. Stimmt alles. Aber seither führt Herr Wowereit das Wort und trägt die Verantwortung für die "eingenordete" Flughafengesellschaft und die interessensgelenkte Informationspolitik gegenüber der übrigen Politik und - besonders verwerflich - gegenüber der Öffentlichkeit und der Wirtschaft.
Wat rejen se sich uff. Der Bund hats doch. Wie üblich im größten Armenhaus der Republik. Und die je nach Couler geliebten Politiker warens eh nicht. Unten wird sich schon jemand finden.
Sie bemühen sich redlich um eine faire Bewertung. Sicher hat Diepgen die ersten Fahler gemacht und sicher waren die Herren Politiker den schlauen Privatisierern von Hochtief nicht gewachsen. Stimmt alles. Aber seither führt Herr Wowereit das Wort und trägt die Verantwortung für die "eingenordete" Flughafengesellschaft und die interessensgelenkte Informationspolitik gegenüber der übrigen Politik und - besonders verwerflich - gegenüber der Öffentlichkeit und der Wirtschaft.
Wat rejen se sich uff. Der Bund hats doch. Wie üblich im größten Armenhaus der Republik. Und die je nach Couler geliebten Politiker warens eh nicht. Unten wird sich schon jemand finden.
wenn Politiker für ihr handeln straf- und zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden könnten. Das nennt sich übrigens Rechtsstaat, bzw vor dem Gesetz sind alle gleich.
Das ist ein vorbereiteter und nun vorgeschobener Grund. Seit Monaten sehen die Fachleute die Planungsfehler, die dadurch entstanden sind, dass trotz einer veränderten Marktsituation die politische Rechthaberei schwerer wog als Expertenrat und Realitätssinn. Das ist ein weiterer folgenschwerer Beweis für die Begrenztheit und die rücksichtslose Rechthaberei in der politischen Welt.
Mich würde interessieren, mehr über diese Debatte zu lesen. Haben SIe dazu evtl. einen Link?
Danke!
Mich würde interessieren, mehr über diese Debatte zu lesen. Haben SIe dazu evtl. einen Link?
Danke!
Sie bemühen sich redlich um eine faire Bewertung. Sicher hat Diepgen die ersten Fahler gemacht und sicher waren die Herren Politiker den schlauen Privatisierern von Hochtief nicht gewachsen. Stimmt alles. Aber seither führt Herr Wowereit das Wort und trägt die Verantwortung für die "eingenordete" Flughafengesellschaft und die interessensgelenkte Informationspolitik gegenüber der übrigen Politik und - besonders verwerflich - gegenüber der Öffentlichkeit und der Wirtschaft.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren