Frage: Herr Zielke, was wird Ihr Festgehalt in diesem Jahr sein?

Martin Zielke: Mein Festgehalt wird das vertraglich vereinbarte sein.

Frage: Sie wollen die Summe nicht nennen?

Zielke: Doch, natürlich. Das können Sie jederzeit auch im Geschäftsbericht nachlesen. Es sind 750.000 Euro.

Frage: Also 50 Prozent mehr als im abgelaufenen Jahr, als die gesetzliche Deckelung griff.

Zielke: Der Aufsichtsrat hat 2010 ein Gehaltssystem eingeführt – mit Zustimmung der Hauptversammlung. Dieses war ausgesetzt. Und jetzt gilt das reguläre Gehalt wieder.

Frage: Das hatte doch Gründe. Der Staat hatte die Bank stützen müssen und die Vorstandsbezüge begrenzt.

Zielke: Über das Gehalt diskutiert und entscheidet allein der Aufsichtsrat.

Frage: Vor vier Jahren war die Commerzbank- Aktie zehnmal so viel wert wie heute, die außertariflichen Mitarbeiter haben seitdem keine Gehaltserhöhung erhalten. Aktuell fordert die Gewerkschaft Verdi sechs Prozent höhere Gehälter . Haben Sie Verständnis, dass vor diesem Hintergrund Ihre Vergütung kritisch diskutiert wird?

Zielke: Die Deckelung der Gehälter betraf die Konzernvorstände. Diese Einschränkung habe ich voll mitgetragen. Unsere Mitarbeiter haben in den vergangenen vier Jahren keine Einschränkungen beim Festgehalt gehabt. Und auch das finde ich richtig.

Frage: Aus der Quartalsbilanz geht hervor, dass das Ergebnis Ihrer Sparte bei rund 100 Millionen Euro stagniert. "Enttäuschend ist die Quartalsbilanz allein wegen des Privatkundengeschäfts", schrieben die Kollegen von der FTD. Was sagen Sie dazu?

Zielke: Richtig ist, dass unsere Privatkunden weniger in Wertpapiere anlegen als früher. Hinzu kommt das niedrige Zinsniveau, das Auswirkungen auf die gesamte Branche hat. Darauf haben wir konsequent reagiert. Unser Verwaltungsaufwand ist – auch dank der Fusion mit der Dresdner Bank – binnen eines Jahres um 18 Prozent gesunken. Trotz der schwierigen Marktlage haben wir so unser Ergebnis annähernd halten können. Das ist in der Branche keineswegs Standard.