JugendarbeitslosigkeitEuropas abgehängte Generation

Die Krise in Europa ist auch eine Krise der Jungen. Immer mehr sind arbeitslos und abgehängt. Die Politik muss handeln.

Proteste in Malaga, Spanien

Proteste in Malaga, Spanien

Erinnert sich noch jemand an die "Generation Praktikum"? Vor sieben Jahren war das Schlagwort in Deutschland populär, ein Slogan der jungen Akademiker, die sich ausgebeutet und ungerecht behandelt fühlten. Schon damals war der Haken an der Geschichte, dass es kaum eine Statistik gab, die als Beleg für die These der dauerprekär beschäftigten Absolventen herhalten konnte. Unter Akademikern in Deutschland herrschte Mitte der nuller Jahre fast Vollbeschäftigung, genauso wie heute. Dennoch schaffte es die "Generation Praktikum" auf die Titel der Magazine, vielleicht weil der Zeitgeist es so wollte.

Wie sich die Zeiten ändern. Würde man heute der 23-jährigen arbeitslosen Friseurin Sally Robinson in Dublin von den armen deutschen Akademikern erzählen, sie würde die Geschichte vermutlich etwas absurd finden. Oder Xavier Bernat Rodés in Spanien, der lange in der boomenden Bauindustrie des Landes gut verdiente, heute aber überschuldet und arbeitslos ist. Beide fürchten nicht das nächste Praktikum, sondern auf Dauer keine Arbeit mehr zu finden. Die Krise ist am deutschen Arbeitsmarkt vorbeigezogen; angekommen ist sie woanders: in Spanien, Griechenland oder Irland, aber auch in Staaten, in denen vor allem die Jungen voller Hoffnung waren, wie der Slowakei. In diesen Ländern hat es seit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise viele Verlierer gegeben, besonders oft waren sie jung.

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In Spanien ist jeder Zweite unter 25 Jahren ohne Arbeit. In Irland und Italien sind immerhin ein Drittel der Jungen ohne Job, genauso wie in der Slowakei oder in Litauen. Auf dem ganzen Kontinent ist die Jugendarbeitslosigkeit schneller als die gesamte Arbeitslosigkeit gestiegen (siehe Grafik). Die Internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt, dass zur Stunde weltweit rund 75 Millionen Menschen unter 25 Jahren arbeitslos sind. Viele davon machen stattdessen nicht etwa eine Ausbildung oder absolvieren ein Praktikum, sondern hängen in einer Dauerschleife der Beschäftigungslosigkeit – auf rund zwölf Prozent schätzt die OECD ihren Anteil an allen jungen Menschen in den Industrieländern. Vor einer "verlorenen Generation" warnt die Organisation. Gianni Rosas, der für die Jugend zuständige Fachmann der ILO, sagte zuletzt im Time Magazine: "Wir befinden uns in einer Situation, in der es unseren Kindern schlechter geht als uns vor 20 Jahren. Wir bewegen uns rückwärts." 

Das Schicksal der Jungen findet in der Krise zu wenig Beachtung. Wenn die Deutschen das größte Problem der Krise beschreiben, sagen sie: Die hohen Schulden müssen weg. Die Franzosen und Italiener finden, es müssten auch mehr Wachstum und Investitionen her. Kaum jemand sagt, dass es eine Katastrophe ist, wenn ein Großteil einer Generation in Europa keine Chance hat.

Dabei wissen Arbeitsmarktforscher: Verlieren Arbeitnehmer schon in jungen Jahren den Anschluss, braucht es viel Zeit, Energie und Geld, um sie später wieder zu integrieren. Wer als junger Mensch lange ohne Arbeit ist, in Billigjobs schuftet und enttäuscht ist, wird zudem häufiger kriminell, krank und hat keine Lust mehr etwas zu erreichen. Die alternden Gesellschaften in Europa sind zudem auf junge, gut ausgebildete Arbeitskräfte angewiesen – nicht zuletzt, um die viel beschworene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die immer teurer werdenden Sozialsysteme zu finanzieren. Anne Sonnet, eine Ökonomin der OECD warnt vor "immensen Kosten", die auf die europäischen Gesellschaften zukommen, falls sie das Problem der Jugendarbeitslosigkeit nicht angehen.

Zu wenig Bildung, zu viele Zeitverträge

Warum konnte sie überhaupt so drastisch steigen? Es gibt dafür mehrere Erklärungen, und nicht in jedem Land sind sie gleich. Eine einfache Regel lautet: Wo die Krise besonders hart am Arbeitsmarkt zuschlug, stieg auch die Jugendarbeitslosigkeit stark an. Besonders schlimm wurde es dort, wo die Jugend schlecht ausgebildet war. In Spanien hatten vor der Krise ein Drittel keine Ausbildung oder Schulabschluss. Als die Rezession kam, stieg die Quote nirgendwo stärker als hier. Ähnlich lief es in Italien, wo 20 Prozent der Jungen ohne weiterführenden Schulabschluss sind.

Leserkommentare
  1. Also ich kann dem Argument nicht folgen. Entweder man braucht flexible Beschäftigung, um Auftragsspitzen ab zu federn. Dann steht der Kündigungsschutz dem aber nicht im Wege, denn eine Auftragsspitze dauert ja bestenfalls einige Monate, in denen die Arbeitnehmer keine nennenswerten Kündigungsfristen oder gar Abfindungen erwerben.

    Oder geht es doch nur darum, Druck auf die Löhne und Gehälter der längerfristig Beschäftigten zu drücken? Warum sollte während einer Auftragsspitze ein Stammarbeiter einem Zeitarbeiter weichen?

    Und zu guter Letzt versthe ich nicht, was gegen Equal Pay spricht. Am besten nach französischem Vorbild mit einem Zuschlag als Ausgleich für die soziale Unsicherheit des Zeitarbeiters. Warum ist die Arbeitsleistung eines Zeit- Leiharbeiters weniger wert?

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    • Medley
    • 16.05.2012 um 23:05 Uhr

    "Oder geht es doch nur darum, Druck auf die Löhne und Gehälter der längerfristig Beschäftigten zu drücken?"

    Verstehe ich nicht. Inwiefern tangiert der Kündigungschutz die Löhne und Gehälter? Ein Fußballtrainer kann von einem auf den anderen Tag gefeuert werden. Hat das etwa einen Einfluss auf sein Millionengehalt? Kaum. Und wenn, dann nur in Richtung: "Bitte_noch_nen Batzen_mehr_drauf_Leute", oder?! Vergessen sie bitte nicht, dass Arbeitgeber von ihrem Personal genauso abhängig sind wie umgekehrt. Ohne gute Leute geht der Laden idR. ruckzuck den Bach herunter. Also muss/will man sie(die guten Leute) halten und mitnichten wegen ein paar Euro Stundenlohn mehr oder weniger in Tagesfrist kündigen(können).

    Im Übrigen lieber User "Freier_Terraner", Dänemark hat den geringsten Kündigungschutz in ganz Europa!!! Da kann man innerhalb einer Woche auf die Straße gesetzt werden. Nicht destotrotz hat das Land ebenso die geringste Arbeitslosigkeit. Wie komisch, nicht wahr?!

    • Medley
    • 16.05.2012 um 23:05 Uhr

    "Oder geht es doch nur darum, Druck auf die Löhne und Gehälter der längerfristig Beschäftigten zu drücken?"

    Verstehe ich nicht. Inwiefern tangiert der Kündigungschutz die Löhne und Gehälter? Ein Fußballtrainer kann von einem auf den anderen Tag gefeuert werden. Hat das etwa einen Einfluss auf sein Millionengehalt? Kaum. Und wenn, dann nur in Richtung: "Bitte_noch_nen Batzen_mehr_drauf_Leute", oder?! Vergessen sie bitte nicht, dass Arbeitgeber von ihrem Personal genauso abhängig sind wie umgekehrt. Ohne gute Leute geht der Laden idR. ruckzuck den Bach herunter. Also muss/will man sie(die guten Leute) halten und mitnichten wegen ein paar Euro Stundenlohn mehr oder weniger in Tagesfrist kündigen(können).

    Im Übrigen lieber User "Freier_Terraner", Dänemark hat den geringsten Kündigungschutz in ganz Europa!!! Da kann man innerhalb einer Woche auf die Straße gesetzt werden. Nicht destotrotz hat das Land ebenso die geringste Arbeitslosigkeit. Wie komisch, nicht wahr?!

    • Medley
    • 16.05.2012 um 22:52 Uhr

    "Er glaubte, dass das geknechtete Proletariat sich erheben würde und die Ausbeutenden gewaltsam entfernen würde."

    Ach ja? Und dann? Was machten dann die "geknechteten Proletarier" ohne ihre "Ausbeuter"? Besäßen sie denn überhaupt die intelektuellen und charakterlichen Befähigungen, Talente, Eigenschaften und Voraussetzungen, das entsprechende Bildungsniveau und das Know-How ihrer "Ausbeuter", um anstelle der vorgeblichen Widerlinge deren Unternehmen zu führen? Wohl damals genauso wenig wie heute, oder?!

    "Bis heute ist mir unerklärlich, warum wir mussten, um marktradikalen und neoliberalem Gedankengut Tür und Tor zu öffnen."

    Naja, vielleicht mussten wir ja von diesem "funktionierenden System" wegen der globalen, (vorallem asiatischen)"marktradikalen, neoliberalen" Konkurrenz abweichen? Könnte ja sein, oder?!

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  2. Kurz vorweg. Ich wollte anhand des Beispiels Karl Marx darauf hinweisen, wie sinnvoll soziale Sicherungssysteme sind und wie sehr sie dem Erhalt des inneren Friedens dienen.

    Dabei habe ich vergessen, dass alleine die zwei Worte die üblichen Kommunismus und Sozialismus Reflexe auslösen.

    Wenn wir es aber nie schaffen wenigstens über diese ideologischen Grenzen hinaus zu denken, so werden wir kaum neue Lösungswege finden.

    Nun zum Thema: Ich denke, dass wir uns mit rheinischem Kapitalismus und/oder sozialer Marktwirtschaft ruhig der Konkurrenz der System hätten stellen können und auch bestehen können.

    Wir waren schliesslich auch zu den Zeiten sozialer Marktwirtschaft Exportweltmeister und hatten ein Wirtschaftswunder als es noch puren Kapitalismus(USA), Kommunismus(UDSSR) und Sozialismus (DDR) gab. Das Einschwenken auf Marktradikalismus und Neoliberalismus sehe ich daher keinesfalls so alternativlos.

    3 Leserempfehlungen
    • Medley
    • 16.05.2012 um 23:05 Uhr

    "Oder geht es doch nur darum, Druck auf die Löhne und Gehälter der längerfristig Beschäftigten zu drücken?"

    Verstehe ich nicht. Inwiefern tangiert der Kündigungschutz die Löhne und Gehälter? Ein Fußballtrainer kann von einem auf den anderen Tag gefeuert werden. Hat das etwa einen Einfluss auf sein Millionengehalt? Kaum. Und wenn, dann nur in Richtung: "Bitte_noch_nen Batzen_mehr_drauf_Leute", oder?! Vergessen sie bitte nicht, dass Arbeitgeber von ihrem Personal genauso abhängig sind wie umgekehrt. Ohne gute Leute geht der Laden idR. ruckzuck den Bach herunter. Also muss/will man sie(die guten Leute) halten und mitnichten wegen ein paar Euro Stundenlohn mehr oder weniger in Tagesfrist kündigen(können).

    Im Übrigen lieber User "Freier_Terraner", Dänemark hat den geringsten Kündigungschutz in ganz Europa!!! Da kann man innerhalb einer Woche auf die Straße gesetzt werden. Nicht destotrotz hat das Land ebenso die geringste Arbeitslosigkeit. Wie komisch, nicht wahr?!

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    • em-y
    • 18.05.2012 um 11:17 Uhr

    In Australien ist der Kuendigungsschutz ein Witz. Hier können Sie auch von einem Tag auf den anderen auf der Strasse landen. Und die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Na und? Arbeitslosenzahlen sind niedrig, weil jeder, der auf Abruf von einer Firma 1-2 Stunden pro Woche beschäftigt wird nicht als arbeitslos angesehen wird. Zurecht? ich glaube kaum, es sei denn man ist der Meinung, dass einer zu viel erwartet, wenn er von seiner Arbeit leben möchte.

    Inwiefern mangelnder kuendigungsschutz hier zu niedrigen Arbeitslosenzahlen beiträgt, erschließt sich mir nicht.

    • em-y
    • 18.05.2012 um 11:17 Uhr

    In Australien ist der Kuendigungsschutz ein Witz. Hier können Sie auch von einem Tag auf den anderen auf der Strasse landen. Und die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Na und? Arbeitslosenzahlen sind niedrig, weil jeder, der auf Abruf von einer Firma 1-2 Stunden pro Woche beschäftigt wird nicht als arbeitslos angesehen wird. Zurecht? ich glaube kaum, es sei denn man ist der Meinung, dass einer zu viel erwartet, wenn er von seiner Arbeit leben möchte.

    Inwiefern mangelnder kuendigungsschutz hier zu niedrigen Arbeitslosenzahlen beiträgt, erschließt sich mir nicht.

  3. Ergänzend ist zu sagen: Gut untergekommen heißt für Akademiker aus Nichtakademikerfamilien oft, eine unbefristete Stelle zu haben - zu weniger Gehalt als ein tarifgebundener Facharbeiter im gleichen Alter hat, mit weit weniger Urlaubstagen als Leute mit Tarifvertrag,... - anders ausgedrückt: Die viel beschworene Bildungsrendite ist längst negativ, schon ohne Studiengebühren oder BAFöG-Schulden!
    Und ich spreche nicht von Germanisten, sondern von MINT-Absolventen.

    Dies ist gewiss ein Luxusproblem vor dem Hintergrund, was sich da in Südeuropa zusammenbraut, aber es gibt einen Zusammenhang:
    Das Signal an die jetzt nachkommende Generation in ganz Europa ist, egal, was ihr tut, im EU-Raum habt ihr keine Chance (ohne Vitamin B)!
    Und das ist fatal, das hat schon etwas von Ostblock im Endstadium.

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    Antwort auf "Meinungsmache"
    • Medley
    • 16.05.2012 um 23:19 Uhr

    "Wir waren schliesslich auch zu den Zeiten sozialer Marktwirtschaft Exportweltmeister und hatten ein Wirtschaftswunder als es noch puren Kapitalismus(USA), Kommunismus(UDSSR) und Sozialismus (DDR) gab."

    "Und im 16ten Jahrhundert war Spanien schließlich mal (koloniale)Weltmacht".......könnten ja auch jetzt die krisengeplagten Spanier oder auch Portugiesen sagen. Tja, dieWelt dreht und verändert sich halt nunmal jeden Tag. Ist halt so. Was wollen sie daran ändern? Zu den Zeiten des "rheinischen Kapitalismus", da war Deutschland in viel mehr Bereichen Weltmarktführer als heute. Deutschland hatte zu der Zeit auch noch (unteranderem)eine starke Unterhaltungselektronikindustrie(Grundig), eine inovative Photo- und Optikindustrie(Zeiss, Leica, usw.), eine Textil-und Bekleidungsindustrie, usw, usf. Alles weg Richtung Asien und Sonstewo. Und die Produktionsarbeitsplätze hinterher. Und von Rationalisierungsmaßnahmen, usw,. will ich erst garnicht reden, die viele niedrigqualifizierte Arbeitsplätze obsolet gemacht hat. Daher dann auch in Folge der verschärfte Gang in Richtung "neoliberal", ganz einfach um mit der globalen Konkurrenz mithalten zu können.

  4. Ich glaube wir streiten so zu sagen aneinander vorbei. Ich bin kein Verfechter langer Kündigungsschutzfristen.
    Ich finde nur, dass wir ja schon sehr kurze Kündiungsfristen bei Neueinstellungen haben und kann nicht sehen, warum man Stammbelegschaften kurzfristig kündigen können muss.

    Im Übrigen ist Dänemark ein prima Beispiel. Vielleicht ist dort die Arbeitslosigkeit so gering, weil die Nachfrage sehr gross ist, weil dort Arbeitslose vermittelt und nicht nur verwaltet werden, wie bei uns.
    Die Kündigungsschutzfrist ist da sicher nur ein kleiner Baustein von vielen Anderen.

    Trotzdem finde ich Dänemark sehr interessant. Die Steuerquote ist viel höher, die Sozialquote und Sozialleistungen sind viel höher als bei uns. Trotzdem gibt es nicht diesen Sozialneid nach unten, wie hier.
    Bedeutet das, dass wir unsere Steuern und Sozialleistungen erhöhen müssen und uns solidarisch untereinander verhalten und schon geht es voran Richtung Vollbeschäftigung?

    6 Leserempfehlungen
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    • Medley
    • 16.05.2012 um 23:47 Uhr

    "Bedeutet das, dass wir unsere Steuern und Sozialleistungen erhöhen müssen und uns solidarisch untereinander verhalten und schon geht es voran Richtung Vollbeschäftigung?"

    Nein. Jeder Euro mehr an Steuern bedeutet ein Euro mehr im Getriebe des ineffizienten Staates. Glauben sie ernsthaft, dass Geld in den Händen von mittelmäßig begabten Beamtem besser verwaltet werden kann, als selbiges in den Händen derer, die das Geld erarbeitet haben? Schon mal was von Reibungsverlusten gehört? 30% der Energie im Benzin werden für Bewegungsenergie umgesetzt. 70% der Energie verpuffen als Abwärme. 1% der elektrischen Enegie in einer Glühbirne werden zur Lichterzeugung verwendet. 99% gehen als Wärmestrahlung verloren. Genauso ist es im/beim Sozialstaat. Ein Euro geht zum Staat hinein, nur ca. 50 Cent kommt wieder raus, weil die restlichen 50 Cent von der Verwaltung für's Akten hin_und_her_schieben verfrückstückt wurden. Und das soll dann Volbeschäftigung schaffen? Wissen sie, wieviele Leute in Griechenland als Beamte beim Staat arbeiten? 25% der griechischen Arbeitnehmerschaft. Und? Hatte dies dann zu einer Vollbeschäftigung in Griechnland geführt? Nein! Na also. Sehen sie.

    "Bedeutet das, dass wir unsere Steuern und Sozialleistungen erhöhen müssen und uns solidarisch untereinander verhalten und schon geht es voran Richtung Vollbeschäftigung?"

    Genau das halte ich für die Lösung. Alle, aber auch alle (und vor allem die über dem Existenzminumum liegen) müssen mehr ins System bezahlen. Sonst geht das System irgendwann kaputt.

    • em-y
    • 18.05.2012 um 11:21 Uhr

    Es könnte sein, dass Sie sa auf etwas gestoßen sind.....

    • Medley
    • 16.05.2012 um 23:47 Uhr

    "Bedeutet das, dass wir unsere Steuern und Sozialleistungen erhöhen müssen und uns solidarisch untereinander verhalten und schon geht es voran Richtung Vollbeschäftigung?"

    Nein. Jeder Euro mehr an Steuern bedeutet ein Euro mehr im Getriebe des ineffizienten Staates. Glauben sie ernsthaft, dass Geld in den Händen von mittelmäßig begabten Beamtem besser verwaltet werden kann, als selbiges in den Händen derer, die das Geld erarbeitet haben? Schon mal was von Reibungsverlusten gehört? 30% der Energie im Benzin werden für Bewegungsenergie umgesetzt. 70% der Energie verpuffen als Abwärme. 1% der elektrischen Enegie in einer Glühbirne werden zur Lichterzeugung verwendet. 99% gehen als Wärmestrahlung verloren. Genauso ist es im/beim Sozialstaat. Ein Euro geht zum Staat hinein, nur ca. 50 Cent kommt wieder raus, weil die restlichen 50 Cent von der Verwaltung für's Akten hin_und_her_schieben verfrückstückt wurden. Und das soll dann Volbeschäftigung schaffen? Wissen sie, wieviele Leute in Griechenland als Beamte beim Staat arbeiten? 25% der griechischen Arbeitnehmerschaft. Und? Hatte dies dann zu einer Vollbeschäftigung in Griechnland geführt? Nein! Na also. Sehen sie.

    "Bedeutet das, dass wir unsere Steuern und Sozialleistungen erhöhen müssen und uns solidarisch untereinander verhalten und schon geht es voran Richtung Vollbeschäftigung?"

    Genau das halte ich für die Lösung. Alle, aber auch alle (und vor allem die über dem Existenzminumum liegen) müssen mehr ins System bezahlen. Sonst geht das System irgendwann kaputt.

    • em-y
    • 18.05.2012 um 11:21 Uhr

    Es könnte sein, dass Sie sa auf etwas gestoßen sind.....

  5. In Griechenland, Spanien etc zahlt gerade die junge Generation die Zeche für jahrelanges Geldausgeben.

    Ich möchte nicht daran denken, wie das aussieht, wenn auch in anderen Staaten (auch Deutschland ist hochverschuldet), Zahltag ist. Die Jetzt-Jungen und die Jungen der kommenden Jahrzehnte werden noch für die Überkonsumtion der 1950er bis 1990er Jahre herhalten müssen (finanziell wie ökologisch übrigens).

    Es müssten dringend Sparmassnahmen her, die - sozial abgefedert - alle treffen, u.a. auch die in D nicht so unglaublich seltenen wohlgestellten Rentner, die ein schönes Leben mit Arbeit und Urlauben hinter sich haben und noch weiter kassieren wollen...

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