EU-Bankenrettung: Briten verhindern Bankenkapital-Konsens
Das Treffen der EU-Finanzminister stand kurz vor dem Abbruch, doch dann einigte man sich auf einen Minimalkonsens. Großbritannien fürchtet um seinen Finanzplatz London.
Die europäischen Finanzminister sind mit einer Einigung auf strengere Banken-Eigenkapitalregeln vorerst gescheitert. Diplomaten sagten nach zähen Debatten in Brüssel, vor allem Großbritannien habe einen Kompromiss verhindert. "Wir haben einen riesigen Fortschritt gemacht, es muss aber noch technische Arbeit erledigt werden", bilanzierte die dänische Finanzministerin und amtierende EU-Ratspräsidentin Margrethe Vestager das Treffen der Ressortchefs, das am frühen Morgen endete. Mitte Mai wollen sie weiter verhandeln.
Die EU will bis 2013 das sogenannte Basel-III-Abkommen für strengere Eigenkapitalvorgaben gesetzlich umsetzen. Damit sollen 8.300 Geldinstitute in Europa weniger anfällig für Krisen werden. Das Abkommen sieht vor, dass die Banken ihre sogenannte Kernkapitalquote von zwei auf sieben Prozent erhöhen.
Das Sondertreffen hatte fast zwölf Stunden nach seinem Beginn kurz vor dem Abbruch gestanden. In den Gesprächen soll der britische Ressortchef George Osborne besonders viele nationale Sonderwünsche vorgebracht haben, weil er nach eigener Auffassung mit London den wichtigsten Bankenplatz in Europa vertritt. "Ich gehe nicht nach draußen, um dann wie ein Idiot auszusehen", sagte er mit Blick auf mögliche Kritik seiner heimischen Öffentlichkeit.
- Basel III
Im Basler Ausschuss entscheiden die Bankenaufseher unter dem Stichwort Basel III über neue Leitlinien für die Kreditbranche, die dann von den nationalen Behörden umgesetzt werden müssen. Dem Kreis gehörten zunächst die zehn wichtigsten Industriestaaten an, jüngst wurde er erweitert. Aktuell berät er Eigenkapitalregeln. Die USA indes haben Basel II, den Vorläufer der diskutierten Vorschriften, noch nicht umgesetzt
EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, der vor neun Monaten die Gesetzgebung vorgeschlagen hatte, sprach von zwei förmlichen Vorbehalten, die er eingelegt habe. Dabei geht es um das Zusammenspiel der EU-Institutionen bei der Bankenregulierung.
Umstritten war unter anderem, unter welchen Bedingungen Mitgliedstaaten noch strengere Regeln für ihre heimischen Geldhäuser erlassen können. Dabei ging es auch um die Frage, wie dann Tochterunternehmen von strenger regulierten Banken in europäischen Nachbarländern behandelt werden.





Höhere Eigenkapitalregeln und selbst Verbote von einigen Bankgeschäften, werden die Exponentiellen Faktoren eines Schuldgeldsystems, nicht lösen!
Näheres im Link - Kommentar 10:
http://www.zeit.de/2012/1...
....wie man das Thema "Schuldgeld" behandeln will. Aber, glauben Sie mir, das ist nicht das Problem, das uns momentan belastet und das Meiste, das Allermeiste, das die Leute darüber erzählen ist reine Voodoowirtschaftstheorie. Verschwenden Sie da keine Zeit oder arbeiten Sie es auf. Sollte die Aufarbeitung etwas ergeben, könne Sie es dann besser erklären und es hört vielleicht jemand zu, der etwas von Wirtschaft versteht und nicht nur Leute, die nur Nadeln in Pupen stecken wollen.
....wie man das Thema "Schuldgeld" behandeln will. Aber, glauben Sie mir, das ist nicht das Problem, das uns momentan belastet und das Meiste, das Allermeiste, das die Leute darüber erzählen ist reine Voodoowirtschaftstheorie. Verschwenden Sie da keine Zeit oder arbeiten Sie es auf. Sollte die Aufarbeitung etwas ergeben, könne Sie es dann besser erklären und es hört vielleicht jemand zu, der etwas von Wirtschaft versteht und nicht nur Leute, die nur Nadeln in Pupen stecken wollen.
Luftschlösser muss man erst mal bauen können/wollen.
Mich wundert es, dass man die Bilanzierungsregeln nicht zu überdenken beginnt.
.... Kernkapitalquote von zwei auf sieben Prozent erhöhen."
Ich müsste nun nachschauen, aber hatten die Amis nicht Anfang 2008 9% Kernkapital?
es ist müßig überhaupt zu verhandeln.
Die City of London ist exterritorial. Da braucht selbst die Queen "einen Termin", wenn sie hinein möchte.
Im Auftrag der Queen hieß es früher...heute nennt man das BRITT & FRIED.
Im Auftrag der Queen hieß es früher...heute nennt man das BRITT & FRIED.
Die Briten wollten eine höhere Eigenkapitalquote - nicht wie sonst immer weniger Regulierung.
Die Briten, Polen und Schweden wollten für Ihre Staaten die Möglichkeit, eine strengere Regulierung ihrer Banken als beim gefundenen Minimalkonsens als Sonderregelung einzuführen.
Warum sollen sie das nicht machen können, wo liegt das Problem?
Schlimm finde ich, dass Schäuble die Versammlung frühzeitig verlassen hat und keine andere als die von ihm präferierte Minimallösung zuliess- er ist der Handlanger der Hochfinanz, der eine stärkere Regulierung der Banken verhindert.
nachzulesen bei SPON
Die Amok laufende Finanzindustrie ist die Ursache.
Wenn man nicht sehr bald eine strikte Regulierung, dieser völlig außer Rand und Band geratenen "Märkte" durchsetzt, wird es Europa in den Abgrund reisen - und den Rest der Welt hinterher.
Man schaue sich bitte die Weltwirtschaftskrise von 1929 an und was daraus entstanden ist.
"Der Eurozone droht eine explosive Mischung aus Kreditklemme, Rezession und Massenarbeitslosigkeit, die durch den Fiskalpakt und die geplanten neoliberalen Strukturreformen noch verschärft werden dürfte.
Fast fühlt man sich schon an die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert, an Brüning und die Notverordnungen. Es klemmt überall, Merkel und Sarkozy dürften als Verantwortliche für die schwerste Krise seit Gründung der EU in die Geschichte eingehen."
http://lostineurope.poste...
Die Amok laufende Finanzindustrie ist die Ursache.
Wenn man nicht sehr bald eine strikte Regulierung, dieser völlig außer Rand und Band geratenen "Märkte" durchsetzt, wird es Europa in den Abgrund reisen - und den Rest der Welt hinterher.
Man schaue sich bitte die Weltwirtschaftskrise von 1929 an und was daraus entstanden ist.
"Der Eurozone droht eine explosive Mischung aus Kreditklemme, Rezession und Massenarbeitslosigkeit, die durch den Fiskalpakt und die geplanten neoliberalen Strukturreformen noch verschärft werden dürfte.
Fast fühlt man sich schon an die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert, an Brüning und die Notverordnungen. Es klemmt überall, Merkel und Sarkozy dürften als Verantwortliche für die schwerste Krise seit Gründung der EU in die Geschichte eingehen."
http://lostineurope.poste...
Im Radio kam letztens ein kurzer Bericht zu England, dem "Land der Dienstleistungen" hieß es da.
Viel mehr als Finanzdienstleistungen fernab der Realität konnte ich dort jedoch nicht ausfindig machen, trotz meines 6 monatigen Aufenthalts dort.
sind tatsächlich seid mehr als 10 Jahren nur noch die Banken und Finanzdienstleister great. Zumindest konnte ich in diesen Zeitraum bei meinen zahlreichen geschäftlichen Treffen dort nichts von Relevanz finden.
Auf Fragen nach einem britischen Industriepartner für europäische Gemeinschaftsprojekte ernten sie da allenfalls nur betretenes Schweigen. Das sind u.a. die glorreichen Ergebnisse der De-Industrialisierung der Regierung Thatcher, welche später von John Major und Tony Blair konsequent weitergeführt wurden. Ähnliche Bestrebungen - "Volks-Aktie" Telekom - gab es zeitweise unter Schröder/Clement übrigens auch hier in Deutschland.
Ohne die Londoner City ist Großbritannien ebenso pleite wie Griechenland. Deswegen verteidigen diesen Finanzblasengenerator auch wie die allerletzte Bastion. Meinetwegen können die ihr "Geschäftsmodell" auch gerne beibehalten - aber bitteschön außerhalb Europas. Denn Europa kann sicherlich sehr gut ohne die Londoner City leben - umgekehrt dürfte es deutlich schwieriger aussehen.
sind tatsächlich seid mehr als 10 Jahren nur noch die Banken und Finanzdienstleister great. Zumindest konnte ich in diesen Zeitraum bei meinen zahlreichen geschäftlichen Treffen dort nichts von Relevanz finden.
Auf Fragen nach einem britischen Industriepartner für europäische Gemeinschaftsprojekte ernten sie da allenfalls nur betretenes Schweigen. Das sind u.a. die glorreichen Ergebnisse der De-Industrialisierung der Regierung Thatcher, welche später von John Major und Tony Blair konsequent weitergeführt wurden. Ähnliche Bestrebungen - "Volks-Aktie" Telekom - gab es zeitweise unter Schröder/Clement übrigens auch hier in Deutschland.
Ohne die Londoner City ist Großbritannien ebenso pleite wie Griechenland. Deswegen verteidigen diesen Finanzblasengenerator auch wie die allerletzte Bastion. Meinetwegen können die ihr "Geschäftsmodell" auch gerne beibehalten - aber bitteschön außerhalb Europas. Denn Europa kann sicherlich sehr gut ohne die Londoner City leben - umgekehrt dürfte es deutlich schwieriger aussehen.
Im Auftrag der Queen hieß es früher...heute nennt man das BRITT & FRIED.
sind tatsächlich seid mehr als 10 Jahren nur noch die Banken und Finanzdienstleister great. Zumindest konnte ich in diesen Zeitraum bei meinen zahlreichen geschäftlichen Treffen dort nichts von Relevanz finden.
Auf Fragen nach einem britischen Industriepartner für europäische Gemeinschaftsprojekte ernten sie da allenfalls nur betretenes Schweigen. Das sind u.a. die glorreichen Ergebnisse der De-Industrialisierung der Regierung Thatcher, welche später von John Major und Tony Blair konsequent weitergeführt wurden. Ähnliche Bestrebungen - "Volks-Aktie" Telekom - gab es zeitweise unter Schröder/Clement übrigens auch hier in Deutschland.
Ohne die Londoner City ist Großbritannien ebenso pleite wie Griechenland. Deswegen verteidigen diesen Finanzblasengenerator auch wie die allerletzte Bastion. Meinetwegen können die ihr "Geschäftsmodell" auch gerne beibehalten - aber bitteschön außerhalb Europas. Denn Europa kann sicherlich sehr gut ohne die Londoner City leben - umgekehrt dürfte es deutlich schwieriger aussehen.
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