Börse: Griechenland-Krise macht Finanzmärkte nervös
Die unsichere Lage Griechenlands verschreckt die Anleger an Europas Börsen. Der Euro ist auf Talfahrt, in Italien und Spanien steigen die Zinsen auf Staatsanleihen.
Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Euro-Austritts Griechenlands hat den europäischen Börsen stark zugesetzt. Aktienindizes fielen auf neue Tiefstände, der Euro fiel unter die Marke von 1,27 Dollar. Der Dax fiel um 1,6 Prozent auf 6.297,38 Punkte und lag damit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte Januar. Der EuroStoxx50 rutschte zeitweise auf 2.146,78 Zähler ab.
Vor allem an den Anleihemärkten Spaniens und Italiens spitzte sich die Lage weiter zu. In Italien stieg die Rendite für zehnjährige Staatspapiere kurzzeitig wieder über die Marke von sechs Prozent. Diese Marke gilt als kritisch, weil eine dermaßen teure Staatsrefinanzierung auf Dauer nicht tragbar ist. In Spanien liegt die Zehnjahresrendite mit aktuell 6,48 Prozent schon deutlich über der Sechs-Prozent-Schwelle. Die Risikoaufschläge im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen erreichten Rekordhöhe.
Hauptgrund für die Eintrübung ist die unsichere Lage in Griechenland, wo im Juni abermals Neuwahlen mit höchst ungewissem Ausgang anstehen. Selbst ein Austritt Griechenlands aus dem Währungsraum gilt als möglich. Das macht die Anleger nervös. "Das griechische Drama belastet die Märkte schwer", sagte ein Händler in London. An der Börse in Madrid kam es zum Handelsstart zu panikartigen Verkäufen. Der führende spanische Ibex-Index fiel im frühen Handel auf den niedrigsten Stand seit Juni 2003. "Beim Thema Griechenland fühlt man sich in den Status von vor ein paar Monaten zurückversetzt – keiner weiß so richtig, wie es weitergeht", sagte ein anderer Börsianer. "Für die Finanzmärkte gibt es nichts Schlimmeres als Unsicherheit."
Hohe Inflation in der Euro-Zone
Bereits an den vergangenen Tagen hatte sich sowohl in Italien als auch in Spanien die Lage am Anleihemarkt deutlich verschlechtert. In Italien stieg die Rendite für zehnjährige Anleihen binnen Wochenfrist um fast 0,7 Prozentpunkte. Im Nachbarland Spanien legte sie seit vergangener Woche noch stärker um fast 0,8 Prozentpunkte zu. Noch drastischer ist die Lage in Griechenland, wo die Rendite zehnjähriger Staatspapiere binnen Wochenfrist um fast zehn Prozentpunkte auf rund 30 Prozent gestiegen ist. Im Gegensatz dazu sind Staatsanleihen aus Deutschland, die unter Anlegern als besonders sicher gelten, stark gefragt. Zehnjährige Bundesanleihen rentieren zurzeit mit 1,45 Prozent in der Nähe ihres Rekordtiefs.
Die Inflation in der Euro-Zone bleibt derweil hoch. Waren und Dienstleistungen kosteten im April durchschnittlich 2,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Im März hatte die Inflationsrate mit 2,7 Prozent noch etwas höher gelegen. Preistreiber waren vor allem Energie und Bekleidung. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht stabile Preise bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.




> Sie werden schnell begreifen, dass die Mittelschicht noch sehr weit
> davon entfernt ist, nichts mehr zu verlieren zu haben.
Man muss nicht erst anfangen zu hungern, um auf die Barrikaden zu gehen. Man muss nicht absolut arm sein, um sich zu beklagen - relative Armut ist nicht besser.
So viel Mittelschicht gibt es heutzutage ja auch ja nicht mehr. Das kann man auch sehr einfach daran sehen, daß man nicht Faktor 10 vom Durchschnittseinkommen benötigt, um Topverdiener zu sein. Bereits (je nach Quelle) grob mit Faktor 1,5 vom "durchschnittsdeutschen Einkommen" kommt man in den Genuss des Spitzensteuersatzes.
Natürlich sieht man daran auch, daß der Durchschnittswert die ungleiche Verteilung nicht reflektiert - mit dem Median liegt man "schon" bei Faktor 3.
So oder so, die breite Masse buckelt und verarmt, und das sogar unabhängig von Einkommen aus Arbeit oder arbeitslos.
Wenn dabei GLEICHZEITIG Abermilliarden der Gemeinschaft in Rechnung gestellt werden, um den ohnehin bereits unanständig Reichen ihren ganz offensichtlich ungedeckten Wohlstand zu sichern, und man dafür weiter buckeln und an jedem Ende sparen sparen sparen soll, dann muss nicht erst das Auto zerfallen und der Sprit unbezahlbar werden, um das System stürzen zu wollen.
Die Masse ohne Perspektive oder mit Vollzeit-Arbeit arm und sparen, während eine priviligierte Oberschicht alle Verhältnisse sprengt.. - ja, da wäre ich anstelle der Finanzmärkte=Exekutive eben dieses asozialen "Leistungsträger"-Packs auch nervös.
ein auch nicht zu vernachlässigender Faktor: Zukunftsangst/keine Zukunftsperspektive. Das zermürbt die meisten Menschen. Arbeitnehmer arbeiten sich deswegen auf. Arbeitslose gehen darin unter. Wer will schon nach >40 Jahren Arbeit im Alter Flaschen sammeln müssen um über die Runden zu kommen. Das wird der Bevölkerung jedoch seit einigen Jahren immer wieder prognostiziert. Die Finanzlage der Länder wird immer schlimmer & Flaschensammler sieht man mittlerweile immer & überall. Da kann es schon irgendwann dazu kommen, das sich die Menschen ein Ventil suchen um ihren Frust & Streß abzubauen.
ein auch nicht zu vernachlässigender Faktor: Zukunftsangst/keine Zukunftsperspektive. Das zermürbt die meisten Menschen. Arbeitnehmer arbeiten sich deswegen auf. Arbeitslose gehen darin unter. Wer will schon nach >40 Jahren Arbeit im Alter Flaschen sammeln müssen um über die Runden zu kommen. Das wird der Bevölkerung jedoch seit einigen Jahren immer wieder prognostiziert. Die Finanzlage der Länder wird immer schlimmer & Flaschensammler sieht man mittlerweile immer & überall. Da kann es schon irgendwann dazu kommen, das sich die Menschen ein Ventil suchen um ihren Frust & Streß abzubauen.
ein auch nicht zu vernachlässigender Faktor: Zukunftsangst/keine Zukunftsperspektive. Das zermürbt die meisten Menschen. Arbeitnehmer arbeiten sich deswegen auf. Arbeitslose gehen darin unter. Wer will schon nach >40 Jahren Arbeit im Alter Flaschen sammeln müssen um über die Runden zu kommen. Das wird der Bevölkerung jedoch seit einigen Jahren immer wieder prognostiziert. Die Finanzlage der Länder wird immer schlimmer & Flaschensammler sieht man mittlerweile immer & überall. Da kann es schon irgendwann dazu kommen, das sich die Menschen ein Ventil suchen um ihren Frust & Streß abzubauen.
Steht in meinem Text das Wort Deutschland?
Nein.
Ihr Kommentar ist diesbezüglich unsinnig,typischer Fall einer böswilligen Unterstellung.
Zutreffender ist Ihre Bezugnahme auf Griechenland. Und so war es auch von mir gemeint. Spanien und Italien mögen auch destabilisiert werden.
Wenn das passiert wird auch die vermeidliche Insel der Seligen hier von der Schließung bedroht, auch wenn dies ihnen kognitiv verschlossen bleibt.
Im übrigen: wer die Zeichen an der Wand lesen kann, muss noch lange kein Revoluzzer sein, eher ein Seher!
Wie groß sind denn die Wirtschaftlichen Folgen zu beziffern?
Ich befürchte, dass hier die realwitschaftlichen Folgen nicht alleiniger Grund für solche Schwankungen ist.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren