IWF-ChefinLagarde findet harte Worte für die Griechen

Die IWF-Chefin findet ungewöhnlich deutliche Worte zur Griechenland-Krise. Sie habe nur "begrenztes Mitleid" – die Griechen sollten lieber ihre Steuern zahlen.

IWF-Chefin Christine Lagarde

IWF-Chefin Christine Lagarde

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, hat Griechenland in einem Interview scharf kritisiert. Sie habe mehr Mitleid mit den Ärmsten in Afrika als mit den Menschen in dem verschuldeten Euro-Land, sagte die Lagarde der britischen Zeitung Guardian. Die Griechen sollten sich gemeinsam selber helfen: "Indem sie alle ihre Steuern bezahlen." Sie schloss aus, dass der IWF die Bedingungen für die vereinbarten Reformen lockert. Es sei Zeit, dass die Griechen ihren Teil beitragen und ihre Gegenleistung erbringen, sagte sie.

Der IWF ist an den Milliardenhilfen für Griechenland beteiligt und pocht darauf, dass die Regierung in Athen die Wettbewerbsfähigkeit des Landes verbessert und die öffentlichen Finanzen saniert.

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Die kleinen Kinder in Niger

Auf die Frage, ob sie Gedanken daran ausblenden könne, dass Mütter in Griechenland keine Hebammen und Patienten keine lebenswichtigen Medikamente bekommen könnten, antwortete die frühere französische Finanzministerin: "Ich denke mehr an die kleinen Kinder in einer kleinen Dorfschule in Niger, die zwei Stunden am Tag Schule haben, während sie sich zu dritt einen Stuhl teilen, und die sehr darauf erpicht sind, eine Ausbildung zu bekommen. Sie sind die ganze Zeit in meinem Kopf. Denn ich glaube, sie brauchen noch mehr Hilfe als die Menschen in Griechenland."

Lagarde geht davon aus, dass die Schuldenkrise ihren Lauf nehmen muss. "Wissen Sie was: Was Athen anbetrifft, denke ich auch über all die Leute nach, die die ganze Zeit versuchen, ihren Steuern zu entkommen", sagte sie. Gleichermaßen beschäftige sie auch die Tatsache, dass der griechische Staat seinen Pflichten gegenüber den Bürgern nicht nachkomme.

Die IWF-Chefin wird in dem Interview so deutlich wie kaum ein Politiker in den vergangenen zweieinhalb Jahren, seit Griechenland nicht mehr selbst für sein Auskommen sorgen kann und auf internationale Hilfe angewiesen ist. Auf die Frage, ob sie es als schwieriger empfinde, einem reichen Land harte Bedingungen aufzuerlegen als einem armen, antwortete Lagarde: "Nein, es ist nicht schwieriger. Nein. Weil es die Aufgabe des Fonds und mein Job ist, die Wahrheit zu sagen, unabhängig davon, wer auf der anderen Seite des Tisches sitzt. Und ich sage Ihnen: Es ist manchmal schwieriger, der Regierung eines Landes mit niedrigen Einkommen, wo die Menschen von 3.000, 4.000 oder 5.000 Dollar pro Kopf im Jahr leben, zu sagen, bringt euren Haushalt in Ordnung und baut euer Defizit ab. Weil ich weiß, was das für die sozialen Programme und die Unterstützung der Armen bedeutet. Das hat viel größere Folgen."

Leserkommentare
  1. Christine Lagarde hat recht.

    58 Leserempfehlungen
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    Sie hat gesagt...die Griechen sollen ihre Steuern bezahlen....

    ohhhhh wie hart :D

    Stell dir das mal vor: Steuern zahlen^^ :D

    • 15thMD
    • 26.05.2012 um 15:40 Uhr

    Nein, hat sie nicht. Das ist reiner Populismus die Menschen in Griechenland mit denen aus dem Niger zu vergleichen. Oder fließt das Geld, das dann nicht nach Griechenland geht, in den Niger? Nein. Es bleibt da, wo es ist und die Frau macht sich ein nettes Leben.
    Es sollte natürlich auch nicht in den Niger fließen. Die Regierung ist für europäische Verhältnisse zwielichtig und es würde das "Finanzsystem" dort völlig überfordern.

    Aber wer ist denn Schuld an der Situation im Niger, und wer an der Situation in Griechenland?

    Und den Griechen vorwerfen, dass sie keine STeuern bezahlen, ist ebenfalls populistisch. Man kann nun wirklich nicht behaupten, dass Deutschland im Bezug auf die Schulden gesehen so weit von Griechenland entfernt ist wie es immer dargestellt wird. Bezahlen Sie etwa Ihre Steuern nicht?

    Die Frau will doch nur, dass das mächtige Deutschland hinter ihr steht, sonst nichts. Ihr geht es nicht um den Niger (arme, verhungernde Kinder sind ein ziemlicher Sympathiefänger), dessen Situation unbestritten schlecht und zu verbessern ist. Aber die gleiche Situation gibt es auch noch in vielen anderen Staaten auf der Welt. Leider.

    • sf2000
    • 26.05.2012 um 16:32 Uhr

    ... aber mir würde persönlich schon so viel zu der Frisur einfallen, dass ich eine halbe Stunde bräuchte, bevor ich zum ersten Mal am Rande Griechenland streife. Wobei ich sehr viel mehr über Banken reden würde, vor allem französische Banken.

    • joG
    • 26.05.2012 um 16:33 Uhr

    ..."is talking her own book" und hat die Position der Eigentümer des IWF zu vertreten. Das macht sie da auch und es ist gut so.

    Unterschiedliche Positionen haben aber unterschiedliche Mandate und verlangen unterschiedliche Forderungen und Lösungen. Man ist unterschiedlich betroffen und hat Dinge in der Vergangenheit unterschiedlich betrieben.

    Die EU und ihre Mitglieder haben eine solche andere Vergangenheit. Man wusste bspw, dass die Griechen pleite waren und ließ zu, dass sie aufgenommen wurden in den Euro, konfrontierte sie nicht mit dem Betrug und hat über die Jahre durch konkludentes Handeln den Bankrott gefördert; erlaubt, dass die eigenen Staatsbürger Anleihen kauften, sie verließen sich darauf, dass die Aufsicht der EU funktioniert, eines Landes, das die Insolvenz mit Hilfe der hier Regierenden verschleppte.

    Das ist im Inland ein Straftatbestand. Nein, nicht "ein" Tatbestand. Es sind mehrere Straftaten. Da kann man zwar die Schuld abstreiten wohl wissend einer gefügigen Staatsanwalt- und Richterschaft und so heuchlerisch aber mit Macht verlangen, dass "die Griechen ihre Steuern zahlen". Aber letztlich ist man selbst schuld bzw das sind seine Vertreter, die Einen hintergingen.

    • Otto2
    • 26.05.2012 um 17:12 Uhr

    Man könnte ihr zustimmen, wäre da nicht ein klitzekleines Problem, vor dem Madame Augen und Ohren verschließt.
    2000 (in Worten zweitausend) Familien besitzen 80% der Eigentums aller Griechen! Wenn man je Familie 5 Personen rechnet, sind das nicht die berühmten 1%, denen 99% gegenüberstehen sondern 0,1%. Diese 0,1% haben 4 x mehr an Eigentum als 99,9 % aller Griechen. Und jeder kann sich denken, dass die 20 % Restvermögen auch nicht annähernd gleich auf 99,9% verteilt sind.
    Wer Gr. tatsächlich Hilfe geben will, muss der Masse der Gr. helfen, einen effizienten Staat aufzubauen, wozu in Gr. zuerst eine anständige Finanzverwaltung mit Steuerfahndung usw. gehört. Außerdem bräuchten die Gr. massive Hilfe dabei, die Fluchtgelder der Milliardäre und Multimillionäre zu besteuern.
    Was garantiert nicht zur Hilfe gehört, ist die Unterstützung genau der Parteien (ND+Pasok), die in Jahrzehnten die Karre in den Dreck gefahren haben. Diese beiden Parteien werden ihr eigenes Volk quälen und wenn das nicht reicht (was offensichtlich ist) versuchen, alles auf die EU abzuwälzen.

    Aber es ist noch kein Jahr her, da hat sie sich als Vorsitzende des IWF dafür eingesetzt, dass die EU für Griechenland Milliardenbeträge zur Verfügung stellt, und noch vor einem halben Jahr hat sie darauf gedrängt, die so genannten Eurorettungsschirme zu erweitern. Dabei hat sich die Situation seitdem überhaupt nicht verändert.
    Es wird Zeit, nach richtigen Lösungen zu suchen, statt den schmerzlichen Schnitt wieder weiter hinauszuzögern. Im Grunde wissen wir alle seit mehr als 2 Jahren, dass Griechenland zahlungsunfähig und die griechischen Wirtschaft im Eurosystem nicht zu sanieren ist.
    Die bittere und unpopuläre Entscheidung weiter hinauszuzögern bedeutet unweigerlich, dass man im Europa, das eigentlich den Frieden sichern sollte, wieder Spannungen und nationale Ressentiments hervorruft, die uns dann das ganze System um die Ohren fliegen lassen.
    Es ist eben nicht die immer wieder gebetsmühlenartig zitierte hohle Phrase des Neoliberalismus, die hier zerstörerisch wirkt, sondern das in Jahrzehnten gewachsene Gefühl, dass man - als Staat, aber auch als Einzelner - sich einen Lebensstandard gönnt, den man sich nicht erarbeitet! Die einen mehr, die anderen weniger. Früher haben die Drittweltländer dafür gezahlt, heute sind sie unsere Konkurrenz. Plötzlich funktionieren die alten Mechanismen nicht mehr!

    Sie scheinen ein Weltkenner zu sein. Das Beispiel von Madame Lagarde ist schlicht und einfach absurd! Über arme Kinder ob in Griechenland oder in Niger derartige rassistische Kommentare kann sich wie es Scheint eine IWF Chefin leisten ohne an Konsequenzen zu denken. Wenn sie wirklich so viel Mitleid mit den Kindern in Niger hat dann soll sie eben von ihrem saftigen Lohn etwas abgeben damit eben die Kinder nicht durch Hungersnot im 21 Jahrhundert sterben müssen,oder den Niger (zweitgroesste Uran Menge weltweit) nicht mehr wie ein Blutsauger gegenüberstehen hinter der fassade des "helfenden" IWF. Was die Kinder in Griechenland angeht,wenn ich das Interview richtig verstanden habe,wird sie erst dann Mitleid haben wenn sie wie die Kinder in Niger leben werden. Aber eins wollen wir klarstellen:der normalo-Grieche zahlt seine steuern! Die reichen und somit Freunde oder vertraeter des Systems dass Madame Lagarde personifiziert, werden in Ruhe gelassen...die arme müssen bluten bis überall Verhältnisse wie in Niger erreicht sind. Ob so oder anders: keiner hat da mitgefuehll oder gar noch schlimmer das Mitleid von Madame Lagarde nötig!

    Amüsiert lese ich die hier vorliegenden Kommentare zu Lagardes Aussage. Aber ich bitte doch darum die Aussage richtig einzuordnen.
    Auf den ersten Blick mag ihre Aussage, die Griechen sollen doch bitte ihre Steuern zahlen, gerecht und ehrlich klingen. Doch es ist nicht die Aufgabe Lagardes das griechische Volk für den katastrophalen Zustand im Land verantwortlich zu machen. Die Aufgabe eines funktionierenden Finanz- und Verwaltungsapparates unterliegt immer noch politischen Richtlinien, die durch das gewählte Parlament umgesetzt werden MÜSSEN!
    Lagardes Aussage ist plump, undifferenziert und ihres Amtes nicht würdig. Ich würde gerne sehen, welcher Franzose oder Deutscher seine Steuern freiwillig an den Staat überweisen würde, wenn ihn dieser nicht dazu auffordern würde. Wir hängen (besonders Lagarde) die moralische Messlatte bei dem griechischen Volk besonders hoch.

    Sie hat gesagt...die Griechen sollen ihre Steuern bezahlen....

    ohhhhh wie hart :D

    Stell dir das mal vor: Steuern zahlen^^ :D

    • 15thMD
    • 26.05.2012 um 15:40 Uhr

    Nein, hat sie nicht. Das ist reiner Populismus die Menschen in Griechenland mit denen aus dem Niger zu vergleichen. Oder fließt das Geld, das dann nicht nach Griechenland geht, in den Niger? Nein. Es bleibt da, wo es ist und die Frau macht sich ein nettes Leben.
    Es sollte natürlich auch nicht in den Niger fließen. Die Regierung ist für europäische Verhältnisse zwielichtig und es würde das "Finanzsystem" dort völlig überfordern.

    Aber wer ist denn Schuld an der Situation im Niger, und wer an der Situation in Griechenland?

    Und den Griechen vorwerfen, dass sie keine STeuern bezahlen, ist ebenfalls populistisch. Man kann nun wirklich nicht behaupten, dass Deutschland im Bezug auf die Schulden gesehen so weit von Griechenland entfernt ist wie es immer dargestellt wird. Bezahlen Sie etwa Ihre Steuern nicht?

    Die Frau will doch nur, dass das mächtige Deutschland hinter ihr steht, sonst nichts. Ihr geht es nicht um den Niger (arme, verhungernde Kinder sind ein ziemlicher Sympathiefänger), dessen Situation unbestritten schlecht und zu verbessern ist. Aber die gleiche Situation gibt es auch noch in vielen anderen Staaten auf der Welt. Leider.

    • sf2000
    • 26.05.2012 um 16:32 Uhr

    ... aber mir würde persönlich schon so viel zu der Frisur einfallen, dass ich eine halbe Stunde bräuchte, bevor ich zum ersten Mal am Rande Griechenland streife. Wobei ich sehr viel mehr über Banken reden würde, vor allem französische Banken.

    • joG
    • 26.05.2012 um 16:33 Uhr

    ..."is talking her own book" und hat die Position der Eigentümer des IWF zu vertreten. Das macht sie da auch und es ist gut so.

    Unterschiedliche Positionen haben aber unterschiedliche Mandate und verlangen unterschiedliche Forderungen und Lösungen. Man ist unterschiedlich betroffen und hat Dinge in der Vergangenheit unterschiedlich betrieben.

    Die EU und ihre Mitglieder haben eine solche andere Vergangenheit. Man wusste bspw, dass die Griechen pleite waren und ließ zu, dass sie aufgenommen wurden in den Euro, konfrontierte sie nicht mit dem Betrug und hat über die Jahre durch konkludentes Handeln den Bankrott gefördert; erlaubt, dass die eigenen Staatsbürger Anleihen kauften, sie verließen sich darauf, dass die Aufsicht der EU funktioniert, eines Landes, das die Insolvenz mit Hilfe der hier Regierenden verschleppte.

    Das ist im Inland ein Straftatbestand. Nein, nicht "ein" Tatbestand. Es sind mehrere Straftaten. Da kann man zwar die Schuld abstreiten wohl wissend einer gefügigen Staatsanwalt- und Richterschaft und so heuchlerisch aber mit Macht verlangen, dass "die Griechen ihre Steuern zahlen". Aber letztlich ist man selbst schuld bzw das sind seine Vertreter, die Einen hintergingen.

    • Otto2
    • 26.05.2012 um 17:12 Uhr

    Man könnte ihr zustimmen, wäre da nicht ein klitzekleines Problem, vor dem Madame Augen und Ohren verschließt.
    2000 (in Worten zweitausend) Familien besitzen 80% der Eigentums aller Griechen! Wenn man je Familie 5 Personen rechnet, sind das nicht die berühmten 1%, denen 99% gegenüberstehen sondern 0,1%. Diese 0,1% haben 4 x mehr an Eigentum als 99,9 % aller Griechen. Und jeder kann sich denken, dass die 20 % Restvermögen auch nicht annähernd gleich auf 99,9% verteilt sind.
    Wer Gr. tatsächlich Hilfe geben will, muss der Masse der Gr. helfen, einen effizienten Staat aufzubauen, wozu in Gr. zuerst eine anständige Finanzverwaltung mit Steuerfahndung usw. gehört. Außerdem bräuchten die Gr. massive Hilfe dabei, die Fluchtgelder der Milliardäre und Multimillionäre zu besteuern.
    Was garantiert nicht zur Hilfe gehört, ist die Unterstützung genau der Parteien (ND+Pasok), die in Jahrzehnten die Karre in den Dreck gefahren haben. Diese beiden Parteien werden ihr eigenes Volk quälen und wenn das nicht reicht (was offensichtlich ist) versuchen, alles auf die EU abzuwälzen.

    Aber es ist noch kein Jahr her, da hat sie sich als Vorsitzende des IWF dafür eingesetzt, dass die EU für Griechenland Milliardenbeträge zur Verfügung stellt, und noch vor einem halben Jahr hat sie darauf gedrängt, die so genannten Eurorettungsschirme zu erweitern. Dabei hat sich die Situation seitdem überhaupt nicht verändert.
    Es wird Zeit, nach richtigen Lösungen zu suchen, statt den schmerzlichen Schnitt wieder weiter hinauszuzögern. Im Grunde wissen wir alle seit mehr als 2 Jahren, dass Griechenland zahlungsunfähig und die griechischen Wirtschaft im Eurosystem nicht zu sanieren ist.
    Die bittere und unpopuläre Entscheidung weiter hinauszuzögern bedeutet unweigerlich, dass man im Europa, das eigentlich den Frieden sichern sollte, wieder Spannungen und nationale Ressentiments hervorruft, die uns dann das ganze System um die Ohren fliegen lassen.
    Es ist eben nicht die immer wieder gebetsmühlenartig zitierte hohle Phrase des Neoliberalismus, die hier zerstörerisch wirkt, sondern das in Jahrzehnten gewachsene Gefühl, dass man - als Staat, aber auch als Einzelner - sich einen Lebensstandard gönnt, den man sich nicht erarbeitet! Die einen mehr, die anderen weniger. Früher haben die Drittweltländer dafür gezahlt, heute sind sie unsere Konkurrenz. Plötzlich funktionieren die alten Mechanismen nicht mehr!

    Sie scheinen ein Weltkenner zu sein. Das Beispiel von Madame Lagarde ist schlicht und einfach absurd! Über arme Kinder ob in Griechenland oder in Niger derartige rassistische Kommentare kann sich wie es Scheint eine IWF Chefin leisten ohne an Konsequenzen zu denken. Wenn sie wirklich so viel Mitleid mit den Kindern in Niger hat dann soll sie eben von ihrem saftigen Lohn etwas abgeben damit eben die Kinder nicht durch Hungersnot im 21 Jahrhundert sterben müssen,oder den Niger (zweitgroesste Uran Menge weltweit) nicht mehr wie ein Blutsauger gegenüberstehen hinter der fassade des "helfenden" IWF. Was die Kinder in Griechenland angeht,wenn ich das Interview richtig verstanden habe,wird sie erst dann Mitleid haben wenn sie wie die Kinder in Niger leben werden. Aber eins wollen wir klarstellen:der normalo-Grieche zahlt seine steuern! Die reichen und somit Freunde oder vertraeter des Systems dass Madame Lagarde personifiziert, werden in Ruhe gelassen...die arme müssen bluten bis überall Verhältnisse wie in Niger erreicht sind. Ob so oder anders: keiner hat da mitgefuehll oder gar noch schlimmer das Mitleid von Madame Lagarde nötig!

    Amüsiert lese ich die hier vorliegenden Kommentare zu Lagardes Aussage. Aber ich bitte doch darum die Aussage richtig einzuordnen.
    Auf den ersten Blick mag ihre Aussage, die Griechen sollen doch bitte ihre Steuern zahlen, gerecht und ehrlich klingen. Doch es ist nicht die Aufgabe Lagardes das griechische Volk für den katastrophalen Zustand im Land verantwortlich zu machen. Die Aufgabe eines funktionierenden Finanz- und Verwaltungsapparates unterliegt immer noch politischen Richtlinien, die durch das gewählte Parlament umgesetzt werden MÜSSEN!
    Lagardes Aussage ist plump, undifferenziert und ihres Amtes nicht würdig. Ich würde gerne sehen, welcher Franzose oder Deutscher seine Steuern freiwillig an den Staat überweisen würde, wenn ihn dieser nicht dazu auffordern würde. Wir hängen (besonders Lagarde) die moralische Messlatte bei dem griechischen Volk besonders hoch.

  2. was die französischen und deutschen Bürger und Wähler hören wollen.
    Ob sie entsprechend handelt, steht auf einem anderen Blatt (siehe Merkel).

    10 Leserempfehlungen
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    • sf2000
    • 26.05.2012 um 16:31 Uhr

    ... aber mir würde persönlich schon so viel zu der Frisur einfallen, dass ich eine halbe Stunde bräuchte, bevor ich zum ersten Mal am Rande Griechenland streife. Wobei ich sehr viel mehr über Banken reden würde, vor allem französische Banken.

    • joG
    • 26.05.2012 um 16:50 Uhr

    ...dass jemand die Verluste wird nehmen müssen. Und sie hat recht, dass das nicht die Eigentümer der IWF sein sollten. Warum sollten die Brasilianer, Chinesen oder Süd Afrikaner die an Kriminalität grenzende Leichtfertigkeit der EU Großen bezahlen? Die Deutschen Regierenden, Franzosen, Holländer, die Bürokraten in Brüssel und die Vertreter der europäischen Bevölkerungen, die Parlamentarier in Strasburg wie Martin Schulz...
    Alle wussten, dass die Griechen überschuldet waren und die Zahlungsfähigkeit nicht aufrecht zu halten war oder hätten es wissen müssen. Das war im besten Fall grob Fahrlässig. Das scheint ja geklärt.

    Da stehen die Griechischen Wähler nicht alleine in der Schuld.

    Natürlich will man hier nicht für die Schuld seiner Vertreter aufkommen. Man muss deren Schuld negieren und darf sie um keinen Preis zugeben. Die Spur führte ja direkt zu uns! Man muss hingegen wüten gegen die "faulen Griechen" gegen "diese Steuerhinterzieher" und deren "Betrug". Das lenkt, so hofft man ab. Aber die Täter sitzen nun mal auch hier. Da braucht man nicht einmal zu untersuchen, wer, wie viel, wem zahlte um Rüstungsaufträge zu generieren. Das käme oben drauf.

    Wollen das die Wähler wirklich hören?

    35 Milliarden Euro hinterzogene Steuern in Griechenland...

    100 Milliarden Euro in Deutschland und
    125 Milliarden Euro in Italien...

    pro Jahr, versteht sich...

    • AndreD
    • 29.05.2012 um 1:31 Uhr

    Wie der IWF mitteilte, läuft der Vertrag über fünf Jahre. Zum Fixgehalt hinzu kommt eine pauschale Aufwandsentschädigung für Repräsentationszwecke von 83.760 Dollar im Jahr. Ausgezahlt wird diese Entschädigung in monatlich gleichen Raten, ohne dass Lagarde Belege oder Rechtfertigungen abgefordert werden. EINKOMMENSSTEUER MUSS FRAU LAGARDE KEINE ZAHLEN.

    http://www.spiegel.de/wir...

    • sf2000
    • 26.05.2012 um 16:31 Uhr

    ... aber mir würde persönlich schon so viel zu der Frisur einfallen, dass ich eine halbe Stunde bräuchte, bevor ich zum ersten Mal am Rande Griechenland streife. Wobei ich sehr viel mehr über Banken reden würde, vor allem französische Banken.

    • joG
    • 26.05.2012 um 16:50 Uhr

    ...dass jemand die Verluste wird nehmen müssen. Und sie hat recht, dass das nicht die Eigentümer der IWF sein sollten. Warum sollten die Brasilianer, Chinesen oder Süd Afrikaner die an Kriminalität grenzende Leichtfertigkeit der EU Großen bezahlen? Die Deutschen Regierenden, Franzosen, Holländer, die Bürokraten in Brüssel und die Vertreter der europäischen Bevölkerungen, die Parlamentarier in Strasburg wie Martin Schulz...
    Alle wussten, dass die Griechen überschuldet waren und die Zahlungsfähigkeit nicht aufrecht zu halten war oder hätten es wissen müssen. Das war im besten Fall grob Fahrlässig. Das scheint ja geklärt.

    Da stehen die Griechischen Wähler nicht alleine in der Schuld.

    Natürlich will man hier nicht für die Schuld seiner Vertreter aufkommen. Man muss deren Schuld negieren und darf sie um keinen Preis zugeben. Die Spur führte ja direkt zu uns! Man muss hingegen wüten gegen die "faulen Griechen" gegen "diese Steuerhinterzieher" und deren "Betrug". Das lenkt, so hofft man ab. Aber die Täter sitzen nun mal auch hier. Da braucht man nicht einmal zu untersuchen, wer, wie viel, wem zahlte um Rüstungsaufträge zu generieren. Das käme oben drauf.

    Wollen das die Wähler wirklich hören?

    35 Milliarden Euro hinterzogene Steuern in Griechenland...

    100 Milliarden Euro in Deutschland und
    125 Milliarden Euro in Italien...

    pro Jahr, versteht sich...

    • AndreD
    • 29.05.2012 um 1:31 Uhr

    Wie der IWF mitteilte, läuft der Vertrag über fünf Jahre. Zum Fixgehalt hinzu kommt eine pauschale Aufwandsentschädigung für Repräsentationszwecke von 83.760 Dollar im Jahr. Ausgezahlt wird diese Entschädigung in monatlich gleichen Raten, ohne dass Lagarde Belege oder Rechtfertigungen abgefordert werden. EINKOMMENSSTEUER MUSS FRAU LAGARDE KEINE ZAHLEN.

    http://www.spiegel.de/wir...

    • mmzz
    • 26.05.2012 um 15:19 Uhr
    3. [...]

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

    22 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Man sollte da solidarisch sein, bei all den Problemen, schließlich sind die Deutschen Schuld an der Situation in Griechenland...ah nein, die Banken waren das genau

    Man sollte da solidarisch sein, bei all den Problemen, schließlich sind die Deutschen Schuld an der Situation in Griechenland...ah nein, die Banken waren das genau

    • zorc
    • 26.05.2012 um 15:22 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/kvk

    39 Leserempfehlungen
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    • bivi
    • 26.05.2012 um 17:21 Uhr

    Ihre Aussage, Christine Lagarde fände "es schade, dass es den Menschen in Griechenland noch nicht so schlecht geht wie denen in Niger." ist absolut unwahr, böswillig verdreht und diffamierend!
    Woher Sie diese Einschätzung haben ist mir schleierhaft, der Text auf den Sie sich beziehen gibt diese Schlussfolgerung jedenfalls nicht her!
    Wer Menschen diffamiert, der zeigt, dass er denen intellektuell nichts entgegen zu setzen hat.
    Aus Empörung und konstruktiver Kritik können Impulse zur Wendung ins Bessere entspringen. Hass und Demagogie aber sind immer destruktiv!
    Frohe Pfingsten!
    Vielleicht fällt ja vom 'Heiligen Geist' die nächsten Tage auch für Sie etwas ab.

    Das ist die Schande! Nicht die Griechen.

    Ich hoffe, die Leute merken endlich, dass hier nur Vorurteile bedient werden, um die Bürger gegeneinander auszuspielen.

    Legarde spielt mit dem Feuer des Nationalismus, damit wir weiter für die Banken zahlen.

    http://deutsche-wirtschaf...

    "Christine Lagarde findet es schade, dass es den Menschen in Griechenland noch nicht so schlecht geht wie denen in Niger".

    Diese Aussage hat Frau Lagarde überhaupt nicht gemacht noch hat es so gemeint. Haben Sie das absichtlich verdreht? Wenn ja, ist das ziemlich peinlich, so etwas zu schreiben. Ansonsten sollten Sie nochmal genau nachlesen...

    Frau Lagarde erinnert nur daran, dass es viele Länder auf der Welt gibt in denen wirkliche Not und Armut herrscht. Ein griechischer Beamter dem das Ostergeld gestrichen würde, muss deswegen nicht hungern !! Dank der EU Subventionen der letzten 30 Jahre ist das Lohnniveau in Griechenland immer noch deutlich höher als in Nachbarländern wie Bulgarien, der Türkei oder Mazedonien. Trotzdem klagen einige Griechen so, als seien sie die einzigen auf der Welt, die Probleme haben und Hilfe brauchen... In Griechenland gibt es viel privaten Reichtum. Warum wird der nicht so besteuert, dass es faires soziales Netz aufgebaut wird ?? Warum wird alle Schuld an den Problemen nur anderen Ländern und den Banken zugeschoben ?

    Man kann natürlich jede Aussage völlig auf den Kopf drehen, ins möglichst schlechteste Licht stellen, und sich dann drüber aufregen. Das ist Ihnen hier prächtig gelungen!

    • bivi
    • 26.05.2012 um 17:21 Uhr

    Ihre Aussage, Christine Lagarde fände "es schade, dass es den Menschen in Griechenland noch nicht so schlecht geht wie denen in Niger." ist absolut unwahr, böswillig verdreht und diffamierend!
    Woher Sie diese Einschätzung haben ist mir schleierhaft, der Text auf den Sie sich beziehen gibt diese Schlussfolgerung jedenfalls nicht her!
    Wer Menschen diffamiert, der zeigt, dass er denen intellektuell nichts entgegen zu setzen hat.
    Aus Empörung und konstruktiver Kritik können Impulse zur Wendung ins Bessere entspringen. Hass und Demagogie aber sind immer destruktiv!
    Frohe Pfingsten!
    Vielleicht fällt ja vom 'Heiligen Geist' die nächsten Tage auch für Sie etwas ab.

    Das ist die Schande! Nicht die Griechen.

    Ich hoffe, die Leute merken endlich, dass hier nur Vorurteile bedient werden, um die Bürger gegeneinander auszuspielen.

    Legarde spielt mit dem Feuer des Nationalismus, damit wir weiter für die Banken zahlen.

    http://deutsche-wirtschaf...

    "Christine Lagarde findet es schade, dass es den Menschen in Griechenland noch nicht so schlecht geht wie denen in Niger".

    Diese Aussage hat Frau Lagarde überhaupt nicht gemacht noch hat es so gemeint. Haben Sie das absichtlich verdreht? Wenn ja, ist das ziemlich peinlich, so etwas zu schreiben. Ansonsten sollten Sie nochmal genau nachlesen...

    Frau Lagarde erinnert nur daran, dass es viele Länder auf der Welt gibt in denen wirkliche Not und Armut herrscht. Ein griechischer Beamter dem das Ostergeld gestrichen würde, muss deswegen nicht hungern !! Dank der EU Subventionen der letzten 30 Jahre ist das Lohnniveau in Griechenland immer noch deutlich höher als in Nachbarländern wie Bulgarien, der Türkei oder Mazedonien. Trotzdem klagen einige Griechen so, als seien sie die einzigen auf der Welt, die Probleme haben und Hilfe brauchen... In Griechenland gibt es viel privaten Reichtum. Warum wird der nicht so besteuert, dass es faires soziales Netz aufgebaut wird ?? Warum wird alle Schuld an den Problemen nur anderen Ländern und den Banken zugeschoben ?

    Man kann natürlich jede Aussage völlig auf den Kopf drehen, ins möglichst schlechteste Licht stellen, und sich dann drüber aufregen. Das ist Ihnen hier prächtig gelungen!

  3. http://www.zdf.de/ZDFmedi...

    Ein interessanter Beitrag, der aufklärt und erklärt!

    Die Griechen sollten ihre Reichen und ihre korrupte Politikerkaste angreifen und sich endlich wehren gegen die Ausbeutung ihres Landes.

    Wo genau sind all die Milliarden die gezahlt wurden denn hin?? Das möchte ich wissen!

    Der "normale" Grieche hat sie nicht bekommen. Also wer hat das Geld denn nun???

    Ich als Steuerzahler habe doch wohl ein Recht zu wissen wohin das ganze Geld verschwunden ist!!!
    Schließlich zahlt Deutschland und nicht nur Deutschland.

    54 Leserempfehlungen
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    sind von einer Bank zur anderen gewandert - die Bevölkerung hat davon keinen Cent zu Gesicht bekommen. Hier werden nur Bankschulden durch neue Bankschulden ersetzt. Das ist ja gerade die Crux.

    Im Ausland: Es dürfte an den bekannten internationalen Finanzplätzen (London, Zürich etc.)angelegt worden sein:

    „Eine kleine, begüterte Oberschicht ist dagegen von den Sparmaßnahmen kaum betroffen. Sie hat nach Berechnungen des Handelsblatts 560 Milliarden Euro auf ausländischen Konten in Sicherheit gebracht, nahezu doppelt so viel wie die gesamte griechische Staatsschuld.“

    http://www.wsws.org/de/20...

    wunderbar, daß wir so ein Staatssender haben!

    [...] Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk

    danke für den link zur zdf-medithek. der beitrag hat mich sehr berührt. und er hat mich zornig gemacht. zornig auf die gesamte europäische politikerkaste, die ...
    mir fehlen die worte.
    und alexis tsipras setzt dem ganzen in seiner unglaublichen arroganz die krone auf. anstatt vorschläge zu machen, wie es weitergehen könnte, streut er der leidenden griechischen bevölkerung sand in die augen.
    ich meine, daß frau lagarde recht hat; mit ein wenig demut und europäischer hilfe sollte es möglich sein, daß griechenland aus dem tal der tränen herauskommt. dazu müßte das griechische volk die kraft haben, sich eine staatsverwaltung zu wählen - wenn das überhaupt noch möglich ist -, die die vielen übel an der wurzel packt und die aufbauarbeit organisiert.
    beschimpfungen der europäischen mitbürger helfen da nicht weiter.

    die europäischen politiker sind gerade dabei, europa zu zerstören.

    • Egon73
    • 26.05.2012 um 20:46 Uhr

    Lieber denkmalmit,

    um die Frage: "Wo genau sind all die Milliarden die gezahlt wurden denn hin?? Das möchte ich wissen!" einmal zu beantworten:

    Das Geld ist wieder hier in Deutschland und in Frankreich gelandet, denn die Millardenhilfen kamen alle mit einem Preis. Dieser Preis war den korrupten Politikern hier, wie in Griechenland auch ziemlich egal. Es wurden mit diesem Geld, im Verhältnis zum BIP, die höchsten Mitilärausgaben eines EU Landes generiert. Mit anderen Worten - der Rüstungsindustrie in Deutschland und Frankreich ging, geht es, und wird es auch weiterhin gut gehen.
    Zum anderen wurden mit diesen "Milliardenhilfen" fast ausschlieslich deutsche und französische Unternehmen bezuschusst, da diese fast alle Aufträge aus von "Millardenhilfen" mit Geld überschwemmten Ländern wie Griechenland, bekamen. Natürlich kann man argumentieren, dass nur deutsche Unternehmen wissen wie man Autobahnen und Flughäfen baut aber ich wage es dem zu wiedersprechen.

    Diese Diskussion im EU Parlament sollten Sie sich einmal anschauen:
    http://www.youtube.com/wa...

    @denkmalmit
    Leider sind diese Gelder zu keinem Zeitpunkt dafür bereitgestellt worden die Bürger zu unterstützen, oder notwendige Infrastrukturmaßnahmen zu entwickeln.Es sollte ausschließlich den Bank zugutekommen. Allen voran der EZB. Hier noch ein kleiner Einblick (http://www.zeit.de/2011/2....

    sind von einer Bank zur anderen gewandert - die Bevölkerung hat davon keinen Cent zu Gesicht bekommen. Hier werden nur Bankschulden durch neue Bankschulden ersetzt. Das ist ja gerade die Crux.

    Im Ausland: Es dürfte an den bekannten internationalen Finanzplätzen (London, Zürich etc.)angelegt worden sein:

    „Eine kleine, begüterte Oberschicht ist dagegen von den Sparmaßnahmen kaum betroffen. Sie hat nach Berechnungen des Handelsblatts 560 Milliarden Euro auf ausländischen Konten in Sicherheit gebracht, nahezu doppelt so viel wie die gesamte griechische Staatsschuld.“

    http://www.wsws.org/de/20...

    wunderbar, daß wir so ein Staatssender haben!

    [...] Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk

    danke für den link zur zdf-medithek. der beitrag hat mich sehr berührt. und er hat mich zornig gemacht. zornig auf die gesamte europäische politikerkaste, die ...
    mir fehlen die worte.
    und alexis tsipras setzt dem ganzen in seiner unglaublichen arroganz die krone auf. anstatt vorschläge zu machen, wie es weitergehen könnte, streut er der leidenden griechischen bevölkerung sand in die augen.
    ich meine, daß frau lagarde recht hat; mit ein wenig demut und europäischer hilfe sollte es möglich sein, daß griechenland aus dem tal der tränen herauskommt. dazu müßte das griechische volk die kraft haben, sich eine staatsverwaltung zu wählen - wenn das überhaupt noch möglich ist -, die die vielen übel an der wurzel packt und die aufbauarbeit organisiert.
    beschimpfungen der europäischen mitbürger helfen da nicht weiter.

    die europäischen politiker sind gerade dabei, europa zu zerstören.

    • Egon73
    • 26.05.2012 um 20:46 Uhr

    Lieber denkmalmit,

    um die Frage: "Wo genau sind all die Milliarden die gezahlt wurden denn hin?? Das möchte ich wissen!" einmal zu beantworten:

    Das Geld ist wieder hier in Deutschland und in Frankreich gelandet, denn die Millardenhilfen kamen alle mit einem Preis. Dieser Preis war den korrupten Politikern hier, wie in Griechenland auch ziemlich egal. Es wurden mit diesem Geld, im Verhältnis zum BIP, die höchsten Mitilärausgaben eines EU Landes generiert. Mit anderen Worten - der Rüstungsindustrie in Deutschland und Frankreich ging, geht es, und wird es auch weiterhin gut gehen.
    Zum anderen wurden mit diesen "Milliardenhilfen" fast ausschlieslich deutsche und französische Unternehmen bezuschusst, da diese fast alle Aufträge aus von "Millardenhilfen" mit Geld überschwemmten Ländern wie Griechenland, bekamen. Natürlich kann man argumentieren, dass nur deutsche Unternehmen wissen wie man Autobahnen und Flughäfen baut aber ich wage es dem zu wiedersprechen.

    Diese Diskussion im EU Parlament sollten Sie sich einmal anschauen:
    http://www.youtube.com/wa...

    @denkmalmit
    Leider sind diese Gelder zu keinem Zeitpunkt dafür bereitgestellt worden die Bürger zu unterstützen, oder notwendige Infrastrukturmaßnahmen zu entwickeln.Es sollte ausschließlich den Bank zugutekommen. Allen voran der EZB. Hier noch ein kleiner Einblick (http://www.zeit.de/2011/2....

  4. 6. [...]

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk

    22 Leserempfehlungen
    • Flecki
    • 26.05.2012 um 15:26 Uhr

    ...viele der Griechen haben gearbeitet und Steuern gezahlt (mussten sie ja auch wie die Arbeitnehmer in Deuthscland die Steuern direkt abgezogen werden).

    Eine andere Frage: Warum muss Griechenland überhaupt die Schulden bezahlen? Ich meine es ist ja Geld was man angelegt hatte, weil man es nicht brauchte? Griechenland schuldet ja nicht 100 Tonnen Brot, sondern 100 Tonnen Geldscheinchen...

    Und warum ist DSK nicht wieder IWF-Chef, da er nicht verurteilt wurde? Nur weil Legarde positiver zu den Bilderbergern eingestellt ist?

    Warum blüht Argentinien, das Land, dass sich vom IWF losgesagt hat und warum werden die Reichen immer Reicher, obwohl sie in der Krise eigentlich mehr Masse zum Verlieren hatten?

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    Differenzieren ist immer richtig und wichtig. Es gab die griechischen Arbeitnehmer, denen die Steuern direkt abgezogen wurden, es gab aber auch die reichen Griechen (z.B. Reeder), die ohne zu arbeiten enorm verdient haben und keine Steuern bezahlt haben, vor der Krise nicht und seit Beginn der Krise auch nicht. Und dieser Zustand ist zuerst ein Problem der Griechen und ihres demokratischen Staates, da nur sie daran etwas ändern können. Die Griechen haben das aber seit zwei Jahren nicht geschafft, deshalb werden ihre Reichen immer noch reicher, trotz oder wegen der Krise.
    Und zur anderen Frage: Das Geld, das man angelegt hatte, war Geld, das man zum Zeitpunkt der Anlage nicht gebraucht hatte, z.B. Geld aus Lebensversicherungen und Pensionsfonds, das jetzt aber sehr wohl gebraucht wird, um Lebensversicherungen und Pensionen auszuzahlen, in die die kleinen europäischen Sparer für ihren Ruhestand eingezahlt hatten. Darum muss Griechenland seine Schulden zurückzahlen.
    Bei Argentinien kann ich Ihnen nur zustimmen. Argentinien hat sich vom IWF losgesagt und nach einer Durststrecke blüht es jetzt wieder. Griechenland sollte sich an Argentinien ein Beispiel nehmen und sich ebenfalls vom IWF und von der Euro-Zone lossagen. Das Beispiel Argentinien zeigt, dass die Politik der EU, die Griechenland zur Zeit noch im Euro halten will, nicht alternativlos ist.

    Ich glaube nicht, dass die IWF-Chefin die Griechen meint, die immer ihre Steuern bezahlt haben. Die "Grossen", die noch nie ihre Steuern gerecht bezahlt haben (und das sind nicht nur die Reeder)lassen ihr Vermoegen doch im Ausland verwalten und es ist ihnen doch weitestgehen egal ob Griechenland pleite geht oder haetten womoeglich sogar ein finanzielles Interesse daran. Sie haben auf jeden Fall ihre Schaefchen (fuer Generationen) im trockenen. Ich koennte mir sogar vorstellen, dass von den bereits gezahlten Milliarden Hilfsgeldern schon einiges auf Privatkonten in dunkeln Bunkern in Singapur lagert.

    Differenzieren ist immer richtig und wichtig. Es gab die griechischen Arbeitnehmer, denen die Steuern direkt abgezogen wurden, es gab aber auch die reichen Griechen (z.B. Reeder), die ohne zu arbeiten enorm verdient haben und keine Steuern bezahlt haben, vor der Krise nicht und seit Beginn der Krise auch nicht. Und dieser Zustand ist zuerst ein Problem der Griechen und ihres demokratischen Staates, da nur sie daran etwas ändern können. Die Griechen haben das aber seit zwei Jahren nicht geschafft, deshalb werden ihre Reichen immer noch reicher, trotz oder wegen der Krise.
    Und zur anderen Frage: Das Geld, das man angelegt hatte, war Geld, das man zum Zeitpunkt der Anlage nicht gebraucht hatte, z.B. Geld aus Lebensversicherungen und Pensionsfonds, das jetzt aber sehr wohl gebraucht wird, um Lebensversicherungen und Pensionen auszuzahlen, in die die kleinen europäischen Sparer für ihren Ruhestand eingezahlt hatten. Darum muss Griechenland seine Schulden zurückzahlen.
    Bei Argentinien kann ich Ihnen nur zustimmen. Argentinien hat sich vom IWF losgesagt und nach einer Durststrecke blüht es jetzt wieder. Griechenland sollte sich an Argentinien ein Beispiel nehmen und sich ebenfalls vom IWF und von der Euro-Zone lossagen. Das Beispiel Argentinien zeigt, dass die Politik der EU, die Griechenland zur Zeit noch im Euro halten will, nicht alternativlos ist.

    Ich glaube nicht, dass die IWF-Chefin die Griechen meint, die immer ihre Steuern bezahlt haben. Die "Grossen", die noch nie ihre Steuern gerecht bezahlt haben (und das sind nicht nur die Reeder)lassen ihr Vermoegen doch im Ausland verwalten und es ist ihnen doch weitestgehen egal ob Griechenland pleite geht oder haetten womoeglich sogar ein finanzielles Interesse daran. Sie haben auf jeden Fall ihre Schaefchen (fuer Generationen) im trockenen. Ich koennte mir sogar vorstellen, dass von den bereits gezahlten Milliarden Hilfsgeldern schon einiges auf Privatkonten in dunkeln Bunkern in Singapur lagert.

  5. Ich halte es nicht mehr aus:

    Warum sind die Kinder in Afrika denn so bettelarm? Fordert der IWF nicht von betroffenen Ländern in Afrika die Schulden inklusive Zins und Zinseszins auf Heller und Pfennig zurück?

    Bringt der IWF nicht auch mit seinen Forderungen und "Anpassnungsmaßnahmen" die Kinder in Griechenland in eine ähnliche Situation, wie es in Afrika passiert ist?

    Wir sind hier alles Menschen, lasst doch mal dieses von Menschen ersonnene Geldsystem weg. Das ist von Menschen gemacht, kein Naturgesetz wie die Schwerkraft.

    Frau Lagarde verursacht mit Ihrer Institution Leid unter Menschen, bleibt dabei aber Knallhart um "die Schulden" einzutreiben. Stellt sich hier jeder, der ruft "Recht so" mal vor, er wäre in dieser Lage.

    Vermutlich wird er mir sagen "Ich arbeite aber auch hart für mein Geld!" und ich frage dann "Warum arbeitest du so hart und hast so wenig davon?"

    Wer in diesem System gnadenlos profitert ist schon lange kein Geheimnis mehr und in vielen Dokus eindeutig belegt.

    In bin sicher nicht dafür Geschenke zu verteilen, aber wir sind und bleiben alles Menschen. Das sollte man als Grundsatz für alle sein Handeln stets bedenken.

    Und nicht das Eintreiben von Geld auf Kosten von Menschenleben beharren.

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    das die Griechen zunächst selber Steuern zahlen ,bevor sie internationale Hilfe fordern?
    - Sie finden es in Ordnung, wenn dort Superreiche Reeder das in der Verfassung verbriefte Recht haben, keine Steuern zu zahlen?
    - Sie finden es gut, wenn dort zeitweise in fast jeder Familie einer Beamter ist, von denen etliche niemals am Dienstort erscheinen?
    - Sie finden es OK, wenn an Griechenland soviel Agrarsubventionen gezahlt werden, dass die betreffende Fläche deutlich grösser als Griechenland ist?

    Nicht das Geldsystem ist an irgendwas in Griechenland schuld, sondern die Verantwortungslosigkeit der Griechen. Der ganze Staat, vom Reichen bis zum Mittelstand hat dort allein auf Pump gelebt. Auf Pump, weil der Euro sehr günstige Zinsen ermöglichte.
    Da sind keine raffgierigen Bänker am Werk, sondern ein ganzes Volk, das sich nicht um das Morgen gekümmert hat und das jetzt die Rechnung präsentiert bekommt.

    Wer hat den Griechen das Geld gegeben?

    Waren die Geldgeber so naiv, diese Mentalität nicht antizipieren zu können?

    Wurden die Griechen nicht sogar von einer großen Bank beim frisieren der Bilanzen unterstützt?

    Indem sie einmal die Wahrheit sagt, denn die Aussenstände Griechenlands bei den eigenen Bürgern sind dringend einzutreiben.

    Angeblich fehlen viele Beamte zur Steuererfassung.

    Festzustellen ist, ob die griechische Regierung das nicht in den Griff will, kann oder darf (als Vorgaben der Kreditgeber).

    Sie leugnet, dass niedrige Steuern für Vermögende und umfassende Privatisierungen immer die Bedingung waren für Kredite des IWF. Oft wurden auch korrupte Regimes genutzt oder unterstützt.

    das die Griechen zunächst selber Steuern zahlen ,bevor sie internationale Hilfe fordern?
    - Sie finden es in Ordnung, wenn dort Superreiche Reeder das in der Verfassung verbriefte Recht haben, keine Steuern zu zahlen?
    - Sie finden es gut, wenn dort zeitweise in fast jeder Familie einer Beamter ist, von denen etliche niemals am Dienstort erscheinen?
    - Sie finden es OK, wenn an Griechenland soviel Agrarsubventionen gezahlt werden, dass die betreffende Fläche deutlich grösser als Griechenland ist?

    Nicht das Geldsystem ist an irgendwas in Griechenland schuld, sondern die Verantwortungslosigkeit der Griechen. Der ganze Staat, vom Reichen bis zum Mittelstand hat dort allein auf Pump gelebt. Auf Pump, weil der Euro sehr günstige Zinsen ermöglichte.
    Da sind keine raffgierigen Bänker am Werk, sondern ein ganzes Volk, das sich nicht um das Morgen gekümmert hat und das jetzt die Rechnung präsentiert bekommt.

    Wer hat den Griechen das Geld gegeben?

    Waren die Geldgeber so naiv, diese Mentalität nicht antizipieren zu können?

    Wurden die Griechen nicht sogar von einer großen Bank beim frisieren der Bilanzen unterstützt?

    Indem sie einmal die Wahrheit sagt, denn die Aussenstände Griechenlands bei den eigenen Bürgern sind dringend einzutreiben.

    Angeblich fehlen viele Beamte zur Steuererfassung.

    Festzustellen ist, ob die griechische Regierung das nicht in den Griff will, kann oder darf (als Vorgaben der Kreditgeber).

    Sie leugnet, dass niedrige Steuern für Vermögende und umfassende Privatisierungen immer die Bedingung waren für Kredite des IWF. Oft wurden auch korrupte Regimes genutzt oder unterstützt.

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