Konjunktur: Währungsfonds sieht Deutschland auf gutem Weg
Der Länderbericht des IWF bescheinigt Deutschland gute Aussichten für einen Aufschwung, rät aber zu Reformen. Hauptrisiko ist die Schuldenkrise in Europa.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht Deutschland bei der Wirtschaftsentwicklung und der Konsolidierung seines Haushalts auf gutem Wege. "Die Aussichten für den Aufschwung in Deutschland sind günstig, doch wird der Ausblick eingetrübt durch externe Risiken", heißt es im jüngsten IWF-Länderbericht zu Deutschland.
"Nach unserer Auffassung ist das größte Risiko für Deutschland die Verschärfung der Krise im Euro-Raum, die direkt auf Deutschland übergreifen könnte über reale und finanzwirtschaftliche Kanäle", schreibt der Fonds. Für eine Revision der Prognose im vorangegangenen Weltwirtschaftsausblick, der für 2012 ein Wachstum von 0,6 Prozent und 2013 eines von 1,5 Prozent vorhersagt, sehe man keinen Anlass.
Wachstum durch stärkere Binnennachfrage
Der IWF rät Deutschland, sein Wachstumspotenzial mit Strukturreformen weiter zu stärken. Der bereits eingesetzte Übergang zu einem stärker von der Binnennachfrage getragenen Wachstum sollte fortgesetzt werden.
Auch höhere Löhne und eine moderate Inflation seien in diesem Zusammenhang positiv, schreibt der IWF. Die Haushaltspolitik der Bundesregierung nannten IWF-Vertreter angemessen. "Wir würden keine ehrgeizigere Konsolidierung empfehlen", sagte ein Vertreter des Fonds.
Deutsches Bankensystem bleibt verwundbar
Das deutsche Bankensystem bleibe trotz einiger Fortschritte aber verletzbar. Der Fonds begrüße die Reaktivierung des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin bis zum Jahresende, mahnt jedoch eine umfassende Strategie an, um die Effizienz und Stabilität des Bankensystems zu verbessern. "Vor allem glauben wir, dass größere Anstrengungen nötig sind beim Umbau der Landesbanken und der Neuordnung ihrer Geschäftsmodelle."
Der IWF bietet allen Mitgliedsländern jährliche Konsultationen an. Dazu besucht zunächst ein IWF-Team das jeweilige Land, um sich über die Wirtschafts- und Finanzlage zu informieren und mit der Regierung die politische Ausrichtung zu diskutieren. Auf dieser Basis wird ein Bericht für die IWF-Exekutivdirektoren verfasst.





...ein Laienverein?
"sein Wachstumspotenzial mit Strukturreformen weiter zu stärken"
Ähm, ja, Strukturreform. Was war das jetzt nochmal?
"Der bereits eingesetzte Übergang zu einem stärker von der Binnennachfrage getragenen Wachstum sollte fortgesetzt werden."
Bereits eingesetzt? Spricht der IWF sich mit der Propagandaabteilung des Wirtschaftsministeriums ab? Oder hat er andere Daten als die hier?:
http://www.querschuesse.d...
"Auch höhere Löhne"
Ala 6% für 2 Jahre, was bestenfalls die laufende Inflation abdeckt. Für mehr Binnenmarkt müssten es 6% pro Jahr sein, über eine längere Periode und nicht nur bei den immer weniger werdenden Tarifjobs.
"und eine moderate Inflation"
Was nur die Kehrseite "moderater Lohnabschlüsse", nach wie vor hoher Arbeitslosigkeit und Niedriglohnsektor ist, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass da ein ganzer Batzen importierte Inflation (gestiegene Öl und Rohstoffpreise) schon mit drin steckt.
...das werden Sie sehen, wenn der Arbeiter zu Ihrer Linken im Müll wühlt, während sich der Politarzt zu Ihrer Rechten sich ein Palast aus purem Gold baut.
Wer von anderen Reformen verlangt, sollte sich mal selbst an die Nase fassen:
- Abschaffung des Beamtentums
Die Unterscheidung von Angestellten im oeffentlichen Dienst und Beamten produziert unnoetige Kosten und verdeckte Risiken in Form von Pensionszusagen.
- Gesundheitssystem
Nach wie vor landen Privatversicherte, die sich ihre Versicherung nicht mehr leisten koennen, in der gesetzlichen Krankenversicherung. Von mir aus kann es gerne Privatversicherungen geben, nur muessen die gezwungen werden, genuegend hohe Alterruecklagen anzulegen, die der Versicherte bei jedem Wechsel der Krankenkasse mitnimmt. Die neue Versicherung - ob privat oder gesetzlich - macht dann mit neuen Mitgliedern kein minus.
- Transparenz im Gesundheitssystem
Wir leben in einem Zeitalter, in dem jeder einen Kleincomputer, sprich Handy, mit sich rumschleppt. Da soll es nicht moeglich sein, relativ kostenguenstig den Patienten eine verstaendliche Kostenabrechnung mitzugeben, wenn er die Praxis verlaesst. Jede Autowerkstatt bekommt das hin.
- Gesetzlicher Mindestlohn
Es gibt einen gesetzlichen Mindesturlaub. Weshalb kann es keinen gesetzlichen Mindestlohn geben ? Der sollte so gestaltet werden, dass jeder, der 40h die Woche arbeitet und den gesetzlichen Mindesturlaub erhaelt, ohne Bezug von HartzIV und Wohngeld auskommt.
- Grundsteuer
Wie und auf welcher Grundlage in Deutschland Grundsteuer erhoben wird, ist haarstraeubend und unsozial. Das haben Gerichte auch schon festgestellt.
usw. Bildung z.B.
Ich dachte die hat Schröder schon alle erledigt!? Was könnte denn noch fehlen? Achja! Rente mit 70 z.B. Oder ersatzlose Streichung des Kündigungschutzes vor allem für Betriebsräte, oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall direkt durch die Krankenkassen....
Mann-O-Mann! Wer stopft denen endlich mal das Mundwerk? Die Absonderungen sind so hilfreich wie ein Pickel.
Ich bin echt gespannt auf die Wahl am Sonntag in NRW. In die Lokalwahlen in Italien machen ja ein wenig Hoffnung. Da fängt man zu kapieren, was abläuft.
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