JugendarbeitslosigkeitJung, Europäer, chancenlos
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Sally, 23, Dublin

Sally Robinson

Sally Robinson

Sally sei eine ausgezeichnete und kreative Friseurin, bescheinigt ihr die Tante, und die muss es wissen: Sie ist selbst Friseurin. Sally Robinson hat bei ihr schon als 16-Jährige in den Schulferien ausgeholfen. Jetzt ist sie 23 und arbeitslos.

Nach dem Abitur an einer katholischen Nonnenschule hätte sie studieren können, vielleicht etwas in Richtung Musik, denn sie ist eine hervorragende Klavierspielerin und hat in diesem Fach sechs Zwischenprüfungen bestanden. Aber sie wollte gleich Geld verdienen und begann eine Friseurlehre. Als einer der angestellten Friseure sein eigenes Geschäft aufmachte, ging sie mit. Doch einen Monat vor ihrer Lehrprüfung entließ der Eigentümer sie. Stattdessen stellte er eine Anfängerin ein, denn er hätte Robinson nach Abschluss ihrer Lehre mehr bezahlen müssen. Seitdem bekommt sie Sozialhilfe, wie so viele aus ihrer Generation. Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Irland doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt der Arbeitslosigkeit insgesamt, sie liegt bei fast 30 Prozent.

Fast 700.000 Menschen leben unter der Armutsgrenze – bei knapp vier Millionen Einwohnern. Das sind 90.000 mehr als noch vor zwei Jahren. Und wenn nicht so viele auf das traditionelle Mittel der Auswanderung zurückgriffen, wäre die Zahl noch höher. In den vergangenen zwölf Monaten sind mehr als 40.000 Iren emigriert, vor allem junge Leute.

Sally will doch noch studieren

Für Robinson kommt das nicht infrage. "Ich würde gerne ein Jahr herumreisen", sagt sie, "aber für immer weggehen könnte ich nicht. Dafür hänge ich zu sehr an meinen Eltern, meinen Freunden und an Dublin." Lediglich eine ihrer Freundinnen ist ausgewandert, sie will aber spätestens nach fünf Jahren wieder nach Irland zurückkehren.

Robinson wohnt noch in ihrem Elternhaus, ihr Freund lebt bei seinen Eltern. Eine eigene Wohnung oder gar ein Haus können sie sich nicht leisten. Dennoch ist sie optimistisch. Im Herbst will sie ein Studium als Erzieherin an einer Fachhochschule beginnen. Dann ist sie 23, und dann entfallen im Rahmen des staatlichen Back-to-school-Programms die Studiengebühren, und sie bekommt weiterhin Sozialhilfe. "Ich hoffe, dass ich einen Job bekomme, wenn ich mit dem Studium fertig bin", sagt sie. "Zurzeit gibt es jedenfalls noch Bedarf an Erziehern und wenn sich das nicht wegen des drastischen Sparprogramms der Regierung ändert, müsste es eigentlich klappen."

 
Leserkommentare
  1. wieder ein tränendrüsen artikel?
    zu den ersten beiden muss man glaube ich nichts gross etwas sagen... im nachhinein ist man immer schlauer (person 1 hat immerhin noch einige zeit "anständig" leben können)!
    person 3 (zählt man mit 30 noch als jung??) hat immerhin eine abgeschlossene ausbildung, nur wenn man sich anguckt, was sie studiert hat...
    mit person 4 hab ich ehrlich gesagt gar kein mitleid!
    abitur gbestanden, ok. [...]

    Gekürzt. Bitte äußern sie sich sachlich und respektvoll. Die Redaktion/lv

    3 Leserempfehlungen
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    sondern darum, daß eine erschreckend hohe Anzahl von jungen Menschen völlig perspektivlos ist.
    Ob dies nur mitverschuldet so ist, ist doch erst einmal irrelevant. Wenn man als Jugendliche/r eine Fehlentscheidung bzgl. Ausbildung oder Berufswahl trifft, darf das doch nicht irreversibel für den Rest des Lebens bestrafen.

    Wenn hier nicht dringend Wege gefunden werden, daß diese Frauen und Männer eine Erwerbsmöglichkeit finden, mit der sie leben und Pläne machen können, wird unser solidarisches, rechtstaatliches und alles in allem außerordentlich wohlhabendes Gesellschaftsmodell nicht aufrecht zu erhalten sein.
    Dazu gehört natürlich Ausbildung, bessere Kooperation innerhalb Europas, damit Arbeitssuchende und offene Stellen zusammenkommen, Förderung der Sprachkenntnisse, Abbau von bürokratischen Hindernissen und flexible Arbeitszeitmodelle, die mehr Menschen Teilhabe ermöglichen.
    Daß auch noch Vorurteile (wie gegenüber Vorortadressen etc) ein Hindernis sind, ist dabei schon fast tragisch zu nennen.

    k.

    Herr Gott nochmal...
    Wer hat den von Ihnen Mitleid verlangt?

    Unglaublich zynisch, Ihr Kommentar. Bis auf eine Ausnahme handelt es sich bei den hier Porträtierten doch um junge Menschen, die alles "richtig" gemacht haben und offenbar versuchten, den Erwartungen der Gesellschaft zu entsprechen: Sie haben ihre Schulen erfolgreich absolviert und Ausbildungen oder Studiengänge erfolgreich abgeschossen. Vielleicht liegt es daran, dass ich selber ein junger Bürger (in einer nicht ganz so verzweifelten Situation) bin, aber IMHO steht die Gesellschaft gegenüber diesen Leuten in einer Bringschuld. Ansonsten kann man auch einfach mit 15 die Schule verlassen und kiffen und Call of Duty spielen zum Beruf machen, bei solchen Zukunftsaussichten.
    Case in point: einer Bekannten wurde jüngst eine Vollzeit-Praktikumsstelle mit Vierzigstundenwoche und einer Bezahlung von 350 Euro angeboten - der Personaler tat noch so, als seien das ganz tolle Konditionen. Da lebt man als junger Mensch mit Masterabschluss ja besser, wenn man pro Tag fünf Stunden im Bahnhof den Hut aufhält.

    • Bus-x
    • 18.05.2012 um 12:18 Uhr

    Hallo Twingo 440: denken sie dran das Leben zahlt zurück . Und mit dieser Logik werden sie oft mit Dampfwalzen kämpfen dürfen. Viel Spass dabei....

    ...wie dreckig es uns mal ging und wie man uns geholfen hat. Hilfe zur Selbsthilfe welche diese jungen Leute gerne annehmen.

    Ihr selbstgefälliger Kommentar missfällt mir sehr.

    sondern darum, daß eine erschreckend hohe Anzahl von jungen Menschen völlig perspektivlos ist.
    Ob dies nur mitverschuldet so ist, ist doch erst einmal irrelevant. Wenn man als Jugendliche/r eine Fehlentscheidung bzgl. Ausbildung oder Berufswahl trifft, darf das doch nicht irreversibel für den Rest des Lebens bestrafen.

    Wenn hier nicht dringend Wege gefunden werden, daß diese Frauen und Männer eine Erwerbsmöglichkeit finden, mit der sie leben und Pläne machen können, wird unser solidarisches, rechtstaatliches und alles in allem außerordentlich wohlhabendes Gesellschaftsmodell nicht aufrecht zu erhalten sein.
    Dazu gehört natürlich Ausbildung, bessere Kooperation innerhalb Europas, damit Arbeitssuchende und offene Stellen zusammenkommen, Förderung der Sprachkenntnisse, Abbau von bürokratischen Hindernissen und flexible Arbeitszeitmodelle, die mehr Menschen Teilhabe ermöglichen.
    Daß auch noch Vorurteile (wie gegenüber Vorortadressen etc) ein Hindernis sind, ist dabei schon fast tragisch zu nennen.

    k.

    Herr Gott nochmal...
    Wer hat den von Ihnen Mitleid verlangt?

    Unglaublich zynisch, Ihr Kommentar. Bis auf eine Ausnahme handelt es sich bei den hier Porträtierten doch um junge Menschen, die alles "richtig" gemacht haben und offenbar versuchten, den Erwartungen der Gesellschaft zu entsprechen: Sie haben ihre Schulen erfolgreich absolviert und Ausbildungen oder Studiengänge erfolgreich abgeschossen. Vielleicht liegt es daran, dass ich selber ein junger Bürger (in einer nicht ganz so verzweifelten Situation) bin, aber IMHO steht die Gesellschaft gegenüber diesen Leuten in einer Bringschuld. Ansonsten kann man auch einfach mit 15 die Schule verlassen und kiffen und Call of Duty spielen zum Beruf machen, bei solchen Zukunftsaussichten.
    Case in point: einer Bekannten wurde jüngst eine Vollzeit-Praktikumsstelle mit Vierzigstundenwoche und einer Bezahlung von 350 Euro angeboten - der Personaler tat noch so, als seien das ganz tolle Konditionen. Da lebt man als junger Mensch mit Masterabschluss ja besser, wenn man pro Tag fünf Stunden im Bahnhof den Hut aufhält.

    • Bus-x
    • 18.05.2012 um 12:18 Uhr

    Hallo Twingo 440: denken sie dran das Leben zahlt zurück . Und mit dieser Logik werden sie oft mit Dampfwalzen kämpfen dürfen. Viel Spass dabei....

    ...wie dreckig es uns mal ging und wie man uns geholfen hat. Hilfe zur Selbsthilfe welche diese jungen Leute gerne annehmen.

    Ihr selbstgefälliger Kommentar missfällt mir sehr.

  2. Ach mit den Statistiken ist es schon ein Kreuz. Nicht dass diese etwas Schlechtes wären oder gar Unwahrheiten ausdrücken - das soll hier nicht Gegenstand sein. Vielmehr zeigen Statistiken immer nur eine quantitative Dimension, und nie eine qualitative. Das Problem ist aber, dass man meist auch qualitative Informationen (via Vorurteile) aus Statistiken herausliest.
    Nur 8,3 % Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen in Deutschland? Komparativ klingt das ja gut. Nur sagt die Statistik nichts darüber aus, um welche Art Jobs es sicher handelt. Und genau hier liegt das Problem: Zeigt man einem Ausländer - egal ob Spanier, Griechen, ja selbst Brasilianer - diese Statistik, wird der nicht nur die tollen 8,3 % herauslesen, sondern auch, dass es sich bei den restlichen 91,7 % ausnahmslos um Traumjobs (Top-Konditionen, Null Ausbeutung) handelt. Und nichts könnte ja ferner der Realität liegen.

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  3. Viele Banken warben vor und sogar noch während der Krise offensiv für eine Kreditaufnahme und verliehen blind an jedermann Geld. ... "Ein völlig vergammeltes System", ärgert sich Xavier. "Kein Politiker oder Bankdirektor wurde für das Fehlverhalten zur Verantwortung gezogen. ...

    Es ist in der Tat immer wieder sonderbar anzusehen, wie man die Verantwortung von sich auf andere legt. Dazu gepaart mit allenthalbener Systemkritik. [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/ls

    2 Leserempfehlungen
    • R.C.
    • 16.05.2012 um 15:27 Uhr

    Gerade hat ein Urteil in Deutschland beschieden, dass jedem, der nach Deutschland einreist, die Grundsicherung zusteht. Insofern kann man nur den Chancenlosen raten schnell hier her zu kommen, um tatsächlich etwas von dem Geld abzubekommen, welches sonst nur in Zins(rück)zahlungen des Rettungsschirmes wandert. Dies wäre jedenfalls ehrlicher als der Finanzwürgegriff der EU.

    Eine Leserempfehlung
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    Was für ein Sinnloser Kommentar..

    Was für ein Sinnloser Kommentar..

  4. Die Pseudogerechtigkeit des Kündigungsschutzes, welcher ältere Arbeitnehmer privilegiert und die Jugend aussperrt, ist die große Ursache der Misere. Solange es nicht einmal in einer Nation zwischen den Generationen echte Solidarität gibt, ist jede Diskussion über Eurobonds ein schlechter Witz.

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    So möchten das am liebsten diese Leute die oberhalb oder
    davon profitieren das man Ältere gegen Jüngere oder Westrent-
    ner gegen Ostrentner oder auch bayrischer Arbeitnehmer gegen
    den Hamburger AN ausspielt.Ein Land wie Deutschland wo immer
    mehr Überreiche von dem Kampf des Normalbürgers untereinander
    profitieren will,findet man solche Aussagen toll vom Kündi-
    gungsschutz älterer AN.

    So möchten das am liebsten diese Leute die oberhalb oder
    davon profitieren das man Ältere gegen Jüngere oder Westrent-
    ner gegen Ostrentner oder auch bayrischer Arbeitnehmer gegen
    den Hamburger AN ausspielt.Ein Land wie Deutschland wo immer
    mehr Überreiche von dem Kampf des Normalbürgers untereinander
    profitieren will,findet man solche Aussagen toll vom Kündi-
    gungsschutz älterer AN.

  5. sondern darum, daß eine erschreckend hohe Anzahl von jungen Menschen völlig perspektivlos ist.
    Ob dies nur mitverschuldet so ist, ist doch erst einmal irrelevant. Wenn man als Jugendliche/r eine Fehlentscheidung bzgl. Ausbildung oder Berufswahl trifft, darf das doch nicht irreversibel für den Rest des Lebens bestrafen.

    Wenn hier nicht dringend Wege gefunden werden, daß diese Frauen und Männer eine Erwerbsmöglichkeit finden, mit der sie leben und Pläne machen können, wird unser solidarisches, rechtstaatliches und alles in allem außerordentlich wohlhabendes Gesellschaftsmodell nicht aufrecht zu erhalten sein.
    Dazu gehört natürlich Ausbildung, bessere Kooperation innerhalb Europas, damit Arbeitssuchende und offene Stellen zusammenkommen, Förderung der Sprachkenntnisse, Abbau von bürokratischen Hindernissen und flexible Arbeitszeitmodelle, die mehr Menschen Teilhabe ermöglichen.
    Daß auch noch Vorurteile (wie gegenüber Vorortadressen etc) ein Hindernis sind, ist dabei schon fast tragisch zu nennen.

    k.

    8 Leserempfehlungen
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    "Wenn man als Jugendliche/r eine Fehlentscheidung bzgl. Ausbildung oder Berufswahl trifft, darf das doch nicht irreversibel für den Rest des Lebens bestrafen."

    Ach, hat man jetzt von geburt an anrecht auf ein sorgenfreies leben mit lebenslanger festanstellung. ich weiss noch, mir wurde von fast jedem erwachsenen vorgekaut wie wichtig doch die ausbildung sei! und es auch schon früher so, dass die studierten (beste beispiele: anwälte, mediziner) mehr verdienen (auch wenn ich sagen muss, mir kommt das heute so vor, als ob die aufstiegschancen früher besser waren)

    und der artikel ziehlt aus meiner sicht deswegen auf mitleid ab, weil er nichts neues liefert! ich brauche dafür nicht nach spanien und italien gucken – und ich stelle die behauptung auf, fast jeder von uns kennt beispiele aus seinem persönlichen umfeld.
    das eine europäische kooperation in sachen arbeitsmarkt nicht unbedingt eine schlechte idee ist, ist eine völlig andere sache! [...]

    Gekürzt. Bitte argumentieren Sie differenziert. Danke, die Redaktion/lv

    "Wenn man als Jugendliche/r eine Fehlentscheidung bzgl. Ausbildung oder Berufswahl trifft, darf das doch nicht irreversibel für den Rest des Lebens bestrafen."

    Ach, hat man jetzt von geburt an anrecht auf ein sorgenfreies leben mit lebenslanger festanstellung. ich weiss noch, mir wurde von fast jedem erwachsenen vorgekaut wie wichtig doch die ausbildung sei! und es auch schon früher so, dass die studierten (beste beispiele: anwälte, mediziner) mehr verdienen (auch wenn ich sagen muss, mir kommt das heute so vor, als ob die aufstiegschancen früher besser waren)

    und der artikel ziehlt aus meiner sicht deswegen auf mitleid ab, weil er nichts neues liefert! ich brauche dafür nicht nach spanien und italien gucken – und ich stelle die behauptung auf, fast jeder von uns kennt beispiele aus seinem persönlichen umfeld.
    das eine europäische kooperation in sachen arbeitsmarkt nicht unbedingt eine schlechte idee ist, ist eine völlig andere sache! [...]

    Gekürzt. Bitte argumentieren Sie differenziert. Danke, die Redaktion/lv

  6. Der Artikel beschreibt m.E. vier naive Verlierer des großen kapitalistischen Allheilsversprechens des späten 20. Jahrhunderts. Demnach sollte ein an sich abgewirtschafteter Kontinent durch Kredite und Finanzwirtschaft konkurrenzfähig bleiben. Zu diesem Zweck hat sich die Politik auf eine gemeinsame Währung und einen gemeinsamen Binnenmarkt verständigt und die EG zu einer EU ausgebaut. An sich absolut zu befürworten, jedoch hat sich herausgestellt, dass das Ziel dieses Projekts nicht etwa eine utopische supranationale Wohlstandsfestung für 500 Millionen Europäer gewesen ist. Stattdessen wurden die traditionllen Strukturen der einzelnen Staaten ausgehöhlt und weite Teile der Durchschnittsbevölkerung in eine Privatverschuldungsspirale gelockt an deren Ende nur die Gläubiger, also die Banken, absahnen konnten. Die konkreten Folgen in Italien beispielsweise ist ein aufgeblähter Immobilienmarkt, durch den die alteingesessene Bevölkerung aus den in den letzten 20 Jahren aus den Innenstädten der Großstädte (Florenz, Mailand, Rom, etc.) geschickt rausgekauft worden ist, zu Preisen zu denen man diese Wohnräume heute niemals zurückkaufen könnte. Die heute 20-30 jährigen sind oft gut ausgebildet, in der Regel nicht ganz auf den Kopf gefallen, müssen aber einsehen, dass jene "Chancen" von denen sie in ihrer Schulzeit träumen konnten in der Realität nicht existieren. Ist zwar trist, aber es gibt auch Schlimmeres: man stelle sich vor man wäre in Afghanistan als Mädchen zur Welt gekommen...

    Eine Leserempfehlung
  7. "Wenn man als Jugendliche/r eine Fehlentscheidung bzgl. Ausbildung oder Berufswahl trifft, darf das doch nicht irreversibel für den Rest des Lebens bestrafen."

    Ach, hat man jetzt von geburt an anrecht auf ein sorgenfreies leben mit lebenslanger festanstellung. ich weiss noch, mir wurde von fast jedem erwachsenen vorgekaut wie wichtig doch die ausbildung sei! und es auch schon früher so, dass die studierten (beste beispiele: anwälte, mediziner) mehr verdienen (auch wenn ich sagen muss, mir kommt das heute so vor, als ob die aufstiegschancen früher besser waren)

    und der artikel ziehlt aus meiner sicht deswegen auf mitleid ab, weil er nichts neues liefert! ich brauche dafür nicht nach spanien und italien gucken – und ich stelle die behauptung auf, fast jeder von uns kennt beispiele aus seinem persönlichen umfeld.
    das eine europäische kooperation in sachen arbeitsmarkt nicht unbedingt eine schlechte idee ist, ist eine völlig andere sache! [...]

    Gekürzt. Bitte argumentieren Sie differenziert. Danke, die Redaktion/lv

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    Was soll das denn heißen, bitte?

    Nach 60 Jahren europäischen Zusammenwachsens inklusive Frieden, Wohlstand, Freiheit und Rechtstaatlichkeit sind für Sie also Franzosen, Spanier, Italiener und Iren immer noch vor allem "Ausländer", die gegebenenfalls (unsere) Arbeitsplätze "besetzen"?

    Wir sind alle Europäer und sollten uns selber auch so wahrnehmen und nicht wieder nationale Mauern aufrichten.

    k.

    Was soll das denn heißen, bitte?

    Nach 60 Jahren europäischen Zusammenwachsens inklusive Frieden, Wohlstand, Freiheit und Rechtstaatlichkeit sind für Sie also Franzosen, Spanier, Italiener und Iren immer noch vor allem "Ausländer", die gegebenenfalls (unsere) Arbeitsplätze "besetzen"?

    Wir sind alle Europäer und sollten uns selber auch so wahrnehmen und nicht wieder nationale Mauern aufrichten.

    k.

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