Jugendarbeitslosigkeit"Manche Länder müssen ihr Wirtschaftsmodell komplett ändern"

Eine hohe Jugendarbeitslosigkeit belastet eine Gesellschaft auf Jahre hinaus, sagt OECD-Expertin Glenda Quintini. Sie fordert Bildungsreformen und mehr Kündigungsschutz.

Ein Passant im vergangenen November vor einem Graffito in Madrid: "Wir wollen arbeiten. Die Krise sollen die Unternehmer bezahlen, die durch unsere Arbeit reich geworden sind."

Ein Passant im vergangenen November vor einem Graffito in Madrid: "Wir wollen arbeiten. Die Krise sollen die Unternehmer bezahlen, die durch unsere Arbeit reich geworden sind."

ZEIT ONLINE: Die Jugendarbeitslosigkeit ist durch die Wirtschaftskrise in Europa stark gestiegen. Besonders hoch ist sie in Ländern wie Spanien, in denen auch früher viele Jugendliche keinen Job fanden. Ist wirklich nur die Krise schuld an der Misere?

Glenda Quintini: Die Rezession hat die Situation verschlechtert. In Spanien war die Arbeitslosenrate für Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren zuvor lange gefallen. Zuletzt lag sie bei rund 20 Prozent, und wir waren ganz zuversichtlich für die Zukunft. Doch heute ist fast die Hälfte der jungen Leute in Spanien arbeitslos. In Frankreich sieht es ähnlich aus, wenngleich der Anstieg durch die Krise nicht so hoch ausfiel. Auch in Griechenland, Italien, Großbritannien und den USA ist die Lage ernst.

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ZEIT ONLINE: Was kann ein Land leichter verkraften: eine hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen oder eine hohe Arbeitslosigkeit insgesamt?

Quintini: Wenn Erwachsene arbeitslos werden, die eine ganze Familie ernähren, sind die sozialen Folgen häufig gravierender. Junge Menschen werden dagegen oft noch von ihren Eltern unterstützt.

Glenda Quintini
Glenda Quintini

Die Ökonomin ist Expertin für Jugendarbeitslosigkeit bei der OECD in Paris. Ihr Spezialgebiet ist der Übergang vom Ausbildungssystem auf den Arbeitsmarkt.

Andererseits: Die Jugendarbeitslosigkeit trifft Absolventen ohne Berufserfahrung. Sind sie lange arbeitslos, ist die Gefahr groß, dass sie auch später keinen Job finden und dauerhaft vom Sozialsystem abhängig werden. Das kann eine Gesellschaft auf Jahre hinaus belasten. Auch die Investitionen in ihre Ausbildung wären verloren, zumindest teilweise. Möglicherweise brauchen sie später Fortbildungen. Sobald die Wirtschaft wieder anspringt, ist es aus Sicht der Unternehmen einfacher, Nachwuchs aus der nächsten Absolventengeneration einzustellen.

ZEIT ONLINE: Der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsagentur ILO, Juan Somavia, fürchtet eine weltweite Krise des Arbeitsmarktes, die zehn Jahre lang andauern könnte.

Quintini: Das scheint mir zu lang. Aber die Lage wird sich nicht so schnell bessern. Im kommenden Jahr stabilisieren sich die Arbeitslosenraten vermutlich. Dann steigen sie zwar nicht mehr, aber es wird eine Weile dauern, bis sie wieder auf das Vorkrisenniveau sinken.

ZEIT ONLINE: Das klingt nicht sehr hoffnungsvoll.

Quintini: Es wird dauern. Manche Länder müssen vielleicht ihr komplettes Wirtschaftsmodell ändern. In Spanien beispielsweise gingen viele Stellen im Bausektor verloren. Befristete Verträge wurden nicht mehr verlängert. Das waren Jobs, die überdurchschnittlich häufig Jugendliche und junge Erwachsene innehatten. Wenn die Konjunktur in Spanien wieder anspringt, wird man sehen müssen, ob die Baubranche wieder eine solche Schlüsselrolle spielen kann.

ZEIT ONLINE: Was sind – neben der Krise – die strukturellen Ursachen der hohen Jugendarbeitslosigkeit?

Quintini: In vielen Ländern ist der Anteil von jungen Leuten ohne weiterführenden Schulabschluss hoch. In Spanien liegt er bei 35 Prozent der 20- bis 25-Jährigen. In Italien sind es 20 Prozent, in Frankreich und sogar Dänemark um die 15 Prozent. Wer mit 15 oder 16 Jahren die Schule ohne Abschluss verlässt, wird nur schwer Arbeit finden. Hinzu kommt, dass viele Länder – im Gegensatz zu Deutschland – kein gutes Berufsausbildungssystem haben. Eine berufliche Ausbildung gilt dort als etwas für die Übriggebliebenen, die es anderswo nicht schaffen.

Zudem gibt es in Spanien und Griechenland, zum Beispiel, keine fordernde Arbeitsmarktpolitik, anders als in Ländern wie Großbritannien und Australien. Junge Arbeitslose werden dort sofort in ein Trainingsprogramm aufgenommen. Man hilft ihnen bei der Stellensuche, der Staat subventioniert Jobs, die für sie infrage kommen. Man bringt ihnen Fähigkeiten bei, die sie brauchen. Je länger sie arbeitslos sind, desto mehr Unterstützung erhalten sie. In Spanien und Griechenland ist diese aktivierende Politik sehr schwach ausgeprägt.

ZEIT ONLINE: Sie kritisieren, die Politik lege zu wenig Wert auf ein gutes Bildungssystem. Dabei finden auch viele gut Ausgebildete keinen Job.

Quintini: Die Arbeitslosigkeit ist unter niedrig Qualifizierten immer noch höher. Aber es stimmt, sogar Akademiker haben Schwierigkeiten. Manche nehmen Stellen an, für die sie eigentlich überqualifiziert sind, oder sie arbeiten in einem Berufsfeld, das nichts mit ihrem Fachgebiet zu tun hat. Das kann daran liegen, dass sie ihr Studienfach nicht unbedingt nach Berufschancen ausgewählt haben. Zugleich lässt sich aber schwer voraussagen, wie viele Ärzte oder Ingenieure eine Volkswirtschaft in Zukunft braucht. In Frankreich gibt es mehr Psychologen, als der Arbeitsmarkt aufnehmen kann. In Italien sind es zu viele Architekten, in Griechenland zu viele Juristen.

ZEIT ONLINE: Was kann man gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit tun?

Quintini: Das Bildungssystem reformieren. Die jungen Leute sollten die Schule mit einem Abschluss verlassen. Zudem muss die berufliche Bildung besser werden. Gut ist auch, die frühkindliche Erziehung zu stärken, vor allem für Kinder aus problematischen Verhältnissen oder mit Sprachschwierigkeiten. Das sind Investitionen, die sich sehr lohnen, sofern man diese Kinder auch in der Schule weiter unterstützt.

ZEIT ONLINE: Neben der Bildungspolitik ist aber auch die Arbeitsmarktpolitik gefragt...

Quintini: In Ländern wie Spanien sind die befristet angestellten Arbeitnehmer viel schlechter vor Arbeitslosigkeit geschützt als die Angestellten mit unbefristeten Verträgen. Das muss man ändern, indem man den Kündigungsschutz angleicht. Am radikalsten wäre, nur noch eine Art von Arbeitsvertrag zuzulassen. Zugleich muss man den Arbeitgebern aber zugestehen, dass es schwierig sein kann, die Qualitäten von jungen, relativ unerfahrenen Arbeitnehmern vorab einzuschätzen. Dafür brauchen sie Zeit – aber nicht unbedingt in Form von befristeten Arbeitsverhältnissen. Eine längere Probezeit könnte da helfen.

ZEIT ONLINE: Gehen nicht gerade in Spanien die Reformen eher in eine andere Richtung?

Quintini: Die Politik in Spanien versucht seit Längerem, die Zahl der Zeitverträge zu senken. Bisher hatte sie nur begrenzten Erfolg. Aber das Problem ist erkannt. In Spanien, Italien und Frankreich wird schon lange über einheitliche Arbeitsverträge diskutiert.

ZEIT ONLINE: Was muss noch passieren?

Quintini: Die Arbeitskosten müssten sinken. Entweder durch staatliche Subventionen für Unternehmen, die junge Arbeitnehmer einstellen. Oder indem man den Firmen die Möglichkeit gibt, jungen Leuten, die für ihren Job noch geschult werden müssen, Löhne unterhalb der geltenden Mindestlohngrenzen zu zahlen.

ZEIT ONLINE: Niedrigstlöhne schaffen Arbeitsplätze?

Quintini: Wenn man den Mindestlohn als Instrument im Kampf gegen die Armut betrachtet, könnte man argumentieren, dass jungen Leuten, die noch keine eigene Familie ernähren müssen, ein Sub-Mindestlohn gezahlt werden darf. Dennoch muss man natürlich sehr aufpassen. Ein Niedrigstlohn dürfte nur an junge Arbeitnehmer mit sehr schlechten Qualifikationen gezahlt werden.

Weder Subventionen noch Sub-Mindestlöhne sind perfekt. Aber wir müssen anerkennen, dass Arbeitgeber beträchtliche Anstrengungen unternehmen müssen, um schlecht qualifizierte junge Leute zu schulen – und das könnte ein Grund sein, sie nicht zum üblichen Lohn einzustellen.

 
Leserkommentare
  1. "Der starke Kündigungsschutz ist mit Schuld für die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Kurz/Vereinfacht gesagt: Da man die Alten deswegen nicht mehr kündigen kann, kriegen die Jungen nur noch befristete Verträge und bleiben daher wenn, dann nur kurz in Beschäftigung"

    Ein heisses Thema in Italien gerade..

    Es lohnt sich zu lesen:

    http://www.wsws.org/de/20...

    Grüße
    Montessori

    2 Leserempfehlungen
  2. Mehr Kündigungsschutz, der dann dazu führt, dass es nur noch Zeitarbeitsverträge und Leiharbeit gibt? Dieses asoziale Modell haben wir hier dank der SPD ja schon.

    • ludna
    • 17.05.2012 um 19:46 Uhr

    Ich gebe Ihne im Prinzip Recht.

    Aber in D ist man noch immer ein Verlierer, es haftet einem ein Makel an, wenn man den Job verliert. Dies ist in den USA (und auch GB) nicht so.

    Auch die Einstelllung von fachfremden (oder fachnahen) Leuten ist dort viel üblicher als in D. Dort zählt viel mehr die Persönlichkeit und was man bislang geleistet hat. In D erwartet ein Nischenunternehmer, das das öffentliche Bildungssystem ihm die Facharbeiter massgeschneidert massenhaft in die Firma schickt und wundert sich dann über fehlende Fachkräfte.

    7 Leserempfehlungen
    • Els
    • 17.05.2012 um 20:05 Uhr

    Kündigungsschutz lockern ?
    Dann werden die normal bezahlten Senioren leichter ihren Job verlieren, zu Gunsten jüngerer, meist schlechter bezahlten Arbeitnehmer.
    Das amerikanische Modell zeigt ja gerade, dass nicht vorhandener Kündigungsschutz in einer unsicheren Zeit wie heute, die Tür zu Armut öffnet. Die Wenigsten, die wieder Arbeit finden, kommen an nur annähernd nahe Gehälter, wie vorher.
    Ein Schritt mehr zur absoluten Ausbeutung.
    In Frankreich verdienen 67% der Arbeitnehmer auf Monatsbasis weniger als 2000 € im Monat (Steuern noch nicht abgezogen), 55% weniger als 1738 €, 30% davon unter 1380 € und etwa 15% beim Mindestlohn.
    1.7 Millionen Familien erhalten den RSA, also Sozialleistung.
    Wen Kündigungsschutz weniger wird, dann wird sich das noch viel mehr verschlechtern.

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    ... Verbrauchern und zwar einkommensgeschichtet von oben nach unten.

    Die müßten Hand in Hand mit verantwortungsbewußten und damit eigennützigen Unternehmern zusammenspielen.

    Dazu eine starke Grundsicherung durch den Staat auf der einen Seite und Flexibilität bzgl. des Kündigungsschutzes (z.B. 4 Wochen Frist und fertig) auf der anderen Seite.

    • Els
    • 17.05.2012 um 20:25 Uhr

    "Dazu eine starke Grundsicherung durch den Staat auf der einen Seite"
    Wie lange würde es dauern, bis die Wirtschaft das angreifen würde ?
    Es würde dann wieder heißen, das sind Verhältnisse, die von ihr unzumutbar mitgetragen werden und ihre Profitabilität belasten. Haben wir ja bereits.

    ... Verbrauchern und zwar einkommensgeschichtet von oben nach unten.

    Die müßten Hand in Hand mit verantwortungsbewußten und damit eigennützigen Unternehmern zusammenspielen.

    Dazu eine starke Grundsicherung durch den Staat auf der einen Seite und Flexibilität bzgl. des Kündigungsschutzes (z.B. 4 Wochen Frist und fertig) auf der anderen Seite.

    • Els
    • 17.05.2012 um 20:25 Uhr

    "Dazu eine starke Grundsicherung durch den Staat auf der einen Seite"
    Wie lange würde es dauern, bis die Wirtschaft das angreifen würde ?
    Es würde dann wieder heißen, das sind Verhältnisse, die von ihr unzumutbar mitgetragen werden und ihre Profitabilität belasten. Haben wir ja bereits.

  3. Die gäbe es nur nicht, wenn die ganzen Arbeitslosen keine Bedürfnisse hätten. Das ist nicht vorstellbar, denn der Mensch lebt nicht von Luft allein.

    Also gibt es auf der einen Seite Arbeitslose als Anbieter von Arbeitskraft und auf der anderen Seite gibt es genau diese Personen als potentielle Konsumenten, also als Nachfrager von Arbeitskraft.

    Was fehlt sind die Unternehmer in Spanien, Griechenland, etc., die Angebot und Nachfrage zusammenführen.

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    man merkt, dass Sie weit von der Realität dieser Länder entfernt sind...

    Oder soll ich das doch mal versuchen?

    Sie schreiben: "Die gäbe es nur nicht, wenn die ganzen Arbeitslosen keine Bedürfnisse hätten. Das ist nicht vorstellbar, denn der Mensch lebt nicht von Luft allein"

    Bedürfnisse gibt es, diese können aber nicht befriedigt werden, weil die Leute nicht arbeiten und wenn doch für Lau. Das Geld reicht LEDIGLICH zum ÜBERLEBEN.

    Konsequenz ist, dass Betriebe entlassen oder gar ganz schließen oder auswandern, auch weil sie durch die Krise keine Finanzspritzen mehr durch die Banken erhalten und der Staat zahlt seine Rechnungen auch nicht. Dafür sendet der Staat sofort die Finanzbehörde (Italien) um sein HABEN zu kassieren, obwohl die Bürger bei ihm Kreditgeber sind..

    Dann kann man sich wirklich die Kugel geben, viele haben das schon getan, denn in Italien existiert nicht eine Private Insolvenz, Schuldenerlass gibt es nur für Unternehmer.

    Und sie sprechen von Konsum ??????

    Sie dürfen Recht behalten in nicht Krisenzeiten, diese sind für viele Ländern weit entfernt.

    Grüße
    Montessori

    ich füge hinzu, ganz Unrecht haben Sie doch nicht..

    DENN DIE SITUATION WÄRE WESENTLICH BESSER, WENN MAN HIERZULANDE MEHR KONSUMIEREN WÜRDE UND ZWAR MINDESTENS GENAU SO VIEL WIE DIE SCHULDEN LÄNDER DAS GETAN HABEN MIT IHRE IMPORTE AUS GERMANY !!

    Grüße
    Montessori

    man merkt, dass Sie weit von der Realität dieser Länder entfernt sind...

    Oder soll ich das doch mal versuchen?

    Sie schreiben: "Die gäbe es nur nicht, wenn die ganzen Arbeitslosen keine Bedürfnisse hätten. Das ist nicht vorstellbar, denn der Mensch lebt nicht von Luft allein"

    Bedürfnisse gibt es, diese können aber nicht befriedigt werden, weil die Leute nicht arbeiten und wenn doch für Lau. Das Geld reicht LEDIGLICH zum ÜBERLEBEN.

    Konsequenz ist, dass Betriebe entlassen oder gar ganz schließen oder auswandern, auch weil sie durch die Krise keine Finanzspritzen mehr durch die Banken erhalten und der Staat zahlt seine Rechnungen auch nicht. Dafür sendet der Staat sofort die Finanzbehörde (Italien) um sein HABEN zu kassieren, obwohl die Bürger bei ihm Kreditgeber sind..

    Dann kann man sich wirklich die Kugel geben, viele haben das schon getan, denn in Italien existiert nicht eine Private Insolvenz, Schuldenerlass gibt es nur für Unternehmer.

    Und sie sprechen von Konsum ??????

    Sie dürfen Recht behalten in nicht Krisenzeiten, diese sind für viele Ländern weit entfernt.

    Grüße
    Montessori

    ich füge hinzu, ganz Unrecht haben Sie doch nicht..

    DENN DIE SITUATION WÄRE WESENTLICH BESSER, WENN MAN HIERZULANDE MEHR KONSUMIEREN WÜRDE UND ZWAR MINDESTENS GENAU SO VIEL WIE DIE SCHULDEN LÄNDER DAS GETAN HABEN MIT IHRE IMPORTE AUS GERMANY !!

    Grüße
    Montessori

    • joG
    • 17.05.2012 um 20:09 Uhr

    ...die verhindern, dass alle angestellt werden. Das Problem liegt also in der staatlich vorgegebenen Regulierung. Diese ist politisch gewollt und wurde gemacht, weil die Parteien, die dies versprachen gewählt wurden. Da die Bevölkerungen weitgehend noch immer Glauben, man müsse Dinge tun, die unsinnig, ja kontraindiziert sind, wird es seine Zeit brauchen, bis es besser werden kann

    Eine Leserempfehlung
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    • Els
    • 17.05.2012 um 20:19 Uhr

    Wenn diese Regulierung nicht stattfinden würde, dann wäre der Arbeitnehmer noch mehr ausgeliefert.
    Die liberale Wirtschaft ist ein Überbleibsel aus dem 20. Jahrhundert, der, wie der Kommunismus damals, zu seinem Ende steuert.
    So wenig wie man die Entscheidung über Krieg dem Militär überlassen kann, darf die Wirtschaft nicht über die sozialen und gesellschaftlichen Fragen entscheiden, schon gar nicht über den Umfang ihrer eigenen Regulierung.

    • Els
    • 17.05.2012 um 20:19 Uhr

    Wenn diese Regulierung nicht stattfinden würde, dann wäre der Arbeitnehmer noch mehr ausgeliefert.
    Die liberale Wirtschaft ist ein Überbleibsel aus dem 20. Jahrhundert, der, wie der Kommunismus damals, zu seinem Ende steuert.
    So wenig wie man die Entscheidung über Krieg dem Militär überlassen kann, darf die Wirtschaft nicht über die sozialen und gesellschaftlichen Fragen entscheiden, schon gar nicht über den Umfang ihrer eigenen Regulierung.

  4. ... Verbrauchern und zwar einkommensgeschichtet von oben nach unten.

    Die müßten Hand in Hand mit verantwortungsbewußten und damit eigennützigen Unternehmern zusammenspielen.

    Dazu eine starke Grundsicherung durch den Staat auf der einen Seite und Flexibilität bzgl. des Kündigungsschutzes (z.B. 4 Wochen Frist und fertig) auf der anderen Seite.

    Antwort auf "Keine Lösung"
    • Els
    • 17.05.2012 um 20:14 Uhr
    32. Genau

    Da haben Sie recht.
    Heute ist es noch möglich, dass Eltern ihren Kinder helfen, wenn die Arbeitslos sind, da sie selbst noch Arbeit haben.
    Wenn man den Kündigungsschutz lockert, werden die Senioren ihre normal bezahlten Jobs verlieren und oft keinen mehr finden, wie es hier in Frankreich jetzt schon ist, bevor der Arbeitsmarkt in diesem Masse liberalisiert wurde.
    Den Jüngeren hilft es weniger, sie gehören dann zur Klasse der armen Arbeitnehmer.

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