KonsumklimaVerbraucher optimistischer als Unternehmen

Verbraucher haben trotz Schuldenkrise Vertrauen in die deutsche Wirtschaft. Der Konsumklima-Index bleibt auch im Mai stabil – Grund ist die gute Beschäftigungslage.

Anders als die Unternehmen sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft weiter im Aufschwung. Sie schätzen die konjunkturellen Aussichten im Mai deutlich optimistischer ein als im Vormonat, wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte. Insgesamt sei die Verbraucherstimmung "überaus stabil": Der von der GfK berechnete Konsumklima-Index erreichte 5,7 Punkte im Mai und wird nach Prognose der Forscher auch im Juni stabil bleiben.

Die Wahlen in Frankreich und in Griechenland haben die Verbraucher laut GfK nicht beunruhigt. Sie sehen trotz steigender Verunsicherung durch die Schuldenkrise die deutsche Wirtschaft klar auf Wachstumskurs. Den Unternehmen hingegen trübte die Euro-Krise deutlich die Stimmung, wie der am Donnerstag veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex gezeigt hatte.

Anzeige

Die von der GfK ermittelte Einkommenserwartung der Verbraucher sank laut dem Institut im Mai leicht, liegt aber demnach immer noch auf einem hohen Niveau. Die Verbraucher gingen weiterhin davon aus, dass ihre Einkommen im laufenden Jahr stärker steigen dürften als in der Vergangenheit. Unsicherheitsfaktor für die Entwicklung der Kaufkraft bleibt laut GfK die Inflation.

Diese Sorge schlägt sich aber nicht auf die Konsumverhalten nieder: Vor allem die stetig besser werdende Beschäftigungslage sorge für Planungssicherheit bei den Verbrauchern. Die historisch niedrigen Zinsen tragen demnach dazu bei, dass die Verbraucher ihr Geld eher ausgeben als es zu sparen.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. ...zum Geschäftsklimaindex, hat der Konsumklimaindex aber noch nie irgendeine Vorhersagekraft besessen, weder bezogen auf die wirtschaftliche Entwicklung, noch auf den Einzelhandelsumsatz:
    http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2011/02/1a19-450x357.jpg

    Liebe ZEIT, wie wäre es, wenn ihr auf derart nichtssagende Indikatoren künftig verzichten würded? Oder sie wenigstens kritisch darstellen?

  2. Gesrern berichteten Einzelhändler im Rahmen der Berichterstattung über den IFO-Index noch von drastischen Umsatzrückgängen im April.

    Die Erklärung für das Stagnieren (und nicht etwa dem kometenhaften Anstieg, wie irgendwie suggeriert wird) ist allein der Umstand, dass die Deutschen nicht nachdenken mögen und die tatsächlich etwas sinkenden Spritpreise für das auslösende Moment für neue Anschaffungen halten.

    Wie lächerlich.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP
  • Schlagworte Einkommen | Euro-Krise | Inflation | Kaufkraft | Konsumverhalten | Unternehmen
Service