Weltwirtschaft: OECD hält Euro-Krise für weltweit größtes Wachstumsrisiko
Die OECD rechnet für die Euro-Zone in diesem Jahr mit einem schrumpfenden Wirtschaftswachstum. Es drohe die Gefahr einer Abwärtsspirale, warnen die Experten.
© Dani Pozo/AFP/Getty Images

Spanische Studenten protestieren in Madrid gegen den Sparkurs der Regierung.
Die Krise in der Euro-Zone birgt nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nach wie vor das größte Abwärtsrisiko für die Weltwirtschaft. In ihrem neuen Wirtschaftsausblick für die führenden Industrie- und Schwellenländer geht die OECD zwar wie bisher von einem weltweiten Wachstum in diesem Jahr von 3,4 Prozent aus. Für die Euro-Zone senkte sie ihre Prognose jedoch und erwartet nun einen Rückgang beim Wachstum um 0,1 Prozent. Auch eine steigende Arbeitslosenrate wird für die Euro-Zone prognostiziert.
Für Deutschland zeichnet die OECD im Unterschied zu den anderen Ländern ein deutlich positiveres Bild: Für 2012 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,2 Prozent erwartet. Im nächsten Jahr soll es sogar bei zwei Prozent liegen. Das Wachstum 2013 werde "seine Impulse hauptsächlich von der Binnennachfrage beziehen", denn die Ausgaben der Verbraucher würden unter anderem infolge von Lohnerhöhungen ansteigen. Als Risiken werden neben der Krise in der Euro-Zone auch steigende Ölpreise angegeben.
Die Organisation warnt vor einer Abwärtsspirale in den Euro-Ländern. Der nötige Reformprozess habe begonnen, werde aber durch geringes Wirtschaftswachstum gebremst. "Vor diesem Hintergrund wächst die Gefahr eines Teufelskreises, der durch eine hohe und nicht abnehmende Verschuldung, ein schwaches Bankensystem, eine zu starke fiskalische Straffung und ein niedrigeres Wachstum in Gang gesetzt werden könnte." Die Staatsschuldenkrise sei noch nicht gebannt. "Sie stellt nach wie vor den größten Risikofaktor für die Weltwirtschaft dar."
Euro-Bonds als Lösung
Wahlen in Ländern wie Griechenland und Frankreich zeigten eine zunehmende Reformmüdigkeit. Deshalb müssten Anstrengungen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte und Strukturreformen Hand in Hand gehen, "damit dieser Prozess so wachstumsfreundlich wie möglich ist". Das Tempo der Konsolidierung könnte in einigen Länder allerdings gedrosselt werden, meinen die Experten. Dies gelte vor allem für den Fall, dass die Wirtschaft nicht aus der Krise komme.
Durch eine erfolgreiche Konsolidierung der Haushalte können nach Ansicht der OECD auch Wachstumsmaßnahmen ergriffen werden. Dies könne geschehen durch die Auflegung neuer gemeinsam garantierter Staatsanleihen zur Rekapitalisierung der Banken und zur Erhöhung des Kreditangebots sowie die Anhebung der gemeinsam garantierten Mittel, die der Europäischen Investitionsbank zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten zur Verfügung stehen. Solche Maßnahmen könnten genutzt werden, "um den Weg für eine generellere Auflegung von Euro-Bonds zu ebnen".






...Wiederholung macht diesen Satz "Euro-Bonds als Lösung" nicht wahrer.
Dieser Bericht kann Hollande aber gar nicht erfreuen. Spricht und mahnt er doch u.A. genau Reformen an, die der neue französische Präsident erst gar nicht anfassen will.
Will oder kann er nicht begreifen, daß erst die Agenda10 die deutschen Erfolge in den letzten 8 Jahren, vor allem auf dem Arbeitsmarkt, möglich gemacht hat? Sicher, die Erfolge treten nicht von heute auf morgen ein, sind dafür aber um so nachhaltiger - und sie kosten fast nichts!
Bleibt Hollande seinen Wahlversprechen treu, wird er Frankreich vollends in die Pleite führen - und Europa spalten. Wie er das verantworten kann, wird er vermutlich selbst nicht wissen. Aber er sollte wissen, daß wir nicht bereit sind, mangels anderweitiger Geldgeber seine Abenteuer zu finanzieren.
Ich würde eher sagen, dass der ungezügelte Kapitalismus und der resultierende Zwang zu exponentiellem Wachstum, die größte Gefahr für den Weltfrieden, den Lebensraum und die Zivilisation ist.
Aber das ist ja nicht so wichtig, wie es scheint...
...mal zusammensetzen und eine gemeinsame Lösung finden.
>>Ich würde eher sagen, dass der ungezügelte Kapitalismus und der resultierende Zwang zu exponentiellem Wachstum, die größte Gefahr für den Weltfrieden, den Lebensraum und die Zivilisation ist.<<
Ich bitte Sie, was Sie da sagen, ist ja quasi wachstumsfeindlich. Sie Kommunist, Sie :D
Es ist doch noch gar nicht wissenschaftlich erwiesen, daß Mensch so einen Planeten überhaupt zum Überleben braucht (Volker Pispers) :D
>>Das Wachstum 2013 werde "seine Impulse hauptsächlich von der Binnennachfrage beziehen", denn die Ausgaben der Verbraucher würden unter anderem infolge von Lohnerhöhungen ansteigen.<<
Sind das dieselben besoffenen Ökonomen, die neulich in irgendeiner Studie für 2015 Vollbeschäftigung vorhergesagt haben?
Das bißchen mehr Lohn wird von Inflation problemlos wieder gefressen, das wird nichts mit steigender Binnennachfrage.
Und da behaupten andere, der Club of Rome hätte mit allen seinen 'Vorhersagen' falsch gelegen, glauben aber solchen Superexperten.
>>Als Risiken werden neben der Krise in der Euro-Zone auch steigende Ölpreise angegeben.<<
Na, zum Glück sind die ja in den letzten 10 Tagen auf den tiefsten Stand seit locker 7 Monaten gefallen. Dumm nur, daß der Preis immer noch deutlich über 100$ liegt.
Aber wenn sich die Rezession erstmal festfrißt, sinken auch die Ölpreise wieder kräftig, der Markt wird's schon richten.
Außer natürlich, das Öl geht uns aus. Aber das kann ja gar nicht sein.
...mal zusammensetzen und eine gemeinsame Lösung finden.
>>Ich würde eher sagen, dass der ungezügelte Kapitalismus und der resultierende Zwang zu exponentiellem Wachstum, die größte Gefahr für den Weltfrieden, den Lebensraum und die Zivilisation ist.<<
Ich bitte Sie, was Sie da sagen, ist ja quasi wachstumsfeindlich. Sie Kommunist, Sie :D
Es ist doch noch gar nicht wissenschaftlich erwiesen, daß Mensch so einen Planeten überhaupt zum Überleben braucht (Volker Pispers) :D
>>Das Wachstum 2013 werde "seine Impulse hauptsächlich von der Binnennachfrage beziehen", denn die Ausgaben der Verbraucher würden unter anderem infolge von Lohnerhöhungen ansteigen.<<
Sind das dieselben besoffenen Ökonomen, die neulich in irgendeiner Studie für 2015 Vollbeschäftigung vorhergesagt haben?
Das bißchen mehr Lohn wird von Inflation problemlos wieder gefressen, das wird nichts mit steigender Binnennachfrage.
Und da behaupten andere, der Club of Rome hätte mit allen seinen 'Vorhersagen' falsch gelegen, glauben aber solchen Superexperten.
>>Als Risiken werden neben der Krise in der Euro-Zone auch steigende Ölpreise angegeben.<<
Na, zum Glück sind die ja in den letzten 10 Tagen auf den tiefsten Stand seit locker 7 Monaten gefallen. Dumm nur, daß der Preis immer noch deutlich über 100$ liegt.
Aber wenn sich die Rezession erstmal festfrißt, sinken auch die Ölpreise wieder kräftig, der Markt wird's schon richten.
Außer natürlich, das Öl geht uns aus. Aber das kann ja gar nicht sein.
...das sagt doch eigentlich schon alles.
Zur Zeit haben wir Gäste aus Spanien auf der Suche nach Arbeit in Deutschland hier.
Als ich den Leuten eröffnete, dass etwa in der Gastronomie Löhne um die 1.000 Euro bei rasanten Reallohnverlusten in Deutschland mittlerweile völlig normal sind und man mir eröffnete, dass man in Spanien das Doppelte gewohnt sei, wurde mir auch praktisch schlagartig klar, worin das grundsätzliche Problem der Eurozone liegt.
Das Entsetzen war jedenfalls groß und die Ernüchterung, dass Deutschland für bald ein Drittel der Menschen eben kein Paradies (siehe http://www.handelsblatt.c...) ist, war groß. Für eine doppelte Lebensführung - in D und Spanien - reicht es ohnehin nicht.
...mal zusammensetzen und eine gemeinsame Lösung finden.
>>Ich würde eher sagen, dass der ungezügelte Kapitalismus und der resultierende Zwang zu exponentiellem Wachstum, die größte Gefahr für den Weltfrieden, den Lebensraum und die Zivilisation ist.<<
Ich bitte Sie, was Sie da sagen, ist ja quasi wachstumsfeindlich. Sie Kommunist, Sie :D
Es ist doch noch gar nicht wissenschaftlich erwiesen, daß Mensch so einen Planeten überhaupt zum Überleben braucht (Volker Pispers) :D
>>Das Wachstum 2013 werde "seine Impulse hauptsächlich von der Binnennachfrage beziehen", denn die Ausgaben der Verbraucher würden unter anderem infolge von Lohnerhöhungen ansteigen.<<
Sind das dieselben besoffenen Ökonomen, die neulich in irgendeiner Studie für 2015 Vollbeschäftigung vorhergesagt haben?
Das bißchen mehr Lohn wird von Inflation problemlos wieder gefressen, das wird nichts mit steigender Binnennachfrage.
Und da behaupten andere, der Club of Rome hätte mit allen seinen 'Vorhersagen' falsch gelegen, glauben aber solchen Superexperten.
>>Als Risiken werden neben der Krise in der Euro-Zone auch steigende Ölpreise angegeben.<<
Na, zum Glück sind die ja in den letzten 10 Tagen auf den tiefsten Stand seit locker 7 Monaten gefallen. Dumm nur, daß der Preis immer noch deutlich über 100$ liegt.
Aber wenn sich die Rezession erstmal festfrißt, sinken auch die Ölpreise wieder kräftig, der Markt wird's schon richten.
Außer natürlich, das Öl geht uns aus. Aber das kann ja gar nicht sein.
>> Da müssen sich der Planet und die Arbeitsplätze mal zusammensetzen und eine gemeinsame Lösung finden.<<<
Selten so gelacht über dieses Thema. Aber wahr ist es doch.
ICH HABE DIESES WACHSTUMSMANTRA SATT!!
Inzwischen haben das auch einige kapiert, es werden schon Millionen angeboten für umsetzbare Ideen zur Begrenzung von Wirtschaft und Bevölkerung. Finde ich gut.
Die einzige Lösung zwischen Erde oder Arbeitsplätze erhalten ist die Verteilung der Arbeit auf alle Leute. Durch Grundeinkommen oder was auch immer. Wozu müssen wir heute noch 40-50 Stunden die Woche arbeiten gehen wenn doch alles so schön effektiviert wird und Computer und Maschinen Arbeitskräfte ersetzen?
Der Sozialismus hat's versucht, ist aber am Menschen selbst gescheitert, da sich wie immer einige auf Kosten der anderen bereichern wollten.
>> Da müssen sich der Planet und die Arbeitsplätze mal zusammensetzen und eine gemeinsame Lösung finden.<<<
Selten so gelacht über dieses Thema. Aber wahr ist es doch.
ICH HABE DIESES WACHSTUMSMANTRA SATT!!
Inzwischen haben das auch einige kapiert, es werden schon Millionen angeboten für umsetzbare Ideen zur Begrenzung von Wirtschaft und Bevölkerung. Finde ich gut.
Die einzige Lösung zwischen Erde oder Arbeitsplätze erhalten ist die Verteilung der Arbeit auf alle Leute. Durch Grundeinkommen oder was auch immer. Wozu müssen wir heute noch 40-50 Stunden die Woche arbeiten gehen wenn doch alles so schön effektiviert wird und Computer und Maschinen Arbeitskräfte ersetzen?
Der Sozialismus hat's versucht, ist aber am Menschen selbst gescheitert, da sich wie immer einige auf Kosten der anderen bereichern wollten.
Glauben machen sollen Europa sei gerettet.
Die Kriese ist noch lange nicht bewältigt und sie wird uns noch lange beschäftigen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke, die Redaktion/au.
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