Die Rating-Agentur Moody's hat in einem Rundumschlag insgesamt 26 italienische Banken herabgestuft. Unter den Instituten sind auch Branchengrößen wie UniCredit und Intesa Sanpaolo, die beide auf das Niveau A3 herabgesetzt wurden. Der Ausblick für alle Betroffenen ist negativ, das heißt, es droht eine weitere Herabstufung .

Weitere betroffene Geldinstitute sind die Banco Popolare di Milano, die Unione di Banche Italiane, die Banca Sella Holding sowie die Banco Popolare Societa Cooperativa und die Credito Emiliano.

Moody's begründete den Schritt vor allem mit der schlechten wirtschaftlichen Verfassung Italiens . Das Land sei in die Rezession zurückgefallen, teilte die Rating-Agentur mit. Das staatliche Sparprogramm laste auf der Nachfrage. Gleichzeitig stiegen die problematischen Kredite und die Gewinne der Institute gingen zurück. Zudem sei es für die Banken schwieriger geworden, sich am Markt frisches Geld zu besorgen.

Während es für die genannten Großbanken nur um eine Bonitätsstufe herunter ging, mussten einige kleinere Häuser eine Abwertung um bis zu vier Stufen hinnehmen. Je schlechter die Rating-Agenturen die Kreditwürdigkeit einer Bank einstufen, desto schwerer kommt diese an neues Kapital heran und desto teurer wird die Aufnahme von frischem Geld.