Frauenquote : Dax-Unternehmen erhöhen Frauenanteil in Führungspositionen
Der Frauenanteil in Führungsetagen vieler Dax-Unternehmen ist 2011 leicht gestiegen. Von ihren selbst gesteckten Zielen sind die Unternehmen aber noch weit entfernt.
Die Unternehmen aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) haben den Frauenanteil in ihren Führungsetagen im vergangenen Jahr leicht erhöht. In 25 der 30 Dax-Unternehmen arbeiteten 2011 mehr Frauen als im Jahr zuvor in der Führungsebene. Das geht aus dem Statusbericht "Frauen in Führungspositionen" hervor. Von den selbst gesteckten Zielen sind alle 30 Dax-Unternehmen noch entfernt.
Bei vier Unternehmen blieb der Frauenanteil im Vergleich zu 2010 unverändert, bei Adidas nahm er leicht von 26 Prozent auf 25 Prozent ab. Adidas hat damit allerdings noch immer den vierthöchsten Frauenanteil im Management aller Dax-Unternehmen.
Schlusslicht in der Rangliste ist Volkswagen, das in der oberen Führungsebene nur zu 4,9 Prozent Frauen beschäftigt. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr immerhin einen leichten Zuwachs, damals waren es noch 4,3 Prozent. In der mittleren Führungsebene sank der Frauenanteil dagegen von 6,5 Prozent auf 6,4 Prozent, in der unteren Führungsebene nahm er leicht von zehn Prozent auf 10,1 Prozent zu.
- Für eine Frauenquote
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- Es geht um Chancengleichheit und Gleichberechtigung: Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung und sie sind genauso gut ausgebildet wie Männer.
- Unternehmen, deren Führungsspitze aus Männern und Frauen besteht, erzielen bessere Ergebnisse.
- Ein Großteil der Kaufentscheidungen wird von Frauen getroffen.
- Durch einen höheren Frauenanteil verbessert sich das Betriebsklima, die von Männern geprägten Spielregeln in Kommunikation und Karriereverhalten ändern sich mit mehr Frauen an der Spitze.
- Männer fördern eher Männer – und weil die Führungspositionen überwiegend mit Männern besetzt sind, rücken Frauen bei der Besetzung der Spitzenposten weniger ins Blickfeld. Es handelt sich um ein sich selbst erhaltendes System.
- Frauen sind aufgrund ihrer geschlechtsspezifischen Sozialisierung oft nicht so stark darin, ihre Stärken und Erfolge zu kommunizieren. Sie machen weniger stark auf sich aufmerksam.
- Es gibt viele Karrierenetzwerke und Eliteclubs, zu denen nur Männer Zutritt haben. Hier findet informelles Mentoring statt und hier werden die entscheidenden Karrierekontakte gemacht. Weil Frauen keinen oder nur schwer Zugang zu den Männernetzwerken haben, können sie von den Netzwerken kaum profitieren.
Fehlt ein Argument? Kontaktieren Sie uns: @zeitonline_kar
- Gegen eine Frauenquote
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- Eine Frauenquote diskriminiert Männer.
- Eine gesetzliche Quote greift in die unternehmerische Freiheit ein.
- Durch die Quote wird Geschlecht zum Kriterium für die Besetzung einer Spitzenposition. Dabei sollte die Leistung und die Qualifizierung entscheidend sein.
- Frauen werden als Quotenfrau in Unternehmen stigmatisiert.
- In einigen Branchen und Unternehmen gibt es nicht ausreichend qualifizierte Frauen, um eine Quote einzuführen und einzuhalten.
- Mädchen und junge Frauen wählen immer noch traditionelle Frauenberufe, aus denen heraus eine Karriere in eine Führungsposition unwahrscheinlich ist.
- Viele Frauen wollen gar keine Karriere machen, sondern entscheiden sich bewusst für Familie.
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Unternehmen berufen Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils
Andere Unternehmen differenzieren in dem Bericht nicht nach Führungsebenen. Einen ebenfalls niedrigen Frauenanteil hat Heidelberg Cement trotz eines minimalen Zuwachses um 0,2 Prozentpunkte mit sieben Prozent. Bei ThyssenKrupp blieb die Quote mit 7,6 Prozent unverändert.
Bei diesen Unternehmen ist der Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft allerdings auch mit teils deutlich unter 20 Prozent niedriger als bei vielen Konkurrenten. So arbeiten in der Metro Group in Deutschland 60,8 Prozent Frauen. Nur 15,1 Prozent der Führungspositionen sind bei der Metro in Frauenhand. Nach eigenen Angaben haben die Unternehmen inzwischen einige Maßnahmen zur Erhöhung ihres Frauenanteils ins Leben gerufen, darunter etwa Programme zur gezielten Personalentwicklung.
Arbeitsministerin fordert von Unternehmen Ziele für Frauenförderung
Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) forderte von den Dax-Unternehmen mehr Engagement bei der Frauenförderung. "Wenn die Konzerne es ernst meinen, dann legen sie auch konkrete Ziele für Vorstände und Aufsichtsräte auf den Tisch", sagte von der Leyen.
Familienministerin Kristina Schröder (CDU) verwies allerdings auf Fortschritte auch auf diesem Gebiet. "24 der 30 Dax-Unternehmen haben sich inzwischen selbst eine Quote für den Aufsichtsrat gegeben. Davon vier eine Quote unter 20 Prozent, zehn haben sich auf 20 bis 25 Prozent und weitere zehn auf 30 und mehr Prozent festgelegt", sagte sie. Das sei "sehr bemerkenswert". Schröder sehe sich absolut bestätigt in ihrem Ansatz, den Unternehmen ihre Zielmarke nicht einheitlich vorzuschreiben, sondern auf individuelle Festlegungen zu setzen.





in diesen Unternehmen IRGENDETWAS darüber aus,
- wie gut das Unternehmen funktioniert?
- wie wohl sich sämtliche Mitarbeiter des Unternehmens (ob in "Führungspositionen" oder nicht) fühlen? -Ich fürchte, nein.
Die Politik einschließlich Arbeitsfeministerin von der Leyen sollte nicht Energie auf das Messen und Beheben von Problemen verschwenden, die keine sind. Baustellen, worin diese sinnvoll investiert werden könnte, gibt es durchaus zur Genüge.
... lösen nicht mehr viel Reaktionen aus. Vielleicht ein Hinweis darauf, dass man sich diesen Unsinn zukünftig redaktionell auch sparen kann. Was ich allerdings vermisse ist, dass beim Thema Frauenquote nicht darauf hingewiesen wird, dass in Branchen wie ...
Kanalreinigung, Müllabfuhr, Bergbau, Gleisbau, Hoch- und Tiefbau, Straßenbau, Metallverarbeitung, Stahlkocher am Hochofen und Bohrinselbeschäftigte auch noch viel im Argen liegt. Frau von der Layen übernehmen Sie!
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