Euro-KriseWir dürfen Deutschland nicht überfordern

Viele Ökonomen werfen Deutschland vor, in der Euro-Krise zu zögerlich zu sein. Dabei vergessen sie, dass Solidarität nicht überstrapaziert werden darf.

Die Euro-Zone steht vor der größten Herausforderung seit ihrer Gründung. Die Entwicklung an den Finanzmärkten zeigt dies nur zu deutlich. Außerhalb Europas wächst die Nervosität und innerhalb Europas nehmen die Spannungen zu. Der bislang verfolgte Dreiklang aus Finanzhilfen für die Krisenstaaten, einer verstärkten Koordination der Wirtschafts- und Finanzpolitik, sowie den Sanierungs- und Sparprogrammen in Südeuropa, wirkt nicht mehr. Die Zuspitzung in Spanien hat deutlich gemacht, was im Kern der Krise steht: eine dramatische Unterkapitalisierung systemrelevanter Banken.

Michael Hüther
Michael Hüther

ist Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

So wie sich einige amerikanische Ökonomen die Rettung der Euro-Zone und der Banken vorstellen, wird es aber nicht funktionieren. Niall Ferguson und Nouriel Roubini haben die jetzige Situation in einem Beitrag für die Financial Times mit der Bankenkrise der dreißiger Jahre verglichen. Sie werfen der Bundesregierung zu Recht vor, in der Frage der Bankenrettung zu zögerlich zu sein. Denn es sind wirtschaftshistorisch betrachtet stets Bankenkrisen gewesen, die zu einer Eskalation von Wirtschaftskrisen geführt haben. Im Falle Spaniens kommt hinzu, dass sich das Land konsequent allen Sanierungs- und Reformvorgaben stellt. Die Schuldenquote ist überdies zehn Prozentpunkte niedriger als in Deutschland.

Anzeige

Bankenrettung hat Vorrang

So sehr Ferguson und Roubini in diesem Punkt zuzustimmen ist, so sehr ist ihren anderen Vorschlägen zu widersprechen. Eine europäische Einlagenversicherung bedeutet – wie die Einführung von Euro-Bonds und die Einrichtung eines Schuldentilgungsfonds – nichts anderes als eine Haftungsunion, ohne dass gleichzeitig die institutionellen Voraussetzungen für eine angemessene Kontrolle und notwendige europäische Durchgriffsrechte auf die nationale Ebene geschaffen werden.

Eine europäische Einlagensicherung ignoriert die unterschiedlichen Strukturen und Kulturen der Kreditwirtschaft in den verschiedenen Staaten. Auch fehlen die Institutionen, um den notwendigen Ausgleich zu organisieren. Stattdessen entstünde ein Verbund, dem jede Legitimität fehlt. Abgesehen von diesen fundamentalen Einwänden ist auch nicht zu erkennen, wie dieses Instrument kurzfristig wirken soll, es sei denn man mobilisiert die bestehenden nationalen Fonds, was rechtlich und sachlich nicht zu begründen ist.

Um die Banken mit frischem Kapital zu versorgen, sollte deshalb auf die bestehenden Rettungsschirme EFSF und ESM zurückgegriffen werden. Das ist effektiver und vor allem fairer. So werden alle Steuerzahler in der Euro-Zone daran beteiligt, die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems in der Euro-Zone – ein öffentliches Gut – zu sichern. Als Vorbild bietet sich das Troubled Asset Relief Program (TARP) der US-Regierung vom Oktober 2008 an, das die Kapitalisierung von Finanzinstitutionen, Garantien für bestimmte Verpflichtungen und das Aufkaufen von Geldmarktpapieren vorsah. 

Leserkommentare
  1. 1. Unsinn

    Hat irgendwer schon einmal von einem in Liquiditätsprobleme geratenen Häuslebauer gehört, der die Finanzierung seines Hauses über höhere Zinsen und Einsparungen bei den Haushaltseinnahmen retten konnte? Das sind die Vorschläge, die IWF und die ökonomischen Berater der Kanlerin für die Krisenländer entwickelt und durchgesetzt haben.

    Grandios.

    6 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wenn diese "einfachen" Rezepte von "normalen" Bürgern
    die Sache träfen, hätten wir keine Euro-Krise.
    Aber in der Tat, verstehen seit Monaten selbst die
    ach so klugen Journalisten diese sehr komplexe Problematik nicht. Auf Frau Merkel ist einfach "herumzuhacken", wenn
    man selber nichts weiß!

    Ihnen in Ihrem schlichten Gemüt nur ein Hinweis: Spekulieren die Märkte gegen Sie, wenn sie sich hoch
    verschulden und die Darlehen nicht mehr bedienen können?
    Sie haben dann nur noch eine Möglichkeit, Ihrem Darlehensgeber - z.B. die Sparkasse- davon zu überzeugen,
    dass Sie ein Konzept haben, die Schulde dennoch zu tilgen.
    Dazu zählt in erster Linie: Den Gürtel drastisch enger
    schnallen, an zweiter Stelle werden, wenn Sie Glück haben!,die Tilgungen "gestreckt".
    Sehen Sie, wie arm Ihr Argument bei einiger Überlegung
    wird. Also: Nochmal hinsetzen und weiterdenken.
    d

    • Stroke
    • 13.06.2012 um 8:44 Uhr

    Die Austeritätspolitik, vor allem von Merkel alterna tivlos vorangetreiben, ist es, die zur Ausweitung der gefährlichen Krise führt: nach Griechenland Spanien, nun auch schon Italien! Wenn diese Länder die Schuld an ihrem Elend bei den Deutschen suchen, was nicht ungerechtfertigt ist, dann gnade Gott. Dann steht Deutschland nach 70 Jahren wieder als der Bösewicht in Europa da.

    Wenn diese "einfachen" Rezepte von "normalen" Bürgern
    die Sache träfen, hätten wir keine Euro-Krise.
    Aber in der Tat, verstehen seit Monaten selbst die
    ach so klugen Journalisten diese sehr komplexe Problematik nicht. Auf Frau Merkel ist einfach "herumzuhacken", wenn
    man selber nichts weiß!

    Ihnen in Ihrem schlichten Gemüt nur ein Hinweis: Spekulieren die Märkte gegen Sie, wenn sie sich hoch
    verschulden und die Darlehen nicht mehr bedienen können?
    Sie haben dann nur noch eine Möglichkeit, Ihrem Darlehensgeber - z.B. die Sparkasse- davon zu überzeugen,
    dass Sie ein Konzept haben, die Schulde dennoch zu tilgen.
    Dazu zählt in erster Linie: Den Gürtel drastisch enger
    schnallen, an zweiter Stelle werden, wenn Sie Glück haben!,die Tilgungen "gestreckt".
    Sehen Sie, wie arm Ihr Argument bei einiger Überlegung
    wird. Also: Nochmal hinsetzen und weiterdenken.
    d

    • Stroke
    • 13.06.2012 um 8:44 Uhr

    Die Austeritätspolitik, vor allem von Merkel alterna tivlos vorangetreiben, ist es, die zur Ausweitung der gefährlichen Krise führt: nach Griechenland Spanien, nun auch schon Italien! Wenn diese Länder die Schuld an ihrem Elend bei den Deutschen suchen, was nicht ungerechtfertigt ist, dann gnade Gott. Dann steht Deutschland nach 70 Jahren wieder als der Bösewicht in Europa da.

  2. O-Ton in Europa: Deutschland schwächen, damit der Rest Europas nicht so schlecht dasteht.
    Dass ein so gleicher als gleich gemachtes Europa auf niedrigem Niveau dann in der globalisierten Welt untergeht, interessiert die Provinzpolitiker erstmal nicht. Weiter als bis zur nächsten Staatsgrenze zu denken hat man in Europa noch nicht gelernt.

    Gute Nacht Deutschland und damit Europa. War ein lustiges Experiment mit der EU. Hat uns alle mehr amüsiert als die Experimente mit dem Kommunismus. Dafür von mir immerhin 4 von 10 Punkten für den netten Gedanken dahinter.

    16 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • xpeten
    • 13.06.2012 um 1:02 Uhr

    auf jeden Fall 10 von 10 Punkten.

    Wenn diese Höchstpunktzahl von mehr Menschen käme, wäre das größte Problem in Europa schon einmal gelöst.

    • DDave
    • 13.06.2012 um 8:02 Uhr

    ... wenn Deutschland nicht zahlt, dann scheitert Europa und die EU wieder mal an Deutschland! Nicht an den Staaten die es nicht gebacken bekommen solide zu wirtschaften....

    • xpeten
    • 13.06.2012 um 1:02 Uhr

    auf jeden Fall 10 von 10 Punkten.

    Wenn diese Höchstpunktzahl von mehr Menschen käme, wäre das größte Problem in Europa schon einmal gelöst.

    • DDave
    • 13.06.2012 um 8:02 Uhr

    ... wenn Deutschland nicht zahlt, dann scheitert Europa und die EU wieder mal an Deutschland! Nicht an den Staaten die es nicht gebacken bekommen solide zu wirtschaften....

    • Ron777
    • 12.06.2012 um 20:18 Uhr

    Die Philosophie der Rettungsgelder ist am Ende. Bislang erkauften sie immerhin Zeit - die man am Ende jedoch nicht nutzte - doch jetzt sind sie nur noch teure Lachnummern zu Lasten der deutschen Steuerzahler. All die Gelder, die bereits ausgeschüttet sind oder noch ausgeschüttet werden sollen, sind vergeudet, weil sie am eigentlichen Problem der Strukturprobleme nichts ändern. Diese sind die Begleiterscheinung unserer gemeinsamen Chaoswährung. Wenn jetzt schon wieder die Eliten schreien, dass Eurobonds, Bankenunionen oder Fiskalpakte die Rettung bringen, dann ist das ein ausgemachter Blödsinn, der direkt in die ungeordnete Katastrophe für ganz Europa mündet. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Währung und eine Betonkopf-EU in Brüssel ganz Europa abbrennen. Der Euro ist wie Flasche leer - und wird auch nicht wieder voll. Deutschland hat bereits ein Jahrzehnt für Kohls Desasterpolitik mit Lohnverzicht, Wohlstandsabbau und Arbeitslosigkeit geblutet. Soll das das Modell für ganz Europa sein? Welche Zukunftsperspektiven gebt ihr uns - ihr verstrahlten Politiker? Ein echter Demokrat muss jetzt endlich handeln und die Untergangswährung durch die Wiedereinführung nationaler Währungen abwickeln. Wir brauchen wieder nationale Verantwortungen, damit ein denokratisches Europa der Völker eine Zukunft hat. Wir brauchen eine Totalreform und einen Rückbau in Brüssel. Die Briten haben Recht: das real existierende Europa mutiert zu einer negativen Krake, die alles umschlingt und aussaugt.

    14 Leserempfehlungen
  3. "Es gibt keinen sichereren Weg zur Zerstörung eines Landes als die Zerstörung seiner Geldordnung" Ich weiss nicht, wer es gesagt hat, aber es dürfte stimmen. Was aber ist des Pudels Kern. Ist Geld im Kern eine soziale und (macht-)politische Einrichtung, oder aber ist es eine Funktion, die sich ihre Form in Form von Geld sucht. Was steht am Anfang, das Sein einer notwendigen Funktion (Tauschmittel, Wertaufbewahrung, Preisschild) oder aber das Sollen eines politischen Steuerungsmittels (Steuer zur Finanzierung eines Machtapparates). Im ersten Fall wäre es richtig, dem Staat das Geld komplett aus der Hand zu nehmen und ihn nur Aufgaben (um-)verteilen zu lassen, je nach Vermögen (Geld und Können) der Belasteten und die Geldversorgung zu privatisieren. Im zweiten Fall müsste man wohl die Zentralbank auch gleich die Funktion des Kreditwesens (Stichwort: Europäische Investitionsbank) mitübernehmen lassen. Nach allen Erfahrungen mit dem Kommunismus eher unwahrscheinlich, dass das funktioniert. Also, Staat, sag tschüss zum Geld und mach winkewinke, in Zukunft werden nur noch Aufgaben umverteilt.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    „Es gibt zwei Wege, eine Nation zu erobern und zu versklaven. Einerseits durch das Schwert. Andererseits durch Schulden.”
    (John Adams, 2.US-Präsident,1797 bis 1801)

    "Wenn das amerikanische Volk es jemals den Banken gestattet, die Herausgabe ihrer Währung zu kontrollieren, dann werden die hier entstehenden Banken und Gesellschaften den Menschen erst durch Inflation, dann durch Deflation alles Eigentum rauben, bis ihre Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Väter besiedelt haben."
    (3.US Präsident Thomas Jefferson(1801–1809) und einer der der einflussreichsten Staatstheoretiker der USA.)

    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

    Henry Ford

    „Es gibt zwei Wege, eine Nation zu erobern und zu versklaven. Einerseits durch das Schwert. Andererseits durch Schulden.”
    (John Adams, 2.US-Präsident,1797 bis 1801)

    "Wenn das amerikanische Volk es jemals den Banken gestattet, die Herausgabe ihrer Währung zu kontrollieren, dann werden die hier entstehenden Banken und Gesellschaften den Menschen erst durch Inflation, dann durch Deflation alles Eigentum rauben, bis ihre Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Väter besiedelt haben."
    (3.US Präsident Thomas Jefferson(1801–1809) und einer der der einflussreichsten Staatstheoretiker der USA.)

    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

    Henry Ford

  4. Es ist eine dreiste Mär zu erzählen, Deutschland täte irgendetwas aus Solidarität. Das Gegenteil zeigt sich deutlich. Jede Maßnahme, die Deutschland ergriffen hat, hat es aus purem Egoismus getan. Denn Deutschland weiß, dass der Untergang des Euros vor allem ihm schaden wird.

    Politiker, besonders solche der FDP, stellen das handeln Deutschlands gerne als solidarische Leistung dar. In Wahrheit ist es das Arbeiten gegen den eigenen Schaden. Daran ist nichts falsches. Es ist nur schändlich wenn man sich mit den Federn der altruistischen Solidarität schmückt, in Wahrheit aber das Gegenteil tut.

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joG
    • 12.06.2012 um 20:49 Uhr

    ...so freimütig eine Lektion in Selbstsucht auf der Bühne zu erteilen, schlecht verstandene vwl zur Begründung anzuführen und alle Länder der Welt damit zu gefährden. Doch, das ist Großes Theater.

    Die Altersvorsorge vieler Spanier, Iren und Briten besteht darin, daß sie sich Häuser oder Wohnungen gekauft haben, während die Deutschen eher dazu neigten, Lebensversicherungen abzuschließen oder sich windigen „Vermögensberatern“ anvertraut haben im Vertrauen auf die Seriosität der Geldinstitute.
    Ok, daß viele Spanier/Iren ihre Immobilien entweder verloren haben, weil sie durch die Wirtschaftskrise ihr Einkommen eingebüßt haben oder die Immobilien zu völlig überteuerten Preisen gekauft haben, steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn sie die Finanzierung irgendwie hinbekommen, haben sie am Ende immerhin ein Haus!
    Den Deutschen aber bleibt nichts als zu hoffen, daß die Finanzindustrie, die ihnen zugesagt hatte, daß ihre Rente sicher und bei ihr in guten Händen sei, halbwegs ungeschoren die Krise übersteht. Insofern vertritt Merkel mit ihrem Bemühen, das wankende System zu stabilisieren, eben nicht nur die Interessen der Steuerflüchtlinge und Bankmanager, sondern leider sitzt ein Großteil der Durchschnittsdeutschen mit im Boot, die eine „private Altersvorsorge“ abgeschlossen haben.
    Ich fürchte, daß die Banken und Versicherungen vielleicht am Ende nicht kollabieren, aber viele Federn lassen müssen, und dann werden findige Juristen und Bankster Wege finden, die Kleinanleger ganz legal übers Ohr zu hauen und die Auszahlungen im Rentenalter so zu schrumpfen, daß die Mehrheit wieder die Zeche zahlt. Etwa so,wie es Martenstein beschrieben hat:
    http://www.zeit.de/2010/4...

    • joG
    • 12.06.2012 um 20:49 Uhr

    ...so freimütig eine Lektion in Selbstsucht auf der Bühne zu erteilen, schlecht verstandene vwl zur Begründung anzuführen und alle Länder der Welt damit zu gefährden. Doch, das ist Großes Theater.

    Die Altersvorsorge vieler Spanier, Iren und Briten besteht darin, daß sie sich Häuser oder Wohnungen gekauft haben, während die Deutschen eher dazu neigten, Lebensversicherungen abzuschließen oder sich windigen „Vermögensberatern“ anvertraut haben im Vertrauen auf die Seriosität der Geldinstitute.
    Ok, daß viele Spanier/Iren ihre Immobilien entweder verloren haben, weil sie durch die Wirtschaftskrise ihr Einkommen eingebüßt haben oder die Immobilien zu völlig überteuerten Preisen gekauft haben, steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn sie die Finanzierung irgendwie hinbekommen, haben sie am Ende immerhin ein Haus!
    Den Deutschen aber bleibt nichts als zu hoffen, daß die Finanzindustrie, die ihnen zugesagt hatte, daß ihre Rente sicher und bei ihr in guten Händen sei, halbwegs ungeschoren die Krise übersteht. Insofern vertritt Merkel mit ihrem Bemühen, das wankende System zu stabilisieren, eben nicht nur die Interessen der Steuerflüchtlinge und Bankmanager, sondern leider sitzt ein Großteil der Durchschnittsdeutschen mit im Boot, die eine „private Altersvorsorge“ abgeschlossen haben.
    Ich fürchte, daß die Banken und Versicherungen vielleicht am Ende nicht kollabieren, aber viele Federn lassen müssen, und dann werden findige Juristen und Bankster Wege finden, die Kleinanleger ganz legal übers Ohr zu hauen und die Auszahlungen im Rentenalter so zu schrumpfen, daß die Mehrheit wieder die Zeche zahlt. Etwa so,wie es Martenstein beschrieben hat:
    http://www.zeit.de/2010/4...

  5. ....haben die grössere Schuld an dieser Misere. In den letzten Jahren wurden Kredite (wie in den USA) an Privatleute oder auch an Firmen vergeben die ohne eigenes Kapital sich Geld liehen, - so auch die Staaten, die jetzt die Misere eingeholt hat. Zum Vergleich: wenn mein Nachbar über seine Verhältnisse lebt, kann ich doch auch nichts dafür. Dies ist seine alleinige Sache. Und wenn Banken nur auf Risiko setzen, sind sie selbst schuld und haben kein dauerndes Anrecht das der Steuerzahler, den es wie im Falle Griechenland eine verschwindende Minderheit zu sein scheint entstandende Verluste ausgleicht. Mein Vater war Handwerker und musste seine "Verluste" auch alleine tragen.Wir werden noch einige "Stürme" in "Euroland" erleben, denn Europa ist nur ein monitärer Begriff,sonst nichts.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joG
    • 12.06.2012 um 20:55 Uhr

    ...was ihnen die Regierungen an regeln Vorgaben. Ihre politischen Vertreter haben aber Mist gemacht und tun so als hätten Andere Schuld. Dummer weise Glauben ihnen das viele, die keine formale Bildung noch Erfahrung in diesen Dingen haben. Die deuten dann auf die ausgerückten Schuldenbocke und geben laut Laut.

    • joG
    • 12.06.2012 um 20:55 Uhr

    ...was ihnen die Regierungen an regeln Vorgaben. Ihre politischen Vertreter haben aber Mist gemacht und tun so als hätten Andere Schuld. Dummer weise Glauben ihnen das viele, die keine formale Bildung noch Erfahrung in diesen Dingen haben. Die deuten dann auf die ausgerückten Schuldenbocke und geben laut Laut.

    • joG
    • 12.06.2012 um 20:49 Uhr

    ...so freimütig eine Lektion in Selbstsucht auf der Bühne zu erteilen, schlecht verstandene vwl zur Begründung anzuführen und alle Länder der Welt damit zu gefährden. Doch, das ist Großes Theater.

    Antwort auf "Keine Solidarität!"
  6. Die Altersvorsorge vieler Spanier, Iren und Briten besteht darin, daß sie sich Häuser oder Wohnungen gekauft haben, während die Deutschen eher dazu neigten, Lebensversicherungen abzuschließen oder sich windigen „Vermögensberatern“ anvertraut haben im Vertrauen auf die Seriosität der Geldinstitute.
    Ok, daß viele Spanier/Iren ihre Immobilien entweder verloren haben, weil sie durch die Wirtschaftskrise ihr Einkommen eingebüßt haben oder die Immobilien zu völlig überteuerten Preisen gekauft haben, steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn sie die Finanzierung irgendwie hinbekommen, haben sie am Ende immerhin ein Haus!
    Den Deutschen aber bleibt nichts als zu hoffen, daß die Finanzindustrie, die ihnen zugesagt hatte, daß ihre Rente sicher und bei ihr in guten Händen sei, halbwegs ungeschoren die Krise übersteht. Insofern vertritt Merkel mit ihrem Bemühen, das wankende System zu stabilisieren, eben nicht nur die Interessen der Steuerflüchtlinge und Bankmanager, sondern leider sitzt ein Großteil der Durchschnittsdeutschen mit im Boot, die eine „private Altersvorsorge“ abgeschlossen haben.
    Ich fürchte, daß die Banken und Versicherungen vielleicht am Ende nicht kollabieren, aber viele Federn lassen müssen, und dann werden findige Juristen und Bankster Wege finden, die Kleinanleger ganz legal übers Ohr zu hauen und die Auszahlungen im Rentenalter so zu schrumpfen, daß die Mehrheit wieder die Zeche zahlt. Etwa so,wie es Martenstein beschrieben hat:
    http://www.zeit.de/2010/4...

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Keine Solidarität!"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...und nicht nur private Anlagen, sondern vermutlich (ich bin kein Volkswirtschaftler...) auch das ganze staatliche Rentensystem hängen letztendlich irgendwie an den Banken und Versicherungen, und die versucht Merkel zu retten. Unschön, aber zumindest irgendwie logisch, das Ganze...

    • Ron777
    • 12.06.2012 um 20:56 Uhr

    Sie verhindern solche Katastrophen aber nicht, indem Sie Geld an Spanier verteilen. Wickelt die Banken und die Chaoswährung Euro ab und gebt dann aus einer neuen Währung den Normalverdienern einen Ausgleich

    dass die Regierung Deutschland richtig schützt. Ich finde, die machen es genau falsch. Wir sollten uns fortan mehr an Frankreich orientieren.

    Im Übrigen ist es nicht gerade die Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen (sage bewusst nicht "Deutsche" weil wir 7 Millionen MIgranten sind) die ihre Altersvorsorge durch Finanzdienstleistungen abgesichert hat. Oder haben sie Zahlen?

    ...und nicht nur private Anlagen, sondern vermutlich (ich bin kein Volkswirtschaftler...) auch das ganze staatliche Rentensystem hängen letztendlich irgendwie an den Banken und Versicherungen, und die versucht Merkel zu retten. Unschön, aber zumindest irgendwie logisch, das Ganze...

    • Ron777
    • 12.06.2012 um 20:56 Uhr

    Sie verhindern solche Katastrophen aber nicht, indem Sie Geld an Spanier verteilen. Wickelt die Banken und die Chaoswährung Euro ab und gebt dann aus einer neuen Währung den Normalverdienern einen Ausgleich

    dass die Regierung Deutschland richtig schützt. Ich finde, die machen es genau falsch. Wir sollten uns fortan mehr an Frankreich orientieren.

    Im Übrigen ist es nicht gerade die Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen (sage bewusst nicht "Deutsche" weil wir 7 Millionen MIgranten sind) die ihre Altersvorsorge durch Finanzdienstleistungen abgesichert hat. Oder haben sie Zahlen?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service