EU-GipfelWachstum pur ist Geldverbrennung

Neue Kreisverkehre und Autobahnen können Europa auch nicht retten. Die Politik muss gezielt investieren, in Bildung, Gesundheit und Umweltschutz, kommentiert P. Pinzler. von 

Häuser zum Verkauf in Almeria, Spanien

Häuser zum Verkauf in Almeria, Spanien  |  © Jasper Juinen/Getty Images

Es ist absurd. Wieder einmal treffen sich Europas Regierungen in dieser Woche zur Euro-Rettung . Auf dem EU-Gipfel werden sie von Donnerstag an über milliardenschwere Bankenrettungen reden und darüber, dass sie durch teure Programme und Reformen irgendwie das Wirtschaftswachstum wieder ankurbeln könnten. Denn wenn die Wirtschaft wachse, so die Hoffnung, würde endlich wieder alles gut, wenigstens in Europa. Ach ja?

Wir haben doch alle noch die Nachrichten aus Rio im Ohr: So wie bisher dürfen wir nicht weiter wirtschaften und konsumieren! In aller Schärfe wurde das auf dem Erdgipfel klar, zu dem sich die Regierungen aus aller Welt in der vergangenen Woche getroffen hatten. Zwar versagten sie komplett , als es darum ging, aus dieser Erkenntnis auch Konsequenzen zu ziehen und sich zumindest auf ein paar Prinzipien zur Rettung von Klima und Umwelt zu einigen. Trotzdem kann jetzt kaum noch jemand sagen, er wisse nicht um den Zustand und die Zukunft der Erde und die Perspektiven für die Menschheit.

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In der vergangenen Woche habe wir es alle gehört: Schneller als je zuvor zerstören wir die Umwelt. Wir leben trotz aller Bemühungen mitnichten nachhaltig. Machen wir so weiter, dann bleibt unseren Kindern wenig . Also müssen sich Produktion und Konsum radikal ändern – oder ganz aufhören zu wachsen .

Was das mit Europa zu tun hat? Wir Europäer produzieren im Moment nachhaltig vor allem eines: Schulden . Weil die inzwischen so bedrohlich sind, dass sie den Euro und möglicherweise auch die Europäische Union sprengen könnten, müssen wir sie loswerden und brauchen also nichts dringender als: Wachstum! Das hat uns schließlich die vergangenen Jahrzehnte immer wieder geholfen.

Ökologie? Nach der Krise!

Deswegen benutzen Sozialdemokraten das W-Wort schon immer gern, Liberale und Grüne fordern es neuerdings wieder lauter (letztere setzen allerdings immer gern das Wörtchen "grün" davor ); und auch viele Konservative haben sich angeschlossen und die Hoffnung übernommen: Wenn die Ökonomie nur erst wieder boomt, wird auch die Politik leichter. Dann sinken die Lasten, dann stabilisiert sich vielleicht auch der Euro, dann kommen der Rest der Wirtschaft und irgendwie auch die Umwelt in Ordnung. Genau deswegen kümmerten sie alle sich wenig um Rio, ums Klima und die Natur, dafür aber viel um die Finanzen und die europäische Wirtschaft. Frei nach dem Motto: Sorry, liebe Ökos, kommt nach der Krise wieder!

Leider ist das genau falsch. Denn wenn wir Europäer auf unseren Gipfeln jetzt so tun, als ob uns der Imperativ von Rio, "Verbraucht weniger!" nichts angehe, dann vergeben wir nicht nur eine große Chance. Wir verdrängen auch eine kostspielige Erkenntnis der vergangenen Jahrzehnte. Die lautet: "Wachstum pur" ist Verschwendung – und ein blödsinniges politisches Ziel.

Entscheidend für den Wohlstand eines Landes ist nicht, ob es wächst, sondern was wächst. Wichtig ist, welche Branchen boomen – und wie ein Land mit den Menschen und Ressourcen umgeht.

Viel zu oft haben wir in der Vergangenheit den einen Fehler gemacht: Erst finanzierten wir mit Schulden einen Boom. Und dann leisteten wir uns Umweltkonferenzen, auf denen über die Folgen gejammert werden durfte. Das aber ändert wenig an unserem Verhalten. Nach der ersten Rio-Konferenz vor zwei Jahrzehnten war das so, und diesmal könnte es ähnlich sein.

Leserkommentare
  1. keinesfalls auch nur einen Cent in eine Technologie zur Stromerzeugung stecken, die jeden Tag auf's Neue unter Beweis stellt, daß sie eben nicht zur Sicherung der Zukunft taugt. Auch wenn gerade die linksgrünen Journalisten, großteils in Mathematik und Physik wohl eher besonders schwach, dies stereotyp ständig wiederholen.
    Wer kein Geld hat und keines in Aussicht hat, wird vernünftigerweise einen Teufel tun und diesen Defizitären Technologien noch weiteres Spielgeld aus Brüssel hinterherwerfen.
    Es sei denn, er ist unbelehrbar und berufsmäßig besonders ahnungslos, wie der Verfasser dieses Artikels.

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    wie können technologien in die man endlich viel energie stecken muss um sie zu nutzen, defizitär sein, wenn sie unendliche ressourcen nutzen?

    • FabiOe
    • 27. Juni 2012 20:10 Uhr

    Ach, Kohle, Gas und Atomkraft sollen also den Energiebedarf der Zukunft sichern? Ahja...

    'Wer kein Geld hat...' Genau, kein Geld. Das brauchen wir nämlich für die Banken, diesen enorm wichtigen Wirtschaftssektor... Was würden wir nur essen wenn es keine Banken gäbe?...

    Der Artikel bringt es auf den Punkt.
    Und selbst hier in der Diskussion jammern die Leute herum 'dass aber doch mit Öko und so das Wachstum stagniert, und damit die Wirtschaft noch tiefer in die Krise stürzt.'

    So ein Schwachsinn... Selbst die Bevölkerung schrumpft in D, wieso zum Teufel soll Wachstum da die Lösung aller Probleme sein?

    Der EINZIGE Grund für Wachstum zu sorgen, ist der ach so wichtigen Finanzwirtschaft den Zinseszinseszins (Exponentialfunktion, schonmal gehört?) auf einem Silbertablett überreichen zu können. Jeden Tag mehr. Und jeden Tag regt sich einer mehr drüber auf, und irgendwann werfen wir das ganze System über Bord, weil gar nichts anderes übrig bleibt....
    Frage: Wer steht dann wohl gut da? Der Bausparer der an Kohle, Aktien und Wachstum glaubt, oder der gebildete Öko, der noch einen unverseuchten Garten hat von dem er leben kann?

    "linksgrüne Journalisten, das Vollklischee, aber chapeau, zumindest amüsant, dieses Bild!!...wohl noch nie was von Tim Jackson gehört, "Prosperity without growth"....Klimagipfel in Kopenhagen 2009???!!!...nun, ohne fundiertes ökonomisches Basiswissen auch nicht zu verstehen, sorry

    Korrekt! Wer heute noch Geld in Kohle, Öl oder Atomkraft steckt hat echt kein Kilo Hirn im Schädel sondern höchstens das was bei anderen als Verdauungsendprodukt den Darm verlässt!

    Guter Artikel. Um Politik nachhaltig zu beeinflussen wird allerdings mehr in dieser Art und auch breiter gefächert nötig sein. Auch in einer Art damit bei oben genannten endlich der Groschen fällt. Es ist zwar klar, dass die Nutznießer des jetzigen System alles tun werden um die Zukunft zu verhindern. Aber das hat schon bei Galilei versagt und wird wieder versagen. Hätte es jemals funktioniert säßen wir noch in Steinzeithöhlen.

    Ich vermute, Sie spielen auf die erneuerbaren Energiequellen an. Der folgenden Grafik können sie entnehmen, dass die Nutzen weit höher sind als die Kosten, selbst wenn man den Umwelteffekt ausklammern würde:

    http://enerpremium.blogsp...

    Die Summe der positiven Effekte von Arbeitsplätzen, mehr Steuern, niedrigeren Strompreisen an der Börse und vermiedenen Energieimporten ist eindeutig höher als die Kosten.

    Was ist da jetzt "defizitär" dran?

    Angesichts Ihrer offenbar überragenden mathematischen Fähigkeiten sollten Sie doch bitte dem generell unwissenden Leser - und der ganzen linksgrünen Journaillie - evtl mal erklären, was der Exponentialansatz zur Lösung einer Differentialgleichung - mit POSITIVEM Wachstumskoeffizienten, selbstredend - bei endlichen Randbedingungen so alles mit sich bringt, hinsichtlich der Stabilität der Lösungen und so.

    Und woher Sie die Sicherheit nehmen, dass sich fossile - oder nukleare, geschenkt - Energieträger angesichts der derzeitigen Verbrauchsrate mittelfristig schneller regenerieren werden als der Verbrauch - weil dann und NUR dann kann man auf "andere" regenereative Energieträger pfeifen, sonst wird es irgendwann recht bald duster, trivial. Sollten Sie evtl mal erklären, das alles.

    "Kluge Europäer würden" keinesfalls auch nur einen Cent in eine Technologie zur Stromerzeugung stecken, die jeden Tag auf's Neue unter Beweis stellt, daß sie eben nicht zur Sicherung der Zukunft taugt. Auch wenn gerade die linksgrünen Journalisten, großteils in Mathematik und Physik wohl eher besonders schwach, dies stereotyp ständig wiederholen.

    Hä? Die linksgrünen Journalisten sprechen sich doch gar nicht für Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke aus. Diese Art der Energiegewinnungswerke sind Übergangslösungen, die jahrzehntelang durch massive Subventionen und Raubbau an der Natur am Leben gehalten werden. Nachhaltig und wirtschaftlich ist daran absolut gar nichts. Und gerade weil Linke und Grüne anscheinend ein wenig mehr Verständnis von Mathematik, Physik und Wirtschaft haben, sprechen sie sich gegen diese Formen der Energiegewinnung aus. Ausnahmen bestätigen die Regel oder sind Lobbyisten. Vermeintlich grüne Alternativen sind gewiss nicht immer grün. Wer glaubt, es gäbe eine Lösung für das Energieproblem ist naiv oder ein Schwätzer. Photovoltaik, Windkraft und dergleichen haben genauso ihre Schattenseiten.

  2. Solange es das Zinseszinssystem gibt, ist "Wachstum pur" nicht "Verschwendung pur", sondern eine Notwendigkeit. Wenn in Griechenland, Spanien und Portugal das Volk zum Sparen verpflichtet wird, dann aus einem einzigen Grund: Die Notreserven der Milliardäre müssen gerettet werden. Dafür werden Völker ausgequetscht wie Zitronen. Wenn nur ein einziger Politiker sich einmal die Exponentialfunktion erklären lassen würde, wären wir schon viel weiter. Normalerweise kommentiere ich ausschließlich mit Gedichten, aber das musste einmal gesagt sein!

    Ihr schreit nach der Schuldenbremse,
    meint, die Rettung sei schon nah.
    Kluges Schnattern stopft die Gänse,
    die ich fett ganz oben sah.

    „Sparen soll die Staaten retten,
    sparen hilft aus tiefster Not!“
    Wir soll’n uns bescheiden betten,
    Kostverzicht erhält das Brot.

    Seht ihr die Vermögensmassen,
    die den Schuldzins absorbier‘n?
    Nein, das wollt ihr nicht erfassen,
    denn ihr wollt nicht protestier’n!

    Jeder Cent und jeder Dollar,
    der verzinst Vermögen schafft,
    macht das Leben unheilvoller,
    denn er frisst die Wirtschaftskraft.

    Wie ein schwarzes Loch im Weltall,
    zieht Vermögen Gelder an.
    Zinseszins, des Teufels Einfall,
    knechtet alle Kleinen dann.

    Können wir den Zehnten zahlen,
    quetscht uns die Gewalt nicht aus.
    Doch sie sendet Not und Qualen,
    wächst der Schuldenberg zum Graus.

    Schulden spiegeln das Vermögen,
    das sich leistungslos vermehrt.
    Schweine stopfen sich an Trögen,
    deren Fettkost uns verzehrt.

    Gekürzt. Bitte nutzen Sie Ihr Profil um auf Ihren Blog aufmerksam zu machen. Danke, die Redaktion/jz

  3. "Bildung, Gesundheit und Umweltschutz"

    aber die müssen auch bezahlt werden. Was mich beängstigt ist Folgendes: Mit Hilfe virtuellen Geldes (=Schulden) produzieren die EU-Staaten einen öffentlichen Sektor, dessen Anteil an der Gesamtleistung der Volkswirtschaften langsam einem ähnlich hohen Anteil entgegenwächst wie einst in den sozialistischen Staaten.

    Die Schuldenkrise wird beantwortet mit neuen virtuellen Zahlenspielereien, während, auch das erinnert an den einstigen Sozialismus, die REALE Verwahrlosung der Infrastruktur und der REALEN Lebensverhältnisse der "einfachen" Menschen in dem Maße steigt, in dem das Geld, mit dem die Staaten jonglieren, um immer weitere Nullen am Ende aufgebläht wird.

    Offensichtlich sind virtuelle Geldsummen NICHT in der Lage, Lebensverhältnisse REAL zu verbessern.

    Überhaupt nicht mehr - auch nicht bei Befürwortern eines "Wachstumspakts" (der nur wieder als Umverteilung virtueller Geldsummen Wachstum in Form, von statistischen Planzielvorgaben vortäuscht) - ist die Rede von der Stärkung der Produktivkräfte (das sind NICHT die Banken, sondern die produzierenden Gewerbe), von denen allein Volkswirtschaften leben.

    Nichts gegen nachhaltiges Wirtschaften, aber wie wäre es, das kurzzuschließen mit den SEHR REALEN Bedürfnissen und Nöten derer, die das alles erschuften? Auch ein nachhaliges Wirtschaften beruht auf ARBEIT.

    Warum ist also von den ARBEITENDEN gar nichts zu lesen? Sind die nur noch Objekte im Denken der herrschenden Intelligentsia?

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    Geld ist in unserem Finanzsystem immer virtuell. Das ist nunmal so bei einem Schuldgeldsystem.
    Solange wir in diesem System leben, ist es vollkommen egal, in was wir investieren, denn irgendwann braucht das ganze System immer einen Reset. Der zieht sich gerade nur so raus weil das globalisiert etwas langsamer von statten geht, als z.B. in den USA 1929.

    Das war so und ist, nachdem sich nach den letzten großen Finanzkrisen des vergangenen Jahrhunderts nichts verändert, ja eher viel verschlimmert hat, auch immer noch so.

  4. Es ist der ganz natürlich Prozess, dass eine Wirtschaft wie die von Europa, die besonders gut davon lebt, günstig zu importieren aus Asien(und co), jetzt erlebt, dass sie das gewonnene Geld aus Exporten nicht mehr alleine besitzt, da diese Konzerne jetzt multinational sind und sich aus der sozio-demokratischen Ordnung (aus Kostengründen Produktion ausgelagert :-)) herausgezogen haben. Die Welt ist näher zusammengerückt. Schulden in Europa sind das erste Symptom. Freuen wir uns darauf, dass die Welt ein Stück friedvoller wird, weil die Unterschiede der Macht abnehmen werden und glauben wir hoffentlich alle daran, dass es auch so kommen wird.

  5. Also laut Herrn Pinzler können Investitionen in "Bildung, Gesundheit und Umweltschutz" Europa retten. Leider verrät er uns aber das Geheimnis nicht, wie das vor sich gehen soll. Sicher würde dies auch die Politiker interessieren, denen die Rettung ja offenbar nicht zu gelingen scheint.

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    Bei mir steht als Vorname "Petra". Ich glaube nicht, dass sie ein der ist!

    Lesen Sie immer so aufmerksam?

    • whale
    • 28. Juni 2012 9:11 Uhr

    Bedarf es wirklich eines Beweises für elementare Wichtigkeit von "Bildung, Gesundheit und Umweltschutz"? Was soll an der Theorie bitteschön "seltsam" sein? Sind Dummheit, Krankheit und eine kaputte Umwelt also gut für eine Volkswirtschaft? Oder glauben Sie, dass man dafür nichts zu tun braucht, nach dem Motto "das kommt schon von selbst". Wir haben vielmehr viele Beweise um uns herum, dass dies in unserem Wirtschaftssystem offensichtlich nicht der Fall ist.
    Wenn auf der einen Seite die Bildungselite das Land verlässt und auf der anderen Seite weite Bevölkerungsschichten kaum noch lesen, rechnen und schreiben können, dürfte das die Gesellschaft auch ökonomisch kaum voranbringen, ebensowenig ein marodes Gesundheitssystem mit Zweiklassenmedizin oder eine kaputte Umwelt (sprich: verbrauchte Ressourcen und weniger Lebensarum).
    Das wesentliche Kapital, um unserer Gesellschaft die Zukunft zu sichern, ist tatsächlich Bildung; damit steht und fällt es. Zumindest, wenn man über den nächsten Urlaub und das nächste Auto hinausdenkt und sich die Welt unserer Kinder und Enkel vorstellt.

  6. Recht hat der Autor: Es heißt immer "später":

    Morgen fange ich mit den Reformen an, morgen fange ich mit dem Unweltschutz an. Nichts anderes sind doch auch die Rufe nach der Schuldenvergemeinschaftung. Die Reformen kommen später. Man schiebt alles auf später auf.
    Die Zeit für den Umweltschutz wird nie kommen, genauso wenig wie für unbeliebte Reformen. Da hilft nix- Augen zu und durch. Ich bin bereit zu verzichten!

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    Die anderen, die Oekos, die Neoliberalen, die Sozis oder die Konservativen, mindestens aber die Linken oder die Reichen, fuer manche die im Sueden, fuer manche die Auslaender, immer wieder die Arbeitsscheuen und die Banken, gerne auch die Zinsen und so wie so die Politiker, sind schuld.

    Dabei ist es doch so einfach: das sind alle WIR. Jeder einzelne, nahezu ausnahmslos (ich zumindest auch).

    Nur einer hier hatte den Mumm zu bekennen: "Ich bin bereit zu verzichten." Bloed? Nein, intelligent. Das ist Freiheit, das ist Perspektive, das ist die Verantwortung in die eigene Hand genommen. Das ist Widerstand, das ist Groesse und Revolution gegen die Herrschaft des Zinseszinssystems. Verlierer sind diejenigen, die anhaften, nicht loslassen.

    Herzlichen Dank fuer diese Erkenntnis.

  7. Mal ehrlich, wenn es um die Wirtschaft(!) geht ist bei allen Drei Geld reine Verschwendung.
    Bildung kann ich billig importieren oder besser noch teuer bezahlen lassen - Unigebühren etc.
    Spaniens Jugend hat eine der besten Bildungen...
    Gesundheit ist kein Geschäft sondern ein Kostenfaktor.
    Die meisten Krankheiten in Europa sind Industriegemacht - Alkohol, Tabak, Zucker als Geschmacksverstärker in Allem etc. Und jetzt soll man in die Heilung von diesen Industrieverursachten Krankheiten "investieren"? *facepalm*
    Umweltschutz bringt nur sehr langfristig was und fürs langfristig denken sind die meisten Menschen nicht geschaffen.
    Es gibt immer noch genug Menschen die Peak Oil für Propaganda halten...

    Wirtschaftwachstum funktioniert nur wenn etwas verbraucht wird das danach nicht mehr existiert, also ersetzt werden muss.
    Krieg wäre natürlich auch eine "Alternative" die historisch bewiesen hat das sie für Wachstum sorgt.

  8. Bevor Sie investieren sollten sie erstmal entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Wenn man in Deutschland 50 Mio. EURO mehr in die Bildung steckt, dann haben Sie einen tatsächlich spürbaren Unterschied zum vorherigen Zeitraum. In Südeuropa ist das aber nicht der Fall - Griechenland kann noch kein Rauchverbot umsetzten - geschweige denn Bildungspolitik gestalten. Zum Thema Straße: eine gute Infrastrucktur ist auch immer ein Standortkriterium des Investors.

    Letzten Endes müssen die Menschen aber spürbar mehr haben! Sonst ist kein System der Welt tragbar.

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