SchuldenkriseEU will Schließung griechischer Banken durchsetzten

Die EU-Kommission drängt Griechenlands Zentralbank zur Abwicklung maroder Banken. Die Forderung könnte auch eine Warnung an Banken anderer verschuldeter Staaten sein.

Die EU-Kommission will Griechenland offenbar zu Bankenschließungen bewegen. Zu den betroffenen Banken könnte mit der ATEbank auch die fünftgrößte Bank Griechenlands gehören, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die EU-Kommission. "Die ATEbank muss auf lange Sicht abgewickelt oder geschlossen werden", zitiert die Nachrichtenagentur ihre Quelle. Das gelte auch für einige andere Geldhäuser.

Das griechische Finanzministerium dementierte den Bericht. Die ATEbank und die griechische Zentralbank wollten zu dem Thema keine Stellung nehmen.

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Grundsätzlich ist es Aufgabe der griechischen Zentralbank, angeschlagene Banken zu schließen. Die EU-Kommission hat aber wegen der europäischen Hilfen für Griechenland ein Mitspracherecht. Das erlaubt es, die Hilfsanfrage einer Bank abzulehnen, falls die Kommission meint, eine Rettung sei zu teuer. Das käme faktisch einer Abwicklung der Bank gleich.

Bislang hat die Kommission in der Euro-Krise ihre Macht für solche Fälle kaum genutzt. Nur wenige Banken wurden abgewickelt. Sollte die Kommission das Instrument jetzt in Griechenland anwenden, könnte das ein Hinweis auf ein strengeres Vorgehen gegen verschuldete Banken sein. Die Kommission könne ihre Befugnisse etwa auch bei Banken in Spanien und Portugal wahrnehmen, sagte ein EU-Mitarbeiter.

 
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