Euro-Krise: Juncker warnt die Griechen vor radikaler Linken
Am Sonntag könnte sich die Zukunft der Währungsunion entscheiden. Kurz vor der Parlamentswahl beschwört der Eurogruppen-Chef die Griechen, im Sinne des Euro zu stimmen.
© AFP/Getty Images

Eine Wahlkampfveranstaltung der Kommunistischen Partei in der griechischen Hauptstadt Athen
Vor der Neuwahl in Griechenland hat der Präsident der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, vor einem Austritt des Landes aus der Euro-Zone und der Europäischen Union gewarnt. "Unabhängig von ökonomischen und sozialen Folgen für Griechenland selbst, wäre es ein Schaden für die Eurozone und für den Zusammenhalt der Euro-Zone", sagte Juncker der österreichischen Zeitung Kurier. "Das gilt es zu verhindern. Das hätte eine verheerende Signalwirkung. Das muss den Griechen bewusst sein." Sollte die radikale Linke bei der Parlamentswahl am Sonntag gewinnen, wären die Folgen für die Währungsunion "nicht absehbar".
Die Linksradikalen sind gegen den Sparkurs, den die EU dem überschuldeten Land verordnet hat und gegen die Bürger seit Langem protestieren. Juncker zeigte sich unnachgiebig. Eine Neuverhandlung der mit den internationalen Kreditgebern vereinbarten Sparauflagen komme nicht in Frage, sagte Juncker. "Über die Substanz des Sparprogrammes für Griechenland kann nicht verhandelt werden." Allerdings hatte Juncker am Donnerstag eine Verlängerung der Fristen für die Umsetzung des Programms in Aussicht gestellt.
Auch EU-Kommissar Günther Oettinger deutete in der Welt am Sonntag ein Entgegenkommen an: "Die Griechen müssen ihre Zusagen einhalten. Was den Inhalt angeht, gibt es keine Flexibilität, in Hinsicht auf die Umsetzung aber schon." Entscheidend werde dabei sein, wie konstruktiv und stabil sich die neue Regierung in Athen erweise.
Noch Sondersitzung am Sonntagabend
Die Wahl in Griechenland wird weltweit mit Spannung beobachtet. Erwartet wird ein knappes Rennen zwischen der konservativen Nea Dimokratia und dem radikalen Linksbündnis Syriza. Während der Vorsitzende der Nea Dimokratia, Antonis Samaras, die Sparauflagen der internationalen Geldgeber nur nachverhandeln will, verspricht der Syriza-Chef Alexis Tsipras den Griechen, die Vereinbarungen komplett aufzukündigen. Auch er will den Euro behalten.
Falls die internationale Gemeinschaft die Hilfskredite wegen nicht eingehaltener Auflagen kappt, droht dem Land der Staatsbankrott. Ebenso könnte es zu einem Euro-Austritt mit unübersehbaren Folgen kommen. Es gilt daher als wahrscheinlich, dass sich die Euro-Spitzenpolitiker und Notenbanker noch am Sonntagabend über entsprechende Gegenmaßnahmen verständigen, die kurzfristig das Vertrauen an den Märkten sichern sollen.
Boulevardpresse verbreitet Panik
Überzeugt von dem Sieg der Linken, schrieb das Parteiblatt des Linksbündnisses Syriza, das Volk werde "dem korrupten System ein Ende bereiten". Eine neue "gerechte und solidarische Gesellschaft sei im Kommen". Die Zeitung der politischen Mitte, Ta Nea titelte: "Euro oder Drachme" – dies sei das Dilemma. In einem Kommentar hieß es, es wäre schade, wenn Griechenland ausgerechnet jetzt, wo die Stimmung in Europa sich gegen rigides Sparen wende, die Eurozone verlasse. Boulevardzeitungen machten Panik – am Montag werde es eine "Volksrevolution" geben.
Das dann neu gewählte Parlament in Athen muss über Einsparungen in Höhe von knapp 11.5 Milliarden Euro entscheiden. Für die europäischen Geldgeber ist dies die Voraussetzung für weitere Unterstützung und den Verbleib Griechenlands im Euroland.
Zur Wahl treten 21 Parteien an. Acht haben gute Chancen, die Drei-Prozent-Hürde zu überwinden und ins Parlament einzuziehen, unter ihnen auch die rassistische, ausländerfeindliche und ultrarechte Partei Goldene Morgenröte.






Und was machen die seriösen Medien hierzulande?
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/se
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/se
... Sie schreiben: "Junckers warnt die Griechen".
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/se
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/se
... Sie schreiben: "Junckers warnt die Griechen".
Wie sagte Juncker vor nicht allzu langer Zeit? "Wenn es ernst wird, muss man lügen?"
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
http://de.wikiquote.org/w...
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
http://de.wikiquote.org/w...
sich ohnehin kaum ein griechischer Wähler durch die Medien aus Deutschland und anderen Ländern und erst recht nicht auf das was Herr Junker sagt bei seiner Wahl aktuell beeinflussen lassen. Das sind doch zumeist Alibireden für den Fall das Griechenland anders wkhlt als es praktisch wäre um dann zu sagen es gab ja Warnungen.
Warnungen wovor? Demokratie, Meinungsbildung persönliches Befinden mit einbeziehen in die Entscheidung ?
Der beste Satz den ich diese Woche über Griechenland gelesen habe war, täglich 1.2 Milliarden in Koffern und Tüten aus den Banken geschleppt. Also die Griechen wollen den Euro, sonst würden sie ihn nicht von der Bank holen, oder wie ist das zu verstehen?
Kann sich Herr Juncker vorstellen, dass damit Wahlkampfhilfe für die Linke macht? Ist ihm der Gedanke gekommen, dass er als Teil des Systems gesehen wird, das den Karren vor die Wand fuhr?
Warum verlangt er nicht, dass die Einnahmen aus dem Ölgeschäft dem Staat zugeführt und damit Schulden abgebaut werden?
Jedesmal, wenn ein Linker, wie ich es bin fordert, dass Griechenland sein Geld in die Menschen und nicht in Waffen und Banken stecken soll, wird mir von Konservativen Erklärt, man mische sich da nicht ein, das sei die Entscheidung der Bürger und Politiker Griechenlands.
Aber wenn es dann darum geht, dass die Entscheidung der Bürger und Politiker Griechenlands dahin kippen könnte, dass das Euro-Ropa sich tief greifend entgegen Konservativer Überzeugung ändern müsste, hat man überhaupt kein Problem aktiv in den Wahlkampf dieses Landes einzugreifen und eine Gesamte politische Richtung zu verteufeln.
Ich hoffe so sehr auf eine Linke Mehrheit. Es wäre endlich ein großer Schritt in Richtung Sozialstaat für Griechenland und ein Zeichen, dass die Bürger Europas es satt haben, Boni für Banker mit ihrem Ersparten und ihrer Lebensqualität zu finanzieren.
Der Kapitalismus ist gescheitert. Bauen wir etwas neues auf.
Jedesmal, wenn ein Linker, wie ich es bin fordert, dass Griechenland sein Geld in die Menschen und nicht in Waffen und Banken stecken soll, wird mir von Konservativen Erklärt, man mische sich da nicht ein, das sei die Entscheidung der Bürger und Politiker Griechenlands.
Aber wenn es dann darum geht, dass die Entscheidung der Bürger und Politiker Griechenlands dahin kippen könnte, dass das Euro-Ropa sich tief greifend entgegen Konservativer Überzeugung ändern müsste, hat man überhaupt kein Problem aktiv in den Wahlkampf dieses Landes einzugreifen und eine Gesamte politische Richtung zu verteufeln.
Ich hoffe so sehr auf eine Linke Mehrheit. Es wäre endlich ein großer Schritt in Richtung Sozialstaat für Griechenland und ein Zeichen, dass die Bürger Europas es satt haben, Boni für Banker mit ihrem Ersparten und ihrer Lebensqualität zu finanzieren.
Der Kapitalismus ist gescheitert. Bauen wir etwas neues auf.
Ausser dass sich die Deutsche Presse auf dieses reisserische Adjektiv eingeschossen hat.
Eigentlich müsste man dann auch die SPD als radikale Linke bezeichnen...
Seit Schröder ist die SPD (Seeheimer Partei Deutschland) wohl eher neoliberal, oder rechtsradikal!
Das an sich ist im Mainstream schon als radikal verschrien.....Banken retten, ist ok; ja sogar alternativlos, aber den Bänkstern das destruktive Handwerk zu legen, das ist radikal.
Ansonsten aber hat es sich die Syriza schon selber zuzuschreiben, in ihrem Parteinamen steckt das Wort "rizospastiki" also sinngemäß "radikal" (nicht wörtlich). Schlechtes Marketing.
Am Parteiprogramm ist nichts radikales, eher realpolitisch verbrämt, würde ich das nennen. Es fehlt zum Beispiel eine Revision der Vergangenheit.
Allerdings sind die Machthaber Europas ja marktradikal und nennen sich Mitte. So rum stimmts dann wieder: Die Syriza ist (von denen aus gesehen) radikal.
Seit Schröder ist die SPD (Seeheimer Partei Deutschland) wohl eher neoliberal, oder rechtsradikal!
Das an sich ist im Mainstream schon als radikal verschrien.....Banken retten, ist ok; ja sogar alternativlos, aber den Bänkstern das destruktive Handwerk zu legen, das ist radikal.
Ansonsten aber hat es sich die Syriza schon selber zuzuschreiben, in ihrem Parteinamen steckt das Wort "rizospastiki" also sinngemäß "radikal" (nicht wörtlich). Schlechtes Marketing.
Am Parteiprogramm ist nichts radikales, eher realpolitisch verbrämt, würde ich das nennen. Es fehlt zum Beispiel eine Revision der Vergangenheit.
Allerdings sind die Machthaber Europas ja marktradikal und nennen sich Mitte. So rum stimmts dann wieder: Die Syriza ist (von denen aus gesehen) radikal.
"Überzeugt von dem Sieg der Linken, schrieb das Parteiblatt des Linksbündnisses Syriza, das Volk werde "dem korrupten System ein Ende bereiten". Eine neue "gerechte und solidarische Gesellschaft sei im Kommen"."
Endlich Gerechtigkeit, wie die aussieht, wissen wir aus vielen Experimenten schon: Verstaatlichung der Banken und der paar Firmen, die immer noch in Griechenland existieren. Flucht der Reichen und Fähigen, was bleibt, sucht sich einen der neu zu schaffenden Posten in Partei und Verwaltung. Dann werden nach und nach die Löhne angeglichen, nach unten natürlich. Die Parteikader werden davon ausgenommen, schliesslich schuften sie Tag- und Nacht für das Volk.
Ich finde, die Griechen haben sich den wahren Sozialismus redlich verdient und der sollte nicht (mehr) vom Ausland bezahlt werden, sondern selbst erarbeitet.
In Norwegen ist eine böse rot/grüne Regierung an der Macht, trotzdem haben die Norwegen den weltweit höchsten Lebensstandard und eine geringe Staatsverschuldung. Vielleicht könnte es den Griechen ähnlich gehen, wenn endlich die Ölindustrie verstaatlicht wird.
Warum löst das Wort "Sozial" einen derartigen Beisreflex aus.
Ich bin mir sicher, Sie wissen nicht was in den Parteiprogrammen der Parteien steht.
In Norwegen ist eine böse rot/grüne Regierung an der Macht, trotzdem haben die Norwegen den weltweit höchsten Lebensstandard und eine geringe Staatsverschuldung. Vielleicht könnte es den Griechen ähnlich gehen, wenn endlich die Ölindustrie verstaatlicht wird.
Warum löst das Wort "Sozial" einen derartigen Beisreflex aus.
Ich bin mir sicher, Sie wissen nicht was in den Parteiprogrammen der Parteien steht.
EUROPA VON OBEN
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
(Jean-Claude Juncker, Vorsitzender der Eurogruppe)
Möge sich dieser Antidemokrat bedeckt halten!
... hier ein heute sehr lesenswerter Link von 1999 dazu mit der Schlussbemerkung
"Hielten die Leute 2002 erst einmal die Banknoten und Münzen des Euro in den Händen, sagt Luxemburgs Juncker voraus, 'dann bildet sich bald ein neues Wir-Gefühl: wir Europäer'."
http://www.spiegel.de/spi...
Entfernt. Bitte äußern Sie respektvolle und konstruktive Kritik. Danke, die Redaktion/mk
... hier ein heute sehr lesenswerter Link von 1999 dazu mit der Schlussbemerkung
"Hielten die Leute 2002 erst einmal die Banknoten und Münzen des Euro in den Händen, sagt Luxemburgs Juncker voraus, 'dann bildet sich bald ein neues Wir-Gefühl: wir Europäer'."
http://www.spiegel.de/spi...
Entfernt. Bitte äußern Sie respektvolle und konstruktive Kritik. Danke, die Redaktion/mk
... hier ein heute sehr lesenswerter Link von 1999 dazu mit der Schlussbemerkung
"Hielten die Leute 2002 erst einmal die Banknoten und Münzen des Euro in den Händen, sagt Luxemburgs Juncker voraus, 'dann bildet sich bald ein neues Wir-Gefühl: wir Europäer'."
http://www.spiegel.de/spi...
Ja, phantastisch, das sehe ich. Griechen hetzen gegen Deutsche, Deutsche hetzen gegen Griechen, ein wahrer Harmonieverein ist diese Währungsunion!
wie auch er mich nun in seine Falle lockt, ist dumm.
Er ist einer der Leute mit den geringsten guten Gedanken. Weniger als ein Leichtgewicht. Ein sich selbst wichtig Macher, der weniger als nichts weiss.
Alle armen Länder der EU wollten den EURO, Deutschland wurde nicht gefragt, weil man die Antwort kannte nein zum EURO.
Aber genau für diesen Fall brauchte man Deutschland im EURO.
Das unsere Politiker (Volksvertreter möchte ich sie nicht nennen) als Marionetten gar keine andere Möglich hatten als den EURO mit Macht und sehr undemokratisch durchzusetzen , steht wohl ausser Frage
Nun haben wir das Desaster mit dem EURO.
Das Herr Junker Griechenland warnt ist klar, alle die sich gegen die EU stellen sind radikal veranlagt, den EURO möchten die Griechen behalten, da brauchen sich die Griechen auch keine Sorgen zu machen, die EU wird alles tun, damit ihr krankes Gebilde weiterhin bestand haben wird, egal wie die Wahl ausgeht,wieviel es kostet,wieviel Kapital verbrannt, wieviel arme Menschen es EU weit dadurch
auch geben wird (auch in D)
nur eben nicht mit einem anders denken Griechen an der Macht. Ist es Wahlbeeinflussung im Auftrag der EU?
oder doch nur Säbelrasseln?
Klappern gehört zum Handwerk auch in der EU und besonders für den kranken EURO.
R.F
Ja, phantastisch, das sehe ich. Griechen hetzen gegen Deutsche, Deutsche hetzen gegen Griechen, ein wahrer Harmonieverein ist diese Währungsunion!
wie auch er mich nun in seine Falle lockt, ist dumm.
Er ist einer der Leute mit den geringsten guten Gedanken. Weniger als ein Leichtgewicht. Ein sich selbst wichtig Macher, der weniger als nichts weiss.
Alle armen Länder der EU wollten den EURO, Deutschland wurde nicht gefragt, weil man die Antwort kannte nein zum EURO.
Aber genau für diesen Fall brauchte man Deutschland im EURO.
Das unsere Politiker (Volksvertreter möchte ich sie nicht nennen) als Marionetten gar keine andere Möglich hatten als den EURO mit Macht und sehr undemokratisch durchzusetzen , steht wohl ausser Frage
Nun haben wir das Desaster mit dem EURO.
Das Herr Junker Griechenland warnt ist klar, alle die sich gegen die EU stellen sind radikal veranlagt, den EURO möchten die Griechen behalten, da brauchen sich die Griechen auch keine Sorgen zu machen, die EU wird alles tun, damit ihr krankes Gebilde weiterhin bestand haben wird, egal wie die Wahl ausgeht,wieviel es kostet,wieviel Kapital verbrannt, wieviel arme Menschen es EU weit dadurch
auch geben wird (auch in D)
nur eben nicht mit einem anders denken Griechen an der Macht. Ist es Wahlbeeinflussung im Auftrag der EU?
oder doch nur Säbelrasseln?
Klappern gehört zum Handwerk auch in der EU und besonders für den kranken EURO.
R.F
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