Euro-Krise: "Die Deutschen haben Illusionen"
In der Krise hilft nicht nur Härte, sagt der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt im Interview. Deutschland werde für EU-Schulden haften müssen, sonst scheitere der Euro.
ZEIT ONLINE: Herr Schmidt, wie oft liegen Sie nachts wach und zweifeln an Ihrem Standpunkt in der Euro-Krise?
Christoph Schmidt: Die Unsicherheiten, mit denen wir alle leben müssen, sind zumindest nicht kleiner geworden.
ZEIT ONLINE: Wir fragen auch deshalb, weil amerikanische Ökonomen wie Paul Krugman ihren Kollegen in Deutschland regelmäßig vorhalten, sie lebten in einer "Fantasiewelt". Als Mitglied des Sachverständigenrates müssen Sie sich angesprochen fühlen.
Schmidt: Ich kann die Kritik teilweise verstehen. Wer im Moment von außen auf die Euro-Zone schaut, fragt sich zu Recht: Warum bekommt es ein Wirtschaftsraum mit so viel Vermögen und Wirtschaftskraft nicht hin, mit einer Stimme zu sprechen? Warum kriegt Europa es nicht hin?
ZEIT ONLINE:Amerika sucht die Schuld bei den Deutschen.
Schmidt: Das ist mir zu einfach. Deutschland tut schon heute viel für Europa. Was mir an der ganzen Debatte nicht behagt, ist die Polarisierung. Da sind die einen in Europa, die so tun, als werde plötzlich alles toll, nur wenn wir die Schulden vergemeinschaften und Euro-Bonds einführen. Vor allem in Deutschland haben wiederum viele die Illusion, die Krise sei allein mit mehr Härte und strengeren Regeln gegenüber dem Süden zu lösen. Beide Extreme führen nicht zum Ziel.
ZEIT ONLINE: Früher verliefen solche heißen Debatten zwischen Keynesianern und Neoklassikern. Heute heißt es: Briten und Amerikaner gegen die Deutschen. Woran liegt das?
Schmidt: Ich glaube nicht, dass sich hier grundsätzlich etwas verändert hat. Die Gräben in unserer Disziplin sind deshalb kleiner geworden, weil sich unser Fach weiterentwickelt hat und weil es auf Dauer eine lächerliche Position ist, immer nur auf die Nachfrage oder nur auf das Angebot zu schauen. Im aktuellen Streit geht es eher um nationale Interessen. Das ist etwas anderes.
ZEIT ONLINE: Dennoch gibt es hierzulande einen starken ideologischen Mainstream, der die Lösung der Krise schwierig macht. Als der Sachverständigenrat vor wenigen Monaten einen Vorschlag für einen Schuldentilgungspakt vorbrachte – also eine teilweise Vergemeinschaftung der europäischen Schulden – schrieb die FAZ gleich, der Plan sei "verantwortungslos".
Schmidt: Ich kann nur an alle appellieren, die Situation gut zu durchdenken. Wenn ich mich selbst frage, ob ich für eine teilweise Vergemeinschaftung von Schulden bin, muss ich die Alternativen abwägen. Und bislang habe ich keine guten Vorschläge gehört, welche diese sein könnten. Stattdessen stellt die Europäische Zentralbank immer mehr Liquidität zur Verfügung, damit die Währungsunion angesichts des Marktdruckes auf Italien und Spanien nicht auseinanderbricht. Das ist langfristig keine Lösung.




Es heißt immer, der Euro bzw. der Euroraum würde scheitern. Das ist doch völlig abwegig. Es würde ein Teil des Euroraums wegfallen. Oder welches Interesse hätten die nordeuropäischen Euroländer daran, ihre gemeinsame Währung wieder aufzugeben? Dass die Niederlande, Deutschland, Schweden, Finnland, Luxemburg, Österreich wieder zu ihren alten Währungen zurückkehren, ist unwahrscheinlich. Er hat sich bei ihnen bewährt und würde, wenn nur diese Staaten im Euroraum wären, unproblematisch sein. Wenn man ehrlich ist, muss man auch sagen, für wen es ein Scheitern im Euro wäre. Italien, Frankreich, Spanien etc.
streichen.
"Dass die Niederlande, Deutschland, Schweden, Finnland, Luxemburg, Österreich wieder zu ihren alten Währungen zurückkehren, ist unwahrscheinlich."
Schweden hat den Euro nie eingeführt, dort zahlt man weiterhin mit der Krone.
Schweden und Dänen haben gut daran getan, NICHT den EURO als Zahlungsmittel einzuführen. In Dänemark erfolgte dies im Rahmen zweier Volksabstimmungen. Trotz massiver Drohungen und Einschüchterungsversuche blieb man in Dänemark standhaft. Und entgegen aller Weltuntergangsprognosen steht die Welt in Dänemark immer noch.
Der EURO ist ein Trugbild, ein potemkinsches Dorf. So etwas kann keinen dauerhaften Bestand haben. Ich sehe eigentlich nur zwei Lösungen: entweder eine kleineuropäische Lösung in Form eines neu zu schaffenden Staates - oder die Rückkehr zu den Nationalstaaten.
Alles andere wäre ein Fass ohne Boden. Und dieses Fass ohne Boden will ich nicht - und der überwältigende Teil der Bevölkerung auch nicht. Da können Bänker, Broker, Zocker und Hedefondsmanager toben und schreien, wie sie wollen. Ihnen muss man einfach mal den Stecker raus ziehen.
.....man den Euro unbedingt erhalten und gar ausweiten will, dann nur in folgenden Staaten: Deutschland, Oesterreich, Luxemburg, Holland, Finnland, Schweden, Daenemark und Norwegen. Schliesslich stehen solche Staaten wirtschaftlich gut da und koennten sich fast ohne weiteres auch politisch einigen.
wird augenscheinlich fälschlicherweise und irreführend tituliert.
Wer ist damit gemeint ?
Mit solchen pauschalierenden Vorurteilen
“Die Deutschen“,
wird offenkundig auf ernsthafte Debattengrundlagen verzichtet. Viele Bürger/innen
sehen das weit verbreitete mediale, politische und wirtschaftliche Versagen illusionslos.
Zur besseren Information gehört, dass Meinungsgrundlagen mitgeteilt werden:
Prof. Dr. Christoph M. Schmidt ist Präsident des Rheinisch-Westfälisches Institutes für Wirtschaftsforschung, Essen, das von den Medien als wirtschaftsnah eingestuft wird.
Prof. Dr. Schmidt: ““.... fragt sich zu Recht: Warum bekommt es ein Wirtschaftsraum mit so viel Vermögen und Wirtschaftskraft nicht hin, mit einer Stimme zu sprechen? ....““
Europa ist ein Staatenbund, kein Bundesstaat.
Die Ungleichgewichte in den einzelnen Volkswirtschaften sind wesentliche Krisenmacher. Mit der gemeinsamen Währung wurden den Staaten mögliche Weichenstellungen zur Problembeseitigung genommen, z. B. das Ab- und Aufwerten von Währungen.
Ein Ersatz hierfür wurde nicht geschaffen. Dazu Prof. Stiglitz, Wirtschaft-Nobelpreisträger, 26. 01. 2012
““ .... sie (Anm.: Euro-Akteure) haben die ausgleichenden Zins- und Devisenmechanismen weggenommen und durch nichts anderes ersetzt.... Irland und Spanien hatten noch Überschüsse vor der Krise....““
http://www.handelsblatt.c...
Nicht alle siebenundzwanzig Finanzministern der EU sind mit dieser Steuer einverstanden und dennoch hat es den Herrn Schaeuble nicht gestoert, sie in nur neun Laendern einzufuehren. Daher frage ich mich: Warum kann und will man nicht auch mit dem Euro so verfahren? Es gibt Staaten, die die Auflagen der Euroeinfuehrung nicht erfuellen wollen und koennen und sollten daher, so hart das auch klingen mag, aus dem Euroraum rausgeschmissen werden.
Ich habe das D-Mark Deutschland nicht wenige Jahre erlebt. Es war ein gutes Deutschland indem es Renten, die jedem Bezieher ein menschenwuerdiges Leben ermoeglichten, gab. Es war ein Deutschland ohne die achthundert Lebensmittelausgabestellen ( Tafeln). Es war ein Deutschland indem es noch eine sehr breite Mittelschicht gab. Es war ein Deutschland indem es die Arbeitnehmer direkt beim Arbeitgeber, und nicht ueber ausbeuterische Leihfirmen, eingestellt waren. Es war ein Deutschland indem es die Kluft zwischen arm und reich nicht ins unermessliche ging. Die Schuld an dieser sehr negativen Entwicklung will ich, sozusagen, dem Euro in die Schuhe schieben, weil dessen Einfuehrung Transferleistungen in Milliardenhoehe notwendig gemacht hat. Geld, was nun zur erhaltung der deutschen sozialen Marktwirtschaft und somit den innerlichen Frieden fehlt.
streichen.
"Dass die Niederlande, Deutschland, Schweden, Finnland, Luxemburg, Österreich wieder zu ihren alten Währungen zurückkehren, ist unwahrscheinlich."
Schweden hat den Euro nie eingeführt, dort zahlt man weiterhin mit der Krone.
Schweden und Dänen haben gut daran getan, NICHT den EURO als Zahlungsmittel einzuführen. In Dänemark erfolgte dies im Rahmen zweier Volksabstimmungen. Trotz massiver Drohungen und Einschüchterungsversuche blieb man in Dänemark standhaft. Und entgegen aller Weltuntergangsprognosen steht die Welt in Dänemark immer noch.
Der EURO ist ein Trugbild, ein potemkinsches Dorf. So etwas kann keinen dauerhaften Bestand haben. Ich sehe eigentlich nur zwei Lösungen: entweder eine kleineuropäische Lösung in Form eines neu zu schaffenden Staates - oder die Rückkehr zu den Nationalstaaten.
Alles andere wäre ein Fass ohne Boden. Und dieses Fass ohne Boden will ich nicht - und der überwältigende Teil der Bevölkerung auch nicht. Da können Bänker, Broker, Zocker und Hedefondsmanager toben und schreien, wie sie wollen. Ihnen muss man einfach mal den Stecker raus ziehen.
.....man den Euro unbedingt erhalten und gar ausweiten will, dann nur in folgenden Staaten: Deutschland, Oesterreich, Luxemburg, Holland, Finnland, Schweden, Daenemark und Norwegen. Schliesslich stehen solche Staaten wirtschaftlich gut da und koennten sich fast ohne weiteres auch politisch einigen.
wird augenscheinlich fälschlicherweise und irreführend tituliert.
Wer ist damit gemeint ?
Mit solchen pauschalierenden Vorurteilen
“Die Deutschen“,
wird offenkundig auf ernsthafte Debattengrundlagen verzichtet. Viele Bürger/innen
sehen das weit verbreitete mediale, politische und wirtschaftliche Versagen illusionslos.
Zur besseren Information gehört, dass Meinungsgrundlagen mitgeteilt werden:
Prof. Dr. Christoph M. Schmidt ist Präsident des Rheinisch-Westfälisches Institutes für Wirtschaftsforschung, Essen, das von den Medien als wirtschaftsnah eingestuft wird.
Prof. Dr. Schmidt: ““.... fragt sich zu Recht: Warum bekommt es ein Wirtschaftsraum mit so viel Vermögen und Wirtschaftskraft nicht hin, mit einer Stimme zu sprechen? ....““
Europa ist ein Staatenbund, kein Bundesstaat.
Die Ungleichgewichte in den einzelnen Volkswirtschaften sind wesentliche Krisenmacher. Mit der gemeinsamen Währung wurden den Staaten mögliche Weichenstellungen zur Problembeseitigung genommen, z. B. das Ab- und Aufwerten von Währungen.
Ein Ersatz hierfür wurde nicht geschaffen. Dazu Prof. Stiglitz, Wirtschaft-Nobelpreisträger, 26. 01. 2012
““ .... sie (Anm.: Euro-Akteure) haben die ausgleichenden Zins- und Devisenmechanismen weggenommen und durch nichts anderes ersetzt.... Irland und Spanien hatten noch Überschüsse vor der Krise....““
http://www.handelsblatt.c...
Nicht alle siebenundzwanzig Finanzministern der EU sind mit dieser Steuer einverstanden und dennoch hat es den Herrn Schaeuble nicht gestoert, sie in nur neun Laendern einzufuehren. Daher frage ich mich: Warum kann und will man nicht auch mit dem Euro so verfahren? Es gibt Staaten, die die Auflagen der Euroeinfuehrung nicht erfuellen wollen und koennen und sollten daher, so hart das auch klingen mag, aus dem Euroraum rausgeschmissen werden.
Ich habe das D-Mark Deutschland nicht wenige Jahre erlebt. Es war ein gutes Deutschland indem es Renten, die jedem Bezieher ein menschenwuerdiges Leben ermoeglichten, gab. Es war ein Deutschland ohne die achthundert Lebensmittelausgabestellen ( Tafeln). Es war ein Deutschland indem es noch eine sehr breite Mittelschicht gab. Es war ein Deutschland indem es die Arbeitnehmer direkt beim Arbeitgeber, und nicht ueber ausbeuterische Leihfirmen, eingestellt waren. Es war ein Deutschland indem es die Kluft zwischen arm und reich nicht ins unermessliche ging. Die Schuld an dieser sehr negativen Entwicklung will ich, sozusagen, dem Euro in die Schuhe schieben, weil dessen Einfuehrung Transferleistungen in Milliardenhoehe notwendig gemacht hat. Geld, was nun zur erhaltung der deutschen sozialen Marktwirtschaft und somit den innerlichen Frieden fehlt.
Dann Scheitert eben der Euro. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende aus Betrug, Verantwortungslosigkeit und Erpressung.
zumindest sollte diese Option auf dem Verhandlungstisch, um den Südländern den Ernst der Lage klar zu machen.
Wenn dies nicht getan wird, dann werden weiter Kredite aufgenommen, die eines Tages paltzen.
Das "Ende mit Schrecken" kommt, WENN Europa "weiter so" macht...
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/au.
zumindest sollte diese Option auf dem Verhandlungstisch, um den Südländern den Ernst der Lage klar zu machen.
Wenn dies nicht getan wird, dann werden weiter Kredite aufgenommen, die eines Tages paltzen.
Das "Ende mit Schrecken" kommt, WENN Europa "weiter so" macht...
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/au.
streichen.
Wenn sich IT, FR, GR, ES, P und Co verabschieden, haette man eine echte Chance, dass die Schweden bei der dritten Volksbefragung zu dem € mit "ja" stimmen. Vielleicht koennte man sogar noch jemand von den Skandinaven dafuer begeistern.
Ob D fuer die Schulden haftet oder nicht, das Problem kommt wieder. IT, GR, FR, ES werden niemals wie Nordeuropa denken, was auch gut ist. Allerdings muss das auch endlich realisieren, und wieder jedem die Moeglichkeit so zu leben wie es eben der Kultur entspricht.
Wenn FR und SLO wieder Rente mit 60 einfuehren, dann sollen sie doch. Ein gemeinsammes Schuldenkonto sollte man mit solchen Laendern jedoch nicht haben. Jeder muss seine nationalen utopischen Traeume selbst bezahlen.
Wenn sich IT, FR, GR, ES, P und Co verabschieden, haette man eine echte Chance, dass die Schweden bei der dritten Volksbefragung zu dem € mit "ja" stimmen. Vielleicht koennte man sogar noch jemand von den Skandinaven dafuer begeistern.
Ob D fuer die Schulden haftet oder nicht, das Problem kommt wieder. IT, GR, FR, ES werden niemals wie Nordeuropa denken, was auch gut ist. Allerdings muss das auch endlich realisieren, und wieder jedem die Moeglichkeit so zu leben wie es eben der Kultur entspricht.
Wenn FR und SLO wieder Rente mit 60 einfuehren, dann sollen sie doch. Ein gemeinsammes Schuldenkonto sollte man mit solchen Laendern jedoch nicht haben. Jeder muss seine nationalen utopischen Traeume selbst bezahlen.
Jeder sollte sich mal das Interview mit Dirk Müller anschauen:
http://www.youtube.com/wa...
Wäre schön, die Medien würden die Sache auch mal so klar darstellen.
Begrabt endlich diesen Euro und lasst Euch nicht an der Nase rumführen.
Danke fuer den Link zum Interview. Warum werden derartige Beitraege, welche den Kern fast aller aktuellen Probleme beleuchten, immer versteckt zu unmoeglichen Zeiten in Spartenprogrammen gezeigt ? Die Antwort darauf findet sich auch in dem Interview mit Dirk Mueller. Es ist schlichtweg nicht erwuenscht, dass die breite Masse versteht, wie sie jeden Tag von vorne bis hinten belogen und um ihre Zukunft betrogen wird. Das Schuldgeldsystem ist wieder einmal am Ende angelangt und jeder, der sich das Gehirn von den Massenmedien noch nicht hat eindampfen lassen, kann es sehen. Es ist schlichtweg hoffnungslos. Die Menschen gehen auf die Strasse, um moderne Gladiatorenkaempfe zu feiern, aber haben keine Zeit und Lust fuer Ihre Zukunft die Strasse zu erobern, obwohl dies schon lange ueberfaellig ist.
Es wuerde nicht verwundern wenn beim Versuch den Euro zu demontieren, der Euro wie eine Sprungfeder ins Gesichts fatzen wuerde.
Stellt sich somit die zentrale Frage, wer dann fuer die Behandlungskosten aufkommt.
Benutzer Glik? - Moeglicherweise.
Mr. DAX? - Mit Sicherheit nicht.
Danke fuer den Link zum Interview. Warum werden derartige Beitraege, welche den Kern fast aller aktuellen Probleme beleuchten, immer versteckt zu unmoeglichen Zeiten in Spartenprogrammen gezeigt ? Die Antwort darauf findet sich auch in dem Interview mit Dirk Mueller. Es ist schlichtweg nicht erwuenscht, dass die breite Masse versteht, wie sie jeden Tag von vorne bis hinten belogen und um ihre Zukunft betrogen wird. Das Schuldgeldsystem ist wieder einmal am Ende angelangt und jeder, der sich das Gehirn von den Massenmedien noch nicht hat eindampfen lassen, kann es sehen. Es ist schlichtweg hoffnungslos. Die Menschen gehen auf die Strasse, um moderne Gladiatorenkaempfe zu feiern, aber haben keine Zeit und Lust fuer Ihre Zukunft die Strasse zu erobern, obwohl dies schon lange ueberfaellig ist.
Es wuerde nicht verwundern wenn beim Versuch den Euro zu demontieren, der Euro wie eine Sprungfeder ins Gesichts fatzen wuerde.
Stellt sich somit die zentrale Frage, wer dann fuer die Behandlungskosten aufkommt.
Benutzer Glik? - Moeglicherweise.
Mr. DAX? - Mit Sicherheit nicht.
Die anderen Mitglieder der EURO-Zone aber auch.
Dieser Tilgungsfond wird die Südeuropäer nicht dazu bringen ihre Länder politisch umzubauen (Härte und sowas...). Der Tilgungsfond wird auf lange Sicht sogar schädlich für das Gesamtkonstrukt EURO sein. Den auch irgenwann - nicht auf einem Schlag - muss auch diese Schulden getilgt werden. Das wird dann nachhaltig die Haushaltspolitik der Länder beeinflussen. Zu dem ist dieser Fond ein Tritt ins' Gesicht für alle recht und billig denkenden Menschen in Europa.
Die Interviewer spielen ihrem "Experten" einen Steilpass nach dem anderen zu. Dieser weis dann natürlich brillieren. Vergessen Sie bitte nicht, dass die Tatsache, das dieser Typ Wirtschaftsweise ist, ihn nicht automatisch kompetenter macht. Von der politischen Komponente dieser Debatte verstehen diese Herren nämlich herzlich wenig. Überhaupt: Welche Deutschlandprognosen von denen haben scon mal gestimmt?
Auch innehalb der Wirtschaftsweisen gibt es andere Meinungen. Das Interview erweckt aber den Eindruck, als währe der gesamte Verein dieser "Voll-Weisen" dieser Meinung und die Regierung würde sich wieder den "Wissenschaften" verhalten.
Die Illusion ist, dass das Finanzsystem einen Sinn macht.
Wie kann man nur ein System verteidigen, - also wirklich nur ein Beispiel, ein klitzekleines Beispiel: das zB den Hunger in der Welt nicht löst, sondern verschärft?
Wie kann man Spekulation um Nahrungsmittel zu lassen?
Also das ist jetzt sehr kurz gefasst, aber im Wesentlichen: drückt sich eine strukturelle Gewalt mit dem System aus.
Dieser Euro ist beispielhaft für das Wirtschaftssystem, auch wenn es eigentlich nur ein Unterbau der Wirtschaft ist, funktioniert es in derselben bösen Abstraktheit, mit der sich über Missverhältnisse im Globalen wie Kommunalen hinweg setzten lässt, während dann in Nischen und Randbereichen Klimaänderung, Umweltschutz, Menschenrechte angemahnt werden.
Warum werden die strukturellen Missverhältnisse von Experten nicht erkannt?
Dieses Zinssystem sorgt für eine andauernde, stetige Erschwerung des Lebensbedingungen. Das ist die Illusion, dass man mit diesem System - aus dem Heute betrachtet - auf Jahre hinaus noch zurecht kommen kann.
Die Illusion ist auch, dass es keine Alternative gäbe. Die Illusion der meisten ist es, dass zB bei einem anderen System vieles nicht mehr funktioniert.
Lasst euch mal vor Augen führen, dass man diesem System, also mit diesem Zins, dem Umverteilen von unten nach oben usw., dass man diesem System vor der EInführung geglaubt hätte, es würde funktionieren. Am Anfang funktioniert so ein System ja auch. Aber auch nur mit Illusionen, dass es zB fair sei.
wie hoch ist die haftungssumme? fuer wen haftet man? staatsschulden oder doch glaeubiger- aka bankenrettung damit auch wirklich bis zum letzten kleinsparer niemand zu spueren bekommt, das hier mindestens was faul ist...
wer solche vorschlaege macht, soll zunaechst mal zahlen auf den tisch legen.
ausgehend vom ziel der eurorettung mag der vorschlag geeignet sein, aber der preis den man als buerger politisch, tatsaechlich und versteckt bezahlen wird, ist das einzige interessante fuer die haftungsuebernahme.
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