Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit der Commerzbank um eine Stufe auf A3 gesenkt. Insgesamt senkte Moody's im Zuge der europäischen Schuldenkrise die Bewertungen von sieben deutschen und drei österreichischen Banken . Die Agentur begründete dies mit höheren Risiken wegen der Krise in der Euro-Zone und den begrenzten Fähigkeiten dieser Banken, Verluste zu kompensieren.

Die DZ Bank , die Dekabank, die Deutschen Hypothekenbank sowie die Landesbanken Baden-Württemberg , Hessen-Thüringen und NordLB wurden um je eine Stufe abgestuft. Ebenso erging es der deutschen Tochter der italienischen Unicredit . Eine Neubewertung der Deutschen Bank laufe ebenfalls, sei aber noch nicht abgeschlossen, teilte Moody's mit. Für die Commerzbank , die zweitgrößte deutsche Bank, wurde der Ausblick negativ bewertet.

In Österreich wurden Unicredit Austria und die börsennotierte Raiffeisen Bank um eine Stufe auf A3, beziehungsweise A2 gesenkt. Die Bewertung der Ersten Bank sank sogar um zwei Noten auf A3. Die Risiken durch Problemkredite in osteuropäischen Kernmärkten österreichischer Banken bleiben nach Ansicht der Rating-Agentur weiter hoch.

Als weiteren Grund für die Herabstufung nannte Moody's das vergleichsweise geringe Eigenkapital der österreichischen Banken. Zwar habe es in den vergangenen Jahren einige Verbesserungen beim Kernkapital gegeben, doch im Vergleich mit anderen europäischen Banken hätten die drei großen österreichischen Institute für ihre Risikoprofile noch immer wenig Eigenkapital.