Facebook-Börsengang Nasdaq will Händler für Pannen entschädigen

40 Millionen Dollar Entschädigung: Die US-Technologiebörse will für die Probleme beim Facebook-Börsengang aufkommen. Facebook selbst hat sein Mobilnutzer-Problem gelöst.

Die US-Technologiebörse Nasdaq will Finanzfirmen nach den technischen Pannen beim Facebook-Börsengang für ihre Verluste entschädigen. Die Nasdaq habe dafür einen Sonderfonds von 40 Millionen Dollar bewilligt, teilte die Börsenleitung mit. Der Plan wurde der Börsenaufsicht zur Prüfung vorgelegt.

Beim Börsenstart von Facebook hatte es am 18. Mai große technische Probleme gegeben: Händler wussten zum Teil stundenlang nicht, ob ihre Aufträge ausgeführt wurden. Ihre Verluste werden auf 100 bis 120 Millionen Dollar geschätzt. Die Nasdaq will den ihr angeschlossenen Händlern bei einem Nachweis von Schäden 13,7 Millionen Dollar in bar auszahlen. Die technischen Probleme seien inzwischen behoben, hieß es.

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Die Facebook-Aktie kann ihre schlechten Werte indes weiterhin nicht verbessern. Nach einem kräftigen Abschlag von 3,8 Prozent wurde das Wertpapier am Mittwoch zunächst mit Kursen um 26 Dollar gehandelt – fast ein Drittel unter dem Ausgabekurs von 38 Dollar.

Facebook sucht unterdessen weiter nach einer Lösung für ein Problem, das viele Investoren abschreckt. Die vielen Nutzer, die den Dienst von Smartphones und Tablets aus ansteuern, bringen dem Onlinenetzwerk bisher kein Geld, weil dort keine Werbung angezeigt wird.

Nun können sich Firmen auch Werbeplätze in den Nachrichtenströmen von Mitgliedern auf mobilen Geräten buchen, wie aus den aktuellen Facebook-Angebotslisten hervorgeht. Dabei geht es um sogenannte gesponserte Storys, bei denen zum Beispiel positive Äußerungen von Nutzern über eine Marke weiterverbreitet werden.

Von den gut 900 Millionen Nutzern greifen nach jüngsten Angaben fast 500 Millionen von mobilen Geräten auf das Netzwerk zu. Facebook sah sich wenige Tage vor dem Börsengang zu der Warnung gezwungen, die Umsätze könnten dadurch langsamer wachsen als erwartet. Das hatte die Skepsis der Investoren verstärkt.

 
Leserkommentare
    • Ranjit
    • 07.06.2012 um 10:46 Uhr

    "Facebook selbst hat sein Mobilnutzer-Problem gelöst."

    Sollte man nicht erst abwarten, wie die Nutzer darauf reagieren?

    Oh, ich vergaß: Facebook sind die Nutzer ja egal.

    Eine Leserempfehlung
    • TRK
    • 07.06.2012 um 11:11 Uhr

    warum jetzt die aufregung. facebook hatte nie einen substanzwert. facebook bietet kein produkt an. facebook lebt nur von der histerie!? die börse und die banken, die alle hochqualifizierte mitarbeiter haben, haben das gewusst. aber es ging eben nur darum, dass diese die provision abschöpfen können. ich schätze in einem jahr wird der kurs bei 10 liegen. aber das ist immer noch zu hoch, da ja nichts da ist. überlegen: warum hat der sonny-boy facebook gleich nach eröffnung der börse für 1 mrd bares aktien verkauft? vielleicht weil er wusste um die blase?

  1. auf den genannten Geräten sind technisch, aber auch durch die menschliche Wahrnehmungsfähigkeit ganz natürlich begrenzt. - Ich kann mir nicht vorstellen, wer gesponserte Jubelartikel auf seinem Smartphone oder Tablet lesen will. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß es auf der Welt eine Marketingdivision gibt, die ihrer Firma eine derart dumme, imageschädigende Maßnahme zumutet.

    Herr Zuckerberg & Konsorten haben denke ich ihren Schnitt gemacht. Einige Zocker haben Geld verschossen, na und? Den Facebook-Usern wird das kaum noch wehtun, und wenns ihnen zu dumm wird, sind sie woanders. - Tja, so demokratisch ist das Netz nun mal :) gut so

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