Euro-Krise: Spanien wird Anleihen nur zu hohen Zinsen los
Das bedrängte Spanien muss nun auch für kurzfristige Staatsanleihen deutlich mehr Zinsen bezahlen. Die Banken des Landes könnten zudem mehr Geld brauchen.
Der Druck auf Spanien nimmt weiter zu: Bei einer Auktion von Staatsanleihen musste die spanische Regierung deutlich höhere Renditen zahlen. Der durchschnittliche Zins bei der Ausgabe von 12-Monats-Papieren stieg auf 5,074 Prozent. Bei der letzten Auktion musste das Land lediglich 2,985 Prozent bieten.
Bei den ausgegebenen 18-monatigen Staatsanleihen legte die Rendite sogar auf 5,107 Prozent zu von zuletzt 3,302 Prozent. Insgesamt sammelte Spanien 3,04 Milliarden Euro ein.
Die hohen Renditen ließen allerdings die Nachfrage steigen. Die Auktion der 12-Monats-Papiere war 2,2-fach überzeichnet, die 18-Monats-Papiere waren 4,4-fach überzeichnet. Trotz der großen Nachfrage dürfte die Mittelaufnahme zu diesen Konditionen für Spanien kaum lange durchzuhalten sein. Am Donnerstag will die Regierung bis zu fünfjährige Anleihen anbieten.
Bedarf spanischer Banken größer?
Schlechte Nachrichten kommen auch aus dem spanischen Bankensektor: Die faulen Kredite in den Büchern der Banken sind auf den höchsten Stand seit 1994 gestiegen, wie aus Daten der spanischen Zentralbank hervorgeht. Im April kletterte der Anteil der Kredite in Zahlungsverzug von 8,32 auf 8,72 Prozent. Das entspricht einer Summe von etwa 152 Milliarden Euro.
Spanische Medien berichteten, dass die mit der Prüfung der spanischen Banken beauftragten Unternehmen Oliver Wyman und Roland Berger einen Mittelbedarf von bis zu 150 Milliarden Euro ausmachen könnten. Das wäre deutlich mehr als die angekündigten 100 Milliarden Euro umfassenden Bankenhilfen für Spanien aus den europäischen Rettungsfonds.






Es ist genau dieses Verhalten einiger Südländer, die eigenen Probleme nur nach und nach zuzugeben und Konsequenzen für die eigene, nationale Politik u vermeiden was die Krise verschärft. Dieses Verhalten ist zutiefst unsolidarisch und ich fühle mich durch den Süden betrogen. Vor der Immobilienblase wurde schon vor über zehn Jahren gewarnt und seit vier Jahren ist es akut. Und jetzt sollen deutsche Bürger dafür zahlen? Das ist ein gerechtes Europa?
Natürlich ist das gerecht, denn umgekehrt sind es ja in Deutschland die Südländer, die seit Jahrzehnten für die Nordländer und Ostländer zahlen. Insofern ist Europa da genauso gerecht wie Deutschland selbst.
gewarnt und seit vier Jahren ist es akut."
Vor 10 Jahren lobte die vereinigte Schar der Wirtschaftsexperten Spanien in den Himmel und schalt Deutschland den kranken Mann Europas, das Schlusslicht. Das Gezeter ging so lange, bis Schröder seine Agenda Politik von der Leine ließ.
Vor 4 Jahren, als von Amerika die Hypothekenkrise ausging, lobte die vereinigte Schar der Wirtschaftsexperten die spanische Bankenpolitik ausdrücklich wegen ihrer Zugeknöpftheit und daraus folgender Immunität gegenüber den faulen Kreditpapieren aus Amerika.
Wir sollten dringend anfangen, selber zu denken und nicht mehr auf den vereinigten Chor aus Wirtschaftsexperten und Wirtschaftsjournalisten hören, deren größtes Ziel zu sein scheint, über sich anbahnende schädliche Entwicklungen hinwegzutäuschen, um die Börsenumsätze durch gute Laune und falsche Vorspiegelungen zu steigern.
Zur Zeit wird die harte Deutsche Sparpolitik und die Leidensfähigkeit der arbeitenden Bevölkerung in den Himmel gelohnt. Wir können sehr sicher sein, dass genau diese Eigenschaften und diese Politik den Griechen, Portugiesen und Spaniern noch weiter zu Boden ziehen wird, dass der Finanzbedarf steigen wird, dass die anderen Länder einspringen müssen und dass, wenn wir nicht die Euro-Politik auf _alle_ Euro-Länder ausrichten, der Euro daran zerbrechen wird.
Aber das ist noch 1-2 Jahre hin. Zu fern für unsere Experten.
Natürlich ist das gerecht, denn umgekehrt sind es ja in Deutschland die Südländer, die seit Jahrzehnten für die Nordländer und Ostländer zahlen. Insofern ist Europa da genauso gerecht wie Deutschland selbst.
gewarnt und seit vier Jahren ist es akut."
Vor 10 Jahren lobte die vereinigte Schar der Wirtschaftsexperten Spanien in den Himmel und schalt Deutschland den kranken Mann Europas, das Schlusslicht. Das Gezeter ging so lange, bis Schröder seine Agenda Politik von der Leine ließ.
Vor 4 Jahren, als von Amerika die Hypothekenkrise ausging, lobte die vereinigte Schar der Wirtschaftsexperten die spanische Bankenpolitik ausdrücklich wegen ihrer Zugeknöpftheit und daraus folgender Immunität gegenüber den faulen Kreditpapieren aus Amerika.
Wir sollten dringend anfangen, selber zu denken und nicht mehr auf den vereinigten Chor aus Wirtschaftsexperten und Wirtschaftsjournalisten hören, deren größtes Ziel zu sein scheint, über sich anbahnende schädliche Entwicklungen hinwegzutäuschen, um die Börsenumsätze durch gute Laune und falsche Vorspiegelungen zu steigern.
Zur Zeit wird die harte Deutsche Sparpolitik und die Leidensfähigkeit der arbeitenden Bevölkerung in den Himmel gelohnt. Wir können sehr sicher sein, dass genau diese Eigenschaften und diese Politik den Griechen, Portugiesen und Spaniern noch weiter zu Boden ziehen wird, dass der Finanzbedarf steigen wird, dass die anderen Länder einspringen müssen und dass, wenn wir nicht die Euro-Politik auf _alle_ Euro-Länder ausrichten, der Euro daran zerbrechen wird.
Aber das ist noch 1-2 Jahre hin. Zu fern für unsere Experten.
Entfernt. Bitte diskutieren Sie differenziert und verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/mk
Ich habe hier gegen das Bashing mit Sarkasmus angeschrieben.
Beleidigt habe ich niemanden, also lassen Sie bitte solche Sprüche!
Ich habe hier gegen das Bashing mit Sarkasmus angeschrieben.
Beleidigt habe ich niemanden, also lassen Sie bitte solche Sprüche!
Natürlich ist das gerecht, denn umgekehrt sind es ja in Deutschland die Südländer, die seit Jahrzehnten für die Nordländer und Ostländer zahlen. Insofern ist Europa da genauso gerecht wie Deutschland selbst.
die europaeische eben nicht.
Wenn in Deutschland ein Ausgleich stattfindet, dann unter einem Parlament und unter den gleichen Kontrollinstitutionen. Außerdem zahlen wir Steuern nach den gleichen Steuersätzen. Außerdem müsste nach ihrer Argumentation Holland auch für Regionen auf den Philippinen zahlen, denn es genügt ja, dass einer weniger hat. Ihr Argument ist absurd.
die europaeische eben nicht.
Wenn in Deutschland ein Ausgleich stattfindet, dann unter einem Parlament und unter den gleichen Kontrollinstitutionen. Außerdem zahlen wir Steuern nach den gleichen Steuersätzen. Außerdem müsste nach ihrer Argumentation Holland auch für Regionen auf den Philippinen zahlen, denn es genügt ja, dass einer weniger hat. Ihr Argument ist absurd.
Ich glaube, ich hab die Lösung gefunden.
Alle EU Länder koppeln die Spitzensteuer für Einkommen über 500.000 € und eine Vermögensabgabe, auf Vermögen über 1.000.000 € an das Rating der Länder. Und zwar immer an das schlechteste von Allen.
AAA weg ? Steuer und Abgabe sofort auf 90 % . Ich wette, 2 Std. nach Bekanntwerden der Pläne, finden die Dienstleister bei Moodys plötzlich Tausend Gründe dass Europa, um es mit Schäuble zu sagen "Auf einem guten Weg ist".
graphicdog
Wer Ironie findet, darf sie sich zu eigen machen
Irgendwie erinnert mich dies an den Ausbruch der Kriese in Griechenland. Hier eine Zitat aus dem Jahr 2010 von Handelsblatt: "Eine EZB-Studie zeigt: Es war vor allem die Bankenrettung, die das Land in Not brachte. Denn das Kreditrisiko stieg massiv, während das der Banken in gleichem Ausmaß sank. Jetzt verlangen die Verursacher von dem Land Risikoaufschläge." (http://www.handelsblatt.c...)
Sind die Politiker wirklich so doof um so etwas zu wiederholen oder sind sie wirklich nur Marionetten der Finanzoligarchie?
Die Zinsen für die spanischen Staatsanleihen steigen ja wohl auch, weil den spanischen Banken das Geld ausgegangen ist, das sie von der EZB im Frühjahr bekommen haben - immerhin ca.322 Milliarden Euro. Angeblich halten spanische Banken für über 200 Milliarden Euro Staatsanleihen. Bankrotte Banken stützen bankrotte Staaten.
Die EU kennt jedoch kein Erbarmen und beschäftigt sich weiter mit Bankenunion, Eurobonds, Wachstumspaket und Fiskalunion - alles Lösungsansätze, für die es keine Mehrheit gibt und die allenfalls als wirkungslose Kompromisse verpuffen.
Man scheint zu warten, bis sich alles so heillos zuspitzt, dass niemand mehr eine unpopuläre Entscheidung treffen muss, weil das Ganze eine Eigendynamik bekommt.
Ich habe hier gegen das Bashing mit Sarkasmus angeschrieben.
Beleidigt habe ich niemanden, also lassen Sie bitte solche Sprüche!
die europaeische eben nicht.
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