Arbeiter in einer Goldmine in Ghana © Hereward Holland/Reuters

Afrikas Volkswirtschaften haben einer Studie zufolge deutliche Fortschritte erzielt. Auch wenn es noch Probleme gebe, habe die "politische und wirtschaftliche Stabilität in Subsahara-Afrika insgesamt zugenommen", ist das Fazit einer Untersuchung der Commerzbank . "Die Volkswirtschaften in vielen Ländern Afrikas haben nach den Krisen der Vergangenheit einen deutlichen Weg in Richtung Wachstum eingeschlagen", heißt es darin.

Verantwortlich für die positive Wirtschaftsentwicklung ist der Studie zufolge die hohe Nachfrage nach Rohstoffen vor allem in boomenden asiatischen Ländern. Vor allem Öl, Gold, Kupfer und Kaffee zählten zu den Exportschlagern. Mittelfristig trauen die Experten den Staaten südlich der Sahara wie Nigeria , Ghana , Südafrika und Kenia , ein jährliches Wachstum von real rund sechs Prozent zu.

Die Zeichen für die Region stünden auf eine anhaltend positive Entwicklung, sagte Rainer Schäfer, Leiter der Commerzbank-Länderrisikoanalyse und einer der Studienautoren. "In den größeren Städten bildet sich eine Mittelschicht , die zunehmend qualitativ höherwertige Produkte nachfragt. Hiervon werden auch der Dienstleistungssektor und insbesondere die Finanzwirtschaft profitieren."

Potenzial mit Risiken

Allerdings ist die Liste von Schwächen und Risiken der Region nach wie vor lang: Niedriges Bildungsniveau, mangelnde Infrastruktur, Korruption und bürokratische Hürden bremsen nach Einschätzung der zweitgrößten deutschen Bank oft die wirtschaftliche Entwicklung auf dem Kontinent.

"Die größte Herausforderung für Subsahara-Afrika liegt in der demografischen Entwicklung. Das aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums kräftig zunehmende Arbeitskräftepotenzial kann nur durch die Schaffung von zusätzlichen Jobs aufgefangen werden", sagte Florian Witt, Abteilungsleiter Afrika bei der Commerzbank-Mittelstandsbank.