Lokführer: Streiks bei Bahn während Urlaubszeit abgewendet
Die Lokführer-Gewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn haben ihren Tarifstreit beigelegt. Die GDL hatte mehrfach mit Streiks gedroht.
Bei der Deutschen Bahn (DB) wird es im Sommer keine Warnstreiks geben. Die Lokführergewerkschaft GDL und die DB verständigten sich auf ein Tarifpaket von insgesamt 7,3 Prozent über eine Laufzeit von zwei Jahren. Rückwirkend zum 1. Juli erhalten die gut 20.000 Lokführer nun zunächst eine Erhöhung von 3,8 Prozent, ab November 2013 weitere 2,4 Prozent. Die betriebliche Altersvorsorge wird zu diesem Zeitpunkt um gut ein Prozent aufgestockt.
Gewerkschaft und Arbeitgeber einigten sich bereits in der zweiten Verhandlungsrunde. Die GDL hatte sieben Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr gefordert – und im Vorfeld gedroht, dass es noch in der Urlaubszeit zu Arbeitsniederlegungen kommen könnte, sollten die Verhandlungen scheitern. Kurz vor Beginn der zweiten Runde am Montagnachmittag hatten beide Seiten aber bereits Einigungswillen signalisiert.
Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sprach von langen, aber guten Verhandlungen mit einem fairen Ergebnis. Der Abschluss erhöhe die Planungssicherheit in einer Phase, "die durch Unsicherheiten in der Euro-Krise geprägt ist und zu einer Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik führen kann", sagte Weber. GDL-Chef Claus Weselsky zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. "Das ist eine gute Erhöhung der Einkommen."
Neben den Lohnerhöhungen verständigten sich beide Seiten auch auf eine Ausbildungsinitiative, mit der die Zahl der Lehrlinge für den Lokführer-Beruf in diesem und in den Folgejahren auf 500 erhöht werden soll.
Die GDL hatte sich in der Vergangenheit wiederholt Auseinandersetzungen – auch mit längeren Streiks – mit dem Staatskonzern geliefert. Die Gewerkschaft steht in Konkurrenz zur weitaus größeren Arbeitnehmervertretung EVG, die die übrigen Berufsgruppen in Deutschland mit weit über 100.000 Beschäftigten vertritt. Die EVG wird Ende des Jahres mit der Bahn über mehr Löhne verhandeln. Das Tarifergebnis mit der GDL gilt daher auch als Messlatte für diese Gespräche.




Das ist aber schön, dass ein Streik abgewendet werden konnte. Wahrscheinlich hat die Deutsche Bahn nur kurz darauf verwiesen, dass sie Arbeitskämpfe einfach aussitzen würde, bis die Streikkasse der GDL leer ist. Wie beim letzten Mal, als die Lokführer der DB aus unerfindlichen Gründen für ihre eigenen Konkurrenten mitstreikten. Bis allen auffiel, dass es die Arbeitgeber nicht zu kümmern schien, die Kunden aber langsam zu Fackel und Heugabel griffen.
Tja Freunde, das Mittel des Streiks ist ausgereizt. So ist das, wenn jeder seine eigene Sparte hat, Einigkeit hätte stark gemacht, aber die Herren Lokführer kennen ja inzwischen nur noch die eigenen Interessen und haben jede Solidarität gegenüber den anderen Kollegen fahren lassen.
Meinen Sie die Einigkeit eine schwachen Gewerkschaft wie der EVG mit dem Arbeitgeber und deren wirtschaftliche Abhängikeit vom selbigen?
Meinen Sie die Einigkeit eine schwachen Gewerkschaft wie der EVG mit dem Arbeitgeber und deren wirtschaftliche Abhängikeit vom selbigen?
Meinen Sie die Einigkeit eine schwachen Gewerkschaft wie der EVG mit dem Arbeitgeber und deren wirtschaftliche Abhängikeit vom selbigen?
Zu dem gut geschriebenen Bericht der Zeit-Redakteure hat Herr "Oliver van Troogk" inhaltlich so dünn als Erster kommentiert, da muss man sich förmlich darauf beziehen und ein wenig Klarstellen!
Weil Herr "Oliver van Troogk" eben kaum was hierzu weiß, hat er gleich mal am Anfang etwas total durcheinander gebracht. Nicht wurde die Deutsche Bahn AG dafür bestreikt, dass die Konkurrenten auch den BundesLokführerRahmenTarifvertrag (BuRaLfTV) unterzeichnen, sondern zunächst dafür, dass auch die DB sich damals wieder ernst bemühte mit der GDL und den auch den großen Privaten so zu verhandeln, dass letztlich neben diesen Tarifvertrag auch unter anderem ein wirksamer Betreiberwechseltarifvertrag von der DB und inzwischen auch vielen großen Privaten unterzeichnet zu erhalten. Der ist vor allem für die Zukunft von sehr großer Bedeutung für alle in der GDL organisierten Lokführer – er sichert grob ausgedrückt ihre sozialen Statis.
"Oliver van Troogk" wird vermutlich neidisch sein, dass die Einkommen dieser Berufssparte steigen, dass es dort inzwischen wesentlich bessere Arbeitsbedingungen wieder gibt als noch vor fünf Jahren und dass es in Zukunft auch verbesserte soziale Absicherungen gibt, weil Ausschreibungen in Deutschland zwar hin und her vergeben werden, aber am Ende immer das Personal sonst der Dumme wäre.
FAZIT: Wenn schon Kommentare hier abgeben, dann bitte wenigstens etwas fundamentiert!
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