Bankenskandale: Straflosigkeit ermöglicht die Kultur der Gier
Der Rücktritt von Ex-Barclays-Chef Diamond reicht nicht aus. Die Gefahr neuer Skandale wäre geringer, wenn die Verantwortlichen für die Zinsmanipulation bestraft würden.
Ausgerechnet Robert Diamond. Voriges Jahr noch brüstete sich der bisherige Chef der Großbank Barclays vor britischen Parlamentariern, für die Banken müsse "die Zeit der Reue und Entschuldigung jetzt vorüber sein“, schließlich laufe das Geschäft wieder. Und nun das: Bankenaufseher auf beiden Seiten des Atlantiks wiesen nach, dass es Diamonds Händler waren, die maßgeblich daran beteiligt waren, über Jahre den Libor-Zinssatz zu ihren Gunsten zu manipulieren und damit zig Millionen Kreditnehmer und Inhaber von Zinspapieren in aller Welt zu schädigen. 453 Millionen Dollar Strafgelder muss die Bank entrichten. Darum ist der Investmentbanker Diamond, bis dato einer der wortstarken Anführer der Geldbranche, nun Geschichte.
Doch so folgerichtig der Rücktritt von Europas dreistestem Bonus-Jäger ist (Jahressalär 2011: 26 Millionen Euro), so wenig trägt das zur Lösung des eigentlichen Problems bei. Denn schon jetzt ist klar, dass auch dieser Bankenskandal am entscheidenden Punkt genauso ausgehen wird wie alle vorangegangenen: Keiner der führenden Verantwortlichen wird sich persönlich vor einem Strafgericht verantworten müssen. Und das, obwohl der ungeheuerliche Vorgang weit über Barclays hinausreicht. Weltweit ermitteln die Behörden gegen weitere 30 Banken, die wie ein Mafia-Kartell über alle Grenzen hinweg die Zinsmanipulation organisiert haben sollen. Trotzdem ist absehbar, dass die Führungskräfte an der Spitze der Libor-Bande nicht mehr als einen Verlust an Reputation zu befürchten haben.
So war es auch, als Richard Fuld mit der Pleite des von ihm geführten Geldhauses Lehman Brothers die größte Wirtschaftskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg auslöste. So war es, als der US-Senat nachwies, dass die Händler von Goldmann Sachs und der Deutschen Bank unter Führung ihrer heutigen Chefs Lloyd Blankfein und Anshu Jain Hypothekenpapiere im Milliardenwert an Kunden in Deutschland und anderswo verkauften, von denen sie schon vorher wussten, dass sie binnen kurzem wertlos würden und darum sogar noch Wetten auf deren Verfall abschlossen. So war es, als die Möchtegerns an der Spitze der deutschen Landesbanken zweistellige Milliardenbeträge auf Kosten der Bürger versenkten. Und so war es auch, als die Hypo Real Estate in die Pleite gezockt wurde, für deren Schulden Deutschlands Steuerzahler mit voraussichtlich zwanzig Milliarden Euro geradestehen müssen, während der verantwortliche Topmanager Georg Funke auf seinem Ruhesitz in Mallorca über ungerechte Behandlung klagt.
Gewiss, im Einzelfall ist es stets schwierig, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachzuweisen, wenn die Top-Leute der Hochfinanz mal wieder Milliardenschäden anrichten. Darum wagen die meisten Staatsanwälte nicht einmal eine Anklage. Aber das rechtfertigt nicht die Untätigkeit der Regierenden. Anstatt die Straf- und vor allem die Haftungsregelungen drastisch zu verschärfen, haben sie sich bisher stets nur mit den Geldfürsten arrangiert, nicht zuletzt, um deren wohlhabende Kundschaft bei Laune zu halten.
Doch unbestreitbar ist es genau diese Straflosigkeit für die Täter, die jene vielfach beklagte Kultur der Gier ermöglicht, in der Händler und Manager skrupellos ihren Vorteil suchen, auch wenn sie damit Kunden, Aktionäre und Steuerzahler schädigen. Wer sich nicht traut, dort mit harter Hand die strafrechtliche Verantwortung oder wenigstens die Haftung mit dem persönlichen Vermögen durchzusetzen, der sollte sich über den nächsten Bankenskandal nicht wundern.
Erschienen im Tagesspiegel








...verkommen - Diamond´s fotografierte Physiognomie (manche Politiker würden schlicht "Fresse" sagen) gehört eigentlich kultiviert poliert - und anschließend weggesperrt für viele Jahre.
Ihr Kommentar ist zwar "politisch unkorrekt" aber gibt meine Gefühle wieder.
Die Tatsache, dass solche Zivilisationsschädlinge ohne Strafe wegkommen, ist einfach nur noch unerträglich.
Sie provoziert Wünsche, die eigentlich nicht aufkommen sollten, wenn man an Ordnung und Rechtsstaalichkeit interessiert ist.
Ich hätte unter diesen gesellschaftlichen Bedingungen sogar Verständnis dafür, wenn sich deshalb Gruppen bilden, die sich darüber hinwegsetzen, um diesem Spuk ein Ende zu bereiten.
Aber das kann es doch nicht sein, eine Gesellschaft, egal welcher Nation, politisch so zu führen, dass viele Bürger klammheimlich so etwas wie eine europäische RAF goutieren würden.
Dabei machen die schwarzen Schwein im Schweinsystem doch genau das, was alle machen: Rausholen aus Mitmensch und Natur, was eben geht.
Egal ob die schwarzen Schweine Panzer, Folterinstrumente oder Zensur-Soft-und-Hardware an Diktatoren verkaufen, egal: Profit zaehlt.
Sonst nichts.
Ob sich die Schweine im Schweinesystem dann ihren Trog mit einer, zehn oder hundert Millionen füllen: egal!
Verbrecher halten ihre Taten hoch und heilig.
Nur eine missguenstige von Neidkomplexen zerfressene Unterschicht will ihnen ihre hart erarbeiteten Erfolge wenig goennen!
Siehe Leserbrief oben.
In dem weltweit verelenden Ghetto haben die Schwarzen Schweine im System der Millionäre und Multimillionäre und der Milliardäre eben nur noch wenige Inseln der Seligen, wo sie sich das poebelnde Prekariat vom Hals halten.
Im Internet jedenfalls kaum noch, soweit es nicht zensiert ist.
Noch nicht zensiert ist!
Ihr Kommentar ist zwar "politisch unkorrekt" aber gibt meine Gefühle wieder.
Die Tatsache, dass solche Zivilisationsschädlinge ohne Strafe wegkommen, ist einfach nur noch unerträglich.
Sie provoziert Wünsche, die eigentlich nicht aufkommen sollten, wenn man an Ordnung und Rechtsstaalichkeit interessiert ist.
Ich hätte unter diesen gesellschaftlichen Bedingungen sogar Verständnis dafür, wenn sich deshalb Gruppen bilden, die sich darüber hinwegsetzen, um diesem Spuk ein Ende zu bereiten.
Aber das kann es doch nicht sein, eine Gesellschaft, egal welcher Nation, politisch so zu führen, dass viele Bürger klammheimlich so etwas wie eine europäische RAF goutieren würden.
Dabei machen die schwarzen Schwein im Schweinsystem doch genau das, was alle machen: Rausholen aus Mitmensch und Natur, was eben geht.
Egal ob die schwarzen Schweine Panzer, Folterinstrumente oder Zensur-Soft-und-Hardware an Diktatoren verkaufen, egal: Profit zaehlt.
Sonst nichts.
Ob sich die Schweine im Schweinesystem dann ihren Trog mit einer, zehn oder hundert Millionen füllen: egal!
Verbrecher halten ihre Taten hoch und heilig.
Nur eine missguenstige von Neidkomplexen zerfressene Unterschicht will ihnen ihre hart erarbeiteten Erfolge wenig goennen!
Siehe Leserbrief oben.
In dem weltweit verelenden Ghetto haben die Schwarzen Schweine im System der Millionäre und Multimillionäre und der Milliardäre eben nur noch wenige Inseln der Seligen, wo sie sich das poebelnde Prekariat vom Hals halten.
Im Internet jedenfalls kaum noch, soweit es nicht zensiert ist.
Noch nicht zensiert ist!
Ich kann diese ewige Bankenhetze nicht mehr hören.
Es waren nicht aufrechte Banker die die Schulden erzeugt haben sondern die Bevölkerung welche über ihre Verhältnisse jahrzehntelang gelebt hat.
Die Banken wurden ja förmlich überrant wegen Krediten die dann nicht zurückgezahlt wurden und das aufrechte Kapitalgewerbe in Schwierigkeiten brachte.
Der überbordende Sozialstaat hat mit den größten Anteil an diesen Schulden dessen Zinsen jetzt sogar die Mittelschicht gefährlich ankratzen.
kontinuierlich abgebaut. Die letzte Erweiterung war lediglich die Pflegeversicherung im Jahr 1995, die aber letztlich nur dazu diente, diesen Bereich aus der Krankenversicherung heraus zu nehmen, wo er ansonsten aufgrund des öffentlichen Drucks früher oder später gelandet wäre. Da dort aber das Prinzip der Vollversicherung gilt, wäre das dann noch viel teurer geworden.
Pflegen Sie daher Ihre Vorurteile nicht einfach so weiter. Das mag ihnen zwar beim Frankfurter Bankerstammtisch große Zustimmung einbringen, mit der gesellschaftlichen Realität hat das aber herzlich wenig zu tun.
CHILLY
Hier geht es um die Manipulation des Liborzinssatzes.
Den hat nicht die Bevölkerung manipuliert, sondern Barclays und andere unter Führung von Herrn Diamond.
P.S.: Ist Diamond eigentlich ein Künstlername? Der paßt ja hier wie die Faust aufs Auge.
Wie im Artikel beschrieben werden den kunden wertlose Papier u.a. verkauft, die sich vertrauensvoll an die Banken wenden, um das wenige Ersparte zu sichern oder gut anzulegen. Ihre Position von "unschuldigen" und aufrechten Bankern kann ich nicht nachvollziehen. Das mag für einzelne Bankangestellte einer Provinzbank gelten aber nicht für die Verantwortlichen im Management.
Die Regierungen dürfen nicht zu feige sein rechtliche Möglichkeiten etwas gegen solche Geschäftspraktien zu formulieren. Hier geht es auch um eine moralische Verantwortung. Ansonsten dauert es vielleicht nicht mehr lang bis sich ein Robin Hood mit Räuberbande daran macht die Güter neuzuverteilen, aber dann rollen Köpfe!
...daß sie die Risken ihrer (Kredit-)verpflichtungen angemessen und regelgerecht bewerten, der Grund für ihr Versagen ist Veranwortungslosigkeit, Gier, Unvermögen und Betrug, statt Bashing wäre mir auch lieber die Zahlung von Schadenersatz und das Wegsperren hinter Gitter, sowie Berufsverbot lebenslang.
Sie haben vergessen, ihren Kommentar als ironie zu kennzeichnen. Eine andere Erklärung für dieses seltsame Pamphlet kann ich mir nicht vorstellen.
Im Übrigen habe ich als Teil der Bevölkerung nicht über meine Verhältnisse gelebt.
Sie sollten sich einmal die Mühe machen und die Bücher von Stiglitz "Im freien Fall" und oder die von Nouriel Roubini lesen, damit Sie aus Ihrer offensichtlichen Traumwelt in der Realität erwachen.
"Überbordender Sozialstaat" - vielleicht sollten Sie sich damit für das Unwort des Jahres bewerben:-(
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen über andere User. Danke, die Redaktion/ls
Aufrechte Banker spekulieren mit Nahrungsmitteln, sodass wegen stark steigender Lebensmittelpreise Unruhen ausbrechen. Aufrechte Banker manipulieren Zinsen. Aufrechte Banker spekulieren gegen ihre eigenen Kunden. Aufrechte Banker geben Kredite an nicht kreditwürdige, weil man damit so schön Geld verdienen kann, und die Folgen von jemandem anderen getragen werden. Aufrechte Banker sind nur für die Gewinne verantwortlich, für die Verluste sind dann die Staaten haftbar, weil sie nicht von den aufrechten Bankern in den Abgrund gezogen werden wollen. Aufrechte Banker sind sind die Krone der Schöpfung, verdienen die höchsten Gehälter, sind niemandem Rechenschaft schuldig und erst recht für nichts zur Verantwortung zu ziehen.
[...]
Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine angemessen Wortwahl. Danke, die Redaktion/ls
>> ... aufrechte Banker ... <<
... aber schon aufgefallen, dass es sich hier gerade nicht um einen aufrechten Banker handelt, sondern um einen, der Kreditnehmer durch Manipulation geschädigt hat?
Der Volksmund würde sagen: ein Betrüger.
Nein, in der Tat, es waren keine Banker, die die Schulden erzeugt haben. Die Kredite wurden von Unternehmen, der Bevölkerung und dem Staat angefragt.
Nur stellt sich die Frage, ob sich nicht eine Bank irgendwann selbst fragen sollte, ob sie einen Kredit noch vergibt.
Wenn das "aufrechte Kapitalgewerbe" tatsächlich nicht bemerkt haben sollte, dass ihre Kreditnehmer gar nicht in der Lage sind die Kredite zurück zu zahlen, dann frage ich mich doch ernsthaft, wie kompetent die betreffenden Banken sind. Denn das ist ihr Job. Wenn sie so etwas nicht können, dann sollten sie es nicht tun.
Es tut mir leid, aber ich kann in keiner Weise ein Bedauern empfinden oder gar eine "Bankenhetze" nachvollziehen. Vielmehr gehe ich davon aus, dass die betreffenden Banken exakt wussten, was sie tun.
Es ist gut, dass mittlerweile eine erhöhte Sensibilisierung gegenüber solchen Themen vorhanden ist. Es ist wünschenswert, dass Verfehlungen und vor allem ein Handeln, welches kriminelles Ausmaß besitzt oder annimmt, in den Fokus von Journalismus, Öffentlichkeit und Justiz gelangt.
Was hat das mit Hetze zu tun? Eher mit Recherche, Klärung und ggf. Bestrafung.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf hetzerische Kommentare und beteiligen Sie sich konstruktiv an der Diskussion. Danke, die Redaktion/mk
Al Capone hat man seine Waffen aufgezwungen, Nick Leeson hat man zu sein Taten genötigt und Pablo Escobar war ein Unschuldslamm. Natürlich kann man den Begriff "Verbrechen" so lange umdefinieren, bis Verbrecher wie Diamond Opfer eines "Banker-Bashings" sind. Nur ist der zugrundeliegende Realitätsbegriff eindeutig pathologisch und die Ausreden haben nichts mit Recht und Gerechtigkeit zu tun. "Das kann doch nicht sein, dass der Bürger, der sich gesetzmäßig verhält, sich wie ein Idiot vorkommen muss." (Roman Herzog)
Anders sind Ihre Beiträge zum Thema nicht zu verstehen.
kontinuierlich abgebaut. Die letzte Erweiterung war lediglich die Pflegeversicherung im Jahr 1995, die aber letztlich nur dazu diente, diesen Bereich aus der Krankenversicherung heraus zu nehmen, wo er ansonsten aufgrund des öffentlichen Drucks früher oder später gelandet wäre. Da dort aber das Prinzip der Vollversicherung gilt, wäre das dann noch viel teurer geworden.
Pflegen Sie daher Ihre Vorurteile nicht einfach so weiter. Das mag ihnen zwar beim Frankfurter Bankerstammtisch große Zustimmung einbringen, mit der gesellschaftlichen Realität hat das aber herzlich wenig zu tun.
CHILLY
Hier geht es um die Manipulation des Liborzinssatzes.
Den hat nicht die Bevölkerung manipuliert, sondern Barclays und andere unter Führung von Herrn Diamond.
P.S.: Ist Diamond eigentlich ein Künstlername? Der paßt ja hier wie die Faust aufs Auge.
Wie im Artikel beschrieben werden den kunden wertlose Papier u.a. verkauft, die sich vertrauensvoll an die Banken wenden, um das wenige Ersparte zu sichern oder gut anzulegen. Ihre Position von "unschuldigen" und aufrechten Bankern kann ich nicht nachvollziehen. Das mag für einzelne Bankangestellte einer Provinzbank gelten aber nicht für die Verantwortlichen im Management.
Die Regierungen dürfen nicht zu feige sein rechtliche Möglichkeiten etwas gegen solche Geschäftspraktien zu formulieren. Hier geht es auch um eine moralische Verantwortung. Ansonsten dauert es vielleicht nicht mehr lang bis sich ein Robin Hood mit Räuberbande daran macht die Güter neuzuverteilen, aber dann rollen Köpfe!
...daß sie die Risken ihrer (Kredit-)verpflichtungen angemessen und regelgerecht bewerten, der Grund für ihr Versagen ist Veranwortungslosigkeit, Gier, Unvermögen und Betrug, statt Bashing wäre mir auch lieber die Zahlung von Schadenersatz und das Wegsperren hinter Gitter, sowie Berufsverbot lebenslang.
Sie haben vergessen, ihren Kommentar als ironie zu kennzeichnen. Eine andere Erklärung für dieses seltsame Pamphlet kann ich mir nicht vorstellen.
Im Übrigen habe ich als Teil der Bevölkerung nicht über meine Verhältnisse gelebt.
Sie sollten sich einmal die Mühe machen und die Bücher von Stiglitz "Im freien Fall" und oder die von Nouriel Roubini lesen, damit Sie aus Ihrer offensichtlichen Traumwelt in der Realität erwachen.
"Überbordender Sozialstaat" - vielleicht sollten Sie sich damit für das Unwort des Jahres bewerben:-(
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen über andere User. Danke, die Redaktion/ls
Aufrechte Banker spekulieren mit Nahrungsmitteln, sodass wegen stark steigender Lebensmittelpreise Unruhen ausbrechen. Aufrechte Banker manipulieren Zinsen. Aufrechte Banker spekulieren gegen ihre eigenen Kunden. Aufrechte Banker geben Kredite an nicht kreditwürdige, weil man damit so schön Geld verdienen kann, und die Folgen von jemandem anderen getragen werden. Aufrechte Banker sind nur für die Gewinne verantwortlich, für die Verluste sind dann die Staaten haftbar, weil sie nicht von den aufrechten Bankern in den Abgrund gezogen werden wollen. Aufrechte Banker sind sind die Krone der Schöpfung, verdienen die höchsten Gehälter, sind niemandem Rechenschaft schuldig und erst recht für nichts zur Verantwortung zu ziehen.
[...]
Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine angemessen Wortwahl. Danke, die Redaktion/ls
>> ... aufrechte Banker ... <<
... aber schon aufgefallen, dass es sich hier gerade nicht um einen aufrechten Banker handelt, sondern um einen, der Kreditnehmer durch Manipulation geschädigt hat?
Der Volksmund würde sagen: ein Betrüger.
Nein, in der Tat, es waren keine Banker, die die Schulden erzeugt haben. Die Kredite wurden von Unternehmen, der Bevölkerung und dem Staat angefragt.
Nur stellt sich die Frage, ob sich nicht eine Bank irgendwann selbst fragen sollte, ob sie einen Kredit noch vergibt.
Wenn das "aufrechte Kapitalgewerbe" tatsächlich nicht bemerkt haben sollte, dass ihre Kreditnehmer gar nicht in der Lage sind die Kredite zurück zu zahlen, dann frage ich mich doch ernsthaft, wie kompetent die betreffenden Banken sind. Denn das ist ihr Job. Wenn sie so etwas nicht können, dann sollten sie es nicht tun.
Es tut mir leid, aber ich kann in keiner Weise ein Bedauern empfinden oder gar eine "Bankenhetze" nachvollziehen. Vielmehr gehe ich davon aus, dass die betreffenden Banken exakt wussten, was sie tun.
Es ist gut, dass mittlerweile eine erhöhte Sensibilisierung gegenüber solchen Themen vorhanden ist. Es ist wünschenswert, dass Verfehlungen und vor allem ein Handeln, welches kriminelles Ausmaß besitzt oder annimmt, in den Fokus von Journalismus, Öffentlichkeit und Justiz gelangt.
Was hat das mit Hetze zu tun? Eher mit Recherche, Klärung und ggf. Bestrafung.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf hetzerische Kommentare und beteiligen Sie sich konstruktiv an der Diskussion. Danke, die Redaktion/mk
Al Capone hat man seine Waffen aufgezwungen, Nick Leeson hat man zu sein Taten genötigt und Pablo Escobar war ein Unschuldslamm. Natürlich kann man den Begriff "Verbrechen" so lange umdefinieren, bis Verbrecher wie Diamond Opfer eines "Banker-Bashings" sind. Nur ist der zugrundeliegende Realitätsbegriff eindeutig pathologisch und die Ausreden haben nichts mit Recht und Gerechtigkeit zu tun. "Das kann doch nicht sein, dass der Bürger, der sich gesetzmäßig verhält, sich wie ein Idiot vorkommen muss." (Roman Herzog)
Anders sind Ihre Beiträge zum Thema nicht zu verstehen.
kontinuierlich abgebaut. Die letzte Erweiterung war lediglich die Pflegeversicherung im Jahr 1995, die aber letztlich nur dazu diente, diesen Bereich aus der Krankenversicherung heraus zu nehmen, wo er ansonsten aufgrund des öffentlichen Drucks früher oder später gelandet wäre. Da dort aber das Prinzip der Vollversicherung gilt, wäre das dann noch viel teurer geworden.
Pflegen Sie daher Ihre Vorurteile nicht einfach so weiter. Das mag ihnen zwar beim Frankfurter Bankerstammtisch große Zustimmung einbringen, mit der gesellschaftlichen Realität hat das aber herzlich wenig zu tun.
CHILLY
Er nennt zwar die HRE, er unterlässt es aber zu erwähnen, dass die DePfa-Bank, die die HRE letztlich in die Insolvenz gerissen hat, auf höchsten politischen Wunsch ihr Geschäft in Irland aufgenommen hat.
Die DePfa arbeitete Jahrzehnte lang als Pfandbriefbank und sg. bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts. 1990 wurde sie im allgemeinen Privatisierungswahn an die Börse gebracht.
2001 wurde die Bank dann aufgespalten und der Pfandbriefbank-Teil wanderte nach Irland, weil nur dort das Geschäftsmodell, langlaufende Kredite durch kurzlaufende zu finanzieren, erlaubt war. Bankenkontrolleure anderer Länder halten ein solches Geschäftsmodell für Wahnsinn, bis zur Eingliederung in die HRE war die DePfa im DAX gelistet und ein Musterbeispiel der Überlegenheit privaten Wirtschaftens.
2008 kam es dann zur sg. Kreditklemme. Die DePfa war nicht mehr in der Lage ihren Finanzbedarf mit eben den kurzlaufenden Krediten zu stillen. Plötzlich klaffte ein Loch von 10 Mrd Euro, das immer noch größer wurde.
So steil die Kurven bei gutem Wind für die Privaten nach oben zeigen, so steil oder noch steiler geht's dann auch bergab. Die Aufschlagskrater wären riesig. Jedenfalls erzählen uns das diejenigen, die von den Rettungen am meisten direkt profitieren.
Wir müssen uns nicht wundern, dass Banker nicht verknackt werden, schließlich haben sich die Politiker schon lange, lange Zeit in deren Hände begeben, um in Zeiten des steilen Aufs vom Ruhme zu partizipieren.
Mich wundert, dass die Journalisten die Geschichten immer nur bis zu dem Punkt erzählen, wo's genehm ist.
Er nennt zwar die HRE, er unterlässt es aber zu erwähnen, dass die DePfa-Bank, die die HRE letztlich in die Insolvenz gerissen hat, auf höchsten politischen Wunsch ihr Geschäft in Irland aufgenommen hat.
Die DePfa arbeitete Jahrzehnte lang als Pfandbriefbank und sg. bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts. 1990 wurde sie im allgemeinen Privatisierungswahn an die Börse gebracht.
2001 wurde die Bank dann aufgespalten und der Pfandbriefbank-Teil wanderte nach Irland, weil nur dort das Geschäftsmodell, langlaufende Kredite durch kurzlaufende zu finanzieren, erlaubt war. Bankenkontrolleure anderer Länder halten ein solches Geschäftsmodell für Wahnsinn, bis zur Eingliederung in die HRE war die DePfa im DAX gelistet und ein Musterbeispiel der Überlegenheit privaten Wirtschaftens.
2008 kam es dann zur sg. Kreditklemme. Die DePfa war nicht mehr in der Lage ihren Finanzbedarf mit eben den kurzlaufenden Krediten zu stillen. Plötzlich klaffte ein Loch von 10 Mrd Euro, das immer noch größer wurde.
So steil die Kurven bei gutem Wind für die Privaten nach oben zeigen, so steil oder noch steiler geht's dann auch bergab. Die Aufschlagskrater wären riesig. Jedenfalls erzählen uns das diejenigen, die von den Rettungen am meisten direkt profitieren.
Wir müssen uns nicht wundern, dass Banker nicht verknackt werden, schließlich haben sich die Politiker schon lange, lange Zeit in deren Hände begeben, um in Zeiten des steilen Aufs vom Ruhme zu partizipieren.
Mich wundert, dass die Journalisten die Geschichten immer nur bis zu dem Punkt erzählen, wo's genehm ist.
Hier geht es um die Manipulation des Liborzinssatzes.
Den hat nicht die Bevölkerung manipuliert, sondern Barclays und andere unter Führung von Herrn Diamond.
P.S.: Ist Diamond eigentlich ein Künstlername? Der paßt ja hier wie die Faust aufs Auge.
und es gehört zu den klassischen Reflexen in unserer Gesellschaft, immer dann, wenn etwas geschieht, was man für unanständig oder ungewollt hält, nach dem dem Staatsanwalt zu rufen. Sicher wären erfolgreiche Bankmanager tatsächlich strafempfindlich. Wenn sie tatsächlich hinter Gitter müssten, würde sie das doch sehr treffen. Davor haben sie wohl schon Angst. ABER: wer bislang noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist kann als Ersttäter für Vermögensdelikte nur in ganz groben Fällen tatäschlich ins Gefängnis geschickt werden. Das ist der deutsche Rechtsstaat und das Verhältnismäßigkeitsprinzip. D.h. selbst wenn man Betrug/Untreue o.ä. annehmen und ggf. nach langen Prozessen (das ist zwingend strafmildernd zu berücksichtigen) und viele Jahre nach der Tat (auch dieser zeitliche Abstand ist zwingend zugunsten der Täter beachtlich) tatsächlich zu einem Schuldspruch kommt, ist es kaum möglich, diese Leute zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung zu verurteilen. Das ist im Prinzip auch gut so, weil eine Entkriminalisierung der Gesellschaft in meinen Augen ein Stück Aufklärung und Errungenschaft des demokratischen Rechtsstaats ist.
Die Lösung wäre hier schon eher in der einschlägigen Regulierung und Aufsicht sowie bei den zivilrechtlichen Folgen (Abberufung durch Aufsicht, Verlust aller Versorgungszusagen oberhalb der gesetzlichen Rente etc.) zu suchen. Auch die Möglichkeit des zivilrechtlichen Regresses sollte erleichtert werden. Das wäre systemkonform.
CHILLY
....dass die zivilrechtliche Aufarbeitung schärfer ist, als eine strafrechtliche und daher keinesfalls unterbleiben darf. Ich glaube allerdings, dass dies hier geschehen wird bzw versucht werden wird.
Es werden allerdings Fragen der Haftung von Behörden aufkommen, die Staaten nicht wollen. Es war Vielen klar, dass in Märkten in denen ´Banken keine Einlagen voneinander bekommen und die Zentralbank einspringen musste, dass die gering ausgewiesenen Libor und Euribor Sätze gelogen waren um den Grad der Gefährdung der Banken weniger sichtbar zu machen. Im Prinzip also das Gleiche, wie die Stresstests, die die Regierungen machen ließen, die wahrscheinliche Risiken auslassen mussten, damit bspw spanische Banken solvent aussehen sollten.
Wer haftet in einem solchen Fall, wenn nun eine Bank scheitert? Die Euroländer Regierenden hatten veranlasst, dass die Investoren falsch informiert wurden.
....dass die zivilrechtliche Aufarbeitung schärfer ist, als eine strafrechtliche und daher keinesfalls unterbleiben darf. Ich glaube allerdings, dass dies hier geschehen wird bzw versucht werden wird.
Es werden allerdings Fragen der Haftung von Behörden aufkommen, die Staaten nicht wollen. Es war Vielen klar, dass in Märkten in denen ´Banken keine Einlagen voneinander bekommen und die Zentralbank einspringen musste, dass die gering ausgewiesenen Libor und Euribor Sätze gelogen waren um den Grad der Gefährdung der Banken weniger sichtbar zu machen. Im Prinzip also das Gleiche, wie die Stresstests, die die Regierungen machen ließen, die wahrscheinliche Risiken auslassen mussten, damit bspw spanische Banken solvent aussehen sollten.
Wer haftet in einem solchen Fall, wenn nun eine Bank scheitert? Die Euroländer Regierenden hatten veranlasst, dass die Investoren falsch informiert wurden.
Wie im Artikel beschrieben werden den kunden wertlose Papier u.a. verkauft, die sich vertrauensvoll an die Banken wenden, um das wenige Ersparte zu sichern oder gut anzulegen. Ihre Position von "unschuldigen" und aufrechten Bankern kann ich nicht nachvollziehen. Das mag für einzelne Bankangestellte einer Provinzbank gelten aber nicht für die Verantwortlichen im Management.
Die Regierungen dürfen nicht zu feige sein rechtliche Möglichkeiten etwas gegen solche Geschäftspraktien zu formulieren. Hier geht es auch um eine moralische Verantwortung. Ansonsten dauert es vielleicht nicht mehr lang bis sich ein Robin Hood mit Räuberbande daran macht die Güter neuzuverteilen, aber dann rollen Köpfe!
"pour encourager les autres"
Details bei Google.
....ein Staat rechtsstaatlich ist. Daher muss auch diese Sache aufgearbeitet werden und jeder Banker, Politiker und Beamter, der daran beteiligt war, es anordnete und/oder davon wusste und nichts tat, wie offenbar unsere Staatsanwälte entsprechen seiner Schuld bestraft werden. Das muss auch bedeuten, dass diese Personen und ihre Arbeitgeber finanziell haften.
PS: Hier ein Link zur Darstellung der Bank: https://mail.google.com/m...
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