Weltwirtschaft: Chinas Wachstum verliert an Kraft
Das Wachstum Chinas ist so niedrig wie seit drei Jahren nicht mehr – das trifft auch die Weltwirtschaft. Die Regierung will vor allem mit Investitionen reagieren.
© Peter Parks/AFP/GettyImages)

Ein Arbeiter vor Containern im Ningbo-Zhoushan-Hafen an der Ostküste Chinas
Chinas Wirtschaftswachstum ist mit 7,6 Prozent im zweiten Quartal auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen. Der Rückgang der Nachfrage im kriselnden Europa, die Stagnation des Immobilienmarktes sowie ein langsamer Zuwachs des heimischen Konsums bremsen die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Das Wachstum ist damit sechs Quartale in Folge zurückgegangen, wie das Statistikamt in Peking mitteilte.
Damit fällt auch Chinas Beitrag zur Stärkung der Weltkonjunktur geringer aus. Auch die deutsche Exportwirtschaft, die vom chinesischen Wachstum bislang profitiert, wird die Abkühlung in China zu spüren bekommen. Nach einem Wachstum von 9,2 Prozent im vergangenen Jahr wurden schon im ersten Quartal nur noch 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erreicht.
Allerdings hatten Analysten und Finanzmarkthändler bereits mit einem schwächeren chinesischen Wachstum gerechnet. In einer ersten Reaktion zeigten sich die Anleger sogar erleichtert, dass kein noch schärferer Abschwung droht. An der Tokioter Börse schloss der Nikkei-Index leicht im Plus, auch der deutsche Aktienindex Dax gewann am Morgen leicht hinzu.
China braucht hohe Wachstumsraten
Chinas Wachstumsrate erscheint zudem im Vergleich zu den krisengeschüttelten Industrienationen in Europa und den USA hoch, doch braucht China als Entwicklungsland ein vergleichsweise hohes Wachstum, um ausreichend Arbeitsplätze zu schaffen und seine sozialen Probleme bewältigen zu können, wie auch Regierungschef Wen Jiabao diese Woche noch einmal betonte.
Deshalb unternimmt die chinesische Führung viel gegen eine allzu starke Konjunkturabkühlung. Wen sagte, dass höhere Investitionen notwendig seien, um das Wachstum zu stärken. Die Regierung will dafür unter anderem den Ausbau der Verkehrs- und Energienetze vorantreiben. Zudem hatte die Zentralbank die Zinsen gesenkt, um die Konjunktur zu stützen und lockerte seit November bereits drei Mal die Mindestreserveanforderungen für Banken, um die Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher zu fördern.
Experten sind sich uneins, ob sich die Konjunktur weiter abschwächen könnte. Volkswirt Li Huiyong von Shenyin & Wanguo Securities geht davon aus, dass der Tiefpunkt erreicht ist: "Der gesunkene Binnenkonsum hat Chinas Wirtschaft geschwächt. Aber wir gehen davon aus, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal die Talsohle erreicht hat." Die Zentralbank werde im zweiten Halbjahr wohl mit einer weiteren Zinssenkung und anderen Maßnahmen stützend eingreifen. Volkswirt Xianfang Ren von His Global Insight in Peking sieht das ähnlich. Er rechne damit, dass die chinesische Wirtschaft im dritten Quartal wieder an Fahrt gewinnt. Allerdings warnte er auch, sollte sich in den nächsten Monaten kein Aufwärtstrend abzeichnen, könnten die Firmen Mitarbeiter entlassen. Das werde den Arbeitsmarkt belasten.







für einen Euro noch 7,8 RMB bekomme ist mir auch klar, wo zumindest ein großer Teil des Problems liegt, dennoch sind das keine schlechten Zahlen.
So leicht kann man Weltspitze nicht schlecht reden...
"Problem"? Jede Nachricht von weniger Wachstum ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit... Sie ist uneingeschränkt zu begrüßen, ob in China oder Deutschland.
"Problem"? Jede Nachricht von weniger Wachstum ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit... Sie ist uneingeschränkt zu begrüßen, ob in China oder Deutschland.
"Problem"? Jede Nachricht von weniger Wachstum ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit... Sie ist uneingeschränkt zu begrüßen, ob in China oder Deutschland.
in der Form nicht unterschreiben. Bei uns entsteht wirtschaftswachstum weil mehr Geld mit der gleichen Arbeit verdient wird. In China kommt bestimmt auch ein großer Teil dadurch zustande, weil Menschen aus dem Agrarsektor in Städte kommen, bessere Arbeit finden, und somit die Masse an verfügbarer Arbeit aktiv steigt...
in der Form nicht unterschreiben. Bei uns entsteht wirtschaftswachstum weil mehr Geld mit der gleichen Arbeit verdient wird. In China kommt bestimmt auch ein großer Teil dadurch zustande, weil Menschen aus dem Agrarsektor in Städte kommen, bessere Arbeit finden, und somit die Masse an verfügbarer Arbeit aktiv steigt...
Auch das Wachstum ist nicht unendlich.
Zudem sollte man sich von dem Gedanken lösen, dass das Wirtschaftswachstum prozentual immer weiter steigt. Es kommt schließlich auch auf das Wachstum in absoluten Zahlen an.
Für ein Land mit einer niedrigen Wirtschaftsleistung ist es viel einfacher ein Wachstum von 10% zu erzielen, während dies für ein hochentwickeltes Industrieland fast unmöglich ist.
in der Form nicht unterschreiben. Bei uns entsteht wirtschaftswachstum weil mehr Geld mit der gleichen Arbeit verdient wird. In China kommt bestimmt auch ein großer Teil dadurch zustande, weil Menschen aus dem Agrarsektor in Städte kommen, bessere Arbeit finden, und somit die Masse an verfügbarer Arbeit aktiv steigt...
Die Umweltschäden, die das unregulierte Wirtschaftswachstum in der Vergangenheit verursachte, machten einen erheblichen Anteil des Wachstums zunichte.
"Die Umweltkatastrophen in China könnten den Ruin der Wirtschaft bedeuten, sagen Experten. Der in Singapur ansässige Investor Jim Rogers behauptet, Chinas Wasserkrise könnte den wirtschaftlichen Aufschwung in China beenden."
http://www.epochtimes.de/...
http://www.sueddeutsche.d...
Ein Wachstum, das mit lebensgefährlicher Umweltverseuchung erkauft wird, kann keine sozialen Probleme lösen, es schafft im Gegenteil zusätzliche.
Die Leidtragenden sind häufig die sowieso benachteiligte Landbevölkerung, die als Arbeitsnomaden vom Aufschwung nur ein wenig profitieren, im Abschwung aber besonders schnell verarmen.
k.
Es hat alles ins Land geholt, vor allem das Know-how , was es benötigt eine autarke Struktur aufzubauen. Zudem hat es mit seinen Überschüssen strategische Positionen an Häfen besetzt und Ressourcen gesichert (gerade hier sollte der geneigte Leser mal überlegen, warum der Nahe Osten schnell "demokratisiert" werden soll).
China wird weiter entsprechend seiner erfolgreichen nationasozialistischen Strategie nun den Fokus auf den Binnenmarkt richten. In wenigen Jahren wird China damit den Westen in die Steinzeit katapulieren, weil eben jener ohne die chinesischen Exporte nicht mehr leben kann.
Denn eines ist sicher: Gegen die sozialen Probleme ist China weit weniger vom Wachstum abhängig, als der Westen von den billigen Importen Chinas.
Oder wie will Merkel ihren Untertanen erklären, dass ein iPhone 2000 Euro kostet?
Während hier keine Maßnahme genug ist um die Erwartungen des Marktes zu erfüllen kann in China kommen was will und man ist froh, dass es nicht noch schlimmer wird. Da gelten halt andere Maßstäbe als im Westen. Hier ist die Hölle los, wenn Gläubiger nicht jeden Cent vom Steuerzahler zurückbekommen und in China vetraut man bei seinen Investitionen dem dortigen Statistikamt (das bestimmt viel besser ist als z.B. das griechische). Wir müssen den Markt auch mal so richtig gegen den Baum fahren lassen ohne diesen ganzen Vollkaskomist, damit er auch mal für ein paar Krumen dankbar ist wie sich das gehört. Und die Kreditvergabe macht ab sofort die EZB. Die ist auch nicht schlechter als jede andere Bank. Wir haften sowieso bekommen dann aber die orginal niedrigen Zinsen. Das wär mal gute Politik. Aber was mangelhafte Politik und Regeln machen, an die sich niemand hält und alle in Mitleidenschaft zieht angeht wir ja ein Rekord nach dem andern aufgestellt. Aber da soll sich in Zukunft bitte der Markt drüber freuen dürfen.
wo es anscheinend bis zum heutigen Tag dem grossteil der Bevölkerung nicht gelungen ist trotz wahnsinns Akademikerquote etc. Arbeitsplätze zu bekommen, die ihnen Wohlstand jenseits eines selbstmörderischen Heuschreckenwachstums ermöglicht. Ich wette, wenn es nach dem Markt geht wird das noch lange so weitergehen. Die Entwicklung ist ohnehin nicht von China richtung Westen zu erwarten sondern die umgekehrte Richtung ist zu beobachten. Gott steh uns bei für alles was danach kommt.
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