Euro-KriseDer Untergang Deutschlands muss warten

Europa braucht eine gemeinsame Bankenhaftung, um die Krise einzudämmen. Wer dagegen wie die 170 Ökonomen protestiert, muss Alternativen bieten.

Die Welt, oder genauer, Deutschland steht nach dem EU-Gipfel in der vergangenen Woche nicht vor dem Untergang. Auch wenn dies die derzeitige ökonomische Debatte in Deutschland suggeriert.

Im Gegenteil weisen die Gipfel-Beschlüsse in die richtige Richtung: Eine europäische Haftung für angeschlagene Banken ist erforderlich, um die Kapitalflucht und die Ansteckungsgefahr zwischen Euro-Staaten einzudämmen. Hinzu kommt, dass einzelne Länder nicht in der Lage sind, ihren Bankensektor alleine zu stabilisieren, ohne die Tragfähigkeit ihrer Verschuldung zu gefährden.

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Zwei Beispiele: Die Haushaltslage in Spanien und Irland war vor der Krise solide. In Irland ist die öffentliche Schuld massiv gestiegen, weil Banken gerettet werden mussten. Am Ende wurde das Land mit Geld aus dem Rettungsfonds gestützt. Spanien droht nun das gleiche Schicksal. Die Probleme der spanischen Banken führen dazu, dass spanische Staatsanleihen mit hohen Risikoprämien belegt werden. Die Gefahr einer Schuldenspirale steigt (steigende Zinsen führen zu höheren Schulden und die wieder zu steigenden Zinsen). Mit einem von der spanischen Regierung unabhängigen Rettungsschirm lässt sich dieses Dilemma lösen. Am Ende muss nur Geld bereitgestellt werden, um einzelne spanische Banken zu refinanzieren und nicht den kompletten spanischen Staat. 

Ferdinand Fichter
Ferdinand Fichter

Er leitet die Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Mit diesen Gastbetriag antwortet er auf den Protestbrief von 172 Wirtschaftswissenschaftlern.

De facto haben wir ohnehin bereits eine gemeinsame Bankenhaftung in der Euro-Zone: Die Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die Hilfsgelder an die spanische Regierung dienen einzig und allein dazu, das europäische Bankensystem zu stützen. Ein europäischer Bankenrettungsfonds, der die EZB aus der Pflicht nehmen würde, löst das Problem transparenter und mutmaßlich auch effizienter, weil so gewährleistet ist, dass das Geld nur bei den Banken ankommt, die es auch wirklich brauchen.

Mit einem solchen Fonds muss jedoch die Schaffung einer europäischen Bankenaufsicht einhergehen, die mit entsprechenden Kontroll- und Sanktionsmechanismen ausgestattet ist. So sehen es auch die Pläne aus Brüssel vor. Nur: Eine solche Institution mit all der dafür notwendigen demokratischen Legitimierung zu schaffen, braucht Zeit. 

Leserkommentare
  1. "Hinzu kommt, dass einzelne Länder nicht in der Lage sind, ihren Bankensektor alleine zu stabilisieren, ohne die Tragfähigkeit ihrer Verschuldung zu gefährden."

    Man weiß schon lange das einzelne Länder nicht in der Lage sind [Bitte einsetzen: Reformen durchzuführen, einen Haushalt zu führen, Banken in die Schranken zu weißen, ...]

    Auf was die europäischen Beschlüsse hinauslaufen ist, dass man Deutschland mit in die Haftung nimmt, sich aber verbittet sich in nationale Belange (z.B. Banken) hineinzureden. Wie schizophren ist das den? Man nimmt fremdes Geld, bzw. man WILL fremdes Geld, weil man (nach Ihrer Argumentation) nicht in der Lage ist nationale Probleme alleine zu lösen, möchte aber nicht das externe Kräfte mitbestimmen?

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    • joG
    • 06.07.2012 um 17:06 Uhr

    ...ist, dass die Probleme über das wirtschaftliche hinausgehen. Das bedeutet aber nicht, dass volkswirtschaftliche Beschränkungen nicht greifen. Das tun sie. Die Krise ist der Beweis dafür. Man kann nicht aus politischen Gründen etwas tun und hoffen, dass alles gut geht, wenn es wirtschaftlich nicht funktioniert. Da ist es egal, wie sehr man es haben will.

    Das haben aber die Bürokratie und Parteien getan mit den Verträgen von Maastricht und Lissabon.

    Nun ist das Geld weg und es geht darum, wer die Haftung übernimmt. Leider sind die vorgeschlagenen Maßnahmen intransparent hier hinsichtlich. Es ist auch, wenn man davon ausgeht, dass die 170 Volkswirte wenigstens halbwegs wissen, wie eine Wirtschaft funktioniert, zumindest fraglich, ob dieses Mal im Gegensatz zu der Reihe letzter Male die Mathematik stimmt.

    Will man den Leuten trauen, die letztes Mal gegen die Mathematik entschieden um ihr eigenes Interesse zu bedienen?

    Ich glaube nicht.

    • joG
    • 06.07.2012 um 17:06 Uhr

    ...ist, dass die Probleme über das wirtschaftliche hinausgehen. Das bedeutet aber nicht, dass volkswirtschaftliche Beschränkungen nicht greifen. Das tun sie. Die Krise ist der Beweis dafür. Man kann nicht aus politischen Gründen etwas tun und hoffen, dass alles gut geht, wenn es wirtschaftlich nicht funktioniert. Da ist es egal, wie sehr man es haben will.

    Das haben aber die Bürokratie und Parteien getan mit den Verträgen von Maastricht und Lissabon.

    Nun ist das Geld weg und es geht darum, wer die Haftung übernimmt. Leider sind die vorgeschlagenen Maßnahmen intransparent hier hinsichtlich. Es ist auch, wenn man davon ausgeht, dass die 170 Volkswirte wenigstens halbwegs wissen, wie eine Wirtschaft funktioniert, zumindest fraglich, ob dieses Mal im Gegensatz zu der Reihe letzter Male die Mathematik stimmt.

    Will man den Leuten trauen, die letztes Mal gegen die Mathematik entschieden um ihr eigenes Interesse zu bedienen?

    Ich glaube nicht.

  2. Heute hat die Bundesbank die Forderungen Deutschlands innerhalb des Eurosystems zum Ende Juni veröffentlicht. Diese beliefen sich auf ca. 740Mrd, davon sind über das Eurosystem ca. 725Mrd an die Eurokrisenstaaten geflossen. Fernerhin muss man unseren Anteil an Rettungsschirmen und Eurosystemstaatsanleihenkäufe hinzurechnen, allerdings unsere zu viel gedruckten Geldscheine (170Mrd) gegen rechnen, so dass die öffentlichen Hände Deutschlands die Krisenländer mittlerweile knapp gerechnet mit ca. 850 000 000 000 Euro (0,85 Billon) versorgt haben und täglich werden es mehr. Dieses können die Krisenländer niemals an uns zurückzahlen, geschweige darauf eine anständige Realverzinsung, zu Gunsten unserer alternden Gesellschaft, entrichten, wovon denn auch?

    Machen wir nun ein weiteres Fass zu Lasten der deutschen öffentlichen Hände auf, da die anderen Transferkanäle an ihre Grenzen stoßen und die Private Kapitalflucht nicht enden will? Ja, dieses tun wir, da wir ja unbedingt die unvermeidbare Insolvenz der Krisenvolkswirtschaften verhindern wollen. Dieses wird nicht gelingen, denn sie sind mit 100% Nettoauslandsschulden mehr als pleite, es wird nur jeden Tag teurer für die deutsche öffentliche Hand.

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    Ja,genauso sieht es aus,aber da ja bekanntlich immer noch gehofft wird das aus entschuldigen Sie den Vergleich"Scheiße Gold wird"wird sich nichts daran ändern das wir alle gemeinsam in den Abgrund steuern!
    Wir werden zahlen bis wir schwarz werden-und bekommen nichts zurück.
    Brüssel möchte nur darüber bestimmen was und wie hoch Deutschland zahlt aber zu sagen haben soll Deutschland nichts-
    das wäre genau das was man möchte.

    Ja,genauso sieht es aus,aber da ja bekanntlich immer noch gehofft wird das aus entschuldigen Sie den Vergleich"Scheiße Gold wird"wird sich nichts daran ändern das wir alle gemeinsam in den Abgrund steuern!
    Wir werden zahlen bis wir schwarz werden-und bekommen nichts zurück.
    Brüssel möchte nur darüber bestimmen was und wie hoch Deutschland zahlt aber zu sagen haben soll Deutschland nichts-
    das wäre genau das was man möchte.

  3. Nicht die Bankenunion!
    Wo soll das denn bitte enden?
    Die Banken zocken und greifen Üppige Proviosionen ab und gestalten und fördern durch Ihr Verhalten jedesmal Blasen.
    Und wenn die Blase erwartungsgemäß platzt schreien Sie nach Geld und bekommen es auch.
    Wer zockt und im Aufschwung massiv Geld ausgibt muss im Abschwung dafür haften. So funktioniert Wirtschaft!!
    Und wenn die spanischen Banken Pleite gehen dann kommen eben Deutsche und FRanzösische und nehmen deren Platz ein.
    Wir brauchen endlich den Mut Banken wie jedes andere Unternehmen zu betrachten.

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    Bankenunion, die Rettung der Staaten ist die Rettung der Banken, die Rettung der Banken ist die Rettung der Staaten, alles zusammen ist Rettung des € und Europa, hört sich gut an, aber letztendlich übrig bleiben nur noch leere Phrasen.

    Was wir alle brauchen ist eine Wiederkehr zu marktwirtschaftlichen Grundregeln, insbesondere in der Finanzindustrie - Stichwort klare rechtliche Rahmenbedingungen für die Banken. Es heißt abgesehen von gegenwärtiger Diskussion eine Bankentrennung und Rückkehr zu sozial-marktwirtschaftlichen Grundpostulaten.

    Die gegenwärtige Baustelle - Finanzkrise - €-Krise, schafft gezielt die vorprogrammierten Abhängigkeiten, die nicht anders als die Durchsetzung der absichtlichen Zwänge zu verstehen sind.

    Besonders bedenklich ist dass die Zwänge in ein System ohne geringster realer demokratischer Kontrolle überführt werden und immer unter Motto "es ist alternativlos".

    zwischen Geschäftsbanken und Investmentbanken. Letztere müssten dann mit 100% Eigenkapital ausgestattet sein - wie im Casinobereich üblich.

    diese "banken" nehmen fuer 1% credite bei der EZB und berechnen fuer Dispo-Ueberziehung bis zu 17% ? wer kann
    hier eigentlich "regulieren" in diesem Land ?

    Bankenunion, die Rettung der Staaten ist die Rettung der Banken, die Rettung der Banken ist die Rettung der Staaten, alles zusammen ist Rettung des € und Europa, hört sich gut an, aber letztendlich übrig bleiben nur noch leere Phrasen.

    Was wir alle brauchen ist eine Wiederkehr zu marktwirtschaftlichen Grundregeln, insbesondere in der Finanzindustrie - Stichwort klare rechtliche Rahmenbedingungen für die Banken. Es heißt abgesehen von gegenwärtiger Diskussion eine Bankentrennung und Rückkehr zu sozial-marktwirtschaftlichen Grundpostulaten.

    Die gegenwärtige Baustelle - Finanzkrise - €-Krise, schafft gezielt die vorprogrammierten Abhängigkeiten, die nicht anders als die Durchsetzung der absichtlichen Zwänge zu verstehen sind.

    Besonders bedenklich ist dass die Zwänge in ein System ohne geringster realer demokratischer Kontrolle überführt werden und immer unter Motto "es ist alternativlos".

    zwischen Geschäftsbanken und Investmentbanken. Letztere müssten dann mit 100% Eigenkapital ausgestattet sein - wie im Casinobereich üblich.

    diese "banken" nehmen fuer 1% credite bei der EZB und berechnen fuer Dispo-Ueberziehung bis zu 17% ? wer kann
    hier eigentlich "regulieren" in diesem Land ?

  4. Die Alternative wird in diesem Text skizziert- und auch gleich die richtige Diagnose für die Eurokrise geliefert.

    hier der Textlink:

    http://www.scribd.com/doc...

    Der Text erklärt alles Wesentliche verständlich auf gut 40 Seiten. Danach hat man die Eurokrise verstanden:

    Er zeigt auf, dass es sich bei der Eurokrise um eine Zahlungsbilanzkrise mehrerer europäischer Volkswirtschaften handelt, und der Euro mit seinem Einheitszins selbst die Krisenursache ist.
    Er macht deutlich, welche Kosten und Verwerfungen der Euro schon verursacht hat (auch schon vor der eigentlichen Krise) und welche weiteren Kosten und Verwerfungen drohen
    Er verdeutlicht, worin die konzeptionellen Denkfehler der “Euroretter” bestehen und wieso EFSF, ESM oder Eurobonds niemals ein Ende oder auch nur eine nachhaltige Linderung der Krise herbeiführen können.
    Er skizziert, wie es wahrscheinlich weitergeht, wenn man die “Euroretter” gewähren lässt, und welche Aternativen aus deutscher Sicht bestehen.
    Er warnt, was es für Folgen für Demokratie, Rechtsstaat und Frieden in Europa hat, wenn der Euro durch eine Trasferunion “stabilisiert” werden soll.

    Danach weiß man auch wieso Bundesbankpräsident Weidmann impliziet den 172 Wissenschaftlern um Professor Sinn angeschlossen hat, und warum die sieben Steinzeit Keynesianer und Industriegünstlinge mit ihrem Gegenaufruf intellektuell so vereinsamt sind.

    18 Leserempfehlungen
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    ...und wenn man den Text eines Wirtschaftshistorikers(!) ernst nimmt, dann belegt er klipp und klar, wer es vermasselt hat: Die privaten Häuslebauer - steht da zumindest so (S. 6).
    Auch ict dort zu lesen, dass gerade im privaten Sektor die niedrigen Zinsen des Euroraumes geradezu missbraucht wurden um in völlig sinnlose Unterfangen zu investieren - Investitionen, die sich dann in Rauch aufgelöst haben. Übrig bleiben die Schulden, nun aber ohne nennenswerte Gegenwerte.

    Tja, was sie hier als Beleg für das Scheitern des Euro anführen geht genauso gut nach hinten los ;-)
    Es waren demnach all die Lieschen, Marios, Juans, James und all die Anderen die das Projekt Euro von Anfang an torpediert und in den Graben gefahren haben.

    Der von ihnen verlinkte Text liest sich wie ein eindeutiger Beleg, dass die europäische Bevölkerung einfach noch nicht reif für den Euro war und auf ihre gesamteuropäische Verantwortung gepfiffen haben.

    Da ich allerdings Äusserungen eines Wirtschafthistorikers etwas skeptisch gegenüber stehe, war es denn doch wohl ganz anders und "die Polit/Banken/Wirtschaftsmafia" hat es versemmelt.

    Oder?

    • rastar
    • 06.07.2012 um 19:00 Uhr

    Ein Grundproblem der gegenwärtigen Debatte ist, das sich kaum eine Krisendiagnose denken lässt, die nicht in irgendeiner Form interessegeleitet ist. Mindestens verdächtig ist jede Krisenbeschreibung, bei der eine Seite/ Partei vom kritischen Rundumschlag ausgenommen wird. Bei dem von Ihnen verlinkten Text von M. Elbers ist es Deutschland bzw. der deutsche Mittelstand, der ausgesprochen gut wegkommt. Könnte es sein, daß hier ein deutscher 'Mittelständler' spricht?
    Zweifellos richtig ist jedoch die Kritik am Begriff 'Staatsschuldenkrise' und der massive Hinweis auf die Handelsungleichgewichte in Europa. Nahezu alles, was daraus gefolgert wird ist allerdings höchst fragwürdig.

    der angegebene Text erklärt überhaupt nichts, er vermutet, spekuliert, extrapoliert.. wie 123 andere Texte auch. Wem soll ich eigentlich noch glauben?

    ...und wenn man den Text eines Wirtschaftshistorikers(!) ernst nimmt, dann belegt er klipp und klar, wer es vermasselt hat: Die privaten Häuslebauer - steht da zumindest so (S. 6).
    Auch ict dort zu lesen, dass gerade im privaten Sektor die niedrigen Zinsen des Euroraumes geradezu missbraucht wurden um in völlig sinnlose Unterfangen zu investieren - Investitionen, die sich dann in Rauch aufgelöst haben. Übrig bleiben die Schulden, nun aber ohne nennenswerte Gegenwerte.

    Tja, was sie hier als Beleg für das Scheitern des Euro anführen geht genauso gut nach hinten los ;-)
    Es waren demnach all die Lieschen, Marios, Juans, James und all die Anderen die das Projekt Euro von Anfang an torpediert und in den Graben gefahren haben.

    Der von ihnen verlinkte Text liest sich wie ein eindeutiger Beleg, dass die europäische Bevölkerung einfach noch nicht reif für den Euro war und auf ihre gesamteuropäische Verantwortung gepfiffen haben.

    Da ich allerdings Äusserungen eines Wirtschafthistorikers etwas skeptisch gegenüber stehe, war es denn doch wohl ganz anders und "die Polit/Banken/Wirtschaftsmafia" hat es versemmelt.

    Oder?

    • rastar
    • 06.07.2012 um 19:00 Uhr

    Ein Grundproblem der gegenwärtigen Debatte ist, das sich kaum eine Krisendiagnose denken lässt, die nicht in irgendeiner Form interessegeleitet ist. Mindestens verdächtig ist jede Krisenbeschreibung, bei der eine Seite/ Partei vom kritischen Rundumschlag ausgenommen wird. Bei dem von Ihnen verlinkten Text von M. Elbers ist es Deutschland bzw. der deutsche Mittelstand, der ausgesprochen gut wegkommt. Könnte es sein, daß hier ein deutscher 'Mittelständler' spricht?
    Zweifellos richtig ist jedoch die Kritik am Begriff 'Staatsschuldenkrise' und der massive Hinweis auf die Handelsungleichgewichte in Europa. Nahezu alles, was daraus gefolgert wird ist allerdings höchst fragwürdig.

    der angegebene Text erklärt überhaupt nichts, er vermutet, spekuliert, extrapoliert.. wie 123 andere Texte auch. Wem soll ich eigentlich noch glauben?

  5. Ich lese widersprüchliche Meldungen in den Medien: Manche schreiben, es gäbe einen offenen Brief von 170 Wissenschaftlern, andere schreiben, es gäbe einen ebensolchen von 170 Ökonomen. Oder gibt es gar zwei offene Briefe?

    2 Leserempfehlungen
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    • joG
    • 06.07.2012 um 17:18 Uhr
    • joG
    • 06.07.2012 um 17:18 Uhr
    • joG
    • 06.07.2012 um 17:06 Uhr

    ...ist, dass die Probleme über das wirtschaftliche hinausgehen. Das bedeutet aber nicht, dass volkswirtschaftliche Beschränkungen nicht greifen. Das tun sie. Die Krise ist der Beweis dafür. Man kann nicht aus politischen Gründen etwas tun und hoffen, dass alles gut geht, wenn es wirtschaftlich nicht funktioniert. Da ist es egal, wie sehr man es haben will.

    Das haben aber die Bürokratie und Parteien getan mit den Verträgen von Maastricht und Lissabon.

    Nun ist das Geld weg und es geht darum, wer die Haftung übernimmt. Leider sind die vorgeschlagenen Maßnahmen intransparent hier hinsichtlich. Es ist auch, wenn man davon ausgeht, dass die 170 Volkswirte wenigstens halbwegs wissen, wie eine Wirtschaft funktioniert, zumindest fraglich, ob dieses Mal im Gegensatz zu der Reihe letzter Male die Mathematik stimmt.

    Will man den Leuten trauen, die letztes Mal gegen die Mathematik entschieden um ihr eigenes Interesse zu bedienen?

    Ich glaube nicht.

    4 Leserempfehlungen
    • Marula
    • 06.07.2012 um 17:14 Uhr

    Tja, die Problem sind ja nun wirklich vielschichtig. Da werfen Schäuble und Merkel den Unterzeichnern des Protestbriefs vor, die Gipfel-Beschlüsse gar nicht richtig gelesen zu haben. Es sei gar keine gemeinsame Bankenhaftung beschlossen worden und alles bleibe, wie es war. Prompt eilt ihnen jemand wie Ferdinand Richter zu Hilfe, der der Meinung ist, dass die Gipfel-Beschlüsse ganz richtig seien, da darin der Weg zur gemeinsamen Bankenhaftung beschlossen worden sei.
    Wissenschaftler sind offenbar doch nicht so detailverliebt, wie man denkt.

    4 Leserempfehlungen
    • Chali
    • 06.07.2012 um 17:14 Uhr

    also die Trennung zwischen Banken und Buchmachern.

    Nach der Grossen Fepression führte dies zu der lämgsten Zeit allgemeiner wirtschaftlicher Prosperität - also nicht nur für einen mikrpskopisch kleinen Teil der Bevölkerung. Das Unglück begann, als das Geld der Real-Wirtschaft zum Zocken eingesetzt werden durfte. Mit der Abschaffung des
    "Glass-Steagall Act"

    System-relevant (und einer Stützung würdig) sind nur Banken - richtige Banken für richtige Menschen. Das schafft, ganz recht, kein Ende der Zockerei. Die Caymans werden profitieren. Ja und? Wenn der erste Buchmacher nicht mehr zahlen kann, werden sich die anderen schon überlegen, wem sie ihren Wetteinsatz anvertrauen.

    Und genau das ist es, was uns allen gut tun würde.

    11 Leserempfehlungen
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    Der im vergangenen Jahr von Obama unterzeichnete
    2000-seitige "Dodd-Frank-Act" erneuert den Glass-Steagall-Act. Leider gibt es kein solches Gesetz für deutsche Banken.

    Der im vergangenen Jahr von Obama unterzeichnete
    2000-seitige "Dodd-Frank-Act" erneuert den Glass-Steagall-Act. Leider gibt es kein solches Gesetz für deutsche Banken.

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