Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland bleibt trotz Finanz- und Wirtschaftskrise in der Euro-Zone weiterhin gut. Viele Menschen rechneten in Zukunft zwar mit etwas geringeren Einkommen, seien aber weiterhin zu größeren Anschaffungen bereit, teilte das Marktforschungsunternehmens GfK mit.

Nach dessen Angaben stieg das Konsumklima in Deutschland im Juli im Vergleich zum Vormonat weiter an – wenn auch nur leicht. Grund für die anhaltende Zuversicht der Deutschen sei unter anderem die sinkende Arbeitslosigkeit, teilte die GfK mit.

Allerdings seien viele Bundesbürger in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung nicht mehr so optimistisch wie im Vorjahr. "Die Verbraucher befürchten zusehend, dass nun auch die deutsche Wirtschaft in den Krisenstrudel gezogen wird."

Ihre eigene Finanzlage schätzten die Deutschen aber deutlich besser ein. Das entsprechende Barometer verlor zwar um fast vier auf 36,3 Punkte, hielt laut GfK aber sein "überaus hohes Niveau". "Die Einkommensaussichten trotzen damit weiterhin den zunehmenden Risiken aus dem Ausland."

Insgesamt sei das Konsumklima in Deutschland daher "weiterhin konstant", erklärte das Meinungsforschungsinstitut. Stabile Aussichten für die Beschäftigung und sinkende Arbeitslosigkeit sowie die Ankündigung höherer Einkommen ließen die Planungssicherheit für die Verbraucher steigen. Auch für den August werde deswegen damit gerechnet, dass das Konsumklima um 0,1 auf 5,9 Punkte weiter leicht ansteige.