Griechenland-Anleihen : Bad Bank der HRE macht zehn Milliarden Verlust

Die Abwicklungsanstalt der Hypo Real Estate verzeichnet ein deutlich höheres Defizit als üblich: Griechische Staatsanleihen haben ein Loch in die Bilanz gerissen.
Außerordentliche Hauptversammlung der HRE (Archiv) © Oliver Lang/AFP/Getty Images

Die Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Esate hat den Bund in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr mit einem Verlust von knapp zehn Milliarden Euro belastet. Dazu trugen vor allem Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen bei, teilte die Abwicklungsanstalt mit dem Namen FMS Wertmanagement mit.

"Die hohe Risikovorsorge allein in Verbindung mit den Griechenland-Engagements in Höhe von 8,9 Milliarden Euro konnte in den ursprünglichen Planungen für die Abwicklungsanstalt nicht vorgesehen werden", sagte Vorstandssprecher Christian Bluhm.

Der Verlust wird vom staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin und somit letztlich von den Steuerzahlern übernommen. In die Bad Bank hatte die HRE im Herbst 2010 Altlasten im Wert von rund 175 Milliarden Euro ausgelagert.

Zuversicht für laufendes Jahr

Die Bad Bank soll die Risikopapiere möglichst ohne Verluste wieder auf den Markt bringen, was sich aber im derzeitigen Umfeld schwierig gestaltet. Bislang ist das Portfolio um 8,5 Prozent auf 160,7 Milliarden Euro zum Jahresende 2011 reduziert worden.

Für das laufende Jahr zeigte sich Bluhm zuversichtlicher und erwartet ein deutlich besseres Ergebnis als 2011. Dies hänge allerdings stark von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ab.

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Kommentare

15 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Nix da mit ... Moment

Der Steuerzahler ist immer der Blöde, wobei man bei der HRE ja nicht nur die bad bank sondern auch die (good ??) bank HRE am Staatshals hat.
Allerdings macht das auch keinen großen Unterschied, gerettet würde ja auch (wieder), wenn die HRE privat wäre, weil die ja so systemrelevant ist und totalalternativlos

Ich frage mich was unseren Finanzminister

zum Politiker auf Platz 3 der Beliebtheitsscale macht.

Er lässt die Banken durch den Steuerzahler retten.
Erhöht die Staatsverschuldung in nur drei Jahren von 1,5 Billionen auf 2,3 Billionen, manche sagen 2,9 Billionen.
Will noch mehr Verantwortung an die
EU -Bankrotteurregierung übertragen
und schließt sogar Eurobonds nicht mehr aus.
Zu Weigels Zeiten hätte man so einen Minister in die Wüste geschickt.

Ja den Theo habe ich gemeint,

aber der hat immerhin 9 Jahre dazu gebraucht.
Jedes Jahr nicht mal ganz 90 Milliarden.

und damals im Zuge der Wiedervereinigung blieb das Geld im Land.
Ich denke das sollte man dabei nicht vergessen.
Heute wird das Geld im Europäischen Staatsapparat verbrannt
z.B. wenn eine Sekretärin 8000€ und mehr im Monat verdient,
und eine Beamtenwitwe einen Fahrstuhl in den Weinkeller aus Steuergeldern finanziert bekommt. Was auch wieder nur Peanuts sind.

Journalismus

Guter Journalismus wäre es, wenn nicht nur die Meldung der Nachrichtenagentur wiedergegeben würde. Das kann jeder.
Neben den Verlusten der Banken könnte z.B. auch die Höhe der Boni für die leitenden Mitarbeiter dargestellt werden. Ich möchte doch zu gerne wissen, ob sich Leistung wieder lohnt.

"Ich frage mich was unseren Finanzminister zum Politiker ....

.... auf Platz 3 der Beliebtheitsscale macht" fragt ein Forist. Da sehen Sie auch Ihren Denkfehler. Die Provision des Banker ist unwesentlich in dieser Sache. Sie lief nämlich so:

10.000 Autos wurden ins europäische Ausland verkauft. Das Geld kam hier an und wurde angelegt. Die Anleger wählten Anleihen, die von beamtischer Seite bevorzugt wurden, so auch griechisches Staatspapier. Die Griechen zahlen es nun nicht zurück und die Anleger verlieren. Das Geld wird vom Finanzminister aufgebracht aus Schulden. So ist er momentan derjenige, der die Autos und somit die Dividende des Autoherstellers bzw dessen Löhne lecht. Da kann man ihn doch nur gern haben.