Großbank HSBC: Geldwäsche, Drogengeld, Terrorunterstützung
Der US-Senat erhebt schwere Vorwürfe gegen die Großbank HSBC. Sie soll Milliardensummen aus verdächtiger Herkunft in die USA geschleust haben. Der Lizenzentzug droht.
© Laurent Fievet/AFP/GettyImages

Der HSBC-Schriftzug einer Filiale in Hongkong (Archiv)
Der US-Senat hat die internationale Großbank HSBC in einem Bericht der Öffnung des Finanzsystems für Terroristen, Drogendealer und Geldwäscher bezichtigt. Die Senatoren kommen darin zu dem Schluss, dass die HSBC-Zentrale in London ihren Filialen in Ländern wie Mexiko, Bangladesch, Syrien und Saudi-Arabien erlaubt hat, Milliarden Dollar verdächtiger Herkunft ohne hinreichende Kontrollen in die USA zu schleusen.
"Die Firmenkultur war bei HSBC über einen großen Zeitraum tiefgreifend belastet", sagte Senator Carl Levin. In einer "Ära des internationalen Terrorismus, der Drogengewalt auf den Straßen und der organisierten Kriminalität" sei es zwingend, gegen illegale Geldflüsse vorzugehen, die solche Verbrechen finanzierten, sagte Levin. HSBC habe ihre Filiale in den USA unter Umgehung der Regeln des Bankensystems genutzt, um anderen Zweigstellen Zugang zum US-Finanzmarkt zu geben.
Dem Bericht zufolge transferierte die mexikanische HSBC-Niederlassung allein in den Jahren 2007 und 2008 sieben Milliarden Dollar an die Zweigstelle in den USA. Mexikanische und amerikanische Behörden hätten HSBC gewarnt, dass ein derartiger Geldbetrag nur mit Hilfe des Drogenhandels zusammengekommen sein könne. Levin sagte, die Aufsichtsbehörden müssten darüber nachdenken, der Bank die Lizenz zu entziehen, wenn sie ihre eigenen Filialen nicht richtig kontrolliere.
Aufsichtsbehörde OCC ging nicht gegen die Bank vor
HSBC reagierte umgehend. "Wir gestehen ein, dass wir in der Vergangenheit manchmal die Standards nicht eingehalten haben, die Kontrolleure und Kunden erwarten", hieß es von der Bank. Sie entschuldige sich für diese Fehler und versichere, die Verfehlungen zu korrigieren. Zudem wolle sie sich bei einer Anhörung dem Senat stellen. In Zukunft würde für alle Filialen weltweit ein einheitlicher Standard gelten, der sich an dem höchsten geltenden Standard orientiere, teilte HSBC mit.
Kritik äußerten die Senatoren auch an der Aufsichtsbehörde OCC, die unter anderem für die Filialen ausländischer Banken in den USA zuständig ist. Trotz zahlreicher Hinweise seien die Aufseher nicht gegen HSBC vorgegangen. So habe sich die Geldwäsche zu einem massiven Problem ausgeweitet.
Verletzung der Sanktionen gegen Iran
Die US-Senatoren werfen der Bank in ihrem Bericht außerdem vor, die Bestimmungen für Sanktionen gegen den Iran verletzt zu haben. Die US-Regierung arbeitet daran, das Regime in Teheran im globalen Bankensystem zu isolieren, um damit ein mögliches nukleares Rüstungsprogramm des Landes zu verhindern.
Eine externe Untersuchung der Wirtschaftsprüfung Deloitte habe ergeben, dass 25.000 Transaktionen in einem Volumen von 19,4 Milliarden Dollar mit dem Iran abgewickelt wurden, heißt es in dem Bericht. 90 Prozent davon sollen über US-Bankkonten gelaufen sein, ohne dabei die Verbindungen in den Iran offenzulegen. Die Ermittler des US-Senats stießen auch auf ähnliche Transaktionen mit Nordkorea, Kuba, Sudan und Birma.






Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich und konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk
Ich dachte immer dass sei das normale Kerngeschäft der Banken. Also ich finde, das hört sich nach Business as usual an:
http://www.manager-magazi...
http://geopolitiker.wordp...
http://www.propagandafron...
Aber die "Wirtschaft" (wer oder was das immer auch sein soll...) brummt:
http://www.zeit.de/wirtsc...
es muss natürlich "lugt" heißen.
Auslieferung nach den USA.
Dort könnte Er (die Verantwortlichen) auch Lebenslänglich bekommen?
Erst alle Regulierungen aufheben, und dann keine anständigen Strafen, bei absehbaren Missbrauch für Verbrechen im Zusammenhang mit Geldgeschäften haben!
Haben wir irgendwo einen Gerichtshof wo Politiker verurteilt werden können. Für Kriegsverbrechen haben wir einen!
Es wird sich wohl noch herausstellen, das die Zinsmanipulationen (hier die anderen Anschuldigungen), Hand in Hand mit Politikern (mit Politikern Glaube ich mal nicht) geschehen sind? (Das Politiker, ihre Finger in irgendeiner Form drin haben schon - Aufhebungen von Regulierungen, zum Nachteil der Völker.)
Genau für diese Fälle brauchen wir einen Internationalen Gerichtshof, zur Abschreckung!
Geldwäsche, Gründung einer Kriminellen Organisation, ...
Diese Tatbestände bringen den Normalen Menschen in den Knast. Die HSBC entschuldigt sich gelobt Besserung und wir machen weiter.
HALLO??? GEHTS NOCH??? Das ist doch blanker Hohn!
Stellen sie sich vor Breivik stellt sich vor die Presse und sagt: "Ich gestehen ein, dass ich in der Vergangenheit manchmal die einen kleinen Ausraster hatte. Das tut mir aufrichtig Leid. Ich gelobe besserung."
Der Kleine Unterschied ist,dass die Opfer keiner mehr sieht die In Mexiko drauf gehen. Aber ich kann ihnen sagen es sind mehr als "nur" 67.
[...] Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk
Artikel ist klarer Thesenbeweis, dass die Macht der Drogenkartelle nur deswegen so erfolgreich sein kann, da sie Unterstuetzung in den hoechsten Kreisen der Gesellschaft haben.
Schliesslich geht es um Geld und da sind Banken nicht fern.
Das es dem US-Senat nur um die Diskreditierung einer missliebigen Konkurrenz geht, liegt in der Natur der Sache und ist zynisch.
Das, wie unter http://www.zeit.de/wirtsc... beschrieben, andererseits jeder Staat bestrebt ist, solche Parallelgesellschaften zu bekaempfen und besorgt ist, dass die eigene Bevoelkerung gesundheitlich und mental langsam aber sicher den Bach runtergeht, ist ein weiterer Aspekt.
OK - heisst dass jetzt, dass jeder Inhaber eines Bankkontos bei der HSBC automatisch mitverantwortlich ist an:
- Morden der Drogenkartelle
- Verwahrungskosten und Resozialisierungsprogrammen der Drogenstraftaeter
- Folgekosten des Drogenmissbrauchs => http://www.drogenpolitik.... (ppt: 103400 CHF jaehrlich pro Drogenabhaengigem in diesem unabhaengigen Kleinstaat)
Welcher Leser dieses Artikels hat ein Konto bei der Hongkong Shanghai Banking Corporation?
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Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank 2009 im Gespräch mit der DPA zum Thema Finanz- und Geldpolitik im In- und Ausland des 2010: "Das Ding läuft nur unter Drogen. Wir sollten nicht annehmen, dass die Drogen ständig verabreicht werden." ;)
Ohne Worte.
Verstoesse gegen Geldwaeschevorschriften kommen recht haeufig vor - auch bei anderen europaeischen Banken. Das Management muss sicherstellen, dass die Compliance-Abteilungen der Banken die sich stetig aendernden und international unterschiedlichen Regeln kennt und auch intern genug Durchsetzungsvermoegen besitzt, um diese umzusetzen.
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