Die traditionsreiche Automobil-Rennstrecke Nürburgring steht vor der Insolvenz. Dies teilte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck ( SPD ) mit. Die landeseigene Besitzgesellschaft benötigt dringend EU-Hilfen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die EU-Kommission will aber das Unternehmen zunächst weiter prüfen, bevor es Geld gibt.

Die Besitzgesellschaft gehört zu 90 Prozent dem Land, das aus dem Gelände in der Eifel mit dreistelligem Millionenaufwand einen Freizeitpark machen wollte. Die Staatskanzlei in Mainz machte die EU-Kommission für die Pleite verantwortlich, weil sie die geplante Rettungsbeihilfe von 13 Millionen Euro nicht ohne genauere Prüfung auszahlen will. Mit dem Geld und der Stundung von Krediten sollte die Nürburgring GmbH die nächsten sechs Monate überbrücken.

Die Betreibergesellschaft der Rennstrecke, die zwei Firmen aus Düsseldorf gehört, sieht sich von der Pleite zunächst nicht betroffen, wie ein Sprecher sagte. Auf dem Nürburgring findet seit 2007 nur noch alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Hockenheimring ein Rennen der Formel 1 statt. Das Rennen 2013 ist aber durch einen Streit zwischen der Landesregierung und der Betreibergesellschaft gefährdet. Der Nürburgring war im Jahr 1927 eröffnet worden, 1984 wurde die Strecke grundlegend umgebaut.