Euro-KriseKrisenländer könnten Haftung für eigene Banken umgehen

Für Bankkredite aus dem permanenten Rettungsfonds müssen nach Ansicht des künftigen ESM-Chefs Regling die Geberländer einstehen - und damit der Steuerzahler.

Der künftige Manager des ESM-Rettungsfonds Klaus Regling

Der künftige Manager des ESM-Rettungsfonds Klaus Regling

Finanziell angeschlagene Euro-Staaten müssen möglicherweise nicht mehr für direkte Hilfen aus dem permanenten Rettungsfonds ESM an ihre Banken haften. Wenn Hilfen aus dem ESM wie geplant direkt an Banken gegeben würden und nicht mehr über die Regierungen des betreffenden Landes liefen, "dann ist das Land raus aus der Haftung", sagte ESM-Chef Klaus Regling der Welt am Sonntag.

Dies könnte bedeuten, dass die den ESM tragenden Länder insgesamt für einen Kreditausfall haften müssten. Regling widerspricht damit der Darstellung der Bundesregierung in einem wesentlichen Punkt. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte kürzlich gesagt, er erwarte, dass auch weiterhin die Heimatländer der Banken hafteten. Dieser Auffassung hatten vor Regling auch schon der EU-Währungskommissar Olli Rehn und der Euro-Gruppen-Chef Jean-Cleaude Juncker widersprochen.

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Der EU-Gipfel hatte im Juni beschlossen, dass Banken in bestimmten Fällen direkte Hilfen aus dem geplanten, aber noch nicht in Kraft getretenen ESM bekommen können. Bislang wurden Rettungshilfen nur an Regierungen ausgezahlt. Diese mussten das Geld dann an die Kreditinstitute weiterleiten. Dieses Verfahren führt dazu, dass der jeweilige Staat für die Rückzahlung an den Rettungsschirm haftet und die Verluste selbst ausgleichen muss, wenn die Banken die Hilfen nicht zurückzahlen können.

Regling wirbt für mehr Vertrauen in Rettungsschirm

Der Sprecher des von Regling geleiteten vorläufigen Rettungsfonds EFSF, Christof Roche, wies die Darstellung zurück, Regling habe mit seinen Äußerungen dem Finanzminister widersprochen. Regling sei in dem Interview "nicht zu den Ansichten des Finanzministers befragt worden", sagte Roche.

Roche wies darauf hin, dass bei der derzeit verhandelten Bankenrekapitalisierung in Spanien der spanische Staat die Haftung übernehme. Das entspreche den Leitlinien des aktuellen EFSF und dem Entwurf der Leitlinien für den ESM. Allenfalls dann, wenn in der Zukunft die Bankenaufsicht durch die Europäische Zentralbank (EZB) erfolge, bestehe die Möglichkeit einer direkten Kreditvergabe an Banken. Die Fragen nach den Details der Regelung einer direkten Kreditvergabe an Banken, die dann unter einer europäischen Aufsicht stehen, inklusive der Rolle der Staaten, stellten sich aber erst, wenn diese europäische Aufsicht stehe.

Regling, der derzeit Chef des vorläufigen Rettungsfonds EFSF ist, warb in dem Interview mit der Welt am Sonntag generell für mehr Vertrauen in den Rettungsschirm. "Unsere Arbeit wirkt doch", sagte er. Irland und Portugal seien Erfolgsgeschichten. Irland werde kommendes Jahr an den Markt zurückkehren können, was ohne die Rettungshilfen kaum möglich gewesen wäre. Dies zeige, dass Liquiditätshilfen zwar Reformen unterstützen, aber nicht ersetzen können. "Hilfen können nur die Zeit überbrücken, bis die Märkte glauben, dass die Reformen wirklich greifen", sagte Regling. "Die müssen aber auch konsequent umgesetzt werden."

Grüne noch uneins über Spanien-Hilfen

Die Grünen wollen eine zusätzliche Belastung der Steuerzahler vermeiden. Die Partei hat wenige Tage vor der Sondersitzung des Bundestages zur Entscheidung für die Hilfen für spanische Banken ihr Abstimmungsverhalten noch nicht festgelegt. Es komme "darauf an, dass die Bankenrettung nicht wie bisher allein zulasten der Steuerzahler geschieht", sagte Fraktionschef Jürgen Trittin dem Tagesspiegel (Sonntagsausgabe). Die SPD hat zwar bislang nicht erklärt, ob sie den Hilfen zustimmen wird, diese aber grundsätzlich positiv beurteilt.

Der Bundestag stimmt am Donnerstag über den Hilfsantrag Spaniens ab. Die Euro-Gruppe hat Spanien bereits bis zu 100 Milliarden Euro Hilfen für die Rekapitalisierung seiner Banken in Aussicht gestellt. Der tatsächliche Bedarf liegt nach Experten-Gutachten aber eher bei etwa 60 Milliarden Euro. Eine erste Tranche von 30 Milliarden Euro soll noch im Juli ausgezahlt werden. Ohne Zustimmung des Bundestags kann das Geld nicht fließen, weil Finanzminister Wolfgang Schäuble bei EFSF-Angelegenheiten an das Votum des Parlamentes gebunden ist und die Euro-Länder einvernehmlich entscheiden müssen.

 
Leserkommentare
  1. ...wenn es eine große Bank in Spanien, Italien oder Frankreich trifft.
    Fällt der erste Dominostein fallen sie alle.

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    .
    "... Wenn es eine {...} trifft, fallen sie alle wie die Dominosteine ..."

    Na dann, auf zum Dominofall, endlich, bitte, es ist höchste Zeit für ein Ende des Banken- und Geldsystems nach heutigem Muster.

    Aller Bankenbesitz und der Rest der ehemaligen Schuldenbeute wird vergesellschaftet, dann beenden wir den Zinswahnsinn, Giralgkreditschöpfung und Luftgeld wird illegal, dafür geben wir (staats)bodengedecktes Umlaufgeld aus und probieren endlich mal was anderes als diese seit Jahrzehnten ewiggleiche, dumme Umverteilung von unten nach oben.

    .
    "... Wenn es eine {...} trifft, fallen sie alle wie die Dominosteine ..."

    Na dann, auf zum Dominofall, endlich, bitte, es ist höchste Zeit für ein Ende des Banken- und Geldsystems nach heutigem Muster.

    Aller Bankenbesitz und der Rest der ehemaligen Schuldenbeute wird vergesellschaftet, dann beenden wir den Zinswahnsinn, Giralgkreditschöpfung und Luftgeld wird illegal, dafür geben wir (staats)bodengedecktes Umlaufgeld aus und probieren endlich mal was anderes als diese seit Jahrzehnten ewiggleiche, dumme Umverteilung von unten nach oben.

  2. Je komplizierter die ausgehandelten Verträge werden, umso leichter wird es für findige Juristen und Bankster werden, aus den Konstrukten Geld zu schlagen. Man muss sich doch nur die Übernahme von Porsche und VW anschauen. AmEnde sind die Politiker die Dummen und bedauern den Vorfall sehr. Aber die Steuerzahler bezahlen die Rechnung.

    Und genauso wird's auch hier wieder sein. Alle Gewinne der Banken werden privatisiert und die Verluste werden sozialisiert, am liebsten nicht mal im Heimatland, sondern in den Geberländern.

    Da ist Sprengstoff drin!

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    • joG
    • 14.07.2012 um 18:28 Uhr

    .... Vertrag und der EU Menschenrechtscharta. Sie sind so kompliziert, unübersichtlich und voll gestopft mit Detailvorgaben, dass man aus ihnen jede gerade gewünschte Maßnahme rechtfertigen kann oder ihr Gegenteil.

    • joG
    • 14.07.2012 um 18:28 Uhr

    .... Vertrag und der EU Menschenrechtscharta. Sie sind so kompliziert, unübersichtlich und voll gestopft mit Detailvorgaben, dass man aus ihnen jede gerade gewünschte Maßnahme rechtfertigen kann oder ihr Gegenteil.

  3. Natürlich steht der Steuerzahler für die Billionen gerade, die unter den Bankstern verteilt werden. Wer denn sonst?

    Wer bezahlt denn bisher die Zinsen für die Staatsschulden (in Deutschland der zweitgrößte Haushaltsposten!)?
    Der Weihnachtsmann, oder der Osterhase? Nö, der Steuerzahler.

    Der entscheidende Unterschied beim ESM ist, dass jetzt nicht mal mehr der Anschein von Demokratie gewahrt wird.

    Da entscheidet jetzt ein Gouverneursrat und ein rechtlich immunes Direktorium über unser Steuergeld. Garantiert Demokratiefrei.

    Frage am Rande: Wer steht für die 3 Billionen Euro gerade, für die die EZB Schrottpapiere von den Banken aufgekauft hat? Na, wer wohl?

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    "und damit der Steuerzahler."

    Als wäre irgendwo ein Unterschied im Spiel - aus Sicht des europäischen Steuerzahlers.

    • bayert
    • 14.07.2012 um 20:24 Uhr

    Testballon geprobt (Zwangsabgabe). Schon vor längerer Zeit hat Boston Consulting Einmalabgaben ins Spiel gebracht (Back to Mesopotamia).

    "und damit der Steuerzahler."

    Als wäre irgendwo ein Unterschied im Spiel - aus Sicht des europäischen Steuerzahlers.

    • bayert
    • 14.07.2012 um 20:24 Uhr

    Testballon geprobt (Zwangsabgabe). Schon vor längerer Zeit hat Boston Consulting Einmalabgaben ins Spiel gebracht (Back to Mesopotamia).

  4. kann vorausgesetzt werden.
    Auch SPD und Grüne werden wieder zustimmen.
    Sage ich spontan mal voraus.

    10 Leserempfehlungen
    • joG
    • 14.07.2012 um 18:21 Uhr

    ....solche Dinge vorher eindeutig zu klären, bevor sie dazugehörige Gesetze den Verfassungsrichtern vorlegten.

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    DIE ZEIT hatte vor Kurzem folgendes bezüglich des Informationsflusses der Merkelschen Regierung (zu ESM/ EFSF) geschrieben:

    "Er hat Merkel doch tatsächlich zu einer fiskalpolitischen Begründung der Euro-Maßnahmen aufgefordert. Das hört sich populär an, ist aber bloß populistisch – denn wenn Merkel eines immer getan hat, dann das, und zwar bis ins kleinste Detail."
    http://www.zeit.de/politi...

    Ich wüsste zwar jetzt nicht konkret, wie ich das belegen kann, aber ich vertraue diesem Medium mal einfach.

    DIE ZEIT hatte vor Kurzem folgendes bezüglich des Informationsflusses der Merkelschen Regierung (zu ESM/ EFSF) geschrieben:

    "Er hat Merkel doch tatsächlich zu einer fiskalpolitischen Begründung der Euro-Maßnahmen aufgefordert. Das hört sich populär an, ist aber bloß populistisch – denn wenn Merkel eines immer getan hat, dann das, und zwar bis ins kleinste Detail."
    http://www.zeit.de/politi...

    Ich wüsste zwar jetzt nicht konkret, wie ich das belegen kann, aber ich vertraue diesem Medium mal einfach.

  5. "und damit der Steuerzahler."

    Als wäre irgendwo ein Unterschied im Spiel - aus Sicht des europäischen Steuerzahlers.

    • Guofu
    • 14.07.2012 um 18:22 Uhr

    Wahnsinn, was hier eigentlich abgeht.Deutschland hat die Schuldenkrise nicht ausgelöst, trotzdem müssen die Deutschen Steuerzahler halb Europa finanzieren und die Last für die ausländschen Banken & verfehlte Haushaltspolitik ausländischer Regierungen tragen.
    Wahnsinn, in Deutschland demonstrieren hunderttausende gegen den Bau eines Bahnhofs, aber gegen die Aufhebung der eigenen Sourveränität und die verfassungswidrige Transferzahlungen in Milliardenhöhe in Richtung europäisches Ausland geht kaum jemand auf die Straße.
    [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/ls

    40 Leserempfehlungen
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    • Guofu
    • 14.07.2012 um 18:26 Uhr

    Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls

    "Deutschland hat die Schuldenkrise nicht ausgelöst..."

    Selbstverständlich ist Deutschland einer der grossen Player bei der Versorgung von Geld fürs Leben auf Pump. Bloss halt als Profiteur vom Ganzen. Geht das schief haben "wir" das Prinzip "Bad Bank" durchaus miterfunden, wenn nicht gar erfunden und zahlen schon länger für schlechtes "wirtschaften" im Finanzsektor.

    Den Link sollte man eigentlich fest an jede Seite "kleben":

    http://www.handelsblatt.c...

    "Diese Kreditwerkstatt wird auch als Bad Bank bezeichnet und soll dazu dienen, die Kredite Not leidender Banken zu bündeln, als Wertpapier zu verpacken und wieder zu verkaufen. Zur Entlastung solle der Staat für die Risiken einstehen und eine Garantie abgeben, hieß es weiter."

    Das war 2003 und es ging um Milliarden DM aus 200 bis 2002.

    • Guofu
    • 14.07.2012 um 18:26 Uhr

    Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls

    "Deutschland hat die Schuldenkrise nicht ausgelöst..."

    Selbstverständlich ist Deutschland einer der grossen Player bei der Versorgung von Geld fürs Leben auf Pump. Bloss halt als Profiteur vom Ganzen. Geht das schief haben "wir" das Prinzip "Bad Bank" durchaus miterfunden, wenn nicht gar erfunden und zahlen schon länger für schlechtes "wirtschaften" im Finanzsektor.

    Den Link sollte man eigentlich fest an jede Seite "kleben":

    http://www.handelsblatt.c...

    "Diese Kreditwerkstatt wird auch als Bad Bank bezeichnet und soll dazu dienen, die Kredite Not leidender Banken zu bündeln, als Wertpapier zu verpacken und wieder zu verkaufen. Zur Entlastung solle der Staat für die Risiken einstehen und eine Garantie abgeben, hieß es weiter."

    Das war 2003 und es ging um Milliarden DM aus 200 bis 2002.

  6. Die Immobilienkrise in Spanien hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, weil die Preise immer noch ca. 30-50% zu hoch sind. Der eigentliche Abschreibungsbedarf ist damit viel höher als die 100 Mrd. Euro, was natürlich erst in 1-2 Jahren "herauskommt".

    Erschreckend ist aber auch, daß die Steuerzahler nun schon direkt für die Vergabe der Bankkredite haften, d.h. quasi wie selbsthaftende, nachschußpflichtige Eigentümer der Banken, allerdings ohne Mitspracherechte oder Gewinnbeteiligung. Gut, das kann Herr Schäuble nicht wissen. Er ist ja kein Experte.

    32 Leserempfehlungen
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    Das DIW Institut hat vor kurzem gerechnet,dass eine 10% Zwangsabgabe bei deutschen Vermögen ab 250,000 Euro ungefähr 230 Milliarden in die Staatskasse spülen würde.Also genug da um spanischen Finanzinstituten mit Kapital zu decken.Falls das nicht reichen sollte,könnte man es nochmals mit einer Zwangsabgabe versuchen...wo ist das Problem?

    Geld ist ja genug da.

    Auf der Plattform Abgeordnetenwatch kann man sich ansehen, welche Politiker die Hand zum ESM-Ja gehoben haben http://www.abgeordnetenwa...

    Direkt unter den Abgeordneten-Bildchen steht dann auch, ob der jeweilige Abgeordnete schon eine Frage zum ESM bekommen haben.
    Erschreckend, wie wenige Anfragen zum ESM dort zu finden sind. Erschreckend auch, wie viele Abgeordnete noch nicht einmal geantwortet haben!
    Die, die geantwortet haben, lassen den Wähler in einen Abgrund blicken. Beispielsweise die Abgeordnete Bas (SPD): "Sie haben natürlich recht, wenn Sie schreiben, dass der Gouverneursrat und die Mitarbeiter Immunität genießen sollten. Das scheint mir aber alternativlos zu sein."

    Auch gut: Cornelia Behm (GRÜNE: "...unterstütze auch ich den ESM, weil er gegenüber der EFSF eine wesentliche Neuerung bringt: die Grundlage für eine geordnete Insolvenz. Kredite werden nur dann vergeben, wenn der notleidende Euro-Staat seine Schulden auch tatsächlich tragen kann. Ist ein Land nicht dazu in der Lage, muss es den Schuldenstand zuerst auf ein tragfähiges Niveau reduzieren. Und zwar durch einen teilweisen Verzicht der privaten Gläubiger."

    Das DIW Institut hat vor kurzem gerechnet,dass eine 10% Zwangsabgabe bei deutschen Vermögen ab 250,000 Euro ungefähr 230 Milliarden in die Staatskasse spülen würde.Also genug da um spanischen Finanzinstituten mit Kapital zu decken.Falls das nicht reichen sollte,könnte man es nochmals mit einer Zwangsabgabe versuchen...wo ist das Problem?

    Geld ist ja genug da.

    Auf der Plattform Abgeordnetenwatch kann man sich ansehen, welche Politiker die Hand zum ESM-Ja gehoben haben http://www.abgeordnetenwa...

    Direkt unter den Abgeordneten-Bildchen steht dann auch, ob der jeweilige Abgeordnete schon eine Frage zum ESM bekommen haben.
    Erschreckend, wie wenige Anfragen zum ESM dort zu finden sind. Erschreckend auch, wie viele Abgeordnete noch nicht einmal geantwortet haben!
    Die, die geantwortet haben, lassen den Wähler in einen Abgrund blicken. Beispielsweise die Abgeordnete Bas (SPD): "Sie haben natürlich recht, wenn Sie schreiben, dass der Gouverneursrat und die Mitarbeiter Immunität genießen sollten. Das scheint mir aber alternativlos zu sein."

    Auch gut: Cornelia Behm (GRÜNE: "...unterstütze auch ich den ESM, weil er gegenüber der EFSF eine wesentliche Neuerung bringt: die Grundlage für eine geordnete Insolvenz. Kredite werden nur dann vergeben, wenn der notleidende Euro-Staat seine Schulden auch tatsächlich tragen kann. Ist ein Land nicht dazu in der Lage, muss es den Schuldenstand zuerst auf ein tragfähiges Niveau reduzieren. Und zwar durch einen teilweisen Verzicht der privaten Gläubiger."

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