Die Commerzbank beendet bei eigenen Produkten ihre Spekulationsgeschäfte auf Grundnahrungsmittel . Die zweitgrößte deutsche Großbank bestätigte, dass sie alle Agrarprodukte aus ihrem Rohstoff-Fonds ComStage ETF CB Commodity EW Index TR genommen hat. Die Bank will auch keine neuen börsennotierten Anlageprodukte auflegen, in denen auf die Preise von Grundnahrungsmitteln spekuliert wird.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch begrüßte den Schritt. "Wenn sich eine Bank nicht sicher ist, welchen Schaden ihre Rohstoffanlagen anrichten, gibt es nur einen verantwortlichen Schritt: Diese Anlagen aus Vorsorgegründen nicht mehr anzubieten", sagte Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode . Am Handeln der Commerzbank sollten sich andere Häuser ein Beispiel nehmen.

Die Fondsgesellschaft der Sparkassen Dekabank und die Landesbank Baden-Württemberg hatten bereits angekündigt , bei eigenen Produkten auf Investments in Agrarrohstoffe zu verzichten. Die Deutsche Bank will in diesem Jahr keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln auflegen. Eine Arbeitsgruppe soll bis Jahresende zudem Ursachen und Auswirkungen steigender Preise für Agrarrohstoffe analysieren.

Foodwatch hatte das Thema Agrarspekulationen im Oktober mit einer Studie und einem offenen Brief an den damaligen Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann angestoßen.