Gebäude der griechischen Notenbank Bank of Greece ©Yannis Behrakis/Reuters

Ein Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB) hat Griechenland laut einem Medienbericht vor dem Bankrott bewahrt. Der Regierung in Athen drohte in den nächsten Wochen die Zahlungsunfähigkeit, weil Banken ihr keine kurzfristigen Staatsanleihen abkaufen wollten, berichtete die Welt .

Mit dem EZB-Beschluss werden solche Papiere für Anleger nun attraktiver, weil sie für Kredite bei der griechischen Notenbank hinterlegt werden können. Damit könne die Regierung in Athen auf bis zu vier Milliarden Euro zusätzlich zurückzugreifen.

Die Troika aus Europäischer Union , EZB und Internationalem Währungsfond ( IWF ) wird im September über die Auszahlung der nächsten Tranche aus dem laufenden Hilfsprogramm für Griechenland entscheiden. Mit dem EZB-Beschluss sei die Finanzierung des Landes bis dahin sichergestellt, hieß es in der Welt .

Die Regierung in Athen braucht noch im August dringend Geld, um fällige Schulden abzulösen und die Ausgaben zu bezahlen. Dafür will sie kurzfristige Staatsanleihen ausgeben, sogenannte T-Bills. Um diese verkaufen zu können, gibt es für die Anleger einen Anreiz: T-Bills können als Sicherheit für Kredite bei der griechischen Zentralbank hinterlegt werden. Über diesen Umweg finanziert also die Zentralbank den Staat mit.

Diesem Mechanismus sind aber Grenzen gesetzt: Die griechische Nationalbank darf solche Kredite nur bis insgesamt drei Milliarden Euro ausgeben. Nun beantragte das Institut, das Limit auf sieben Milliarden Euro anheben zu dürfen. Die EZB bewilligte das, damit kann also der griechische Staat über zusätzlich vier Milliarden Euro verfügen, berichtete die Welt .