Nahrungskrise FAO kritisiert Biosprit-Politik der USA

Rund 40 Prozent der US-Maisernte seien fest für die Ethanol-Produktion verplant, sagt José Graziano da Silva. Er fordert die Regierung auf, ihre Förderpolitik zu ändern.

Ein vertrocknetes Maisfeld vor einer Ethanolfabrik in Palestine, Illinois, USA.

Ein vertrocknetes Maisfeld vor einer Ethanolfabrik in Palestine, Illinois, USA.

"Die USA müssen in der Biosprit-Politik handeln, um eine Nahrungskrise zu verhindern", schreibt der Generaldirektor der UN-Welternährungsorganisation FAO, José Graziano da Silva in der Financial Times. Die schlimme Dürre im Land habe die Maispflanzen bereits schwer beschädigt. "Wir hatten in diesem Jahr eine Rekord-Maisernte erwartet." Jetzt aber gäben die vertrockneten Felder nur noch einen mickrigen Ertrag. Da Silva bezeichnet die Konsequenzen für die Versorgung der Welt mit Nahrung als "ernst".

Allein im Juli sei der Maispreis um 23 Prozent gestiegen. Schon jetzt sei Mais teurer als in den Jahren 2008 und 2011. In seinem Gefolge steige auch der Weizenpreis.

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Dass Da Silva auf das Jahr 2008 verweist, ist eine deutliche Warnung: Es war das Jahr einer weltweiten Nahrungskrise. In vielen Ländern kam es zu Unruhen, weil Lebensmittel nahezu unbezahlbar wurden. Gerade Entwicklungsländer traf die Krise hart – denn es sind die Armen, die einen Großteil ihres Einkommens für Nahrung ausgeben müssen, um zu überleben. Käme es erneut zu einer Nahrungskrise wie vor vier Jahren, wäre es nicht anders.

USA treiben Weltmarktpreise

Ernteausfälle, wie sie die USA gerade verzeichnen, beeinflussen schon für sich genommen den Weltmarkt; schließlich ist das Land der größte Getreideexporteur der Welt. Doch in diesem Jahr melden auch andere wichtige Getreideproduzenten schlechte Ernten, unter ihnen Russland, die Ukraine und Kasachstan.

Es sei nicht überraschend, dass in den Medien derzeit über die Gefahr einer neuen Nahrungskrise berichtet werde, schreibt Da Silva. Ob es aber wieder zu einer solchen Krise komme, hänge aber nicht nur von der Dürre und den Ernteausfällen ab, sondern auch davon, "wie die Staaten auf die Preisbewegungen reagieren".

Da Silva verweist auf die wachsende Konkurrenz um Mais, Zucker und Ölsaaten. Sie alle können zur Herstellung von Lebensmitteln ebenso verwendet werden wie zur Futter- und Agrotreibstoff-Produktion. Durch die steigenden Preise werde der Wettbewerbsdruck zwischen Nahrungs- und Biospritherstellern wahrscheinlich zunehmen, schreibt der FAO-Chef. "Ein Weg, die Anspannung des Marktes zu lindern, wäre, die Biotreibstoff-Förderung zu reduzieren oder vorübergehend auszusetzen."

Derzeit gingen rund 40 Prozent der US-Maisernte in die Herstellung von Biosprit. "Eine sofortige, vorübergehende Aussetzung der Förderpolitik würde den Markt aufatmen lassen und es erlauben, dass ein größerer Teil der Ernte für Nahrungsmittel und Futter verwendet werden kann."

Leser-Kommentare
    • Nimzo
    • 10.08.2012 um 16:02 Uhr

    [...Gerade Entwicklungsländer traf die Krise hart – denn es sind die Armen, die einen Großteil ihres Einkommens für Nahrung ausgeben müssen, um zu überleben. Käme es erneut zu einer Nahrungskrise wie vor vier Jahren, wäre es nicht anders...]

    Können Sie sich noch alle an die E10-Deutschland-Aktion erinnern, als Deutschland, entgegen des europäischen Zeitplans, mit einer sofortigen Einführungsquote vorpreschen wollte??

    Dazu sagte das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:

    "Mit rund 144 Mio. Tonnen (2008) fließen aber nur rund 6,4 Prozent der Weltgetreideernte (2,2 Mrd. Tonnen) in die Produktion von Biokraftstoffen. Und nur auf 2 bis 3 Prozent der weltweiten Ackerflächen werden derzeit Energiepflanzen wie Raps, Mais, Zuckerrohr oder Ölpalmen angebaut.

    Richtig ist aber auch: Hunger ist vor allem ein Armutsproblem. Es hat mit Verteilungsgerechtigkeit zu tun und bedeutet nicht, dass grundsätzlich zu wenig Nahrungsmittel produziert würden." (Quelle bmu.de)

    Damit sollten damals die Bedenken der Bürger in Deutschland ausgeräumt werden. Jetzt hört sich das im Artikel (Nahrungskrise)wieder ganz anders an...

    4 Leser-Empfehlungen
  1. Es gibt Techniken auf dem Markt, wo sich durch den Einsatz von Destilliertenwasser ca. 20-40 % Kraftstoff sparen lässt. Ich wollte es selber nicht glauben, bis mir ein Tüftler den Einsatz eines HHO Generators in seinem Traktor vorgestellt hat.

    Wer nähere Informationen darüber möchte, Suche unter dem Begriff:

    hho generatoren
    HHO Technologie
    browns-gas

    Auch eine alternative scheint der
    „Papenburger Kraftstoff“ zu sein.

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    • Afa81
    • 10.08.2012 um 17:08 Uhr

    Anfang der 1990er wurde oft geschimpft, dass es technisch doch Möglich sei, Autos mit einem Verbrauch von 3 Liter oder weniger auf 100 Kilometer zu bauen. Es hieß immer, die Öl- und Fahrzeugkonzerne wolle das nicht. Dann hat VW mit diesem Vorurteil aufgeräumt und den 3L Lupo entwickelt und zur Serienreife gebracht. Es war ein riesen Flop. Jeder fand es zwar toll, dass es so ein Auto gibt - doch fand auch jeder einen Grund, warum gerade er ein Auto mit viel Leistung braucht - es könnte ja sein, dass man in drei Jahren mal nen Anhänger schleppen muss. Aber, man fand es super, wenn der Nachbar so ein Auto besaß -> das lässt gesellschaftlich tief blicken.
    Natürlich war dieses Modell etwas teurer. Der Lupo besaß damals schon eine Start-Stop-Automatik (die jetzt gerade wieder im Kommen ist), war leichter und überhaupt auf Sparsamkeit ausgelegt - diese ganze Technik kostet. Aber diese Kosten hat man bald wieder reingefahren.
    Seit diesem Modell bin ich etwas vorsichtig geworden, Öl- und Fahrzeugkonzernen die Schuld zu geben (das beziehe ich nicht auf Sie - Sie haben das auch nicht geschrieben). Wir, die Verbraucher denken einfach nicht um. Und wenn ich jetzt in diesem Moment runter auf die Straße schaue - ich sehe wieder nur dicke Brummer.
    Den HHO Generator muss ich mir im Detail noch ansehen. Aber alternative Möglichkeiten scheitern bei den meisten dann auch wieder am Geldbeutel - dafür kann man sich ja auch schöne 17 Zoll Alufelgen kaufen...

    • Afa81
    • 10.08.2012 um 17:08 Uhr

    Anfang der 1990er wurde oft geschimpft, dass es technisch doch Möglich sei, Autos mit einem Verbrauch von 3 Liter oder weniger auf 100 Kilometer zu bauen. Es hieß immer, die Öl- und Fahrzeugkonzerne wolle das nicht. Dann hat VW mit diesem Vorurteil aufgeräumt und den 3L Lupo entwickelt und zur Serienreife gebracht. Es war ein riesen Flop. Jeder fand es zwar toll, dass es so ein Auto gibt - doch fand auch jeder einen Grund, warum gerade er ein Auto mit viel Leistung braucht - es könnte ja sein, dass man in drei Jahren mal nen Anhänger schleppen muss. Aber, man fand es super, wenn der Nachbar so ein Auto besaß -> das lässt gesellschaftlich tief blicken.
    Natürlich war dieses Modell etwas teurer. Der Lupo besaß damals schon eine Start-Stop-Automatik (die jetzt gerade wieder im Kommen ist), war leichter und überhaupt auf Sparsamkeit ausgelegt - diese ganze Technik kostet. Aber diese Kosten hat man bald wieder reingefahren.
    Seit diesem Modell bin ich etwas vorsichtig geworden, Öl- und Fahrzeugkonzernen die Schuld zu geben (das beziehe ich nicht auf Sie - Sie haben das auch nicht geschrieben). Wir, die Verbraucher denken einfach nicht um. Und wenn ich jetzt in diesem Moment runter auf die Straße schaue - ich sehe wieder nur dicke Brummer.
    Den HHO Generator muss ich mir im Detail noch ansehen. Aber alternative Möglichkeiten scheitern bei den meisten dann auch wieder am Geldbeutel - dafür kann man sich ja auch schöne 17 Zoll Alufelgen kaufen...

  2. Redaktion

    Lieber Nimzo,

    Sie haben Recht - und die Kritik an der Förderung von Biotreibstoffen nimmt generell zu, auch in Deutschland und Europa. In Deutschland hat gerade die Nationale Akademie der Wissenschaften verlangt, die Förderpolitik zu überdenken. http://www.zeit.de/2012/3...

    Gerade in Entwicklungsländern verschärft die Biosprit-Förderung häufig Landkonflikte und damit auch Armut und Hunger, etwa in Guatemala (http://www.guardian.co.uk...). Zwar gibt es Nachhaltigkeitskriterien. Sie sollen verhindern, dass der Anbau von Treibstoffpflanzen den Hunger in den Anbauländern verschlimmert und die Umwelt schädigt. In der Praxis reichen die Richtlinien aber nicht aus.

    Das Problem: Wie schaffen wir ohne (oder mit weniger) Biomasse die Abkehr von fossilen Brennstoffen?

    Viele Grüße,
    Alexandra Endres

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    • otto_B
    • 10.08.2012 um 17:34 Uhr

    "Wie schaffen wir ohne (oder mit weniger) Biomasse die Abkehr von fossilen Brennstoffen?"

    Sehr geehrte Frau Enders,
    ich hätt da mal einen Tipp. Nämlich mit Atomkraft.

    Die Windenergienutzung auszubauen, muß ja nicht falsch sein.
    Aber wenn im Zuge der "Energiewende" gleichzeitig der Einsatz von Agrarprodukten und Erdgas in der Energiewirtschaft gesteigert wird (und der von Kohle wohl auch....),
    dann frag ich mich, ob hier der Druck der Straße der richtige Lehrmeister für die Politik gewesen ist.

    Überhaupt:
    Die Tank-Teller-Debatte ist vorzugsweise wahrnehmbar, wenn es um Sprit für die Autos geht. Aber gilt das ganze für die Biogas-Wirtschaft nicht minder?
    Die Debatte da drum ist grade erst angelaufen. Wenn mich nicht alles täuscht, ist per Staatsplan (wir im Osten kennen das noch...) immer noch eine gigantische Steigerung - auch der Energie vom Acker dektretiert worden.
    Na dann schau mer ma....

    Wie gesagt. Wenn Sie mit der "Abkehr von fossilen Brennstoffen" argumentieren,
    dann frag ich mich, was die Politik in D gerade tut.

    Ob Ackerland eine "unerschöpfliche" Ressource sein kann, wär eine eigene Debatte wert.
    Die Schonung der einen Ressource könnte es ggf auch bedeuten, bei der anderen nicht eine radikale Risikoverweigerung zu betreiben.

    Die Hatz auf alles was brennt - sofern es irgendwie ein grünes Mäntelchen umgehängt bekommen könnte, wirkt wenig überzeugend.

    Im Übrigen: Auch Holzbrennstoffe werden mittlerweise importiert. Ob das wohl so "öko" ist...

    führt zum schärferen Kampf um Ressourcen.
    Die Frage wie "wir" die Abkehr von fossilen Brennstoffen schaffen geht daher am Thema vorbei. Wenn wir weiteres Wachstum akzeptieren und wollen, werden wird alles verbrauchen (müssen), was wir kriegen können. Fossile oder nachwachsende Rohstoffe - egal, wir verbrutzeln alles.

    Alexandra Endres fragt:"Das Problem: Wie schaffen wir ohne (oder mit weniger) Biomasse die Abkehr von fossilen Brennstoffen?"

    Die zynische Antwort wäre "Man muss halt Menschen verhungern lassen".

    Ich war übrigens selber mal auf dem Gebiet der Biotreibstoffe tätig. Einer der schlimmsten Fehler meines Lebens. Nicht weil ich nicht nach wie vor von Biotreibstoffen überzeugt wäre, sondern weil ich begriffen habe das die Politik den einfachsten Weg geht und man gerade bei Biotreibstoffen extrem genau darüber nachdenken muss was man tut.

    Wir haben jetzt die Situation das Biotreibstoffe eingeführt wurden und das dies zu menschlichem Leid führt weil man eben nicht gründlich nachgedacht hat!

    • otto_B
    • 10.08.2012 um 17:34 Uhr

    "Wie schaffen wir ohne (oder mit weniger) Biomasse die Abkehr von fossilen Brennstoffen?"

    Sehr geehrte Frau Enders,
    ich hätt da mal einen Tipp. Nämlich mit Atomkraft.

    Die Windenergienutzung auszubauen, muß ja nicht falsch sein.
    Aber wenn im Zuge der "Energiewende" gleichzeitig der Einsatz von Agrarprodukten und Erdgas in der Energiewirtschaft gesteigert wird (und der von Kohle wohl auch....),
    dann frag ich mich, ob hier der Druck der Straße der richtige Lehrmeister für die Politik gewesen ist.

    Überhaupt:
    Die Tank-Teller-Debatte ist vorzugsweise wahrnehmbar, wenn es um Sprit für die Autos geht. Aber gilt das ganze für die Biogas-Wirtschaft nicht minder?
    Die Debatte da drum ist grade erst angelaufen. Wenn mich nicht alles täuscht, ist per Staatsplan (wir im Osten kennen das noch...) immer noch eine gigantische Steigerung - auch der Energie vom Acker dektretiert worden.
    Na dann schau mer ma....

    Wie gesagt. Wenn Sie mit der "Abkehr von fossilen Brennstoffen" argumentieren,
    dann frag ich mich, was die Politik in D gerade tut.

    Ob Ackerland eine "unerschöpfliche" Ressource sein kann, wär eine eigene Debatte wert.
    Die Schonung der einen Ressource könnte es ggf auch bedeuten, bei der anderen nicht eine radikale Risikoverweigerung zu betreiben.

    Die Hatz auf alles was brennt - sofern es irgendwie ein grünes Mäntelchen umgehängt bekommen könnte, wirkt wenig überzeugend.

    Im Übrigen: Auch Holzbrennstoffe werden mittlerweise importiert. Ob das wohl so "öko" ist...

    führt zum schärferen Kampf um Ressourcen.
    Die Frage wie "wir" die Abkehr von fossilen Brennstoffen schaffen geht daher am Thema vorbei. Wenn wir weiteres Wachstum akzeptieren und wollen, werden wird alles verbrauchen (müssen), was wir kriegen können. Fossile oder nachwachsende Rohstoffe - egal, wir verbrutzeln alles.

    Alexandra Endres fragt:"Das Problem: Wie schaffen wir ohne (oder mit weniger) Biomasse die Abkehr von fossilen Brennstoffen?"

    Die zynische Antwort wäre "Man muss halt Menschen verhungern lassen".

    Ich war übrigens selber mal auf dem Gebiet der Biotreibstoffe tätig. Einer der schlimmsten Fehler meines Lebens. Nicht weil ich nicht nach wie vor von Biotreibstoffen überzeugt wäre, sondern weil ich begriffen habe das die Politik den einfachsten Weg geht und man gerade bei Biotreibstoffen extrem genau darüber nachdenken muss was man tut.

    Wir haben jetzt die Situation das Biotreibstoffe eingeführt wurden und das dies zu menschlichem Leid führt weil man eben nicht gründlich nachgedacht hat!

    • Afa81
    • 10.08.2012 um 17:08 Uhr

    Anfang der 1990er wurde oft geschimpft, dass es technisch doch Möglich sei, Autos mit einem Verbrauch von 3 Liter oder weniger auf 100 Kilometer zu bauen. Es hieß immer, die Öl- und Fahrzeugkonzerne wolle das nicht. Dann hat VW mit diesem Vorurteil aufgeräumt und den 3L Lupo entwickelt und zur Serienreife gebracht. Es war ein riesen Flop. Jeder fand es zwar toll, dass es so ein Auto gibt - doch fand auch jeder einen Grund, warum gerade er ein Auto mit viel Leistung braucht - es könnte ja sein, dass man in drei Jahren mal nen Anhänger schleppen muss. Aber, man fand es super, wenn der Nachbar so ein Auto besaß -> das lässt gesellschaftlich tief blicken.
    Natürlich war dieses Modell etwas teurer. Der Lupo besaß damals schon eine Start-Stop-Automatik (die jetzt gerade wieder im Kommen ist), war leichter und überhaupt auf Sparsamkeit ausgelegt - diese ganze Technik kostet. Aber diese Kosten hat man bald wieder reingefahren.
    Seit diesem Modell bin ich etwas vorsichtig geworden, Öl- und Fahrzeugkonzernen die Schuld zu geben (das beziehe ich nicht auf Sie - Sie haben das auch nicht geschrieben). Wir, die Verbraucher denken einfach nicht um. Und wenn ich jetzt in diesem Moment runter auf die Straße schaue - ich sehe wieder nur dicke Brummer.
    Den HHO Generator muss ich mir im Detail noch ansehen. Aber alternative Möglichkeiten scheitern bei den meisten dann auch wieder am Geldbeutel - dafür kann man sich ja auch schöne 17 Zoll Alufelgen kaufen...

    2 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Neue Techniken"
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    • otto_B
    • 10.08.2012 um 17:58 Uhr

    " Wir, die Verbraucher denken einfach nicht um. Und wenn ich jetzt in diesem Moment runter auf die Straße schaue - ich sehe wieder nur dicke Brummer."

    Warum sollten "wir" das auch tun?
    Ich hab zwar keinen "Brummer", aber gefahren wird trotzdem eher nicht zu knapp. (außer auf die Größe der Autos wär auch auf die Menge der Mobilität an sich zu sehen!)

    1,70 der Liter ist eben noch nicht die Schmerzgrenze.

    Interessant könnte es werden, wenn ein bisher nur sporadisch zu hörendes Argument lauter werden sollte:

    daß die Tank-Teller-Debatte in Wahrheit eine Tank-Futtertrog-Debatte sei.

    Die grüne Mehrheitsmeinung, die in D bisher in Merkels Fukushima-Wende gipfelte, mußte bisher niemand mit unerträglichen Spritpreisen oder dem Verzicht auf Schnitzel und Barbeque bezahlen.
    Wenn da dann mal die Daumenschrauben angezogen werden, (die vegetarischen Volkspädagogen lauern schon...) da wär ich dann mal auf die Stabilität der grünen Mehrheiten gespannt.

    • otto_B
    • 10.08.2012 um 17:58 Uhr

    " Wir, die Verbraucher denken einfach nicht um. Und wenn ich jetzt in diesem Moment runter auf die Straße schaue - ich sehe wieder nur dicke Brummer."

    Warum sollten "wir" das auch tun?
    Ich hab zwar keinen "Brummer", aber gefahren wird trotzdem eher nicht zu knapp. (außer auf die Größe der Autos wär auch auf die Menge der Mobilität an sich zu sehen!)

    1,70 der Liter ist eben noch nicht die Schmerzgrenze.

    Interessant könnte es werden, wenn ein bisher nur sporadisch zu hörendes Argument lauter werden sollte:

    daß die Tank-Teller-Debatte in Wahrheit eine Tank-Futtertrog-Debatte sei.

    Die grüne Mehrheitsmeinung, die in D bisher in Merkels Fukushima-Wende gipfelte, mußte bisher niemand mit unerträglichen Spritpreisen oder dem Verzicht auf Schnitzel und Barbeque bezahlen.
    Wenn da dann mal die Daumenschrauben angezogen werden, (die vegetarischen Volkspädagogen lauern schon...) da wär ich dann mal auf die Stabilität der grünen Mehrheiten gespannt.

  3. die die Nahrungsmittel verteuerten. Unsere grüne Weltverbesserer finden immer einen Dummen für ihre Missetaten.

    Eine Leser-Empfehlung
    • otto_B
    • 10.08.2012 um 17:34 Uhr

    "Wie schaffen wir ohne (oder mit weniger) Biomasse die Abkehr von fossilen Brennstoffen?"

    Sehr geehrte Frau Enders,
    ich hätt da mal einen Tipp. Nämlich mit Atomkraft.

    Die Windenergienutzung auszubauen, muß ja nicht falsch sein.
    Aber wenn im Zuge der "Energiewende" gleichzeitig der Einsatz von Agrarprodukten und Erdgas in der Energiewirtschaft gesteigert wird (und der von Kohle wohl auch....),
    dann frag ich mich, ob hier der Druck der Straße der richtige Lehrmeister für die Politik gewesen ist.

    Überhaupt:
    Die Tank-Teller-Debatte ist vorzugsweise wahrnehmbar, wenn es um Sprit für die Autos geht. Aber gilt das ganze für die Biogas-Wirtschaft nicht minder?
    Die Debatte da drum ist grade erst angelaufen. Wenn mich nicht alles täuscht, ist per Staatsplan (wir im Osten kennen das noch...) immer noch eine gigantische Steigerung - auch der Energie vom Acker dektretiert worden.
    Na dann schau mer ma....

    Wie gesagt. Wenn Sie mit der "Abkehr von fossilen Brennstoffen" argumentieren,
    dann frag ich mich, was die Politik in D gerade tut.

    Ob Ackerland eine "unerschöpfliche" Ressource sein kann, wär eine eigene Debatte wert.
    Die Schonung der einen Ressource könnte es ggf auch bedeuten, bei der anderen nicht eine radikale Risikoverweigerung zu betreiben.

    Die Hatz auf alles was brennt - sofern es irgendwie ein grünes Mäntelchen umgehängt bekommen könnte, wirkt wenig überzeugend.

    Im Übrigen: Auch Holzbrennstoffe werden mittlerweise importiert. Ob das wohl so "öko" ist...

    Antwort auf "Biosprit und Nahrung"
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    Redaktion

    Lieber Otto_B,

    Was die Kernkraft angeht, bin ich persönlich skeptisch - ich möchte das damit verbundene Restrisiko nicht eingehen, und überhaupt: Wohin mit dem ganzen Müll?

    Dass auch Biogasanlagen problematisch sein können (Stichworte "Vermaisung" und Flächenkonkurrenz), ebenso der Holzimport und die Renaissance der Kohle: Da bin ich ganz bei Ihnen.

    Woher kommt also die Energie, die wir brauchen? Schön wäre, wenn wir es schafften, mehr zu sparen. Aber bisher haben wir auch das nicht besonders gut hingekriegt. Ich habe da keine Lösung.

    Herzlich,
    Alexandra Endres

    Redaktion

    Lieber Otto_B,

    Was die Kernkraft angeht, bin ich persönlich skeptisch - ich möchte das damit verbundene Restrisiko nicht eingehen, und überhaupt: Wohin mit dem ganzen Müll?

    Dass auch Biogasanlagen problematisch sein können (Stichworte "Vermaisung" und Flächenkonkurrenz), ebenso der Holzimport und die Renaissance der Kohle: Da bin ich ganz bei Ihnen.

    Woher kommt also die Energie, die wir brauchen? Schön wäre, wenn wir es schafften, mehr zu sparen. Aber bisher haben wir auch das nicht besonders gut hingekriegt. Ich habe da keine Lösung.

    Herzlich,
    Alexandra Endres

    • otto_B
    • 10.08.2012 um 17:58 Uhr

    " Wir, die Verbraucher denken einfach nicht um. Und wenn ich jetzt in diesem Moment runter auf die Straße schaue - ich sehe wieder nur dicke Brummer."

    Warum sollten "wir" das auch tun?
    Ich hab zwar keinen "Brummer", aber gefahren wird trotzdem eher nicht zu knapp. (außer auf die Größe der Autos wär auch auf die Menge der Mobilität an sich zu sehen!)

    1,70 der Liter ist eben noch nicht die Schmerzgrenze.

    Interessant könnte es werden, wenn ein bisher nur sporadisch zu hörendes Argument lauter werden sollte:

    daß die Tank-Teller-Debatte in Wahrheit eine Tank-Futtertrog-Debatte sei.

    Die grüne Mehrheitsmeinung, die in D bisher in Merkels Fukushima-Wende gipfelte, mußte bisher niemand mit unerträglichen Spritpreisen oder dem Verzicht auf Schnitzel und Barbeque bezahlen.
    Wenn da dann mal die Daumenschrauben angezogen werden, (die vegetarischen Volkspädagogen lauern schon...) da wär ich dann mal auf die Stabilität der grünen Mehrheiten gespannt.

  4. Preisunterschied zwischen E5 und E10 = 5 Cent!

    Wollen uns die Politiker mit aller Gewalt Verärgern?

    Herstellungskosten geben den Unterschied im Preis nicht Her! Wir werden nur noch Verarscht.

    Kein Politiker der das Anspricht. Ich werde Trotzdem weiter E5 Tanken. Aber Wehe wenn es mal zur Abrechnung kommt!

    Danke Politiker.

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