Euro-KriseHoffnungsloses Griechenland

Der Euro sollte Europa einen. Aber jetzt spaltet er den Kontinent. Besonders deutlich wird dies am Verhältnis zwischen Griechenland und Deutschland. von 

Ein Mann sucht nach Essbarem in einem Müllcontainer in Athen.

Ein Mann sucht nach Essbarem in einem Müllcontainer in Athen.  |  © Pascal Rossignol/Reuters

Europa müsse "die Zähne zeigen", an den Griechen gelte es jetzt "ein Exempel zu statuieren" , fordert Markus Söder ( CSU ). "Irgendwann muss jeder bei Mama ausziehen, und die Griechen sind jetzt so weit", urteilt Bayerns Finanzminister. Angelos Karydas hat das in der Zeitung gelesen. Und er findet den Vergleich gar nicht komisch. Im Alter von 45 Jahren ist Angelos vor zwei Wochen wieder bei seinen Eltern eingezogen. Er schläft auf einem Klappbett im Wohnzimmer. Mehr Platz ist nicht in der kleinen Zweizimmerwohnung im Athener Stadtteil Ilioupolis. Angelos blickt zu Boden, als er seine Geschichte erzählt. Seine Hände zittern. Er schämt sich.

Im April 2011 verlor Angelos seinen Job als Verkaufschef eines großen Athener Autohauses. Der Händler musste Insolvenz anmelden. Seit 2010 ist der griechische Automarkt um 65 Prozent eingebrochen.

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Ein Jahr lang bekam Angelos Arbeitslosengeld, zuletzt 360 Euro. Ende Juli waren seine Ersparnisse restlos aufgezehrt. Angelos gab seine Wohnung auf und zog zu den Eltern. Einen neuen Job hat er bisher nicht gefunden. Die Chancen stehen schlecht: Jeden Tag gehen in Griechenland rund 800 Arbeitsplätze verloren. "In meinem Alter habe ich nicht mal mehr Aussicht auf ein Bewerbungsgespräch", sagt der 45-Jährige. Zu dritt leben sie nun von der Rente seines 74-jährigen Vaters. Vor der Krise bekam der pensionierte Buchhalter rund 1.000 Euro im Monat. Nach drei Rentenkürzungen in den vergangenen zwei Jahren sind davon knapp 800 Euro übrig geblieben.

Der Euro sollte Europa einen

Jetzt steht die nächste Sparrunde an. "Ich weiß nicht, wie wir dann über die Runden kommen sollen", sagt Angelos. Die Griechen müssten sich "mehr anstrengen", wenn sie im Euro bleiben wollten, sagt Unionsfraktionschef Volker Kauder . Auch dieses Zitat hat Angelos in der Zeitung gelesen. "Zynisch" findet er das.

Der Euro sollte Europa einen. Aber jetzt spaltet er den Kontinent. Vor allem zwischen Griechen und Deutsche, die früher einmal ziemlich gute Freunde waren, hat die Eurokrise einen Keil getrieben. Viele Griechen machen die deutsche Politik verantwortlich für das harte Spardiktat, das ihr Land immer tiefer ins Elend treibt. Seit Beginn der Krise hat Griechenland fast ein Fünftel seines Bruttoinlandsprodukts eingebüßt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 23 Prozent, unter den bis zu 25-Jährigen ist sogar mehr als jeder Zweite ohne Job. Besserung ist nicht in Sicht. In diesem Jahr wird die Wirtschaft um sieben Prozent schrumpfen.

Die Krise hat die Griechen zermürbt, sie hat sie ausgelaugt, mutlos gemacht, manche gar zur Verzweiflung getrieben. Wie den 61-jährigen Elektriker, der sich in einer Grünanlage im Athener Stadtteil Nikaia an einem Baum aufhängte. Auf dem Rasen hinterließ der Mann seine Werkzeugtasche, darin einen Abschiedsbrief: "Mein Leben lang habe ich gearbeitet, zwölf Stunden am Tag, sechs Tage in der Woche, aber nicht einmal das reicht mehr."

Immer häufiger lesen die Griechen in den Zeitungen von solchen Dramen: von dem 77-Jährigen, der sich in Athen mitten auf dem Syntagmaplatz vor den Augen entsetzter Passanten eine Kugel in den Kopf jagte; von dem Bankangestellten, der sich von der Akropolis in den Tod stürzte; oder von dem Rentner, der vom Balkon sprang, als der Gerichtsvollzieher ihm den Räumungsbefehl brachte.

Leserkommentare
  1. Kleine Ergänzung, das Griechenland keine Chance hat, war schon die letzten 20 Jahre bekannt, die starke Ablehnungshaltung besonders der CDU/CSU bei Euro-Einführung ist ja bekannt, warum dann trotzdem im Bundesrat wieder besseren Wissens dafür gestimmt wurde, kann wohl nur mit absoluter Euro-Unzurechnungsfähigkeit bezeichnet werden.

    Nachdem jetzt die Tatsachen über das Desaster der Griechische Staats- und Verwaltungssystem bekannt sind, muss man ganz einfach zur Einsicht gelangen, das Griechenland sich auf tiefstem 3.-4. Weltlandniveau befindet, das war allen deutschen und europäischen Politikern vor 10-15 Jahren ebenso bekannt.

    Nein, Griechenland hatte nur solange die Chance zum Überleben, wie es sich Geld bei wem auch immer borgen konnte und so die staatliche Unfähigkeit bzw. Unwilligkeit sowie den hemmungslosen Diebstahls staatlichem Eigentums überdecken konnte, jetzt ist alles ausgereizt und nicht mehr weiter fahrbar , auch wenn es die Europäischen und besonders die griechischen Politikermarionetten der Bevölkerung weiterhin verleugnen.

    Egal ob Griechenland aus dem Euro austritt, oder drin bleibt, das Land ist Pleite und moralisch vollkommen korrupt, die politische Klasse des Landes hat das Land in den letzten Jahrzehnten systematisch ausgeplündert, die Milliardenvermögen der beiden vorherrschenden Clans, von Karamanlis und Papadopolus sagen schon alles, das waren aber nur zwei von vielen Clans, die sich hemmungslos bedient haben.

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    "Nein, Griechenland hatte nur solange die Chance zum Überleben, wie es sich Geld bei wem auch immer borgen konnte und so die staatliche Unfähigkeit bzw. Unwilligkeit sowie den hemmungslosen Diebstahls staatlichem Eigentums überdecken konnte,"

    Und da sprechen sie was an, denn das ist nicht nur in Griechenland so sondern wird in allen EU-Ländern praktiziert. Jedes EU Land hat bei anderen EU Ländern Schulden die es zurückzahlen muss, um das aber zu können muss es sich wieder anderswo Geld leihen, denn Kapital ist bei EU-Ländern schon lange nicht mehr vorhanden, es wird nur nich geliehen für immer höhere Zinsen.

    Das Griechenland immer so schlecht gemacht wird, es wäre ja korrupt und dürfte eigentlich nicht im Euro sein, denn es wäre ja bekannt gewesen. Für wieviele andere Länder gilt das genauso? Zur Zeit für so ziemlich alle, nur ist Griechenland jetzt der Sündenbock um von den eigenen Fehlern abzulenken.

    Glaubt ihr die Hilfgelder in 3stelligen Milliardenhöhen wären dort an die Menschen oder an die Wirtschaft gegangen? Nein, sie gingen gleich wieder an die Länder zurück aus denen sie kamen, Griechenland bezahlt mit dem geliehenen geld aus der EU die Zinsen der EU-Länder. Dabei wird die Wirtschaft und die Bevölkerung an den Rand getrieben, damit der Geldfluss ja nicht aufhört und aus dem Steuergeld und dem verkauften Staatseigentum werden weiterhin die Zinsen bezahlt, bis irgendwann Schluss ist und das Land Bankrott ist. Nicht Griechenland ist hier kriminell.

    "[...]muss man ganz einfach zur Einsicht gelangen, das Griechenland sich auf tiefstem 3.-4. Weltlandniveau befindet[...]"

    *Ironie* In Zukunft können ja dann die deutschen Aufbauhelfer des DAAD und anderer Institutionen nicht mehr in Afrika Aufbauhelfer spielen, sondern in Griechenland. Die Vorteile liegen ja offensichtlich auf der Hand, beim Flug angefangen ...*Ironie off*

    .....und diese ist an Tristesse kaum mehr zu überbieten. Die "kleinen Griechen" tun einem leid, aber völlig unschuldig sind nicht einmal sie. Sie haben wirklich immer wieder die Politiker der Familien Karamanlis und Papandreou gewählt. Nicht, weil sie von deren Qualitäten überzeugt gewesen wären, sondern weil sie das grassierende System des Nepotismus als für sich selbt hilfreich einstuften. Eine kompetitive Wirtschaft ist inexistent. Industriellke Basis? Fehlanzeige! Es funktionierte nur solange, wie Kreditgeber immer wieder Kredite gegeben haben. Dieses Geld wurde nicht in zukunftsträchtige Produktionsanlagen investiert, sondern in Prestigeobjekte, die nur dem eigenen Ego dienten. Der Rest ist verfrühstückt worden und auch nicht mehr vorhanden. Eine traurige Sache.

  2. Eine Aneinanderreihung von greichischen Einzelschicksalen, die aufwühlen sollen.

    "Angelos Karydas ist vor zwei Wochen wieder bei seinen Eltern eingezogen. Zu dritt leben sie nun von der Rente seines 74-jährigen Vaters;
    Ein 61-jähriger Elektriker, der sich in einer Grünanlage im Athener Stadtteil Nikaia an einem Baum aufhängte;
    Ein 77-Jähriger, der sich in Athen mitten auf dem Syntagmaplatz vor den Augen entsetzter Passanten eine Kugel in den Kopf jagte;
    Ein Bankangestellter, der sich von der Akropolis in den Tod stürzte;
    Ein Rentner, der vom Balkon sprang, als der Gerichtsvollzieher ihm den Räumungsbefehl brachte."

    In Deutschland gibt es inzwischen auch Armut, und mit Sicherheit gibt es vergleichbare Fälle auch bei uns - nur kräht hier kein Hahn danach! Warum also dieser Artikel? Offenbar nur, um Mitleid zu erzeugen!

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    Ist Mitleid fuer sie ein Schimpfwort?

    Es geht um das Ausmass. Armut gibt es ueberall, aber in Uganda vielleicht ein bisschen mehr als in Bayern.

    "...denn wenn das Arbeitslosengeld nach spätestens zwölf Monaten ausläuft, gibt es weder Sozialhilfe noch eine Grundsicherung wie Hartz IV."

    Ihre fehlende Empathie empört mich. Klar gibt es auch Armut in Deutschland, aber die Ausmaße sind ja wohl nicht miteinander zu vergleichen! Von was wollen Sie denn in Griechenland leben, wenn sie arbeitslos und alleinstehend sind, Ihnen nach 1 Jahr jegliche Grundsicherung gestrichen wird, alle Ersparnisse aufgebraucht sind und Ihre Eltern mit ihrer mickrigen, mehrfach gekürzten Rente kaum selbst über die Runden kommen? Der Gang zum Amt fällt in Griechenland in dem Fall weg.

    In Griechenland erleben wir eine menschliche Katastrophe die man sich in Deutschland nicht vorstellen mag. Und nicht will. Die Deutschen gelten als hartherzig und mitleidslos. Und das beweisen sie jeden Tag mit Stolz.

    das Berichte nicht einseitig sein sollen. Und wenn die Wirklichkeit abgebildet wird, dann nur deshalb, weil Mitleid erzeugt werden soll? Wirklich nicht!

    • G-Dog
    • 23. August 2012 13:05 Uhr

    Der deutsche Hartz4 Satz ist, inkl. Übernahme der Mietkosten, deutlich höher, als die Durchschnittsrente. Und das bei teilweise niedrigeren Preisen in Deutschland (z.B. Für Lebensmittel).

    Stammtischparolen helfen weder armen deutschen Kindern, noch griechischen Rentnern.
    Und Mittleid, oder Mittgefühl, ist das, was uns von Tieren unterscheidet

    g-dog

  3. Liebe Redaktion,

    bzgl. der Bebilderung des Artikels: Ich frage mich, ob es angemessen ist, das Gesicht eines Menschen zu zeigen, der offenbar so verzweifelt ist, dass er im Müll nach Essen suchen muss. Oder wurde er gefragt, ob er fotografiert werden möchte?

    Würden Sie in vergleichbarer Lage gerne Ihr Bild in der Online-Ausgabe einer großen griechischen Wochenzeitung abgedruckt sehen, zur Bebilderung eines Artikels, der die Überschrift "Hoffnungsloses Deutschland" trägt?

    Ich denke, vermutlich nicht.

    Beste Grüße, leanders

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  4. Ich wohne als Deutscher seit mehreren Jahren in Griechenland, und natuerlich ist die Situation fuer viele Menschen schwierig, dennoch von menschlicher Katatstrophe zu sprechen is schon allerhand. Das waere angebracht fuer Syrien, Afghanistan oder Somalia.
    Nur mal zum Vergleich in Deutschland leben 12 Millionen Menschen an oder unter Grenze zur Armut, 600.000 Haushalte koennen ihren Strom nicht bezahlen, 200.000 Menschen leben ohne Obdach, jedes sechste Kind waechst in Armut auf, die Selbtsmordrate ist (noch) dreimal hoeher als in Griechenland Ja, das alles in Deutschland!
    Ein grosser Vorteil den viele Griechen haben, ist dass etwa 80% der Bevoelkerung ueber Grundbesitz verfuegen (meisten ein kleines Haus von Oma und Opa irgndwo auf dem Land). Genau dieser Umstand fuehrt im Moment zu einer Flucht aufs Land mit entsprechenden Bemuehungen in der Landwirtschaft Fuss zu fassen.

    Es ist richtig, dass es in Griechenland nur 1 Jahr ALG gibt, und das es dann richtig duester aussieht fuer die Betroffenen ist wohl jedem klar. Aber warum ist das denn so? Warum hat Griechenland in den vergangenen dreissig Jahren kein funktionierendes Sozialsystem aufgebaut sondern z.B. lieber dutzende Milliarden fuer olympische Spiele und aehnliche Prestigeprojekte rausgehauen?

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    . . .mal ein Kommentar von jemanden, der vor Ort wohnt und aus der Ferne auf Deutschland schaut. Wenn in Deutschland 12 Millionen an der Armutsschwelle leben, ist das etwas mehr als Griechenland Einwohner hat. Wenn aber hier die Selbsttötungsrate "nur" dreimal höher ist, kein Zynismus, jetzt kommts, ist das für die Griechen nicht gut. Denn Deutschland hat eine fast achtmal grössere Bevölkerung.
    Möglicherweise ist die Rückkehr zu einem anderen Modell in der globalisierten Welt gerade für Griechenland besser: Die Stadtstaaten, Bevölkerungen autark und SICHER in der Lebensmittelversorgung, demokratisch überschaubar regiert durch ein kleines Parlament, das direkten Kontakt hat zur Stadtbevölkerung. Selbst in Athen müsste das klappen. Die wirklich Reichen der griechischen Bevölkerung haben sich ja eh entsoldarisiert und leisten keinen Beitrag mehr. Ihre Vermögen und Immobilien sind meist außerhalb des Landes. Die können dann gehen, wenn sie wollen. Wird keiner vermissen dort, denke ich. Das Demokratieprinzip ist durch die Grösse der verwalteten Räume und durch die Grösse der Bevölkerungen doch eh abgenutzt. Man denke in Deutschland nur an den Begriff "Stimmvieh" . Wie kommt der wohl zustande?

  5. 'spannend' zu sehen wie ein Land gegen die Wand gefahren wird, mMn wird es die Blaupause für Europa werden, um zu sehen wie weit man gehen kann. Und das ausgerechnet ein dt. bei der Reform des ÖD helfen
    soll ist die blanke Satire.

    Niemand sollte glauben, dass dies nicht in ein paar Jahren auch in D passieren könnte (wird).
    Denn D leidet unter den selben Problemen (Korruption, überbordener und bezahlter ÖD und deren Sozialleistungen, Steuerkreativität der Wirtschaft) und wo das Primat der der Poltik liegt kann man an der Aussage des wirtschaftspolitischen Sprechers der Unions-Fraktion im Bundestag, Joachim Pfeiffer im Zusammenhang mit der EE sehen "Denn es muss klar sein, dass die Industrie nicht die Mehrkosten aus dem Umbau der Energieversorgung tragen kann"

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    Frau Merkel und die EURO-Gruppe hatten doch mit Vehemenz darauf bestanden, nur mit einer aus ND und PASOK gebildeten Regierung reden zu wollen. Vor der letzten Parlamentswahl hatte man sogar gedroht, Sanktionen gegen Griechenland zu verhängen, sollten die Wähler dort das Linksbündnus Syriza in die Regierung wählen.

    Jetzt hat man zwar eine durch massive Erpressung herbeigeführte Wunsch-Regierung, bestehend aus den Alten Eliten - und oh wunder - Griechenland ist schon wieder pleite... Aber das ist auch kein Wunder - man hat den Bock zum Gärtner gemacht.

    ...bei uns zu hören. Ich gebe dem Bruch unserer Haustür nicht mehr viel Zeit. Ich sehe es genauso. Man probiert wie weit man gehen kann und dann ab dafür. Privatisierung war nie eine Lösung, Sozialabbau auch nicht.
    Kombilösungen des Sparens und des Investierens wurden zu lange verschoben.
    Das ganze erinnert mich an den Kauf eines gebrauchten Autos. Man steckt Geld hinein um es flott zu halten. Irgendwann kommt der Punkt, dass man soviel Geld investiert hat, dass der Verkauf dieses Autos keinen Sinn mehr macht. Also investiert man weiter, weil man die Reißleine schon lange vergessen hat zu ziehen.
    Ich denke, auch wenn ich es nicht gerne sehe, dass wir den Zeitpunkt zum Ziehen der Reißleine schon lange überschritten haben.
    Wenn man die Banken ausschalten könnte und direkt an Griechenland zahlen würde um niedrigere Zinsen zu bewirken, gäbe es vielleicht eine gute Lösung des ganzen Problems. Dagegen stehen aber Veträge der EU- Länder. Außerdem müssen wir als Staatengemeinschaft nicht auf Tempo drücken, dass machen nur Banken. Allein die Verlängerung der Rückzahlungsfristen drückt die Staaten nicht in die Knie, aber die Banken müssten dann sauer aufstoßen. Es träfe demnach die Geldgeier und nicht die EU Bürger.
    Ja, ich sehe das zu einfach, aber es gäbe Lösungen die nicht von Bänkern abhängig sind, sondern von uns Europäern. Wir müssten dies nur deutlich aussprechen.

  6. Staaten haben keine Freunde sondern Interessen.
    Mit dem EURO haben deutsche Steuern vorallem Deutschlands Industrie den Export finanziert. Früher hies sowas Pyramiden-Spiel.
    Aber gegen das Volk, den Zeitgeist und die Realität kann man auf lange Sicht nicht gewinnen.

    Ich kenne einige Griechen, ich kenne viele Irländer, meine Frau und damit eine Schwäger und Schwiegereltern sind Spanier. Sie sind mir alle sympatisch auf ihre unterscheidliche Art und Lebensweise.
    Aber ich würde und werde mich von niemanden dazu zwingen(!!) lassen ihnen mein Geld zu "schenken" wegen eines politischen Projektes das nahc hinten losgegangen ist.

    Eines Tages wird Europa geeint sein, davon bin ich überzeugt, aber nicht mit Waffengewalt und nicht wegen ökonomicher Notwendigkeit, sondern weil die meisten Menschen es wirklich wollen.
    Und dann können Sie, wenn es notwendig ist, auch mein Geld haben...

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    • jojocw
    • 23. August 2012 8:36 Uhr

    Diagnose: Griechenland ist ein armes 3.Welt-Land, das mit Hilfe von fremdem Geld (Hilfen, Subventionen, Krediten usw.)
    20 Jahre lang einen fremdfinanzierten "Schein"-wohlstand gelebt hat, den es selber nie erwirtschaften konnte.
    Leiber hat man selber keine Steuern gezahlt, bzw. eingetrieben, als vom Ausland Geld geliehen.
    Jetzt ist ev. mit fremdem Geld Schluss, und die Griechen müssen sich wieder auf ihren eigenen Level zurückbegeben.

    Und dann muss sich die griechische Gesellschaft reorganisieren. D.h., dass man ein System schafft, das sich selbst erhält. Dazu gehört eben auch die Einsicht, dass man Steuern zahlt und auch konsequent eintreibt. Und Steuersünder bestraft.

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    Selbstanstrengung, Reorganisation der Gesellschaft, fremdes Geld, Steuereintreiben in bezug zu Griechenland werden Sie hier auf viele taube Ohre stossen und sogar Hass erzeugen.

    Nein und nein und nein. An erster Stelle ist Deutschland an griechischem (und an anderen selbstverständlich) Desaster schuld, weil: und hier alles, auch gegensätzliches und das Absurdeste vom Leber schreiben. Dann werden Sie als großer Europäer, von allen dunklen ns-behafteten Verdächtigungen erlöst, und dem das Wort Solidarität noch was bedeutet, wärmstens begrüßt.

  7. ...gemessen an seinen eigenen Leistungen, sie werden ihn zurückführen müssen auf das Niveau vergleichbarer Länder wie etwa Rumänien, Bulgarien oder Tschechien, das wird schmerzhaft sein, aber alternativlos. Daß vor allem die Armen Griechenlands darunter leiden müssen, ist kein Verschulden Deutschlands sondern liegt in der Verantwortung der greichischen Volksvertretung, die immerhin demokratisch gewählt wurde. http://ef-magazin.de/2011....

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte CSU | Griechenland | Hartz IV | Volker Kauder | Besatzung | Bewerbungsgespräch
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