FinanzbehördeGroßbritannien stellt Steuerflüchtlinge bloß

Bei der Fahndung nach mutmaßlichen Steuerbetrügern greifen die britischen Behörden zu ungewöhnlichen Mitteln: Sie veröffentlichen die Namen samt Fotos im Internet. von afp

Der britische Schatzkanzler David Gauke

Der britische Schatzkanzler David Gauke  |  © Paul Ellis/AFP/Getty Images

Die britische Steuerbehörde (HMRC) hat erstmals die Namen und Fotos von den 20 meistgesuchten Steuerflüchtlingen des Landes veröffentlicht. Zugleich appellierte die Behörde an die britische Öffentlichkeit, bei der Fahndung zu helfen.

Die 20 Verdächtigen werden beschuldigt, aus Großbritannien geflohen zu sein, um der Zahlung mehrerer Millionen Pfund an Steuern zu entgehen.

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"Um Großbritanniens größte Steuerbetrüger zu fassen, werden wir Fotos der meistgesuchten Betrüger verbreiten", teilte die HMRC mit. Bei den Gesuchten handele es sich um Kriminelle, die nach der Anklage oder während eines Verfahrens untergetaucht seien und die Steuerzahler insgesamt mehr als 765 Millionen Pfund (978 Millionen Euro) gekostet hätten.

Die Regierung sei "absolut entschlossen, gegen Steuerflucht und Steuerbetrug vorzugehen", zitierte die HMRC den britischen Schatzkanzler David Gauke.

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Leserkommentare
    • uweo
    • 16. August 2012 19:40 Uhr

    Wenn Großbritannien das macht, dann dürfen wir es auch. Jeden Tag ein neues Foto.

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    die Fotos anschauen, da würde es einen Aufschrei gewisser Verbände geben.

  1. Na toll ! Die hocken doch sowieso alle in den Schickeria-Orten aufeinander und haben alle die gleichen Banker und Steuerberater ! Wahrscheinlich gibts davon bald auch Quartettkartenspiele !!
    Das juckt die doch nicht !

  2. haben's auch nicht leicht -> http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra4271.html

    So unterschiedlich kann der Umgang mit Steuerbetrügern sein. Hierzulande pämpert man sie -> http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/228#/beitrag/i... mittels eines unsäglichen Abkommens -> https://www.campact.de/steuerflucht/appell/teilnehmen/ Andernorts geht man weitaus robuster mit ihnen um.

    Was erhöht die Steuermoral wohl eher?

  3. Mal abgesehen davon, dass solche Methoden irgendwie immer ans Mittelater erinnern, jedenfalls als Methose in einem Rechtsstaat vollkommen indiskutabel sind, kann man sich das auch sparen. Einen Großteil kenn tman ja eh schon. Da braucht man nur die verschiedenen Aufsichtsräte durchgehen, ein paar Sportmillionäre, verschiedene TV-Stars, usw.

  4. jeder Menge "Steuerflüchtlingen" aus aller Welt Unterschlupf. Voraussetzung: sie bringen genug "Bares" mit.

    Ob Scheich, steuerflüchtige Griechen, korrupte Afrikaner oder Neureiche vom Kontinent.

    Dann spielt es offenbar keine so große Rolle, welche (steurliche) Verpflichtungen diese in ihren Heimatländern nicht efüllt haben oder efüllen wollen.

    Das ist wohl nur die eine Seite der so genannten "Steuerflucht" und des "freien" Kapitalverkehrs.

  5. Nicht daß er als Schubladentäter (Stichwort 100.000 DM) da selbst veröffentlicht wird! :D
    Der handelt lieber mit der Schweiz Abkommen aus die Steuerbetrüger schützt.
    Hiermit möchte ich an Rob Savelberg erinnern:
    http://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs

  6. bei fast allen Gesuchten um Menschen, die Wegen Umsatzsteuerbetrugs, wegen Schmuggel oder Geldwäsche gesucht werden. Unerlaubte Verkürzung der Einkommenssteuer ist nicht das Delikt, um das es geht.

    • Afa81
    • 16. August 2012 22:07 Uhr

    Die armen Flüchtliche. Nur wenige Länder gewähren ihnen Asyl und nun müssen wir auch noch mit dem Finger auf sie zeigen.

    Und morgen kommt der Weihnachtsmann und verteilt "Steuergeschenke" die so aussehen, dass er dir weniger
    wegnimmt...

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    "steuerflüchtig".
    :-)

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP
  • Schlagworte Großbritannien | Behörde | Euro | Finanzbehörde | Regierung | Steuer
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