Steuerpolitik : Superreiche profitierten von Rot-Grün

Von den Steuerreformen unter Rot-Grün haben vor allem die Superreichen profitiert, zeigt eine neue Studie. Sie konnten ihr zu versteuerndes Einkommen massiv drücken.

Es ist ein ehernes Prinzip des deutschen Steuersystems, das seit genau 119 Jahren Gesetzeskraft besitzt: Je mehr Geld ein Mensch verdient, desto größer ist der Anteil, den er davon an den Staat abgeben muss – im Jahr 1893 führte der damalige preußische Finanzminister Johannes von Miquel diesen Grundsatz ein. Je reicher man ist, so die Logik dahinter, desto größer ist die steuerliche Leistungsfähigkeit.

Daher entfallen derzeit rund drei Viertel des Einkommensteueraufkommens auf das reichste Viertel der Deutschen. Sie sind damit das Rückgrat der deutschen Staatshaushalte.

Dennoch: In den letzten Jahren sind ausgerechnet die durchschnittlichen Steuersätze der Superreichen deutlich gesunken. Das ist das Ergebnis einer Studie von Stefan Bach (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Giacomo Corneo und Viktor Steiner (beide Freie Universität Berlin), die demnächst im German Economic Review erscheint, das der traditionsreiche Verein für Socialpolitik herausgibt. Die Forscher haben mit Millionen anonymisierter Steuerdateien untersucht, wie sich die tatsächliche Steuerbelastung von Arm und Reich in den letzten Jahren entwickelt hat.

Die drei Wissenschaftler stützten sich bei ihrer Analyse bewusst nicht nur auf die Steuertabellen des Finanzministeriums – denn daraus lässt sich lediglich der Zusammenhang zwischen zu versteuerndem Einkommen und Steuersatz ablesen, nicht aber das Verhältnis zum wahren Gesamteinkommen. Weil die Bürger in der Steuererklärung einiges abziehen können – etwa Freibeträge, Sonderausgaben oder Werbungskosten – ist der Unterschied oft beträchtlich. Die Forscher wollten daher genau wissen, welche Einkommensschichten wie viel geltend machen.

Bis 1998 – also vor den Steuerreformen der rot-grünen Bundesregierung – stieg der Anteil der zu zahlenden Steuern mit wachsendem Einkommen noch relativ gleichmäßig an, zeigen Corneo, Bach und Steiner. So mussten die reichsten 50.000 Haushalte, die mindestens eine Million Mark pro Jahr verdienten, 37 Prozent zahlen. Die Allerreichsten 50 – mit jährlichen Einkommen jenseits der 100 Millionen – zahlten sogar 48 Prozent. Der Durchschnittssteuerzahler dagegen musste 12 Prozent abführen.

Unter der rot-grünen Bundesregierung Gerhard Schröders änderte sich das Bild aber deutlich. Ihre Steuerreformen führten nicht nur zu einer generellen Reduzierung der Einkommensteuersätze, sondern auch zu einem Knick in der Progression.

Die Superreichen wurden überproportional stark entlastet und zahlen seitdem relativ gesehen weniger Steuern. So müssen die 50 Superreichen nur noch 29 Prozent ihres Einkommens abgeben, stolze 19 Prozentpunkte weniger als zu Kanzler Kohls Zeiten. Sie zahlen damit relativ gesehen weniger als diejenigen, die zwischen einer halben und 2,5 Millionen Euro verdienen. Die nämlich haben jetzt den höchsten Durchschnittssatz: 34 Prozent. "Die Progressivität der Steuer hört beim reichsten Prozent auf", schreiben die Forscher.

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Kommentare

161 Kommentare Seite 1 von 18 Kommentieren

Kastanien aus dem Feuer geholt

Die SPD und die Grünen haben damals für die Union und Lobby-FDP die Kastanien aus dem Feuer geholt - so hätten sie selbst nie vorgehen können ohne gewaltige öffentliche Proteste zu bewirken.

Die Aufgabe der nächsten Regierung muß vor allem darin bestehen, die ausufernder Einkommens- und Steuer-Ungerechtigkeit komplett zu revidieren und jeden nach seinen Möglichkeiten am Steueraufkommen zu beteiligen - nicht mehrund nicht weniger.

Bitte nähere Erläuterungen...

"Die Aufgabe der nächsten Regierung muß vor allem darin bestehen, die ausufernder Einkommens- und Steuer-Ungerechtigkeit komplett zu revidieren und jeden nach seinen Möglichkeiten am Steueraufkommen zu beteiligen - nicht mehrund nicht weniger."

Einkommensungerechtigkeit?
Wo kaufen Sie ein bei Discountern, im Internet oder in kleinen Läden mit einem gut informierten Verkäufer?
Wo kaufen Sie ihre Lebensmittel im Supermarkt, oder beim Bäcker der noch backt, Metzger, Gemüsehändler?
Arbeiten sie als Heimwerker, oder lassen sie einen Maler, Schreiner, etc. kommen?
Wenn der Bürger nur an den eigenen Profit denkt, wie soll dann eine Regierung etwas dagegen unternehmen können, ohne sich unbeliebt zu machen? Einkommensgerechtigkeit wäre u. a. ein Eingriff in die Tarifautonomie!

Steuergerechtigkeit?
Zu Steuergerechtigkeit fällt mir ein Professor aus Heidelberg ein, der so etwas eigentlich wollte, z.B. dass ab einem Grundfreibetrag von 1200 €, von jedem verdienten Euro 25 Cent als Steuern abgeführt werden müssen, ohne wenn und aber!
Komisch dies wollten die Bürger damals nicht, lieber SPD und die Grünen, warum wohl? Ach ja, die subventionierten, steuerfreien Einkommen (Mieten, Nachtzuschläge, etc.) hätte es dann nicht mehr gegeben?

Also bitte näher erläutern!

Der Blick auf die Wirklichkeit ist längst verbaut

Sie haben natürlich völlig recht, P_S. Die Sturmflut des alles verzehrenden Neides hat die Küsten Europas längst verheert. Recht ist, was mir nützt. Diese einfache Maxime hat für alle Gültigkeit. Die weniger Reichen, die relativ Armen und die ganz Armen sind auch Menschen und deshalb nicht besser als die Reichen und die Superreichen.Oder sind sie besser, weil sie weniger reich sind? Es ist ein gewaltiges Affentheater. Jeder Affe schreit auf, wenn der andere Affe eine Banane mehr kriegt. Besser wäre es, selber auf den Baum zu klettern und dort auch selbst zu ernten.

Hallo Robert Walpole

Ca. 400 Familien halten in Deutschland seit 90 Jahren die Hadn über 25 Prozent der Vermögenswerte. Kriege und Krisen haben nciht geschadet.

Wer mit Vermögen ins Leben startet, kann es weit bringen.
Wer heute ohne Vermögen geboren wird (dafür mit einem Aneil an den Staatschulden) der kann es kaum mehr schaffen,durch Arbeit ein Vermögen zu erwerben.

In Ihrer Sprache und auf Ihrem Nieveau ausgdrückt:

Wer auf dem Bananenbaum geboren wurde und dafür gesorgt hat, daß den anderen Affen die Hände und Füße gebunden wurden, der kann leicht herunterlachen und sich lustig über die anderen AFfen machen.

Wenn man Ihre Kommentare list,...

weiß man sofort, Sie gehören zu den Affen die schon lange im Baum sitzen und sich bedienen. Um in Ihrer Sprache zu bleiben, was machen Sie dann, wenn Sie zum Trinken mal vom Baum müssen und die anderen Affen lassen sie nicht mehr rauf auf den Baum? Wahrscheinlich haben Sie dann genügend Affen, die Ihnen helfen wieder auf den Baum zu kommen. Merken sie was? Es soll auch viele Affen geben die niemanden haben, der ihnen hilft. Was dann? Ihrer Theorie nach, Pech gehabt, oder was? Um wieder bei uns Menschen anzukommen, wir brauchen dringend ein gerechteres Gesellschaft.- und Wirtschaftssystem. Hier kann ich nur einem Foristen beipflichten : lesen sie das Buch von Sahrah Wagenknecht, Freiheit statt Kapitalismus. Da können Sie lesen wie es gehen könnte und nicht Affen auf Bäume schicken!!!

Defätismus

"Wer mit Vermögen ins Leben startet, kann es weit bringen.
Wer heute ohne Vermögen geboren wird (dafür mit einem Aneil an den Staatschulden) der kann es kaum mehr schaffen,durch Arbeit ein Vermögen zu erwerben."

Kommt drauf an, was Sie unter "Vermögen" verstehen. Der Weg zu riesigem Reichtum wird den meisten Menschen sicher verschlossen bleiben. Das wird immer eine Domäne derjenigen sein, die viel Glück oder außergewöhnliche Talente haben.

Mit harter Arbeit können jedoch sehr viele Menschen einen sehr angenehmen Wohlstand erlangen. Die meisten Menschen treffen in ihrem Leben jedoch Entscheidungen, die nahe legen, dass ihnen andere Dinge wichtiger sind als ein gewisser Wohlstand. Das ist ihr gutes Recht. Man sollte sich dann aber nicht über Leute beschweren, die fleißiger waren und mehr Einschränkungen auf sich genommen haben, und ihnen ihr Mehr an Wohlstand neiden und wegnehmen wollen.

Natürlich ist es auch nicht hilfreich, immer über das "System" zu jammern und sich zu beklagen, dass es man ja doch nie schaffen wird. Eine solche Einstellung bringt einen in keiner Lebenssituation nach vorne.

Die Affen auf dem Baum

RS-Optimist, Sie liegen falsch. Ich bin schon einmal vom Baum herunter gefallen. Das Risiko ist integraler Bestandteil des menschlichen Lebens - auch des Ihrigen. Ohne Risiko kann man den Baum nicht erklettern und auch nicht oben bleiben. Wenn man sich nicht selbst hilft, hilft nicht einmal Gott. Oben wollen alle sein, nicht alle schaffen es. Das ist zwar zu bedauern, aber es ist die Wahrheit. Die absolute Gleichheit wird entgegen aller Theorien nie zu erreichen sein. Es wäre das Ende der menschlichen Gesellschaft.

Ja, ja die immer gleichen Totschlagargumente

Die ewigen gleichen Argument langweilen aber auch.
Können Sie mir erklären, wo der Unterschied liegt, ob jemand beim Discounter einkauft oder in einem teuren Supermarkt? Falls Sie suggerieren wollen, dass der Laden der mehr Geld für seine Ware verlangt auch seinen Angestellten mehr Löhne zahlt, liegen Sie leider komplett daneben. Im Zweifelsfall erhöhen Sie mit der Mehrbezahlung wohl den Gewinn des Unternehmers, mehr aber auch nicht. Außerdem erwirtschaften auch Aldi und Konsorten Millardengewinne, die sie trotzdem nicht auf ihre Angestellen verteilen. Weiterhin sehe ich anders als Sie, sehr wohl einen moralischen Unterschied zwischen einem Superreichen der Steuern hinterzieht und einem armen Schlucker der dasselbe tut. Der arme Schlucker hat nämlich einen direkten Mehrgewinn an Lebensqualität weil er sich damit was kaufen kann, was er sich zuvor nicht leisten konnte und dies lässt sich wohl menschlich nachvollziehen. Wenn man aber bereits alles hat, wie eben superreich, dann halte ich es für absolut asozial, wenn man dann noch jammert, dass man was abgeben soll.

korrekt

[...]Man sollte sich dann aber nicht über Leute beschweren, die fleißiger waren und mehr Einschränkungen auf sich genommen haben, und ihnen ihr Mehr an Wohlstand neiden und wegnehmen wollen."

Man sollte dann aber auch nicht von oben herab auf denen herumtrampeln denen weniger an Wohlstand als an einem erfüllten Leben liegt. Das "Jammern über das System" ist wohl eher dadurch bedingt das unser derzeitiges System eine Umverteilung von Unten nach Oben begünstigt. Wenn die Verhältnisse "Unten" allerdings so prekär werden das Arbeitnehmer auf Grund von Dumpinglöhnen ohne staatliche Zuwendungen nicht mehr "über die Runden kommen" dann läuft hier etwas verkehrt.

Man muss dann auch die Frage stellen dürfen ob es in Ordnung ist wenn ein Vorstandsmitglied das 60-fache eines einfachen Angestellten verdient oder ob es vielleicht auch reichen würde das 20-fache zu verdienen und den verbleibenden Überschuss als Bonus für die Mitarbeiter auszuzahlen.

Wieso sollten Arbeitnehmer Dumpinglöhne und Zeitarbeit (oder beides zusammen) akzeptieren wenn der reichste Teil der Deutschen (oder der Welt) nicht bereit ist zumindestens die geleistete Arbeit fair zu entlohnen?

Ja, irgendwie sind das bessere Menschen

Wer mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde...

"Arme" sind keine besseren Menschen nur weil sie weniger haben als Reiche. Wenn man sich die Gesellschaft aber mal genau ansieht: Reiche Menschen werden gierig und geizig je mehr sie haben. Das sind keine guten Eigenschaften. Arme Menschen können sich den Gier-Geiz-Luxus nicht leisten und verachten diese Eigenschaften, schieben sie in die Schublade "Elitäre Snobs" und wissen im schlimmsten Fall sich selbst zu helfen. Die meisten Reichen haben gelernt, sich über ihr gesellschaftliches "Ansehen", ihren Job und/oder ihr Geld zu definieren. Ein armer Mensch hat das nicht nötig, er weiß auch ganz ohne Geld, WER er ist. Sogesehen: Ja. Im Herzen und Kopf sind wohl die armen Menschen die Besseren.
Oder warum reisen "Reiche" nach Indien zu armen Völkern um "ihren inneren Frieden" und "zu sich selbst zu finden"?

Aber würden die "Affen" tatsächlich auf den Baum klettern und sich selbst die Bananen pflücken, würde ein reicher Affe ankommen und sagen "Pflanz doch deinen eigenen Bananenbaum, bevor du von meinem pflückst."

Geld und Gier machen häßlich. [...]

Gekürzt. Die Redaktion/sh

Was habe ich von Gleichheit...

geschrieben? Nichts! Also bleiben wir bei dem, wovon hier die Rede ist. Sie sind der gleiche Typus wie der Forist Stefan Balker. Sie haben es durch harte Arbeit zu etwas im Leben gebracht. Bitte, ich gönne Ihnen und Herrn Balker das von Herzen. Auch ich habe es zu was gebracht, nur würde ich das nie so darstellen, als wenn ich das ganz alleine und nur durch mein hartes Arbeiten ( glauben Sie, andere arbeiten nicht? ) geschafft hätte. Da waren meine Frau die mir den zweiten Bildungsweg ermöglicht hat, indem sie weiter arbeiten gegangen ist, trotz Baby. Dann habe ich einen Menschen getroffen, der mich in meinem ersten Job gefordert aber auch gefördert hat. u.s.w. und so fort. Ich bin denen alle dankbar. Deshalb überlegen Sie sich noch einmal wem Sie Ihr Glück zu danken haben. Und dieses Glück, das ist auch eine Tatsache, hat nun mal nicht jeder, sondern die Meisten nicht. Aus welchen Gründen auch immer. Mal drüber nachdenken. Deshalb muß unsere Gesellschaft gerechter, nicht gleicher, werden. Das ist es was mich bewegt!!!

Nein, mein Freundchen

*lach*

Nee, mein Lieber. Da sind Sie schief gewickelt. Ich habe was mich im Leben glücklich macht. Eine Familie, die mich nicht verlässt wenn ich weniger verdienen sollte, die mich liebt für das was ich bin und nicht das, was auf meinem Konto ist. Ich verliere mein Gesicht nicht, wenn ich kein Geld habe, wenn ich von heute auf morgen meinen Job verliere, wenn ein Kratzer in meinem Auto ist, etc.

Man kann mich nichts materielles nehmen, um mich unglücklich zu machen. DAS, mein Lieber ist wahrer Reichtum.

Auf was also soll ich neidisch sein? Auf Ihren beschränkten Horizont? Auf Ihr Konto von dem ich mir keine Familie und inneres Glück kaufen kann?

Mutter Teresa war auch nicht reich und man hätte ihr wohl kaum "Neid" angedichtet sondern "Gerechtigkeitsempfinden".

In diesem Sinne werde ich Ihre (peinlichen) Kommentare nicht mehr reagieren und glücklich etwas tun, das mich noch glücklicher macht.

Stimmt schon

Ich habe den ursprünglichen Kommentar zwar nicht verfasst, aber es stimmt schon. Die meisten definieren sich über ihr Geld, Immobilien etc. Ich arbeite mit vielen in der "gehobenen Klasse" zusammen, mein Berufsfeld erfordert, dass man sich "aufbläst" um bei den "Reichen" Vertrauen zu erwecken. Im Grunde, wenn man in diese Menschen wirklich hineinsieht, dann haben sie Angst vor Verfall, vor Verlust (!) materieller Güter und zum Schluss bleibt die Angst, auch noch von Menschen verlassen zu werden, die nur kamen wegen des Geldes.

Im Grunde kann man nur sagen: Richtig. Würden die "Reichen" sich nämlich nicht über ihr Geld difinieren, dann würden sie auch nicht so geizig reagieren von wegen "wir zahlen schon genug Steuern"...

Die nächste Regierung...

> > ... Die Aufgabe der nächsten Regierung muß vor allem darin bestehen, die ausufernder Einkommens- und Steuer-Ungerechtigkeit komplett zu revidieren ... > >

Nö.
Die nächste Regierung wird bestehen aus:
A) CDU + SPD
B) SPD + Grüne
C) CDU + Grüne
In tonangebenden Spitzenpositionen sind dabei die gleichen Leute, die uns mit lauten "Alternativlos" in die jetzige Krise geführt haben.

Was werden A-C also 2013 machen?

Dass, worauf sie jahrzehntelang hingearbeitet haben, nun reumütig revidieren?
Die ganzen "mutigen Reformen" des staatlich organisierten von unten-nach-oben Verteilens rückabwickeln?

Gar die eigene ideologische Position grundlegend infrage stellen (also v.a. die Herrschaft des Kapitals und deren "demokratisch" gewählte Dienstleister in Form von machtopportunistischen Parteifunktionären)?

Never!

Das bestehende Elend wird fortgesetzt.
Eine wirkliche Umverteilung von Reich nach Arm wirds nicht geben, da nicht "marktkonform".
Hingegen sicher, eine scheingerechte Symbolpolitik mit großposaunten 3% mehr Einkommenssteuer für Topeinkommen, während still und heimlich die öffentlichen Dienste verteuert, Sozialleistungen gekürzt und das Grundgesetz diktaturkonform zurechtgeschliffen wird.
Denn es wird auch 2013ff noch "Krise" sein, Banken und Vermögende wollen weiterhin gerettet werden...

Und wer glaubt, Schröder war nur ein sozialdemokratischer "Unfall", der sich nicht wiederholen wird, dem sei folgende Lektüre empfohlen:
http://www.bifff-berlin.d...

ja, die Affen

Es gibt immer ein paar Affen, die besser und erfolgreicher
im Baumklettern sind und sich die besten Bananen holen...
war schon immer so, wird wohl auch immer so bleiben!
Weil sie aber alt werden und vom Baum fallen würden,
kommen sie irgendwann freiwillig runter
und nehmen sich noch so viel Bananen mit wie sie tragen können.
Auch das hat die anderen Affen nicht wirklich gestört!
Irgendwann fing das dann an mit dem Horten von Bananen
und als einige anfingen mehr Bananen zu horten,
als sie in ihrem Leben hätten essen können,
führte das zu Unruhen und Gewalt!

Inzwischen haben die Affen Gesetze und Gesellschaftsverträge
um den Egoismus ihrer Spezies In Bahnen zu halten
doch ab und zu übertreiben es ein paar Affen wieder mit dem Horten
und der Ärger fängt von vorne an
Kommt in Zyklen und könnte bald wieder soweit sein
Manche Affen werden nur äusserst ungern schlauer!

Reiche

Sicherlich, hier gilt das Sprichwort: wer hoch steigt, fällt tief.
Dass sich Reiche mehr durch Geld oder materielles definieren als andere, würde ich so aber nicht unbedingt behaupten wollen. Aber ein Benz oder eine schicke Handtasche wirkt auf einen "Normalbürger" eben etwas anders als ein Ferrari oder eine Villa in schicker Lage.
Selbstverständlich kann man auch davon ausgehen, dass jemand der sich das Geldverdienen als höchstpriores Lebensziel setzt - und sich daher auch dadurch definieren wird - eher zu Reichtum kommt, als jemand der Geld nur als Mittel zum Zweck betrachtet.
Meckern wenn einem Geld weggenommen wird tut im Endeffekt jeder, auch wenn es natürlich nicht jedem gleichermaßen weh tut. Ich glaube nicht, dass es einen großen Aufstand oder eine unbewältigbare Steuerflucht geben wird, wenn die Steuern für Höchstverdiener erhöht werden - oder eben einfach nur Steuerbegünstigungen abgeschafft. Das ist nur Panikmache und billige Ausrede.
Was mich aber einfach stört, ist, dass sogenannte Reiche und Besserverdienende manchmal grundsätzlich als antisozial an den Pranger gestellt werden, ohne wirklich zu wissen, welche Meinung diese vertreten und wozu sie bereit wären. Freiwillig Geld an den Staat abgeben wird selbstverständlich niemand, Steuererhöhungen akzeptieren schon eher.

Keine Steuerflucht bei höheren Steuern für Reiche

Denn Reich profitieren in Deutschland ja auch überproportional. Zu erst mal von einem hohen Maß an (Rechts)sicherheit für Ihre Vermögen. Von extrem niedrigen Steuern und Abgaben auf Vermögen. Von der großen Sehnsucht nach feudalistischer "Führung". Von stark ausgeprägtem, erfolgreichem Lobbyismus. Von einem Klima in dem Vetternwirtschaft und Korruption hohe gesellschaftliche Anerkennung geniessen und Ausdruck persönlicher Cleverneß sind. Von einer der größten Unzulässigkeiten zwischen den sozialen Schichten überhaupt.

Warum sollte ein Reicher dieses Paradies verlassen? Macht ja auch keiner. Die Steuern waren in Deutschland schon erheblich höher und kaum einer ging.

Alimentarier aller Länder vereinigt Euch

"Wer heute ohne Vermögen geboren wird ... der kann es kaum mehr schaffen, durch Arbeit ein Vermögen zu erwerben.

Das habe ich schon für mich als falsch bewiesen. Ich hatte es schon mehrfach geschrieben - als mittellose Studenten haben wir eine internationale Firmengruppe aufgebaut - ohne eigenes Geld.

Ich lasse auch das Argument "Glück" (das natürlich wie bei jeder Sache dabei sein muss) und "Ausnahmefall" nicht gelten

Es gibt beliebig weitere Beispiele - nur mal um ein paar zu nennen, Dietmar Hopp, SAP, einer der reichsten Deutschen, war Sohn eines Lehrers, die Aldi Albrechts entstammten kleinen Verhältnissen und auch VW Piech war nur Anwaltssohn.

Alleine in meinem persönlichen Schulumfeld sind zwei-drei die wohl zu dem obersten 1% zählen und die aus "kleinen Verhältnissen" stammen.

Gerade dieses Dogma der Linken dient nur dazu die Lebensleistung solcher herausragender Persönlichkeiten zu diskreditieren und die Verantwortung für den eigenen Nichterfolg anderen zuzuschreiben und die Sorge für den Lebensunterhalt einem repressiven Taschengeldstaat zu delegieren.

Dieser wird dann, wie man liest, bei der ESt zu 2/3 von den Erfolgreichen bezahlt und auch bei der Binnennachfrage (Konsum+Investivl.) trägt die obere Hälfte ca. 30%-40% mehr bei (indirekte Steuern).

Aus 25J Berufserfahrung behaupte ich, ist gerade für das 1% die nationale Steuersituation viel weniger wichtig als der Internationalisierungsgrad weshalb z.B. die Rückkehr nach der Krise leichter war.

Minister die damals regierten, z.B. Wolfgang Clement.

Heute: Im Aufsichtsrat der Investmentgesellschaft BLM (Berger Lahnstein Middelhoff & Partners LLP).
Darüber hinaus sitzt er im Aufsichtsrat (Personalausschuss) des fünftgrößten deutschen Zeitarbeitsunternehmens Deutscher Industrie Service (DIS), nachdem er als Bundesminister noch den gesetzlichen Rahmen für Leiharbeit liberalisiert hatte (Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt). Die DIS wurde mehrheitlich (83 Prozent) vom Schweizer Konkurrenten Adecco erworben, und Clement übernahm den Vorsitz des neuen Adecco Institute[35] zur Erforschung der Arbeit, das vollständig vom Adecco-Konzern finanziert wird und Teil des Unternehmens ist. Mittels Primär- und Sekundärforschung sowie durch Konferenzen und Diskussionsforen soll auf die Öffentlichkeit eingewirkt werden.
Im August 2010 positionierte sich Clement als einer von 40 prominenten Unterzeichnern des Energiepolitischen Appells, einer Lobbyinitiative der vier großen Stromkonzerne um die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke voranzubringen.
Im Januar 2011 wurde Clement zum Beiratsvorsitzenden der Einkaufsberatung Kloepfel Consulting berufen.Zitat aus deren Kurzprofil(http://www.kloepfel-consu...)"Wir senken Beschaffungs- und Produktkosten, erhöhen die Materialeffizienz und steigern somit die Liquidität und Umsatzrendite unserer Kunden. Unsere Kunden sind Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Institutionen. "

So macht man das!