Euro-Krise"Europa gaukelt sich etwas vor"

Die EZB darf sich nicht von der Politik instrumentalisieren lassen, sagt Familienunternehmer Goebel. Im Interview fordert er mehr Stimmrechte für Deutschland im EZB-Rat.

Lutz Goebel ist seit Mai 2011 Präsident des Verbands Die Familienunternehmer - ASU, der gut 180.000 inhabergeführte Firmen vertritt.

Lutz Goebel ist seit Mai 2011 Präsident des Verbands Die Familienunternehmer - ASU, der gut 180.000 inhabergeführte Firmen vertritt.

Frage: Herr Goebel, sollte die Europäische Zentralbank (EZB) wie geplant erneut Anleihen von Schuldenstaaten kaufen?

Lutz Goebel: Nein, auf keinen Fall. Die EZB verzerrt durch diese Käufe die Zinsen für die Anleihen, der Marktmechanismus wird außer Kraft gesetzt. Eigentlich ist der Zins der Preis für das Risiko, dass eine Staatsanleihe ausfallen könnte. Wenn jetzt die EZB in den Markt eingreift und Anleihen kauft, ist das schlichtweg eine Zinssubventionierung. Damit gaukelt Europa sich etwas vor. Schließlich werden die Risiken so nicht kleiner, sie werden nur im Keller der Notenbank versteckt.

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Frage: Diskutiert wird etwa, dass sich die EZB eine geheime Zinsobergrenze setzen sollte, ab der sie erst Anleihen kauft.

Goebel: Es hilft nichts, wenn die Zentralbank erst ab einer bestimmten Zinshöhe in den Markt eingreift. Bevor Italien und Griechenland im Euro waren, haben sie doch auch zum Teil zehn bis 15 Prozent Zinsen gezahlt. Und heute soll schon bei sieben Prozent Schluss sein? Das funktioniert so nicht. Die Schuldenstaaten müssen dazu gebracht werden, ihre Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Nur so kann die Euro-Zone zusammengehalten werden. Durch Anleihekäufe erreicht man das nicht. Im Gegenteil, hierdurch wird der Anreiz für die Länder, die geplanten Reformen auch umzusetzen, nur noch verringert.

Frage: Was hätten die Anleihekäufe für Konsequenzen für Deutschland?

Goebel: Diese Art der Staatsfinanzierung durch die EZB wird bei uns zur Inflation führen – vielleicht noch nicht kurzfristig, aber auf jeden Fall mittel- und langfristig. Und das trifft letztlich den Verbraucher.

Frage: Was sollte die Notenbank tun?

Goebel: Die EZB muss auf die Preisstabilität achten. Sie darf sich nicht von der Politik instrumentalisieren lassen. Vielmehr sollte sie sich so verhalten wie die Bundesbank zu Zeiten der D-Mark und Geldpolitik unabhängig von politischen Einflüssen betreiben.

Frage: Und die Bundesregierung, was sollte die tun?

Goebel:Angela Merkel muss jetzt eine eindeutige Position beziehen und klarstellen, dass die EZB keine Staatsanleihen ankaufen darf. Und: Sie muss dafür sorgen, dass die Stimmrechte im EZB-Rat geändert werden. Dafür müssten die Verträge zwar geändert werden, das wäre aber angebracht. Es kann nicht sein, dass Länder wie Malta und Zypern genauso viele Stimmen haben wie Deutschland, obwohl wir mit 27 Prozent EZB-Anteil am stärksten haften. Würden sich die Stimmen nach dem Anteil am Kapital richten, hätte es Bundesbank-Chef Jens Weidmann auch nicht so schwer, sich durchzusetzen.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leserkommentare
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  2. So einfach ist das. Alles andere ist (Selbst)Betrug. Die Politik betreibt Insolvenzverschleppung. Und mit Draghi haben wir den Bock als Gärtner. Weidmann ist isoliert weil er sich an Verträge halten will. Der Euro wird scheitern, weil er jetzt in einem rechtsfreier Raum ist.

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    Das ist die schlichte Wahrheit.

    Aber hätte ich sie als Forist geäußert, wäre mein account schon gesperrt.

    Das ist die schlichte Wahrheit.

    Aber hätte ich sie als Forist geäußert, wäre mein account schon gesperrt.

    • Chali
    • 02.09.2012 um 9:56 Uhr

    *hust*

    Das glaube ich nun weniger.
    "Europa wird etwas vorgegaukelt" - das schon.

    Aber es ist natürlich schwer, den Output einer ratternden Metaphernmaschine auf 1500 Byte richtigzustellen.

    Nun - von einem Betriebswirt darf man Kenntnisse in Makro-Ökonomie nicht erwarten - warum also fragt man ihn? Wollen Sie den Mann denn lächerlich machen?

    "Bevor Italien und Griechenland im Euro waren, haben sie doch auch zum Teil zehn bis 15 Prozent Zinsen gezahlt"
    Natürlich haben sie das - aber in Lira oder Drachmen.

    Und - vor 10 Jahren!
    In diesen 10 Jahren ist doch der gesamze industrielle Kern der Südstaaten entweder plattgemacht oder in "deutsche" Hände übergegangen - etwa in der Automobil-Industrie.

    Natürlich sind die Pläne alle Mumpitz - weil sie eine "Brücke ins Nichts" sind. Zuvor müsste man sich nämlich überlegen, wie die Südstaaten die Produkte erzeugen sollen, mit denen sie den deutschen Markt überschwemmen können.

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    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

    "Nun - von einem Betriebswirt darf man Kenntnisse in Makro-Ökonomie nicht erwarten - warum also fragt man ihn?"

    Die Makroökonomie ist nichts anderes als aggregierte Mikroökonomie. Wer das Wirtschaften bzw. das wirtschatliche Verhalten der Menschen (die Mikroökonomie) nicht verstanden hat, wird die Makroökonomie niemals verstehen.

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

    "Nun - von einem Betriebswirt darf man Kenntnisse in Makro-Ökonomie nicht erwarten - warum also fragt man ihn?"

    Die Makroökonomie ist nichts anderes als aggregierte Mikroökonomie. Wer das Wirtschaften bzw. das wirtschatliche Verhalten der Menschen (die Mikroökonomie) nicht verstanden hat, wird die Makroökonomie niemals verstehen.

  3. Wurde ja mal Zeit, dass hier auch mal jemand zu Wort kommt, der seinen Verstand nicht an der Garderobe in Brüssel abgegeben hat!

    4 Leserempfehlungen
  4. Ich bin mir nicht sicher, ob Herr Goebel versteht, dass ein Staat kein Unternehmen ist. Oder dass eine Waehrungsgemeinschaft kein Staat ist. Oder dass es Situationen gibt, in denen eine Ausweitung der Geldmenge keine Inflation zur Folge hat.

    Davon abgesehen waere es schoen gewesen, wenn man Herrn Goebel nach seiner Meinung gefragt haette, wie man realistischerweise Griechenland, Spanien und Italien helfen soll, wenn man keine Staatsanleihen kauft? Das einzige, was ich lese ist Reformen zu erzwingen. Und wenn das nicht klappt, ueberlassen wir diese Staaten sich selbst?

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    • Chali
    • 02.09.2012 um 10:09 Uhr

    ... schaffen wir dort eine marktkonforme Demokratie.

    Denn dass die dortigen Bürger - immerhin "Europäer wie wir" - auch etwas zum Thema sagen oder gar durchsetzen können, ist ja wohl ncht vorgesehen?

    Oder die Finnen? Die Esten? Die Niederländer? Die ja dem deutschen Währungsraum die Verluste ersetzen sollen?

    sonst?

    "...oder überlassen wir diese Staaten sich selbst?"

    Hätte sich Deutschland nicht in die Souveränität anderer Staaten eingemischt, brauchte es auch keine Rettungsschirme, die den Deutschen Steuerzahler noch teuer zu stehen kommen.

    Nur wegen der Deutschen Harmonisierungssucht und "falscher" Solidarität kommen solche Staaten gar nicht auf die Idee, selbst aus dem Euro auszutreten und sich dabei selbst zu helfen.

    Für den Euro, der für Deutschland zu schwach und für die Südländer zu stark ist, gibt es keine gemeinsame Zukunft - ausser es gibt eine Politische Union. Die würde aber frühestens in 10 Jahren stehen und wäre nur überlebensfähig, wenn es ein kultur- und sprachübergreifendes gemeinsames Gedankengut gäbe.

    Natürlich können Sie sich mit einem wildfremden Griechen und Portugiesen über Fussball gemeinsam z.B. über schönen Fussball erfreuen, aber danach übernehmen wieder die Eigeninteressen das Kommando.

    Was ist eigentlich die Aussage Ihres Absatzes: Dass Goebel im Gegensatz zu Ihnen die Kompetenz zur Beurteilung der Situation Ihrer Meinung nach abgeht?

    Zu Ihrem zweiten Absatz: Griechenland, Italien und Spanien, nein alle Länder/Volkswirtschaften, müssen sich selber helfen. Schließlich haben sie ihre Situation auch selber geschaffen. Wenn sie glauben, das unter den Bedingungen des Euro nicht schaffen zu können, müssen sie diese Währung aufgeben.

    • zozo
    • 04.09.2012 um 18:04 Uhr

    "Und wenn das nicht klappt, ueberlassen wir diese Staaten sich selbst?"

    Das ist genau dir richtige Frage: "müssen müssen müssen" ist einfach zu sagen, aber wenn die Anderen das nicht tun, was dann ? Weil letztlich, wenn nix klappt da kein Land aus dem Euro raus-geschmissen werden kann, wird Deutschland aus dem Euro austreten ?

    • Chali
    • 02.09.2012 um 10:09 Uhr

    ... schaffen wir dort eine marktkonforme Demokratie.

    Denn dass die dortigen Bürger - immerhin "Europäer wie wir" - auch etwas zum Thema sagen oder gar durchsetzen können, ist ja wohl ncht vorgesehen?

    Oder die Finnen? Die Esten? Die Niederländer? Die ja dem deutschen Währungsraum die Verluste ersetzen sollen?

    sonst?

    "...oder überlassen wir diese Staaten sich selbst?"

    Hätte sich Deutschland nicht in die Souveränität anderer Staaten eingemischt, brauchte es auch keine Rettungsschirme, die den Deutschen Steuerzahler noch teuer zu stehen kommen.

    Nur wegen der Deutschen Harmonisierungssucht und "falscher" Solidarität kommen solche Staaten gar nicht auf die Idee, selbst aus dem Euro auszutreten und sich dabei selbst zu helfen.

    Für den Euro, der für Deutschland zu schwach und für die Südländer zu stark ist, gibt es keine gemeinsame Zukunft - ausser es gibt eine Politische Union. Die würde aber frühestens in 10 Jahren stehen und wäre nur überlebensfähig, wenn es ein kultur- und sprachübergreifendes gemeinsames Gedankengut gäbe.

    Natürlich können Sie sich mit einem wildfremden Griechen und Portugiesen über Fussball gemeinsam z.B. über schönen Fussball erfreuen, aber danach übernehmen wieder die Eigeninteressen das Kommando.

    Was ist eigentlich die Aussage Ihres Absatzes: Dass Goebel im Gegensatz zu Ihnen die Kompetenz zur Beurteilung der Situation Ihrer Meinung nach abgeht?

    Zu Ihrem zweiten Absatz: Griechenland, Italien und Spanien, nein alle Länder/Volkswirtschaften, müssen sich selber helfen. Schließlich haben sie ihre Situation auch selber geschaffen. Wenn sie glauben, das unter den Bedingungen des Euro nicht schaffen zu können, müssen sie diese Währung aufgeben.

    • zozo
    • 04.09.2012 um 18:04 Uhr

    "Und wenn das nicht klappt, ueberlassen wir diese Staaten sich selbst?"

    Das ist genau dir richtige Frage: "müssen müssen müssen" ist einfach zu sagen, aber wenn die Anderen das nicht tun, was dann ? Weil letztlich, wenn nix klappt da kein Land aus dem Euro raus-geschmissen werden kann, wird Deutschland aus dem Euro austreten ?

    • Chali
    • 02.09.2012 um 10:09 Uhr

    ... schaffen wir dort eine marktkonforme Demokratie.

    Denn dass die dortigen Bürger - immerhin "Europäer wie wir" - auch etwas zum Thema sagen oder gar durchsetzen können, ist ja wohl ncht vorgesehen?

    Oder die Finnen? Die Esten? Die Niederländer? Die ja dem deutschen Währungsraum die Verluste ersetzen sollen?

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  5. Inflation kann es geben, wenn Waren knapp werden. Das sehen wir beim Öl oder bei Immobilien in In-Städten.

    Inflation kann es auch geben, wenn die Händler den Eindruck haben, dass ihre Kunden auch mehr bezahlen können, weil sie z. B. gute Lohnsteigerungen bekommen haben.

    Wenn Herr Goebel mal erklären könnte, wie das Geld, das die EZB in den Finanzmarkt pumpt, den Realmarkt erreichen soll, wäre seiner Argumentation erheblich geholfen. Ansonsten ist das Schreckgespenst Inflation, das irgendwo, irgendwie in die Zukunft projiziert wird, ziemlich faktenfrei.

    Und seine Annahme, dass der Zins eigentlich der Preis für das Ausfallrisiko ist, ist durch die Interventionen der großen Gläubiger bei der Politik schon lange außer Kraft gesetzt. Wenn die Schuldner pleite gehen, wackeln die Banken, siehe derzeit Spanien.

    Spanien hat ein ähnliches Problem wie andere Staaten, die wanken. Viele Schuldner mit Immobilienkrediten werden durch die Sparmaßnahmen noch illiquider. Diejenigen mit den Vermögen, denken nicht daran, das Geld wieder in den normalen Geldkreislauf zu geben, sondern behalten es im Finanzmarkt und bringen es gar außer Landes. Siehe steigende Target2-Salden.

    Aber diesen Gedankengänge sind dem Herr Goebel verboten. Zu gefährlich. Drum redet er von der Inflation, die irgendwann ganz bestimmt kommt. Und irgendwann kommt das Himmelreich.

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    • Chali
    • 02.09.2012 um 10:30 Uhr

    ist auch in anderer Hinsicht ein gutes Beispiel - einen Gegenbeispiel.

    Denn die Immobilienkrediten waren Privat-Schulden, wurden Bank-Schulden und dann - schwuppdiewupp - Staatsschulden. Und die muss "der Spanier" jetzt in Ordnung bringen.

    Und dabei hatte Spanien zuvor (2008) eine prima Bilanz auszuweisen: Deutsche Unternehmen lieferten die Bau-Ausrüstungen, Deutsche kaufen spanisches Genüse (wenn auch nicht immer Gurken), und Deutsche machten dort Urlaub.

    Grundsätzlich kann man auch Geld als eine Ware betrachten, die im Bezug auf andere Waren an Wert gewinnen oder verlieren kann. Der Euro und auch der Dollar haben in der Krise massiv an Wert eingebüßt, was sich z.B. auch bei den gestiegenen Rohölpreisen niederschlägt. Ein Inflationstreiber.
    Grundsätzlich wird durch die ganzen Kreditgeschäfte des Staates auch immer mehr Geld in den Markt gepumpt. Das landet auch in der „Realwirtschaft“, weil hiervon z.B. HartzIV-Gelder bezahlt werden.

    Gemessen an unseren immensen Staatsschulden ist es auch nur eine Frage der Zeit, dass die Kreditwürdigkeit leidet. Dies, zusammen mit der eingepreisten Inflation, ergibt wiederum höhere Kreditzinsen. Irgendwann ist dann ein Niveau erreicht, bei dem der Staat einfach nicht mehr genug Schulden aufnehmen kann.

    Spätestens dann wird man auch einfach die Druckerpresse anwerfen müssen, was dann massive Inflation bedeutet. Auf der anderen Seite gibt es wohl keine andere Möglichkeit die Staatsschulden auf ein erträgliches Niveau zu senken und dem sozialen Ungleichgewicht entgegenzuwirken. An eine ernsthafte Besteuerung der Reichen traut sich hier ja keiner ran.

    • Chali
    • 02.09.2012 um 10:30 Uhr

    ist auch in anderer Hinsicht ein gutes Beispiel - einen Gegenbeispiel.

    Denn die Immobilienkrediten waren Privat-Schulden, wurden Bank-Schulden und dann - schwuppdiewupp - Staatsschulden. Und die muss "der Spanier" jetzt in Ordnung bringen.

    Und dabei hatte Spanien zuvor (2008) eine prima Bilanz auszuweisen: Deutsche Unternehmen lieferten die Bau-Ausrüstungen, Deutsche kaufen spanisches Genüse (wenn auch nicht immer Gurken), und Deutsche machten dort Urlaub.

    Grundsätzlich kann man auch Geld als eine Ware betrachten, die im Bezug auf andere Waren an Wert gewinnen oder verlieren kann. Der Euro und auch der Dollar haben in der Krise massiv an Wert eingebüßt, was sich z.B. auch bei den gestiegenen Rohölpreisen niederschlägt. Ein Inflationstreiber.
    Grundsätzlich wird durch die ganzen Kreditgeschäfte des Staates auch immer mehr Geld in den Markt gepumpt. Das landet auch in der „Realwirtschaft“, weil hiervon z.B. HartzIV-Gelder bezahlt werden.

    Gemessen an unseren immensen Staatsschulden ist es auch nur eine Frage der Zeit, dass die Kreditwürdigkeit leidet. Dies, zusammen mit der eingepreisten Inflation, ergibt wiederum höhere Kreditzinsen. Irgendwann ist dann ein Niveau erreicht, bei dem der Staat einfach nicht mehr genug Schulden aufnehmen kann.

    Spätestens dann wird man auch einfach die Druckerpresse anwerfen müssen, was dann massive Inflation bedeutet. Auf der anderen Seite gibt es wohl keine andere Möglichkeit die Staatsschulden auf ein erträgliches Niveau zu senken und dem sozialen Ungleichgewicht entgegenzuwirken. An eine ernsthafte Besteuerung der Reichen traut sich hier ja keiner ran.

    • Chali
    • 02.09.2012 um 10:30 Uhr

    ist auch in anderer Hinsicht ein gutes Beispiel - einen Gegenbeispiel.

    Denn die Immobilienkrediten waren Privat-Schulden, wurden Bank-Schulden und dann - schwuppdiewupp - Staatsschulden. Und die muss "der Spanier" jetzt in Ordnung bringen.

    Und dabei hatte Spanien zuvor (2008) eine prima Bilanz auszuweisen: Deutsche Unternehmen lieferten die Bau-Ausrüstungen, Deutsche kaufen spanisches Genüse (wenn auch nicht immer Gurken), und Deutsche machten dort Urlaub.

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