Südafrika: Wilder Streik in Goldmine bei Johannesburg
Nach der Mordanklage gegen 270 Kumpel gibt es einen weiteren explosiven Konflikt in Südafrikas Bergbau: 12.000 Arbeiter einer Goldmine haben einen wilden Streik begonnen.
©Siphiwe Sibeko/Reuters

Arbeiter in der Goldmine South Deep in der Nähe von Johannesburg (Bild von 2010)
Etwa 12.000 Arbeiter einer Goldmine im Distrikt West Rand sind in einen wilden Streik getreten und haben die Beendigung der Produktion erzwungen. Der Ausstand in der Mine KDC in einem westlichen Vorort von Johannesburg habe am Mittwoch mit der Nachtschicht begonnen, teilte das betroffene Unternehmen Gold Fields mit. Zwei Tag- und zwei Nachtschichten seien bereits ausgefallen. Gold Fields will den Streik vor Gericht für illegal erklären lassen.
Bei dem Streik gehe es vermutlich um Streitigkeiten unter Gewerkschaften, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Arbeiter hätten keine offiziellen Forderungen gestellt. Möglicherweise sei die Auseinandersetzung zwischen etablierten und neuen Gewerkschaften der Hintergrund für den wilden Streik, wird das Unternehmen im Wall Street Journal zitiert. In den vergangenen 14 Tagen hatten auch in zwei südafrikanischen Platinminen wilde Streiks stattgefunden.
Die am Freitag verkündete Mordanklage gegen 270 Bergarbeiter sorge für "Schock, Panik und Verwirrung", sagte Südafrikas Justizminister Jeff Radebe. Er forderte eine Erklärung der Staatsanwälte für dieses Vorgehen. Der Gewerkschaftsdachverband Cosatu nannte die Anklage "absolut empörend". Die Staatsanwaltschaft hatte mitgeteilt, dass sich all diejenigen, die an den Unruhen in der Lonmin-Mine Mitte August teilgenommen hätten, mitschuldig am blutigen Ausgang der Zusammenstöße gemacht hätten.
Am 16. August waren bei einem Streik in der südafrikanischen Platinmine Lonmin in Marikana 44 Menschen getötet worden. 34 von ihnen wurden von der Polizei erschossen. Die Polizei handelte nach eigener Darstellung in "legitimer Notwehr", da sie angegriffen worden sei.






Kumpels werden erschossen und mit einem anachronistischen Gesetz bedroht!
Da schreibt man hier etwas von einem "Wilden Streik", weil die Kumpels in Südafrika noch Solidarität leben.
Die einzige Solidarität, die in unseren Medien noch wahrgenommen wird ist die Gründung der 'Solidarnosc' in Polen...
...jetzt wo es an das Kapital geht, heißt Solidarität auf einmal: Aufstand, Aufruhr, Störung, Unfrieden und Rebellion...ah, und 'Wilder Streik'
Bitte vor dem motzen den Begriff "wilder Streik" nachschlagen, der grundsätzlich nichts verwerfliches ist.
Tante Wiki sagt: "Als wilder Streik wird eine kollektive Arbeitsniederlegung einer Belegschaft bezeichnet, die unabhängig von Gewerkschaften einen Arbeitskampf führt. Als Mittel im Arbeitskampf sind Wilde Streiks fester Bestandteil vieler sozialrevolutionärer Bewegungen."
Bitte vor dem motzen den Begriff "wilder Streik" nachschlagen, der grundsätzlich nichts verwerfliches ist.
Tante Wiki sagt: "Als wilder Streik wird eine kollektive Arbeitsniederlegung einer Belegschaft bezeichnet, die unabhängig von Gewerkschaften einen Arbeitskampf führt. Als Mittel im Arbeitskampf sind Wilde Streiks fester Bestandteil vieler sozialrevolutionärer Bewegungen."
Müsste da jetzt nichtmal irgendein Statement kommen?
Das der Staat das Großkapital und seine treuen Diener (in diesem Fall "Gewerkschafter") beschützt, ok.
Das ist Sinn und Zweck von Staaten.
Aber gleich so dreist, dass die Streikenden dafür verantwortlich gemacht werden, wenn die Polizei die eigenen Leute ermordet?
Die Lage in Südafrika ist zu komplex, als das sie in das europäische schwarz/weiß Muster passen könnte.
Emma Mashinini eine der "großen Damen" des Befreiungskampfes in Südafrika hat zu diesem Komplex einen wirklich guten Kommentar veröffentlicht:
http://www.jaynaidoo.org/...
Hier wird das multiple Dilemma in seinen verschiedenen Schichten und Zusammenhängen sehr eindrücklich beschrieben.
@Redaktion: Eine Übersetzung dieses Artikels, der im Original im südafrikanischen "Star" publiziert wurde, würde doch eventuell die Hintergründe der Streiks auch deutschen Leserinnen und Lesern gut erklären. Mein Traum bleibt ein Interview mit Jay Naidoo in der Zeit, geführt von B. Grill. (Träumen darf man ja auch mal)
Bitte vor dem motzen den Begriff "wilder Streik" nachschlagen, der grundsätzlich nichts verwerfliches ist.
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Ich Danke Ihnen für Ihre fachlich korrekten und im Kontext außerordentlich befruchtenden Verbesserung...
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Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke, die Redaktion/mo.
SA steht(leider) im Wettbewerb.So investieren die Kozerne in Sachen Kohlebergbau z.B.lieber in Indonesien als in SA.Dabei werden hier Arbeitsplätze so dringend benötigt."Ich schaff mir die Welt,wie sie mir gefällt" funktioniert nicht.Die ANC-/Gewerkschaftsführer haben dem Volk mit ihrem eigenen Luxusleben und -Limosinen das Signal gesetzt:es gibt eine große Bringschuld zu meinen Gunsten-die Holschuld hat Mandela stellvertretend auf sich genommen.
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