Altersarmut : "Wir müssen die Menschen auffangen"

Der Ökonom und Arbeitsmarktexperte Markus Promberger warnt: Vor allem Arme sparen in Deutschland zu wenig für das Alter. Der Staat müsse handeln.

ZEIT ONLINE: Herr Promberger, gerade jetzt, da die Republik über die Rente debattiert, haben Sie eine Studie mit alarmierenden Zahlen vorgelegt. Demnach sparen vor allem diejenigen, die es am Nötigsten hätten, fast gar nichts für das Alter. Wie groß ist das Problem?

Markus Promberger: Groß. Kurz gesagt haben immer mehr Menschen Probleme, von ihrem Einkommen zu leben – geschweige denn zu sparen.

ZEIT ONLINE: Wie groß ist der Anteil dieser Menschen?

Promberger: Nur 17 Prozent der Hartz-IV-Empfänger sorgen privat für das Alter vor. Darunter sind aber viele Aufstocker, die nur ergänzend Hilfen vom Staat bekommen und noch ein Arbeitseinkommen haben. Von den Geringverdienern in Deutschland legen 35 Prozent Geld für das Alter zurück. Im Gesamtdurchschnitt aller Deutschen sind es aber deutlich mehr, die vorsorgen – nämlich 48 Prozent.

ZEIT ONLINE: Woher kommt der große Unterschied?

Promberger: Das ist ziemlich einfach: Je geringer das Einkommen , desto geringer die Möglichkeiten zur Vorsorge. Besonders knapp sind die Ressourcen für Immigranten, länger Erwerbslose und Menschen, die immer wieder kurzfristig Arbeit haben, um dann bald wieder arbeitslos zu werden. Es ist beispielsweise für Hartz-IV-Empfänger heute finanziell schon äußerst schwierig, eine kaputte Waschmaschine zu ersetzen. Die früheren Einmalleistungen werden heute pauschal mit dem Regelsatz gezahlt. Das heißt, dass in der Leistung ein Sparanteil schon vorgesehen ist. Aber kaum jemand am Rande des Existenzminimums kann monatlich ein paar Zehn-Euro-Scheine für größere Anschaffungen zurücklegen. Dann doch eher für einen neuen Schulranzen oder Kinderkleidung, als für eine Altersvorsorge.

ZEIT ONLINE: Die aktuelle Debatte dreht sich vor allem um die Armut im Alter . Aber lässt sich diesen Leuten nicht schon früher helfen?

Promberger: Ja. Wir müssen auf dem Arbeitsmarkt ansetzen. Die vielen untypischen Beschäftigungsverhältnisse haben zwar viele Menschen in neue Jobs gebracht, aber sie gefährden auch die soziale Sicherheit im Alter. Ich fände es gut, wenn wir über Abgaben ins Rentensystem von den Unternehmen nachdenken würden, die solche Jobs anbieten. Wir müssen im Gegenzug dann die Menschen in diesen Jobs absichern. Am besten auch schon während des Erwerbslebens.

ZEIT ONLINE: Die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen will eine Zuschussrente einführen. Eine gute Idee?

Promberger: Alles was helfen kann, ist gut. Das Problem an der Zuschussrente ist jedoch, dass sie nur den Hartz-IV-Empfängern und Geringverdienern helfen würde, die ohnehin etwas besser gestellt sind. Die Bedingungen, um eine Zuschussrente zu bekommen, sollen schließlich sehr streng sein: 30 Beitragsjahre und 40 Versicherungsjahre. Außerdem müssen die Betroffenen eine private Altersvorsorge besitzen. Das schaffen die meisten Geringverdiener einfach nicht.

ZEIT ONLINE:SPD-Chef Sigmar Gabriel hat am Wochenende gefordert , den Beitragssatz zu erhöhen, um das Rentenniveau zu halten. Was halten sie davon?

Promberger: Ich habe immer ein Problem mit opportunistischen Anpassungen des Beitragssatzes. Das gilt für eine Beitragserhöhung, wie sie Gabriel vorschlägt, genauso wie für eine Beitragssenkung wie sie Frau von der Leyen will. Wir brauchen in der Rente Rücklagen, wir sind mitten drin im demographischen Wandel. Da sollte man als Politiker vorsichtiger sein mit Änderungen des Beitragssatzes.

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Kommentare

100 Kommentare Seite 1 von 13 Kommentieren

Wieder ein Experte

der viel und gleichzeitig nichts sagt.
An den Fakten kommt keiner vorbei: Geringverdiener erwerben geringe Rentenansprüche und können auch kaum was ansparen, Konsequenz: Aufstocken bis ans Lebensende, egal wie man das Kind nennt. Wer zahlt's? Die Normalverdiener, die das System befüllen müssen, egal auf welchen Wege und die wenig gestalten können..

Tja.....

...Normalverdiener haben halt keine Lobby, die über sie spricht. Es geht um ganz Reiche, vermeintlich Arme, Rentner, Studenten und sonst wen, aber nicht die, die den Laden mit ihren Steuern & Beiträgen am laufen halten.

Und damit will ich niemandem zu Nahe treten, ich schätze jeden Menschen, der aufsteht und zur Arbeit geht, über alle Maßen! Keine Frage!

Also bitte keinen Aufschrei.

"Private"-Vorsorge Ursache des Problems

Die sogenannte "Private"-Vorsorge ist Ursache des globalen Finanzproblems. Sie hat gigantische Geldmengen in die Hände windiger BanksterInnen und FondmangerInnen gelegt die auf teufel-komm-raus Gewinne produzieren müssen. Damit wurde die gigantische Blase mit Scheingewinnen erzeugt.
Dabei kann "Rente" nicht angespart werden, da RenterInnen nicht vom Geld sondern von den später zu kaufenden Gütern und Leistungen leben. Kann die künftige (deutsche) Generation das nur begrenzt Leisten (zu wenig ArbeiterInnen, zu wenig Industrie, etc.) dann steigen die Preise und die zurückgelegte "Rente" schmilzt wie Butter in der Sonne. (Die Alternative dazu ist es das ganze Land einfach an die Chinesen zu verschenken, dann haben die renterInnen allerdings auch nicht viel zu lachen).
Am Ende bleibt nur die Rückkehr zur umlagefinanzierten generationen-gerechten Rente, in der alle (auch Freie Berufe und Selbstständige, etc.) ihren Beitrag leisten. Zur Berechnungsgrundlage (und nur das wird als "Rente" "angespart") brauchen wir Einkommen deren Untergrenze ein vernünftiger Mindestlohn sein muss. Aber es führt auch kein Weg an der Erkenntnis vorbei, das die Baby-Boomer-Generation viel zu früh in Rente geht, während die nachfolgende Generation das bezahlen darf.

Ein Zusammenhang, den leider wenige durchschauen

Sie haben recht. Die private Altersvorsorge ist eines der großen Probleme auf dem Finanzmarkt, indem, viele für eine höchstmögliche Rendite investieren wollen und großen Banken/Versicherungen ihr Erspartes anvertrauen, ohne sich weiterhin darum zu kümmern, was damit geschieht. Manche wissen nicht mal, dass mit ihrem Geld an der Börse spekuliert wird. Ich kann dazu ein sehr gutes Buch empfehlen: Jean-Luc Gérard, Börse oder Leben.Meine These ist, dass das Rentensystem ohnehin in 20 Jahren zusammenbrechen wird, wenn die vielen Geringbeschäftigten so weit sind, und dass die immer weniger Jungen auch nicht mehr in der Lages sein werden, die erworbenen Rentenansprüche aus besseren Zeiten zu bedienen. (Oder sie wollen das nicht und wandern in Länder aus, die keine Altersheime sind.) Der einzige Weg ist, zu einem einigermaßen gerechten Alterseinkommen und einer stärker steuerfinanzierten Grundversorgung zu kommen. Heute werden hektisch Scheinlösungen vorgeschlagen, um das System noch eine Weile lang aufrecht zu erhalten, denn wer Beiträge zahlt, finanziert die heutigen Renten und spart nicht für die eigene. Die Sammlung von Punkten ist eine Wette auf die Zukunft, der Ausgang völlig offen ist.

Spekulation

ist kein Automatismus, kein Selbstzweck,
es liegt immer in der Hand der Regierung, regulierend einzugreifen,
und ganz ohne Kredite/ Investitionen sähe es sehr alt aus im Land

fürs Alter sparen ist auch nicht unmöglich,
z.B. in Sachwerte, Gold, Land, Immobilien, Aktien,
der Besitz ist da und muss über die Generationen wechseln

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die Geldmengen entstehen so oder so, allenfalls noch durch Staatsschulden massiv gesteuert,
zum Glück gibts keinen Krieg so dass man nicht das ganze Jahr beschäftigt ist neue Häuser zu bauen und Überschüsse schafft (leider heutzutage vor allem auf Kosten der Umwelt und dem Rest der Welt, andere Problemlagen, würden den Wohlstand von selber etwas einschränken)

wer nichts fürs Alter spart, gibt es aus und auf diesem Weg gelangt es noch gefährlicher konzentriert bei Reichen

der Staat ist gefordert, einerseits die wirklich Reichen einzuschränken und die Geldvermögen der Masse kein Unheil anrichten zu lassen

RÜCKKEHR in ein umlagfinanziertes System?

Kann sein, dass ich etwas nicht ganz verstanden habe. Doch irgendwie habe ich das Gefühl Sie wollen einfach noch mehr Lemminge ins Verderben schicken. Wie soll denn die künftige Generation die Rentenansprüche der heute Selbstständigen bedienen, wo doch schon heute »zu viele« Rentner Ansprüche haben?

Leider sehe ich keine Lösung, die wirklich funktionieren könnte. Vielleicht ein steuerfinanziertes Grundeinkommen ab 70.

Auch ein umlagefinanziertes System

bedient sich eines Kapitalstocks. Diesen Kapitalstock bilden die Beitragszahlenden in ihrer Gesamtheit. Ist die Erwerbsbevölkerung rückläufig in Relation zur Anzahl der Rentner, dann schwindet deren Deckung durch das aktive Humankapital. In Extremis: wenn ab morgen niemand mehr arbeiten sollte, dann bekommen alle Rentner genau nichts. Aber auch dann, wenn das Verhältnis Erwerbsbevölkerung zu Rentnern konstant ist, hängt die Höhe dessen, was umgelegt werden kann davon ab, wie sich Arbeitslosigkeit und Einkommen entwickeln. Die Idee, dass sich die Rentenversorgung von der wirtschaftlichen Entwicklung loslösen ließe trägt nicht, denn die Rentner sind auf eine funktionierende, eine wachsende Wirtschaft angewiesen, wie eben auch die Unternehmen selbst. Im Kaptialstockverfahren holt man sich die Rente aus den Gewinnen der Unternehmen, im Umlageverfahren über deren Löhne. Einmal bedient man sich aus den Kosten, das andere mal bei den Gewinnen. Erwirtschafted müssen die Renten aber auf jeden Fall werden.

Das Problem ist nur,

dass dann nicht nur alle einzahlen, sondern auch alle Ansprüche haben. Leider wird das ausgeblendet. Wenn alle Selbstständigen und Beamte usw. HEUTE einzahlen, kommt das den HEUTIGEN Rentnern zugute. Die haben aber noch gar keine Probleme. Die wirklichen Probleme wird es erst in 20 - 30 Jahren geben. Dann wird es zu wenige Menschen geben die einzahlen und zu viele Menschen die Rentenansprüche haben.

zu 75

Zwar hat heute nicht jeder Anspruch auf eine Rente, aber wer keine hat, bekommt Sozialhilfe. Geringe Renten werden aufgestockt.
Auch wenn es sich um unterschiedliche Töpfe handelt, werden diese Kosten von der Gemeinschaft getragen.

Auch wenn ein reines Umlageverfahren nicht ausreichen wird, kann es als Basis für alle dienen und ein Baustein in einem System sein, das im Idealfall auf mehren Säulen ruht.

Posting 73 deutet allerdings darauf hin, dass bei manchen immer noch die Meinung herrscht, "die Armen" sollten das mit der Rente gefälligst unter sich ausmachen, die, die genügend verdienten, würden schon selbst für sich sorgen (falls sie nicht als Unternehmer Pleite machen und dann heilfroh sein, dass die Gemeinschaft sie auffängt :-))

Sie ziehen sich ganz un gar nicht meinen Unmut zu

Der Vorteil des Umlagesystems besteht darin, dass es auch dann funktioniert, wenn die Unternehmen keine Gewinne machen. Es handelt sich dabei um Kosten, die unabhängig von der Höhe und auch im Falle des Verlusts getragen werden müssen. Zudem werden alle volkswirtschaftlich relevanten Leistungsträger davon erfasst, nicht nur die Unternehmen. Wenn aber die Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern und die Gewinne dadurch anstiegen, gehen Beiträge verloren. Hätte man einen Teil der Beiträge in Aktien dieser Unternehmen angelegt, dann würden zumindest die Rentner davon noch über höhrere Gewinne profitieren.
Kurz: jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Vielleicht ist die ideale Lösung wieder einmal der goldene Mittelweg. Der Vorteil des Umlagesystems ist, dass es immer Renten abwirft. Fraglich bleibt allerdings ob der Höhe der Einzahlungen gleich hohe Auszahlungen bei rückläufiger Erwerbsbevölkerung gegenüber stehen. Es ist wehrlos gegenüber langfristigen Trends, aber weitaus weniger volatil als ein Kapitalstockverfahren auf kurze und mittlere Sicht. Langfristig wäre dieses besser wenn die Gewinne durchschnittlich stärker steigen, als die Erwerbsbevölkerung abnimmt. (Gilt nur für offene Volkswirtschaften). Einmal erfolgt der Ausgleich zwischen Ländern, das andere mal über die Generationen.

Sehr putzig das ganze!

Also Arme sparen nicht genug fürs Alter und Harz IV Empfänger sowieso nicht. Wirklich? Donner! Ich habe keine Ahnung ab wann mal wirklich als Arm gilt, wahrscheinlich so um die 500,- bis 1.000,- Euro im Monat. Ich habe keine Ahnung wie diese Leute was ansparen sollen und selbst wenn ich die Milchmädchenrechnung mache, ich verdiene 1.000,- und sparte davon 100,- Euro jeden Monat dann ist das nach 40 Jahren auch nicht gerade üppig. Besser als nichts, keine Frage, aber keine wirkliche Sicherheit und jetzt kommt der Knaxpunkt, ich verdiene so wenig und davon soll/muss ich noch 100,- Euro jeden Monat zurücklegen, sprich 10% oder mehr, je nach Einkommenslage. Das hört sich nicht gerade sehr realistisch an, wenn ich an das Wesen des Menschen denke. Die Probleme der Postindustriellen Gesellschaft sind manigfaltig.

Vermögensverteilung und Erpressbarkeit

So lange Sie nicht sämtliche Ausgaben und Ihre Vorsorge aus dem Einkommen decken können, ist dies zu niedrig. Altersarmut ist eine direkte Auswirkung davon. Da wir aber keinen flächendeckenden Mindeslohn auf Niveau Existenzsicherung haben und die Gewerkschaften oftmals mehr für die Arbeitgeber als für die Arbeitnehmer eintreten, sind individuelle Lohnverhandlungen äusserst schwierig. Die Wirtschaft wehrt sich vehement gegen die Mindestlöhne, weil ihr damit ein Erpressungsmittel verloren geht, nämmlich, dass sich immer jemand findet, der zu einerm noch geringeren Lohn arbeitet. Die Aufstockung des Staates ist eine Subvention dieses Lohndumpings. Für mich ist ganz klar wie die ersten Schritte aussehen könnten: Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes in Deutschland und Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze. Auch die Diskussion über ein bedingungsloses, aber nicht voraussetzungsloses, Grundeinkommen kann helfen, die Zusammenhänge zu verstehen. Wir müssen jedoch Schritte unternehmen, die sofort von allen verstanden werden. Die Grundsatzdiskussion müssen wir später führen. Was aber ganz wichtig ist: Wir leben heute im Kapitalismus, nicht in der sozialen Marktwirtschaft. Daher müssen Löhne nach kapitalistischen Gesichtspunkten eingefordert werden. Wäre die Vermögensverteiluing anders, gäbe es keine Dumpinglöhne. Da aber die breite Bevölkerung über fast kein Produktionskapital verfügt, ist sie in jeder Hinsicht erpressbar.

ihre private rentenvorsorge wird ihnen eh auf ihren minimalsatz

der rente angerechnet. man verliert also mehrfach, durch die anrechnung, meine angesparten 100€ sind bei renteneintritt nur noch die hälfte wert während die riesterversicherung schon heute damit arbeitet und verdient, die verwaltungskosten der versicherung gehen ab, und ich nehme das system aus der verantwortung während ich sie uebernehme.
und man weiss nicht mal was man bei einem wirtschaftseinbruch rausbekommt.

laut verbraucherorganisationen muss man allein schon bei riester 95Jahre alt werden um das einbezahlte rauszubekommen.

man wird das gefuehl nicht los das hier der grösste betrug an der gesellschaft seit den letzten 500Jahre
durchgezogen wird. wäre interessant zu wissen wer die brötchen von hr. promberger bezahlt?

Nachtrag: Kapitalismus nach Art der USA

Nachtrag: Was wir auch nicht vergessen dürfen ist, dass mit der Reise- und Arbeitsfreizügugkeit innerhalb der EU ein Druck auf den Arbeitsmärkten der stärker entwickelten Industrieländer entsteht, da Arbeitsentgelte am oder unter dem Existenzminimum besonders Arbeitnehmer mit geringerer Qualifikation treffen. Aber auch viele gut ausgebildete Fachkräfte aus Osteuropa verstärken den Druck im oberen Segment. Das ist einer der Gründe, warum das Lohniveau in Deutschland im Vergleich zu vor 20 Jahren gesunken ist. Es muss aber angemerkt werden, dass das BIP bei gleicher Bevölkerungsanzahl um den Faktor 1,5 gestiegen ist. Wenn aber Löhne sinken und das BIP steigt, bedeutet dies, dass es eine Ungleichverteilung gibt, die uns zu Niedriglöhnen und Vermögensungleichheiten (10-70 und 70-10) geführt hat. Als Beispiel für diese Politik könne die USA dienen, die trotz einer offiziellen Arbeitslosigkeit von 10% immer mehr illegalen Migranten den Aufenthalt ermöglichen. Die angekündigte Teillegalisation durch Obama ist dabei nur ein weiterer Grund solche Arbeitssklaven anzulocken, da sich jeder eine Chance ausrechnet, irgendwann legal dort zu arbeiten. Der normale Arbeitsmarkt wird aber dadurch vernichtet und Gewerkschaften sind in den USA nicht willkommen. 50 Millionen beziehen Essensmarken, es sind aber weit mehr Beürftige, da der Anspruch begrenzt ist. 61 Millionen haben keine Krankenversicherung. Die Dunkelziffern in beiden Fällen sind viel höher. Aber wir kopoeren gerade das System USA.

Sie gehen es vollkommen

falsch an, die private Vorsorge hat System (neben den Geschenken für die Versicherungswirtschaft), denn mit den mickrigen Auszahlungen, werden die meisten gerade so über der Grundsicherung kommen und damit müssen sie selber sehen wie sie klar kommen (Miete, Strom, etc)

Also am besten Geld nehmen im sicheren Ausland (Canada, Norwegen) anlegen, in D Grundsicherung kassieren und sich per Western Express regelmäßig Geld überweisen, noch besser ist das Hawala Sytsem benutzen.

So sieht's aus:

Die Versicherer, die eine Altersvorsorge anbieten, sind selbst gewinnorientierte Unternehmen. Sie wollen möglichst viel einnehmen und möglichst wenig zahlen. Sie bedienen sich monatlich mit einem Betrag ihrer Wahl von meinem Konto. Die Beträge steigen kontinuierlich, mein Einkommen dagegen nicht zwangsläufig. Ob meine finanzielle Leistungsfähigkeit mit den ewig steigenden Beiträgen schritthalten kann, wird nicht gefragt. Wie sich die monatlichen Beiträge errechnen, bleibt nebulös. Noch viel nebulöser ist, wieviel ich dereinst als Altersvorsorge von ihnen erhalten werde. Vermutlich auch einen Betrag ihrer Wahl. Während von mir erwartet wird, die Versicherung regelmäßig bis zu meinem 65. Lebensjahr bedienen zu können, hüten sich die Versicherer im Kleingedruckten davor, ihrerseits irgendwelche unumstößlichen Garantien auszusprechen.

Wie Martenstein schrieb:
"Sie wollen, dass wir unser Geld irgendwohin bringen, wo sie es unter Kontrolle haben, dort nehmen sie es uns dann ab."
http://www.zeit.de/2010/4...

Man sollte, statt irgendwas Dubioses abzuschließen, ein Haus oder eine Wohnung kaufen. Wenn das schiefgeht, ist man wenigstens selbst schuld. Außerdem ist das besser fürs Lebensgefühl: Zu sagen "Mir gehört eine Wohnung in Berlin" ist doch viel vitaler als zu sagen "Ich habe eine Lebensversicherung abgeschlossen und muß nun bis 65 mit dem Arbeiten durchhalten, damit ich (vielleicht) in den Genuß der Rente komme, und gleichzeitig den Versicherern blindlings vertrauen".

@Redaktion #5

Wäre es konstruktiver gewesen, wenn ich dem Autor des Artikels geraten hätte, sich über den Informationsgehalt der Schlagzeile etwas mehr Gedanken zu machen? Es bedarf keinerlei Expertenwissen um zu wissen, dass arme Menschen nichts sparen können. Einigen Kommentatoren hier scheint es ähnlich zu gehen. Überrascht scheint zumindest niemand darüber, was "Experten" über das Sparverhalten von armen Menschen herausgefunden haben.