KrankenkassenÄrzte wollen höhere Honorare einklagen

Die deutschen Kassenärzte sind unzufrieden mit dem Geld, das ihnen die Krankenkassen geben. Sie wollen gegen den Honorarbeschluss klagen, manche sogar streiken.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat auf einer Sonderversammlung in Berlin beschlosssen, gegen den Honorarbeschluss mit den Krankenkassen zu klagen. In einer Resolution heißt es, der Schlichterspruch des Bewertungsausschusses aus Ärzten und Kassen sei nicht zu akzeptieren. "Wir werden dagegen klagen und fordern das Bundesgesundheitsministerium auf, diesen Beschluss zu beanstanden", heißt es in der Resolution weiter. Die Klage soll vor dem Sozialgericht Berlin-Brandenburg erhoben werden.

An der Versammlung nahmen mehrere Hundert Ärzte teil, viele von ihnen sprachen sich für Proteste gegen den Honorarbeschluss bis hin zum Streik aus.

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Den Ärzten war für das nächste Jahr eine Erhöhung der Bezüge von 0,9 Prozentpunkten für 2013 gewährt worden. Sie hatten allerdings mit 11 Prozent mehr als das Zehnfache gefordert. Die Ärzte setzen nun auf die letzte Verhandlungsrunde am kommenden Montag.

Das Gesundheitsministerium kann in dem Verfahren nach Angaben eines Sprechers lediglich prüfen, ob es rechtmäßig abgelaufen ist. Im Zweifel könne es eine Beanstandung binnen zwei Monaten geben. Eine inhaltliche Beurteilung sei aber nicht vorgesehen. Eine Klage stehe aber beiden Seiten offen. Die Bundesregierung ermahnte die Mediziner jedoch, den Honorarstreit nicht zulasten der Patienten auszutragen.

Hausärzte sind sich uneins über Streik

Für den Fall, dass der Honorarbeschluss bestehen bleibt, haben 14 Ärzteverbände mit Protestmaßnahmen ab Dienstag gedroht. Viele Ärzte wollten ihre Praxen ganz schließen.

Der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, sagte dem Deutschlandfunk allerdings, dass das Mittel des Streiks "für Hausärzte nicht angebracht" sei. Gleichzeitig kritisierte er den Honorarbeschluss.

Der Vorsitzende des Hartmannbunds, Klaus Reinhardt, kündigte Kampfmaßnahmen "in einer gestaffelten Form" an. Im Deutschlandradio Kultur sagte er, es sei für die Ärzte eine "schwierige Konstellation", weil von den Protesten am Ende die Patienten betroffen seien.

 
Leserkommentare
  1. 11 Prozent sind genauso lebensfremd wie 0,9 Prozent.
    Klingt stark nach Säbelrasseln ohne wirklichen Sinn.

    2 Leserempfehlungen
  2. erstaunt, wenn es den Ärzten mit ihrer kassenärztlichn Zulassung nicht gefällt und sie anscheinend zu wenig verdienen. Dann gibt es doch eine einfache Lösung, zurückgeben und dahingehen wo angeblich Milch und Honig fließen oder auf PKV Patienten umsteigen, obb da jedoch die Einkünfte erzielt werden können, wage ich mal zu bezweifeln.
    Wie kann man eigentlich als Selbstständiger, ja das sind die um Ärzte, die es wohl in der Sache geht, streiken.

    Den Aufstand haben die bayerischen Ärzte doch auch schon geprobt und sind wie geprügelte Hunde weggelaufen als ihnen mit dem Entzug der kä Zulassung gedroht wurde. Der Staat und die Krankenkassen haben also ein unkompliziertes Mittel um dem Spuk schnell ein Ende zu machen.

    Spannend wäre mal zu erfahren wie hoch das Steueraufkommen der Ärzte im Vgl. zum Einkommen aka Honorar ist, damit der Bürger mal schaut wieviel die armen Ärzte der Gesellschaft zurückgeben, die ihnen das Studium voll finanzieren.

    Auch sollten alle streikenden Ärzte im Netz veröffentlicht werden, damit sich der Bürger bei der Arztwahl informieren kann worum es dem Mediziner der Wahl geht.

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    • Psy03
    • 01.09.2012 um 20:16 Uhr

    Ich kenne einen Arzt der so dermaßen Arm ist, dass er seine Yacht verleihen muß um sich Kerosin für sein Flugzeug leisten zu können!

    Also ich habe meinen Hausarzt erst dieses Jahr gewechselt, weil mir seine heiligen Öffnungszeiten nicht gepasst haben, sowie die Tatsache das er ständig im Urlaub war/ist.

    Und ich weiß von Medizinstudenten, Verwandten, Bekannten etc. das die "armen" Hausärzte gut mit dem Einkommen unserer Kanzlerin mithalten können.
    Man muß doch nur mal schauen mit welchen Autos die Ärzte bei diesen und bei vorigen Gesprächen vorfahren.
    Da hat sich ja Extra 3 auch drüber lustig gemacht.

    Sie haben es nicht mitbekommen, was für einen Hausarztmangel zurzeit herrscht?

    http://www.derwesten.de/n...
    Ärzte sich niederlassen??

    • Psy03
    • 01.09.2012 um 20:16 Uhr

    Ich kenne einen Arzt der so dermaßen Arm ist, dass er seine Yacht verleihen muß um sich Kerosin für sein Flugzeug leisten zu können!

    Also ich habe meinen Hausarzt erst dieses Jahr gewechselt, weil mir seine heiligen Öffnungszeiten nicht gepasst haben, sowie die Tatsache das er ständig im Urlaub war/ist.

    Und ich weiß von Medizinstudenten, Verwandten, Bekannten etc. das die "armen" Hausärzte gut mit dem Einkommen unserer Kanzlerin mithalten können.
    Man muß doch nur mal schauen mit welchen Autos die Ärzte bei diesen und bei vorigen Gesprächen vorfahren.
    Da hat sich ja Extra 3 auch drüber lustig gemacht.

    Sie haben es nicht mitbekommen, was für einen Hausarztmangel zurzeit herrscht?

    http://www.derwesten.de/n...
    Ärzte sich niederlassen??

  3. Der Artikel bzw. der zugrunde liegende Sachverhalt hat mich jetzt durchaus verwirrt. Landläufig wird doch immer behauptet, dass Ärzte verglichen mit anderen (akademischen) Berufsgruppen wie bspw. Sozialwissenschaftlern, aber selbst auch Ingenieuren oder Physikern, ziemlich gut verdienen. Auch empirisch ist man versucht, dies anzunehmen, betrachtet man sich den durchschnittlichen Lebensstandard von Ärzten bzw. Ärztefamilien (gemessen an Haus, Auto etc.). Aus welchem Grund, und mit welcher Rechtfertigung, verlangen Ärzte noch mehr Geld? Oder ist etwa meine Prämisse völlig falsch und Ärzte verdienen gar nicht viel? Definieren wir mal "viel": > 2500 Euro netto pro Monat. Mit Bitte um Aufklärung.

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    verdienen Ärzte im Schnitt 5500 Netto also nach Abzug aller Kosten (Praxis, Kredit, Angestellte, Versicherungen, Auto Leasing).

    http://www.faz.net/aktuel...

    Jetzt möchte ich mal die Durchschnittsgehälter Netto von den Physiker und Ing. sehen die sie erwähnten, die dürften sich etwa bei 1/3 bis 1/2 bewegen der genannten Summe bewegen.

    verdienen Ärzte im Schnitt 5500 Netto also nach Abzug aller Kosten (Praxis, Kredit, Angestellte, Versicherungen, Auto Leasing).

    http://www.faz.net/aktuel...

    Jetzt möchte ich mal die Durchschnittsgehälter Netto von den Physiker und Ing. sehen die sie erwähnten, die dürften sich etwa bei 1/3 bis 1/2 bewegen der genannten Summe bewegen.

  4. Die Einkommen der Ärzte (Allgemeinmediziner) gehen weit auseinander, je nachdem, ob ihre Kunden in der PKV oder GKV sind.

    GKV-Kunden "zahlen" ca. 30-40 Euro pro Quartal über ihre Krankenkasse.
    http://www.krankenkassenf...

    PKV-Kunden zahlen tatsächlich ca. 60-70 Euro minimum pro Besuch (kleine Beratung, Untersuchung, Rezept, Faktor 2,3 bis 3).

    Vielleicht sollte man hier mal ansetzen, um etwas Gerechtigkeit und eine sinnvollere Verteilung der Krankenkassenbeiträge zu erreichen.

    Eine Leserempfehlung
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    Das ist Unfug!

    Diese Beträge kursieren gerne mal herum, stimmen aber nicht!

    Das kann jeder Kassenpatient einmal überprüfen, in dem er einfach mal bei seiner Kasse anfragt, ob er die Abrechnung sehen an. Das geht nur mit etwas Verzögerung, aber an die Abrechnung aus dem dritten Quartal 2011 ist jetzt locker zu kommen.

    Ich habe hier so etwas zu liegen. Danach bekommt bspw. der Anästhesist / Schmerztherapeut 150 Euro pro Quartal für einen Patienten, den er ein Mal in dem Quartal für 20 Minuten gesehen hat und ein kurzes Telefonat mit ihm geführt hat.

    Der Allgemeinmediziner rechnet inklusive 1 Sono 70 Euro ab!

    Jetzt kann man die berechtigte Frage stellen, warum der Allgemeinmediziner inkl. Sono weniger als die Hälfte bekommt vom Anästhesisten, obwohl beide in etwa die gleiche Zeit mit dem Patienten verbracht haben. Aber das ist ja gar nicht das, worum es den Niedergelassenen geht, aber gehen müsste!

    Es gibt mit Sicherheit Arztgruppen, die zu wenig verdienen. Aber es gibt auch welche, die zu viel verdienen. Genauso selbstverständlich muss auch sein, dass ein Arzt einen angemessenen Ausgleich für Kostensteigerungen bekommt, die er als Unternehmer zu zahlen hat (wozu bspw. Energiekosten, aber auch Lohnkosten gehören)

    Nur das polemische Jammern mit völlig unehrlichen Zahlen führt zu nix bzw. sorgt nur dafür, dass die Ärzteschaft unglaubwürdig wird und so das Image von Raffkes bekommt. Und das ist hausgemacht.

    • Logeg
    • 01.09.2012 um 20:47 Uhr

    Mein Beitrag pro Monat in der GKV beträgt 592,88 Euro. Wie kommen Sie bitte zu der Aussage, dass KGV-Kunden 30-40 Euro pro Quartal zahlen?

    Das ist Unfug!

    Diese Beträge kursieren gerne mal herum, stimmen aber nicht!

    Das kann jeder Kassenpatient einmal überprüfen, in dem er einfach mal bei seiner Kasse anfragt, ob er die Abrechnung sehen an. Das geht nur mit etwas Verzögerung, aber an die Abrechnung aus dem dritten Quartal 2011 ist jetzt locker zu kommen.

    Ich habe hier so etwas zu liegen. Danach bekommt bspw. der Anästhesist / Schmerztherapeut 150 Euro pro Quartal für einen Patienten, den er ein Mal in dem Quartal für 20 Minuten gesehen hat und ein kurzes Telefonat mit ihm geführt hat.

    Der Allgemeinmediziner rechnet inklusive 1 Sono 70 Euro ab!

    Jetzt kann man die berechtigte Frage stellen, warum der Allgemeinmediziner inkl. Sono weniger als die Hälfte bekommt vom Anästhesisten, obwohl beide in etwa die gleiche Zeit mit dem Patienten verbracht haben. Aber das ist ja gar nicht das, worum es den Niedergelassenen geht, aber gehen müsste!

    Es gibt mit Sicherheit Arztgruppen, die zu wenig verdienen. Aber es gibt auch welche, die zu viel verdienen. Genauso selbstverständlich muss auch sein, dass ein Arzt einen angemessenen Ausgleich für Kostensteigerungen bekommt, die er als Unternehmer zu zahlen hat (wozu bspw. Energiekosten, aber auch Lohnkosten gehören)

    Nur das polemische Jammern mit völlig unehrlichen Zahlen führt zu nix bzw. sorgt nur dafür, dass die Ärzteschaft unglaubwürdig wird und so das Image von Raffkes bekommt. Und das ist hausgemacht.

    • Logeg
    • 01.09.2012 um 20:47 Uhr

    Mein Beitrag pro Monat in der GKV beträgt 592,88 Euro. Wie kommen Sie bitte zu der Aussage, dass KGV-Kunden 30-40 Euro pro Quartal zahlen?

  5. Schwierigkeiten. Wenn das Budget schon Anfang November verbraucht ist wird der "fleißige" Arzt bestraft. Die Gängelung durch die Kassen verhindert im Einzelfall notwendige, eventuell etwas teurere Behandlungen zum Schaden der Patienten.

    Eine Honorarerhöhung, zumindest in Höhe der Inflationsrate ist angebracht. Bei den Kasse Vorständen gab es in den letzten Jahren Gehaltserhöhungen in zwei stelliger Höhe - das wurde hingenommen, da wurde auch nicht Hinterfragt.

    3 Leserempfehlungen
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    Die Honorarerhöhung der Kassenvorstände ist ein ganz anderes Thema .... und sollte vielleicht doch netterweise geführt werden unter Berücksichtigung, was die Ärzteschaft ihren Interesensvertretungen so an Honorar, Ruhestands und Übergangsgeldern sogar mit eigener Stimme gewährt (Beispiel Berlin)

    Dass sich ein normaler Arzt im Einkommen mit einem Kassenvorstand vergleicht, anstatt sein Einkommen mit dem anderer Akademiker zu vergleichen, zeigt aber auch die Problematik und den Größenwahn.

    Die Honorarerhöhung der Kassenvorstände ist ein ganz anderes Thema .... und sollte vielleicht doch netterweise geführt werden unter Berücksichtigung, was die Ärzteschaft ihren Interesensvertretungen so an Honorar, Ruhestands und Übergangsgeldern sogar mit eigener Stimme gewährt (Beispiel Berlin)

    Dass sich ein normaler Arzt im Einkommen mit einem Kassenvorstand vergleicht, anstatt sein Einkommen mit dem anderer Akademiker zu vergleichen, zeigt aber auch die Problematik und den Größenwahn.

  6. Der - die - das; wer - wie - was; wieso - weshlalb - warum; wer nicht fragt bleibt dumm!

    Wieso wollen die Experimenteure denn mehr Geld haben? Ist das ein Geheimnis? Ich will es auch wissen!

    Sag mir das Geheimnis, sag mir das Geheimnis, sag mir das Geheimnis!

    Sag!

    Eine Leserempfehlung
  7. verdienen Ärzte im Schnitt 5500 Netto also nach Abzug aller Kosten (Praxis, Kredit, Angestellte, Versicherungen, Auto Leasing).

    http://www.faz.net/aktuel...

    Jetzt möchte ich mal die Durchschnittsgehälter Netto von den Physiker und Ing. sehen die sie erwähnten, die dürften sich etwa bei 1/3 bis 1/2 bewegen der genannten Summe bewegen.

    8 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Verständnisfrage"
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    ich mich, warum immerweniger Ärzte sich niederlassen und ein Hausarztmangel in vielen Regionen Deutschland herrscht, sodass die Bundesreguierung überlegt Extrapremien bis 50000Euro zu zahlen, damit die Ärzte sich niederlassen.

    ich mich, warum immerweniger Ärzte sich niederlassen und ein Hausarztmangel in vielen Regionen Deutschland herrscht, sodass die Bundesreguierung überlegt Extrapremien bis 50000Euro zu zahlen, damit die Ärzte sich niederlassen.

  8. Das ist Unfug!

    Diese Beträge kursieren gerne mal herum, stimmen aber nicht!

    Das kann jeder Kassenpatient einmal überprüfen, in dem er einfach mal bei seiner Kasse anfragt, ob er die Abrechnung sehen an. Das geht nur mit etwas Verzögerung, aber an die Abrechnung aus dem dritten Quartal 2011 ist jetzt locker zu kommen.

    Ich habe hier so etwas zu liegen. Danach bekommt bspw. der Anästhesist / Schmerztherapeut 150 Euro pro Quartal für einen Patienten, den er ein Mal in dem Quartal für 20 Minuten gesehen hat und ein kurzes Telefonat mit ihm geführt hat.

    Der Allgemeinmediziner rechnet inklusive 1 Sono 70 Euro ab!

    Jetzt kann man die berechtigte Frage stellen, warum der Allgemeinmediziner inkl. Sono weniger als die Hälfte bekommt vom Anästhesisten, obwohl beide in etwa die gleiche Zeit mit dem Patienten verbracht haben. Aber das ist ja gar nicht das, worum es den Niedergelassenen geht, aber gehen müsste!

    Es gibt mit Sicherheit Arztgruppen, die zu wenig verdienen. Aber es gibt auch welche, die zu viel verdienen. Genauso selbstverständlich muss auch sein, dass ein Arzt einen angemessenen Ausgleich für Kostensteigerungen bekommt, die er als Unternehmer zu zahlen hat (wozu bspw. Energiekosten, aber auch Lohnkosten gehören)

    Nur das polemische Jammern mit völlig unehrlichen Zahlen führt zu nix bzw. sorgt nur dafür, dass die Ärzteschaft unglaubwürdig wird und so das Image von Raffkes bekommt. Und das ist hausgemacht.

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    Das, was Sie erzählen, ist leider nicht wahr.

    Was die Ärzte z.B. in NRW pro Fall (Patient) verdienen, können Sie der folgenden Tabelle der kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein entnehmen:

    http://www.kvno.de/downlo...

    Demnach verdient ein Anästhesist 10 E, ein Internist und ein Allgemeinarzt ca. 36 E pro Quartal.

    Sie sollten der Propaganda der Krankenkassen keinen Glauben schenken.

    Das ganze System ist doch krank, wenn man es vom Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit betrachtet, duerften die Beitragssaetze zur Krankenkasse nie steigen, denn ansonsten sind irgendwann in absehbarer Zeit die 100% Krankenkassenbeitrag erreicht. Da aber der Anteil der Lohneinkommen am BIP seit Jahren sinkt, waere es nur konsequent die Arzthonorare real zu senken, denn auch den Aerzten muss klar sein eine Volkswirtschaft in der nur noch Aerzte Einkommen beziehen funktioniert nicht. Dann fehlt es an jeglicher Qualitaetssicherung, ein schlechter Arzt wird niemals mit Kuendigung bedroht und ein einzelner Patient kann die Leistung seines Arztes schlecht beurteilen. Als Wissenschaftler werde ich gezwungen eine bestimmte Anzahl von internationalen Veroeffentlichungen nachzuweisen, gelingt mir das nicht habe ich ein Problem und bekomme weniger Geld bzw. eine Kuendigung und das obwohl unklar ist, ob ein Forschungsansatz gut oder schlecht ist. Leider weiss man das erst, wenn man geforscht hat. Also warum muessen Aerzte nicht bestimmte Heilungsquoten nachweisen? Dann stellt sich noch die Frage, wie hoch ist eigentlich die Arbeitsproduktivitaet von Aerzten? Und als letztes, die Medizin ist der einzige oekonomische Bereich in denen der technische Fortschritt zu hoeheren Kosten fuehrt, in allen anderen Bereichen sinken die Kosten und Preise bei gleicher Qualitaet oder man bekommt fuer einen konstanten Preis mehr Qualitaet. Warum gilt das nicht in der Medizin?

    Das, was Sie erzählen, ist leider nicht wahr.

    Was die Ärzte z.B. in NRW pro Fall (Patient) verdienen, können Sie der folgenden Tabelle der kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein entnehmen:

    http://www.kvno.de/downlo...

    Demnach verdient ein Anästhesist 10 E, ein Internist und ein Allgemeinarzt ca. 36 E pro Quartal.

    Sie sollten der Propaganda der Krankenkassen keinen Glauben schenken.

    Das ganze System ist doch krank, wenn man es vom Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit betrachtet, duerften die Beitragssaetze zur Krankenkasse nie steigen, denn ansonsten sind irgendwann in absehbarer Zeit die 100% Krankenkassenbeitrag erreicht. Da aber der Anteil der Lohneinkommen am BIP seit Jahren sinkt, waere es nur konsequent die Arzthonorare real zu senken, denn auch den Aerzten muss klar sein eine Volkswirtschaft in der nur noch Aerzte Einkommen beziehen funktioniert nicht. Dann fehlt es an jeglicher Qualitaetssicherung, ein schlechter Arzt wird niemals mit Kuendigung bedroht und ein einzelner Patient kann die Leistung seines Arztes schlecht beurteilen. Als Wissenschaftler werde ich gezwungen eine bestimmte Anzahl von internationalen Veroeffentlichungen nachzuweisen, gelingt mir das nicht habe ich ein Problem und bekomme weniger Geld bzw. eine Kuendigung und das obwohl unklar ist, ob ein Forschungsansatz gut oder schlecht ist. Leider weiss man das erst, wenn man geforscht hat. Also warum muessen Aerzte nicht bestimmte Heilungsquoten nachweisen? Dann stellt sich noch die Frage, wie hoch ist eigentlich die Arbeitsproduktivitaet von Aerzten? Und als letztes, die Medizin ist der einzige oekonomische Bereich in denen der technische Fortschritt zu hoeheren Kosten fuehrt, in allen anderen Bereichen sinken die Kosten und Preise bei gleicher Qualitaet oder man bekommt fuer einen konstanten Preis mehr Qualitaet. Warum gilt das nicht in der Medizin?

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