Die US-Notenbank Federal Reserve hat angesichts der schwachen US-Konjunktur weitere Hilfsmaßnahmen angekündigt. So will sie unter anderem pro Monat für 40 Milliarden Dollar hypothekengesicherte Wertpapiere kaufen, um den schwächelnden Häusermarkt zu stärken. Zudem wollen die Notenbanker ihren bei faktisch null Prozent liegenden Leitzins bis 2015 nicht erhöhen. Ein fester Termin für ein Ende des Programms wurde nicht genannt. Es werde so lange gelten, bis der Arbeitsmarkt deutliche Zeichen einer Verbesserung zeige, heißt es in der Mitteilung .

Fed-Chef Ben Bernanke sagte, die bei über acht Prozent liegende Arbeitslosigkeit sei "weiterhin eine ernste Sorge". Im Begleitkommentar zum Zinsbeschluss heißt es weiter, die Notenbanker seien besorgt, dass das Wachstum in den USA ohne eine weitere Konjunkturspritze doch nicht stark genug werden könnte, um für eine anhaltende Besserung am Arbeitsmarkt zu sorgen. Daher sollen die Käufe solange fortgesetzt werden, bis sich die Perspektiven am Jobmarkt "substanziell aufhellen".

Das Programm der Anleihekäufe verfolgt das Ziel, langfristig die Zinsen niedrig zu halten und zugleich zu Kreditaufnahmen und Investitionen anzuspornen. Die Zentralbank hatte zwischen 2008 und 2011 schon zweimal für insgesamt etwa 2,3 Billionen Dollar langfristige Staatsanleihen und Hypothekenpapiere gekauft. Bernanke hatte in einer Rede im vergangenen Monat darauf hingewiesen, dass die sogenannte quantitative Lockerung und andere unorthodoxe Maßnahmen der Zentralbank die Kreditkosten gemildert und die Aktienkurse in die Höhe getrieben hätten.

Nach der Ankündigung der Notenbank baute die Wall Street ihre Gewinne leicht aus. Der Dow-Jones-Index ging innerhalb von Minuten um 105 Punkte in die Höhe, gab dann aber wieder nach und blieb zunächst bei einem Plus von 35 Punkten. Der Dollar gab im Vergleich zum Euro und zum Yen nach, US-Staatsanleihen drehten ins Minus.