Schuldenkrise: WTO dämpft Handelsprognosen
Der globale Handel ächzt unter der Euro-Schuldenkrise: Laut Welthandelsorganisation wird das Wachstum 2012 und 2013 deutlich geringer ausfallen als bisher erwartet.
© Axel Heimken/AP/dapd

Ein Containerschiff im Hamburger Hafen
Die Welthandelsorganisation (World Trade Organization, kurz WTO) hat ihre Wachstumsprognosen für 2012 und 2013 deutlich gesenkt. Im laufenden Jahr werde der Welthandel nur um 2,5 Prozent wachsen und nicht um 3,7 Prozent, wie im Frühjahr prognostiziert. Das teilte die Organisation am Freitag mit. Für 2013 rechnet die WTO nur noch mit einem Plus von 4,5 Prozent. Bisher wurden 5,6 Prozent erwartet. Treffen die Prognosen ein, würde der Welthandel weniger als halb so stark zulegen wie im Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre.
Die Genfer Organisation machte vor allem die Schuldenkrise in Europa für die schlechtere Prognose verantwortlich. Bisher hätten sich die Märkte nicht beruhigt, und die Kürzungen in den Staaten am Rande der Euro-Zone würden deshalb immer schmerzhafter, hieß es.
Aber auch in den USA und in China sieht die WTO Schwierigkeiten: Die Arbeitsmarktzahlen in den USA hätten weiterhin enttäuscht, hieß es. Außerdem wiesen die Einkaufs- und Produktionsindikatoren in China auf ein langsameres Wachstum hin.
WTO-Chef Lamy fordert Konjunkturmaßnahmen
"In einer zunehmend miteinander verflochtenen Welt drohen sich ökonomische Schocks schnell auszubreiten", sagte WHO-Chef Pascal Lamy. Er forderte zusätzliche Maßnahmen, um das weltweite Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln. "Die kürzlich angekündigten Maßnahmen zur Stärkung des Euro und zur Stützung des Wachstums sind also sehr wohl willkommen", sagte er. Aber es müsse mehr getan werden: "Wir brauchen mehr Engagement, um ein weltweites Handelssystem wiederzubeleben, das in der Lage ist, uns die wirtschaftliche Stabilität zu bringen, die wir so sehr brauchen."
Bereits im April hatte die WTO gewarnt, dass der Welthandel dieses Jahr langsamer wachsen werde. Bereits im vergangenen Jahr bremste das Wachstum ab. 2010 hatte es nach dem Einbruch durch die Finanzkrise ein Rekordniveau erreicht.







Was die WHO alles kann! Wer hätte das gedacht.
Der Kommentar wurde wieder hergestellt. Danke, die Redaktion/lv
Sie haben wegen meinem Kommentar die Überschrift geändert und das soll da nicht konstruktiv sein?
Wenn die gesamte Weltwirtschaft langsamer läuft, dann versteht es sich fast von selbst, dass exportabhängige Staaten darunter am stärksten leiden und sich am spätesten wieder erholen werden, d.h. erst nachdem es ihren Abnehmern wieder besser geht. Das trifft vor allem die beiden Exportweltmeister China und Deutschland, aber auch Staaten wie Brasilien und Russland.
dass es gerade den Staaten mit einem großen Anteil am Welthandel relativ am besten geht. Oder nicht? ...
dass es gerade den Staaten mit einem großen Anteil am Welthandel relativ am besten geht. Oder nicht? ...
"Im laufenden Jahr werde der Welthandel nur um 2,5 Prozent wachsen und nicht um 3,7 Prozent, wie im Frühjahr prognostiziert.
...Für 2013 rechnet die WTO nur noch mit einem Plus von 4,5 Prozent. Bisher wurden 5,6 Prozent erwartet."
Weil die "Mutter aller Zivilisationsprobleme" seit jeher von der Religion (künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten) aus dem Begriffsvermögen der halbwegs zivilisierten Menschheit ausgeblendet wird,...
http://opium-des-volkes.b...
...wird für das "kommende Jahr", das es möglicherweise für "diese Welt" (zivilisatorisches Mittelalter) gar nicht mehr geben wird, stets mit einem quantitativen Wachstum gerechnet, das bei realistischer Betrachtung durch nichts zu begründen ist:
http://opium-des-volkes.b...
dass es gerade den Staaten mit einem großen Anteil am Welthandel relativ am besten geht. Oder nicht? ...
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